Paul Watzlawick - Anleitung zum Unglücklichsein

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Anleitung zum Unglücklichsein

3.9|39)

Verlag: Piper Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 144

ISBN: 9783492301398

Termin: Januar 2013

  • Kurzbeschreibung (laut amazon)
    Paul Watzlawick hat mit seiner "Anleitung zum Unglücklichsein" einen Millionen-Bestseller geschrieben - was nur den Schluß zuläßt, daß Leiden ungeheuer schön sein muß. Nach der Lektüre werden auch Sie begreifen, warum Sie den Nachbarn, den Sie um einen Hammer baten, am liebsten erschlagen würden.


    Man benötigt für dieses Buch vielleicht 1 bis 2 Stunden - aber es sind 2 höchst amüsante Stunden.
    Watzlawicks Theorien, Anekdoten und vor allem seine Übungen sind einfach göttlich. Manches fand ich etwas langatmig und kompliziert erklärt, aber der Großteil des Buches war leicht zu lesen und regte zum Schmunzeln und auch ein Bisschen zum Nachdenken an.


    Ich kann es ebenso wie "Hektors Reise" auf jeden Fall weiterempfehlen und schließe mich der allgemeinen Meinung an, dass Watzlawicks "Anletiung zum Unglücklichsein" noch um Welten besser ist.

    [...] Schließlich war es ja genau das, was man in Büchern suchte: große, nie gefühlte Gefühle, Schmerz, den man hinter sich lassen konnte, indem man das Buch, wenn es allzu schlimm wurde, zuschlug [...]
    "Tintentod" von Cornelia Funke

  • Eine Anekdote kenne ich daraus - ich habe sehr gelacht. Ich wollte mir seitdem das Buch schon immer besorgen, habe es aber bisher nicht geschafft.


    Aber, wenn man ganz ehrlich ist, erkennt man sich in den Geschichten wohl wieder... :lol:


    Den Rest kenne ich aber nicht. Also ist dies keine vollständige Bewertung.

  • Ohne die Anekdoten und Beispiele wäre das Buch wohl eher trocken.


    Meine persönliche Lieblingsstelle, ist das Beispiel mit dem Hammer, den man sich vom Nachbarn borgt, wobei die Übungen

    auch nicht zu verachten sind.

    [...] Schließlich war es ja genau das, was man in Büchern suchte: große, nie gefühlte Gefühle, Schmerz, den man hinter sich lassen konnte, indem man das Buch, wenn es allzu schlimm wurde, zuschlug [...]
    "Tintentod" von Cornelia Funke

  • Ich nehme das Buch immer wieder mal zu Hand und lese ein Kapitel. Und so oft ich das Buch auch lese, ich entdecke immer wieder was Neues oder was zu Nachdenken. Oder auch beides.


    Dieses Buch ist ein Muss für alle, die sich ein wenig für Psychologie interessieren und dabei auch unterhalten werden wollen. Und die Kunst, über sich und seine eigenen Schwächen zu lachen, fällt da sehr leicht. :mrgreen:

  • @ orange_w,


    ich habe in deinem Beitrag die ISBN- Nr. eingefügt ;)

    Liebe Grüße,
    Rita


    ~Ich wäre lieber ein armer Mann in einer Dachkammer voller Bücher als ein König, der nicht lesen mag.~
    Thomas Babington

  • :uups:


    Danke... schon wieder vergessen... tut mir leid...

    [...] Schließlich war es ja genau das, was man in Büchern suchte: große, nie gefühlte Gefühle, Schmerz, den man hinter sich lassen konnte, indem man das Buch, wenn es allzu schlimm wurde, zuschlug [...]
    "Tintentod" von Cornelia Funke

  • Ich habe das Buch (in einer anderen Ausgabe) gestern fertig gelesen, und ich muss sagen mir hat es sehr gut gefallen.


    Es war total witzig und interessant geschrieben. Und zu jedem Beispiel bzw. zu jeder "Anleitung" ist mir mindestens eine Person in meinem Bekanntenkreis eingefallen, die gewisse Dinge genau so handhabt.
    Das war natürlich zusätzlich interessant :mrgreen:


    Ich werde mir auf jeden Fall auch noch die anderen Bücher von Paul Watzlawick zulegen, da diese sarkastische Art die Dinge zu sehen genau meines ist ;-)

  • Kurzbeschreibung aus: Das Buch der 1000 Bücher (kopiert von Amazon)
    Paul Watzlawicks kleiner Band Anleitung zum Unglücklichsein bricht rigoros mit der Vorstellung, Ziel des Menschen sei das Streben nach Glück. In Form von Metaphern, Aphorismen, Anekdoten und hintergründigen Geschichten beschreibt Watzlawick in amüsanter und ironischer Art die vielfältigen Möglichkeiten, den eigenen Alltag unerträglich zu gestalten und trivialen Ereignissen eine außergewöhnliche Bedeutung beizumessen.


    Mit Dostojewski im Schlepptau beweist Watzlawick, dass man einem Menschen geben kann, was er will; dennoch wird er nicht dauerhaft glücklich, sondern, im Gegenteil, alles daran setzen, sein Glück zu unterwandern. Demzufolge nutzen die gesamten Ratgeberbücher nichts, die Rezepte fürs glückliche Leben anbieten. Was ist logischer als einen Ratgeber fürs Unglücklichsein zu schreiben?


