Elizabeth George - Denn bitter ist der Tod / For the Sake of Elena

  • Buchdetails

    Titel: Denn bitter ist der Tod


    Band 5 der

    Verlag: Goldmann

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 496

    ISBN: 9783442479245

    Termin: August 2013

  • Bewertung

    4.1 von 5 Sternen bei 48 Bewertungen

    81% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Denn bitter ist der Tod"

    Inspector Lynleys fünfter Fall in neuer Ausstattung. An einem trüben Novembermorgen wird eine Studentin der Universität Cambridge tot aufgefunden. Der Mord an der jungen Frau erschüttert die ehrbare Akademikerwelt. Und nur einer wie Inspector Lynley, der dieses Umfeld bestens kennt, kann die gefährlichen unterschwelligen Strömungen hinter den dunklen Collegemauern erahnen. Mit seiner Assistentin Barbara Havers dringt er immer tiefer in die elitäre Welt ein, in ein tödliches Gespinst aus bedingungsloser Liebe, falschem Stolz, uneingestandenen Schuldgefühlen – und dem Bedürfnis nach Rache.
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  • Gelesen hab ich das Buch eigentlich nur als Lückenfüller, bis morgen der zweite Teil zur Geiger-Leserunde losgeht. Gut, dass Ostern ist und ich viel Zeit zum Lesen hatte (und sei es nur, dass ich in der Bahn auf dem Weg zur Familie las). Die letzten 48h habe ich also mit dem Buch verbracht und fand es erstaunlich gut!


    "Denn bitter ist der Tod" ist der 5. Band aus der Lynley/Havers-Reihe.


    Inhalt:


    Text auf dem Umschlag


    Tödliche Intrige an einer traditionsreiche Universität


    An einem trüben Novembermorgen wird eine Studentin der Universität Cambridge tot aufgefunden. Der Mord an der jungen Frau erschüttert die ehrbare Akademikerwelt. Und nur einer wie Inspector Lynley ist imstande, die gefährlichen unterschwelligen Strömungen hinter den dunklen Collegmauern zu erahnen. Mit seiner Assistentin Barbara Havers dringt er immer tiefer in die arrogante Männerwelt ein, in ein tödliches Gespinst aus bedingungsloser Liebe, falschem Stolz, uneingestandenen Schuldgefühlen und dem Bedürfnis nach Rache.


    Meine Meinung:


    Dies ist zwar ein recht spannender Text, hat mit dem Inhalt aber relativ wenig zu tun. Deshalb hier noch der Klappentext:


    Als Elena Weaver, Studentin am ehrwürdigen St. Stephen's College in Cambridge, noch vor der Morgendämmerung eines Novembertages wie gewohnt zum Joggen aufbricht, ahnt sie nicht, dass sie in wenigen Minuten auf einer schmaln Flussinsel sterben wird. Für die örtliche Polizei beginnt eine schwierige Zeit, also schickt man aus London Inspector Lynley, als Oxfordabsolvent bestens vertraut mit den komplexen und komplizierten Abläufen einer Elite-Universität, der zusammen mit seiner bewährten Assistentin Barbara Havers die Ermittlungen aufnimmt.
    Das Opfer Elena Weaver war eine attraktive Erscheinung, die mit weiblichen Waffen ihre Umgebung anzog und verwirrte. Die junge Frau hatte nur einen Makel: Elena war gehörlos - eine Tatsache, die ihre Eltern negierten. Während ihre Mutter verbittert in London zurückblieb und ihr Vater, Koryphäe unter den Historikern von Cambridge, verspätet aus dem Mädchen eine akademische Mustertochter machen wollte, versuchte Elena ihr eigenes Leben zu führen, ein zügelloses Leben, das sie in die Arme verschiedener Männer führte - und in den Tod.


    Meine Meinung:


    Ein spannender Krimi für kurzweilige Unterhaltung nebenbei. Es geht weiter in der Liebesgeschichte zwischen Helen und Lynley. Barbara Havers muss eine Entscheidung über die zukünftige Betreuung ihrer Mutter treffen. St. James tritt kurz auf, Deborah allerdings nicht.


    Die Lösung des Mordfalles hat mich überrascht. Es gab soviele Spuren, dass ich mich für keine entscheiden konnte und somit auf das Ende natürlich besonders gespannt war!


    Neben der Ermittlungsarbeit steht die Diskussion von Liebe, Beziehungen und daraus erwachsende Erwartungen, Wünsche, Verhaltensweisen und Abhängigkeiten. Themen, die viel Raum für Mißverständnisse lassen...


    Wie gesagt, ein guter Krimiroman für zwischendurch, aber kein klassischer "College-/Internatsroman" wie der Klappentext vermuten lassen könnte. Wer solche Romane mag, ist sicher mit "Ehre und Gewissen" besser bedient.

