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Judith Lennox - Picknick im Schatten / The Shadow Child

Picknick im Schatten

3.4 von 5 Sternen bei 12 Bewertungen

Verlag: Piper Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 560

ISBN: 9783492272339

Termin: Juni 2011

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  • Kurzbeschreibung Amazon:
    Nur ein kurzer Moment der Unachtsamkeit, der das Schicksal einer jungen Frau und die Lebenswege einer ganzen Familie für immer verändert ... Sommer 1914: Als junges Mädchen verbringt Alix mit der reichen Verwandtschaft die großen Ferien in Frankreich - eine unbeschwerte Zeit, die jäh endet, als ihr kleiner Cousin Charlie spurlos verschwindet. Alix trägt die Schuld daran, eine Schuld, die sie nie wieder loslassen wird. Eine dramatische Geschichte um Liebe, Verrat und Vergebung.


    Dieser Teil der Erzählung nimmt allerdings nur einen Bruchteil des Romans ein, die Geschichte des verlorenen Cousins gerät im Verlauf des Buches immer mehr in den Hintergrund und taucht nur zwischendurch mal wieder auf.
    Hauptsächlich geht es um die Lebens-, Leidens- und Liebesgeschichte von Alix, Jonathan und Derry in der Zeit zwischen beiden Weltkriegen, mit vielen Missverständnissen und Zufällen. Das Buch liest sich am Anfang sehr gut, etwa ab der Mitte -fand ich- wandelte sich Alix´Charakter irgendwie von symphatisch hin zu egozentrisch/eingebildet und auch die Handlung zieht sich etwas hin, da außer Beziehungskram nicht viel passiert. Was ich auch nicht ganz nachvollziehen konnte war die Wandlung des verantwortungslosen, unbedachten Derry in eine Art Ebenbild seines Bruders, wenn man seine Darstellung am Anfang und im letzten Drittel des Buches miteinander vergleicht könnte man meinen es wäre von zwei verschiedenen Personen die Rede...außerdem gibt es eine ganze Reihe von psychologischen Anspielungen, die nie zu Ende gedacht werden und einfach im Laufe der weiteren Handlung untergehen...als hätte Judith Lennox versucht, möglichst viel in ihren Roman hineinzupacken.
    Insgesamt gefällt mir das Buch ganz gut, ich würde es mir aber nicht kaufen.


    LG schnakchen

  • Ich bin gerade dabei dieses Buch zu lesen. Momentan bin ich gerade auf Seite 70, also nicht sehr weit. Richtig gefesselt hat es mich allerdings noch nicht. Lennox schreibt eher "trocken" und mir fehlt eine gewisse "Würze". Wenn sich bis zur Hälfte daran nichts ändern sollte, werde ich das Buch aus der Hand legen. Ich mach sowas zwar nicht gern, aber habe auch keine Lust, mich da durchzuquälen.

    ~Wenn du einmal vor der Realität flüchten möchtest, bieten dir Bücher Zuflucht.~

  • Mittlerweile habe ich das Buch zu Ende gelesen und meine Meinung darüber hat sich um 180° gedreht. Nie hätte ich gedacht, dass mich diese Geschichte so fesseln würde und ich am Ende sogar einpaar Tränen vergossen habe. Ich kann auch gar nicht nachvollziehen, wie einige Leser der Meinung sind, dass die Protagonistin Alix sich negativ entwickelt hätte. Jeder Handlungszug ihrerseits ist nachvollziehbar und man muss einfach mit ihr mifühlen, genauso wie für Derry, ihrem Ehmann. Was ich allerdings sehr schade fand war, dass Judith Lennox einpaar Szenen extrem verkürzt dargestellt hat, die ich eigentlich für sehr wichtig empfand.
    Trotzdem war es ein tolles Buch, mit einem ergreifendem Ende.

    ~Wenn du einmal vor der Realität flüchten möchtest, bieten dir Bücher Zuflucht.~

  • Ich habe dieses Buch vor ein paar Jahren auch gelesen. Zwar kann ich mich nicht mehr an die Einzelheiten erinnern, aber ich weiß noch, dass es mir - wie auch die anderen Bücher von Judith Lennox - sehr gefallen hat.