    Eigentlich braucht man keinen Ratgeber, denn die Kunst, sich unglücklich zu machen, beherrscht jeder. Insofern ist das Buch auch weniger als Ratgeber gemeint, sondern als Aha-Erlebnis, seine eigenen Mechanismen und Unglücksbringer zu erkennen.


    Im Angebot sind:
    - Das Verhaften in der Vergangenheit und das ständige Bohren darin nach Ursachen und Gründen für die derzeitige Situation,
    - Die Agewohnheit, sich immer die schlimmste Möglichkeit auszumalen (selbsterfüllende Prophezeiung),
    - Der Glaube, dass andere an meiner Misere schuld sind,
    - Mangelndes Selbstbewußtsein,
    - In der Kommunikation die Vermischung von Gesagtem und Gemeintem.


    Anfangs muss man sich darauf einstellen, "falsch herum" zu denken, weil man in der Vorstellung gefangen ist, aus Büchern Anstöße zu einem zufriedenerem Leben zu bekommen.
    Der eigentliche Spaß am Lesen ist der Wiedererkennungseffekt seines eigenen Verhaltens und dem der Leute aus dem Umfeld.


    Was den Spaß mindert: Wazlawicks mitunter sperrige Art des Erklärens, so dass man viele Abschnitte mehrmals lesen muss, um den Sinn vollständig zu kapieren. Er legt eine These dar und wickelt die Argumentation von hinten auf. Umgekehrt hätte er es dem Leser leichter gemacht. (Aber man sollte die Schuld für das eigene schwerfällige Denken bekanntlich nicht beim anderen suchen ...)

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)

  • Ich habe das Buch jetzt im Urlaub gelesen und war ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht. Sicherlich waren dort nette Anekdoten (die Geschichte mit dem Hammer kannte ich von Ernie und Bert mit einem Staubsauger) und sicherlich hat man sich oder andere auch wiedererkannt, aber der Schreibstil war mir teilweise dann doch zu kompliziert und ich hasse es, wenn man Absätze x-mal lesen muß, um zu verstehen, was der Autor einem eigentlich sagen will?!


    Vielleicht sollte ich es aber auch wie einige meiner Vorschreiber machen und es noch einmal lesen, damit sich mir dann doch mehr erschließt (und ich dann doch nochmal ein Sternchen aus dem Ärmel schüttel) - war vielleicht auch als Urlaubslektüre nicht gerade die beste Wahl... (oder ich muß es lesen, wenn ich gerade pessimistisch drauf bin, um dann die Ratschläge zu befolgen? :loool: )

  • Paul Watzlawicks "Anleitung zum Unglücklichsein" ist eines der Büchr, die man mindestens einmal gelesen haben sollte. Ich hab ds im Laufe der Jahre so ungefähr einmal pro Jahr gelesen, da ist man ja auch recht schnell durch. Da sind definitiv gute Sachen drin, nette Anekdoten, Tipps und auch Amüsantes, aber an manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass der Autor mit dem Buch etwas mehr in die Tiefe gegangen wäre. Vieles wird ja nur gestreift. Auch wenn es ein eher populärwissenschaftlich orientiertes Buch ist, hätte man doch noch ein paar Seiten extra machen können.


    Leider ist Paul Watzlawicks 2007 verstorben, insofern muss man als Leser mit dem auskommen, was er eben zu Lebzeiten geschrieben hat. Auf Youtube gibt es Interviews und Audio-Mitschnitte von Vorträgen zu sehen, ich finde Paul Watzlawicks in den Videos unterhaltsam und charismatisch. Da hört man einfach gerne zu und manchmal lernt man auch etwas dabei, also ich zumindest, weiß nicht, wie es Euch dabei geht. Hier mal als Beispiel der Vortrag zum Thema Wenn die Lösung das Problem ist. :) Da ist natürlich viel dabei, was man schon kennt, aber lohnt sich trotzdem, find ich. :)

  • Meine Meinung:


    Ein sehr interessantes Buch, ein sehr wissenswertes Buch, aber auch ein nicht all zu leicht lesendes Buch. Ein Buch über das man nachdenken muss und auch ein Buch, bei welchem man die Sätze vielleicht zwei oder dreimal lesen muss um sie im Endeffekt zu verstehen. Das Buch ist trotz der etwas anstrengenden Art des Lesens so schön, weil man sich in den Anekdoten selber oft genug wiederfindet. Anfänglich ist man irritiert, weil man erwartet Tipps zu bekommen das man glücklich und zufrieden wird, aber das Gegenteil ist der Fall, denn der Mensch versucht scheint ein Meister darin zu sein, sein Glück zu erschlagen und so erfährt man in mehreren Anekdoten das es sich teilweise tatsächlich so verhält und man bei einigen Anekdoten schmunzeln und lachen muss, weil man gleiches oder Ähnliches auch schon erfahren hat.

    :study: Das Leben nehmen - Suizid in der Moderne (Thomas Macho) 386 / 531 Seiten

    :study: Vom Ende der Einsamkeit (Benedict Wells) 15 / 357 Seiten


    SUB: 609

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