Kurt Vonnegut - Mann ohne Land/A Man Without a Country

Anzeige

  • Der große Kurt Vonnegut meldet sich im Alter von 84 Jahren noch einmal zu Wort um - nicht literarisch, aber energisch - seine Meinung zu den Zuständen in Amerika zu sagen.


    Dies ist keine Erzählung, sondern eine Sammlung einiger Gedanken Vonneguts zu verschiedenen Themen, die ihn zur Zeit sehr bewegen. Das ist neben dem momentanen innen- und außenpolitischen Bild das die USA in seinen Augen bietet, auch die Frage, inwiefern Humor wichtig ist um mit den Problemen, die man in der Welt sehen kann umzugehen. Und wie er selbst Humor erlernt, angewendet und schließlich zum Teil aufgegeben hat.


    In gewisser Weise ist er nun - gegen Ende eines sehr ereignisreichen Lebens - in einer ähnlichen Stimmung wie Mark Twain gegen Ende seines Lebens, der ebenfalls von der Rolle des Satirikers immer mehr in die Rolle des reinen Anklägers übergewechselt war. Aber anders als Twain scheint er noch ein wenig - wenn auch nicht viel - Hoffnung zu haben, dass es noch - vielleicht - besser werden könnte.


    Die einzelenen Kapitel/Artikel sind manchaml ein wenig irritierend, weil sie nicht unbedingt logisch stringent sind und auch sprachlich ein wenig uneinhaitlich daher kommen. Aber wenn man Vonneguts Werk kennt, sieht man, welcher Wandel sich hier vollzogen hat und wie tief ein Mann von der politischen Situation in seinem Land bewegt sein muss, wenn er am liebsten ein "Mann ohne Land" sein will.


    Bedenkenswert. :study:

Anzeige