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • "Picknick im Schatten" ist das erste Buch von Judith Lennox von dem ich nicht ganz so begeistert bin. Die Handlung hatte sich in den ersten zwei Dritteln des Buches ziemlich in die Länge gezogen; erst gegen Ende hin hat es mich dann doch etwas mehr gefesselt. Die Personen waren aber (wie auch in anderen Büchern der Autorin) sehr gut gezeichnet. Der Schluss lässt aber doch zu wünschen übrig...... Ich finde hier hat Judith Lennox dann doch ein bißchen übertrieben; soviel Zufall kann es einfach nicht geben.....
    Meine Bewertung: 3,5 *

    Jede Minute, die man lacht, verlängert das Leben um eine Stunde. (Chinesisches Sprichwort)

    Wer Bücher kauft, kauft Wertpapiere. (Erich Kästner)

  • Ich schließe mich der Meinung von Christinale größtenteils an. :wink:
    Die Bücher von Judith Lennox habe ich immer mit großer Begeisterung gelesen, dieses ist das Erste Buch von ihr, dass mich enttäuscht hat. Ich fand die Handlung - besonders im Mittelteil - auch seeehr in die Länge gezogen. Es geht nur um Beziehungskisten, so dass man die Person um die es eigentlich gehen soll (Charlie) schon fast vergisst. Das fand ich sehr unpassend. Und es ist mir das erste Mal bei einem Lennox Buch passiert, dass mir keiner der Charaktere sonderlich symphatisch war. Sei es Alix, Derry oder Jonathan, alle Personen haben irgendwelche komischen Eigenheiten gehabt, die mir nicht gefallen haben.
    Das Ende fand ich auch sehr an den Haaren herbeigezogen. Das war wirklich eine wenig zuviel der Zufälle.


    Leider werde es bei mir nicht mehr wie 2 Sternchen :bewertung1von5: :bewertung1von5: , und das erste Lennox - Buch, dass ich nicht weiterempfehlen würde. ;)

    Narkose durch Bücher - Das Richtige ist: das intensive Buch.
    Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt, zerrt und nicht mehr losläßt.


    :study: Sarah J. Mass - Throne of Glass / Die Erwählte :study:

  • Leider werde es bei mir nicht mehr wie 2 Sternchen :bewertung1von5: :bewertung1von5: , und das erste Lennox - Buch, dass ich nicht weiterempfehlen würde. ;)


    Wir verzeihen ihr diesen "Ausrutscher", denn ihre Bücher haben uns doch immer begeistert. :wink::)

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  • Wir verzeihen ihr diesen "Ausrutscher", denn ihre Bücher haben uns doch immer begeistert. :wink: :)


    Das ist natürlich selbstverständlich, dass wir ihr diesen "Ausrutscher" verzeihen. :wink:

    Narkose durch Bücher - Das Richtige ist: das intensive Buch.
    Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt, zerrt und nicht mehr losläßt.


    :study: Sarah J. Mass - Throne of Glass / Die Erwählte :study:

  • Das ist natürlich selbstverständlich, dass wir ihr diesen "Ausrutscher" verzeihen. :wink:


    Ihre beiden jüngsten Romane werden Euch sicher versöhnen, falls Ihr sie nicht schon gelesen habt. (Ich bin jetzt zu faul, nach den Threads zu suchen.)

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    (Francis Bacon)
    :study:
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  • Ihre beiden jüngsten Romane werden Euch sicher versöhnen, falls Ihr sie nicht schon gelesen habt. (Ich bin jetzt zu faul, nach den Threads zu suchen.)


    Du meinst "Der einzige Brief" und "Das Haus in den Wolken"?
    "Der einzige Brief" ist mein absolutes Top-Buch von Judith Lennox. Und "Das Haus in den Wolken" war auch sehr gut.

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  • "Der einzige Brief" ist mein absolutes Top-Buch von Judith Lennox. Und "Das Haus in den Wolken" war auch sehr gut.


    Ich habe die Beiden Bücher auch schon gelesen, und fand sie Beide gleichermaßen klasse. :thumleft:

    Narkose durch Bücher - Das Richtige ist: das intensive Buch.
    Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt, zerrt und nicht mehr losläßt.


    :study: Sarah J. Mass - Throne of Glass / Die Erwählte :study:

  • Du meinst "Der einzige Brief" und "Das Haus in den Wolken"?