    She wanted to talk, but there seemed to be an embargo on every subject.
    - Jane Austen "Pride and prejudice" - +

  • Das war wirklich ein spannendes Buch.
    Leider ist das bisher letzte in der (sonst guten) Serie so schlecht, dass ich es halb gelesen weggelegt habe. Eine große Enttäuschung - das nächste werde ich mir nicht mehr kaufen. :x

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Bisher habe ich alle Elizabeth-George-Romane sehr genossen. Das meiner Meinung nach beste, und mir auch am deutlichsten in Erinnerung gebliebene ist "Asche zu Asche". Diese Geschichte von Olivia und ihrer Krankheit fand ich fast noch spannender als die Kriminalgeschichte an sich.


    Außerdem finde ich es sehr lustig, die Protagonisten immer besser kennen zu lernen. Manchmal kann ich es gar nicht glauben, dass Barbara Havers nicht wirklich mit ihrem Mini durch die Gegend kurvt und ihre Vorgesetzten zur Verzweiflung bringt.


    "Denn bitter ist der Tod" fand ich auch sehr spannend, aber nicht herausragender als beispielsweise "Auf Ehre und Gewissen" oder "Denn keiner ist ohne Schuld".


    "Wer die Wahrheit" sucht, habe ich mich bisher nicht getraut zu lesen, weil ich schon so viele schlechte Meinungen gehört habe. Was ja hier von €nigma wieder bestätigt wird. Und auch nicht zuletzt deshalb, weil Havers nicht mit dabei ist!! :cry:

  • Ich habe das Buch am Wochenende gelesen und fand es sehr spannend - wie Fezzig fiel es mir schwer mich für eine "Spur" zu entscheiden. Die Lösung am Ende hat mich ziemlich überrascht. Schön fand ich, dass man Lynley und Havers in diesem Band das erste Mal als eingespieltes Team erlebt - es gibt einige schöne Wortgefechte.


    Wer, wie ich, die Angewohnheit hat, immer zur gleichen Uhrzeit die gleiche Laufrunde zu absolvieren, wird bei diesem Buch sicher einige Gänsehaut-Momente erleben 8-[ .


    LG,
    Casoubon

  • Die Studentin Elena Weaver wird eines nebligen Morgens beim Joggen überfallen und brutal erschlagen. Aufgrund interner Querelen bei der örtlichen Polizei wird Scotland Yard hinzugezogen, und Lynley meldet sich freiwillig für diesen Einsatz in Cambridge, aus nicht ganz uneigennützigen Motiven. Wo Lynley ist, kann Havers nicht weit sein, obwohl ihr dieser Auswärtseinsatz gerade nicht so gelegen kommt, denn es wird immer schwieriger, ihre demente Mutter halbwegs adäquat zu betreuen.

    Für die Ermittler steht schnell fest, dass Elena kein Zufallsopfer des Mörders war, und schon der genauere Blick auf Elenas unmittelbare Familie zeigt tiefe Verwerfungen und heftige Emotionen, die die Beteiligten nur mit Mühe verbergen können. Dann ist da noch die Tatsache, dass Elena hübsch, charmant und bei Männern äußerst beliebt war. Und gehörlos. Findet sich der Täter etwa in der Vereinigung tauber Studenten, der Elena angehörte? War es ein Eifersuchtsdrama, oder versuchte jemand, etwas zu vertuschen?

    In dem komplexen Beziehungsgeflecht rund um die Ermordete finden sich eigentlich nur kaputte Gestalten; ein cleverer Schachzug der Autorin, weil man ihnen allen das Schlimmste zutraut (und früher oder später die Pest an den Hals wünscht) und ein starker Kontrast zu dem idyllisch anmutenden, altehrwürdigen Schauplatz. Für mich war es spannend bis zum Schluss, weil jeder irgendwie ein Motiv gehabt hätte.

    Im Privatleben von Lynley und Havers geht es diesmal auch zur Sache, bei beiden geschehen einige wichtige, zukunftsweisende Dinge. Dabei habe ich vor allem mit Barbara und ihrem ewigen schlechten Gewissen wegen ihrer Mutter mitgefühlt.

    Aufgefallen ist mir in diesem Band die Gesellschaftskritik, insbesondere, was die Rolle der Frau in einem konservativen Umfeld angeht. Teilweise hat's mich dabei echt gegruselt ob der Ansichten à la 50er Jahre (die aber selbst heute noch verbreiteter sind, als ich das gerne hätte).

    Mir hat auch dieser Teil der Reihe wieder sehr gut gefallen. Die Auflösung war vielleicht ein bisschen weit hergeholt, aber durchaus denkbar, also gibt es dafür auch keine besonderen Abstriche.

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