Diese Neuausgabe vom Festaverlag machte mich neugierig, und mit seinen nur 176 Seiten war es schnell gelesen.
Es ist keine Neuübersetzung , sondern es erschien beim Festaverlag 2002 schon als „Hörnerschall“ in der Reihe „Die bizarre Bibliothek“ rund 50 Jahre nach der englischen Erstveröffentlichung 1952 als „The Sound of his Horn“.
Ich kann es keinem Genre zuordnen, es hat alles von Historie, Krieg, Horror, Fantasy und Fiktion.
Inhalt:
Ein britischer Soldat namens Alan kann 1943 aus einem Nazilager flüchten. Hinter einem merkwürdigen Zaun landet er in einer Zeit die er nicht gleich deuten kann , erfährt dann aber dass es eine Zukunft ist , in der Hitlers Regime den Krieg gewonnen hat. Dort herrscht ein Graf über riesige Wälder und macht Jagd auf Wesen, die man erst später erfährt , dann gerät auch er in Gefahr.
Es wird aus der Sicht des Soldates geschildert, der es einem Freund erzählt. Man weiß nicht ob es wahr ist oder Fiktion , zb als Trauma des Soldaten.
Autor:
Sarban ist ein Pseudonym von John William Wall, geboren 1910 in Mexborough, gestorben 1989 in Monmouthshire.Er war Berufsdiplomat. Da er als Diplomat solch einen Text nicht veröffentlichen durfte, nahm er sich das Pseudonym.
Er veröffentlichte nur 3 Bücher zu Lebzeiten.
Meine Meinung:
Durch den Schreibstil liest es sich sehr gut, da es auch spannend geschrieben ist, kommt man gut voran und erwartet Horror oder den nächsten Schrecken , denn die Fantasie des Autors überzeugt, aber irgendwie blieb immer etwas aus, ich erwarte mehr. Ich hatte zwar im Hinterkopf, dass es 1950 geschrieben wurde, was man dem Schreibstil anmerkt , aber hoffte dennoch auf gute Unterhaltung, was am Anfang auch so aussah. Die Beschreibungen und die Atmosphäre sind gelungen. Der Graf von Hackelnberg und seine Jagdfreuden mit schrägen und gruseligen Ideen werden ausführlich und spannend beschrieben und die Bilder sind ansprechend düster . Leider wird nichts über das Reich oder die Bevölkerung und seine Kontrolle über das System geschrieben. .Somit erhoffte ich mir noch mehr in die Richtung Horror oder Thriller, doch dem war nicht so.Die Figuren sind zwar vielschichtig , was der Geschichte auch Tiefe gibt, aber insgesamt hätte man alles mehr ausarbeiten können, besonders das letzte Drittel war zu kurz , zu schnell, zu enttäuschend, da hätte man noch so viel herausholen können, denn wie gesagt, der Schreibstil war sehr gut. Der Ausgang bleibt offen, das Ende reicht mir nicht aus.
Somit bleibt es leider nur ein einfacher , kurzer Text , der gerade genug Spannung für eine nette Lektüre bildet.
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