    Genau diese beiden habe ich gemeint. Ich fand sie beide sehr gut, obwohl ich sie eigentlich zu kurz nacheinander (--> Ähnlichkeiten) gelesen habe.

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
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  • Ich fand sie beide sehr gut, obwohl ich sie eigentlich zu kurz nacheinander (--> Ähnlichkeiten) gelesen habe.


    Ich habe die Bücher auch kurz hintereinander gelesen.
    Die Bücher von Judith Lennox sind ja alle recht ähnlich, deshalb mache ich beim Lesen ihrer Bücher eigentlich immer größere Pausen. Aber diese Ähnlichkeit hat mir bei "Picknick im Schatten" gefehlt. Es war irgendwie anders. Vielleicht hat es mir deshalb nicht gefallen. Ich fühle mich bei den Lennox - Büchern immer "zuhause", weil ich so ungefähr weiß, was mich erwartet. Das war hier nicht der Fall. :wink:

    Narkose durch Bücher - Das Richtige ist: das intensive Buch.
    Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt, zerrt und nicht mehr losläßt.


    :study: Sarah J. Mass - Throne of Glass / Die Erwählte :study:

  • "Picknick im Schatten" habe ich vor wenigen Tagen gelesen. Es war mein erstes Buch von Judith Lennox und hat mir richtig gut gefallen. Den Einstieg fand ich allerdings nicht so gelungen. Mir wurden hier zu viele Personen auf den ersten Seiten vorgestellt, deren Beziehung zueinander ich als Leser nicht gleich durchschauen konnte und ich hatte schon die Befürchtung, dass mir auch der Rest des Buches nicht gefallen würde. Aber nach einigen Seiten wurde die Geschichte doch sehr interessant und es hat mir Spaß gemacht, das Leben der vielen Hauptpersonen zu verfolgen. Das Beziehungs-Hin-und-Her hat mich auch nicht gestört. Ich fand es eher spannend, mir selbst auszudenken, wer mit wem zusammenkommt oder auch nicht. Ganz so, wie es sich schließlich ergeben hat, hatte ich es mir dann aber nicht vorgestellt, aber ich konnte mit den Entwicklungen leben.


    Zum Ende des Buches:


    :flower:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Ich habe dieses Buch gerade ausgelesen und mich hat die Geschichte um Alix, Derry und Jonathan schon sehr gefesselt.
    Judith Lennox hat mit diesem Buch einen Liebesroman und eine "Familiengeschichte" zugleich abgeliefert. Mir hat es sehr gut gefallen. Einziger Minuspunkt, ist aus meiner Sicht, dass sich das Buch ca. nach der Hälfte etwas zieht, und nicht wirklich etwas passiert. Aber die letzten 200 Seiten gleichen das wieder aus, die habe ich verschlungen.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.
    aus Arabien



  • Klappentext:


    Frankreich im Juli 1914: Die vierzehnjährige Alix darf mit der Familie ihres reichen Onkels Ferien machen und ihren zweijährigen Cousin hüten. Ausgelassen genießt sie den Sommer und die fröhliche Zeit, die sie mit dem kleinen Charlie verbringt. Doch die Idylle ist schlagartig vorbei, als das Kind bei einer Landpartie spurlos verschwindet und nie wieder gefunden wird. Über Nacht wird aus dem unbeschwerten Teenager Alix eine verschlossene junge Frau, die an ihrer Verzweiflung fast zerbricht. Nach ihrer kurzen Ehe steht sie mit Anfang Zwanzig als Witwe da. Ihr eigener Sohn, den Alix unter dem Herzen trägt, wird ihr ganzes Glück. Ihm schenkt sie all ihre Fürsorge und Liebe. Bis sie Derry begegnet, durch den sie nicht nur ins Leben zurückfindet, sondern auch das ganz Ausmaß der Katastrophe von damals erfährt.


    Meine Meinung:


    Leider konnte mich dieses Buch diesmal nicht abholen. Dabei hatte ich so große Erwartungen in das Buch gesetzt. Vielleicht war das auch mein Fehler.


    Ich bin überhaupt nicht mit den einzelnen Charakteren klar gekommen und die Geschichte an sich hat mich nicht überzeugen können. Derry war mir zu sehr - ich weiß auch nicht. Zu sehr auf sich fixiert und seinen Spaß und überhaupt war alles viel zu sehr in Formen gepresst.


    Fazit:


    Schade. Ich werde trotzdem die anderen Bücher von Judith Lennox noch in Angriff nehmen. Schließlich bin ich ja von ihr auch schon anderes gewohnt :-)

    Liebe Grüße
    Pokerface


    Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen (Yoda) :study:

  • Muss nicht sein...


    Alix leitet eine Pension und verdient so nach dem Tod ihres Ehemanns Edward den Lebensunterhalt für sich und Söhnchen Rory. Durch die Woche beherbergt sie Pensionsgäste, am Wochenende veranstaltet sie Feste für zahlende Gäste. Die Idee dazu hatte Derry, der Bruder ihres besten Freundes Jonathan. Alix hat jedoch darauf bestanden, dass eine Person nie auf der Gästeliste zu finden ist: ihr Onkel Charles Lanchbury. Vor 18 Jahren war Alix mit der Familie ihres Onkels in Frankreich und bei einem Ausflug verschwand ihr 2jährige Neffe Charlie. Wofür ihr Onkel der damals 14 jährigen Alix die Schuld gegeben hat.


    Einmal mehr ein Buch, bei dem der Klappentext total irreführend ist. Denn der Klappentext umschreibt nur den Inhalt des Prologes. Dann wird erstmal das Verschwinden des kleinen Charlie für 200 Seiten ad acta gelegt.

    200 Seiten lang wird Alix Leben thematisiert. Sie arbeitet im Lazarett Fallowfield, lernt Edward kennen und begleitet in bei Ausgrabungen. Sie bekommt einen Sohn, wird Witwe und eröffnet eine Pension. Im Lazarett lernt sie ihren besten Freund Jonathan kennen. Diese Beziehung wird sehr oberflächlich beschrieben und mir haben eindeutig die (freundschaftlichen ) Gefühle gefehlt.

    Zudem ist das Leben von Alix, gelinde gesagt, sterbenslangweilig. Die Handlung plätschert vor sich hin, vor lauter Gesprächen um Gefühle und Stimmungen, stagniert sie etliche Male.

    Das Trauma, das Alix nach der Schuldzuweisung und dem Verschwinden des kleinen Charlie mit sich trägt, wurde einfach viel zu wenig ausgearbeitet und wirkt so nicht glaubhaft.

    Nach 200 Seiten kommt etwas Fahrt in die Story und plötzlich werden auch wieder die traumatischen Erlebnisse in Frankreich in den Mittelpunkt gerückt.


    Judith Lennox hat es leider überhaupt nicht geschafft, den Figuren Leben und Tiefe einzuhauchen. So wirken sie blutleer und flach, was meine Emotionen von Beginn weg im Keim erstickt hat.

    Die unglaubhafte Charakterisierung von Alix habe ich ja weiter oben schon erwähnt. Ihr kleiner Sohn Rory, eine Marionette, die in die Ecke gestellt und hervorgekommen wird nach Bedarf. Ganz schlimm empfand ich den Macho Derry. Der nähert sich jedem weiblichen Wesen, das nicht bei drei auf den Bäumen ist. Erst zum Schluss wird er sympathischer und greifbarer.


    Das Buch handelt von 1914 (Prolog) bis 1940 und ist jedoch beliebig austauschbar in der Zeit. Historische Ereignisse werden praktisch keine erwähnt. Die damals geltenden Moralvorstellungen wurden völlig ausgeklammert.

    Munter treffen sich Männlein und Weiblein alleine bei Besuchen in den Wohnungen oder bei Spaziergängen. Übernachten bei der Pensionswirtin nach einem Fest ist kein Problem, obwohl die Mutter dieser Wirtin nebenan nächtigt.

    Wenn schon Romane, die zu historischen Zeiten handeln, dann bitte überzeugend.

    Gegen Mitte wird das Buch fesselnder und die Auflösung um den kleinen Charlie wird wieder thematisiert. Auch das Leben rund um Alix wird spannender und so habe ich mich doch etwas mit dem dürftigen Mittelteil ausgesöhnt.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

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