James Cleary - Sanctuary

Cover zum Buch Sanctuary

Titel: Sanctuary

, (Übersetzer)

0 Bewertungen

Verlag: Hoffmann und Campe

Format: Broschiert

Seitenzahl: 416

ISBN: 9783455022094

Termin: Neuerscheinung September 2026

Aktion

  • Realer Albtraum bei 38 Grad: Wenn die Hitze im Wohnzimmer mit dem Thriller verschmilzt

    **Bewertung:** ⭐⭐⭐⭐✨ (4,5 / 5 Sterne)

    In dem Thriller „Sanctuary“ von James Cleary bereitet sich der Milliardär John Brandt mit einem luxuriösen unterirdischen Bunker auf die extremen Folgen des Klimawandels vor. Als die Naturkatastrophen mit brutaler Härte hereinbrechen, gerät die Situation außer Kontrolle. Das Buch überzeugt durch einen packenden Einstieg, starke Charaktere und eine dichte, temporeiche Atmosphäre. Während der Spannungsverlauf bis kurz vor das Ende hochgehalten wird, sorgt das logische, aber ernüchternde Finale für einen leichten Spannungsabbau. :huhu:
    Insgesamt erhält der realitätsnahe Roman stark anlehnende 4,5 ⭐⭐⭐⭐✨von 5 Sternen.

    Detaillierte Betrachtung:
    **Worum geht’s?**
    Der Milliardär John Brandt ist ein vorausschauender Geschäftsmann. Sein Kalkül und seine Hartnäckigkeit haben ihm und seiner Familie große finanzielle Sicherheit beschert. Um auch auf die extremen Gefahren des Klimawandels vorbereitet zu sein, hat er ein luxuriöses, unterirdisches Bunkersystem – das „Sanctuary“ – errichtet. Zusammen mit einer handverlesenen Security-Spezialeinheit will sich die Familie dort verschanzen, bis sich die Lage an der Oberfläche wieder beruhigt. Als die Naturkatastrophen jedoch mit unvorstellbarer Brutalität über das Land hereinbrechen und die öffentliche Ordnung komplett lahmlegen, beginnt für alle Beteiligten eine Zerreißprobe, die Brandt mit aller Macht zu stemmen versucht.

    **Warum wollte ich dieses Buch unbedingt lesen?**:-k
    Ich beschäftige mich schon seit langer Zeit privat mit Wettersystemen und Naturkatastrophen, weshalb dieses Buch sofort meine Neugier geweckt hat. Das Cover zeigt ein typisch amerikanisches Silo-Gebäude. Der einschlagende Blitz und die herannahenden Wolkenmassen haben in mir sofort Erinnerungen an Tornados geweckt, die ich in meinem Leben leider selbst schon miterleben musste. Dieses damit verbundene Gefühl von Angst und der quälenden Frage, wohin ich flüchten soll, war beim Anblick sofort wieder da.

    **Meine Eindrücke von der Lesereise:**[-X
    Der Einstieg in die Geschichte ist alles andere als sanft: Das Buch beginnt direkt mit dem tragischen Tod eines Jungen, was meine Anspannung augenblicklich in die Höhe getrieben hat. Danach flacht die extreme Kurve im nächsten Kapitel zwar kurz etwas ab, aber das Erzähltempo bleibt hoch. Für mich ist in diesem Buch kein Satz zu viel oder zu wenig geschrieben worden. Der Autor arbeitet genauso strukturiert und strategisch wie sein Hauptprotagonist.

    Das umfangreiche Figurenensemble wird bildhaft und mit all seinen charakterlichen Stärken und Schwächen vorgestellt. Ich war wirklich angetan, wie schnell ich einen klaren Überblick über alle Charaktere hatte und sie fehlerfrei einordnen konnte. Während dieser Einführung wird die eigentliche Kernstory ohne jegliche Abstriche weitergesponnen und entwickelt unweigerlich einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte oder wollte.

    Mit jedem Blick aus meinem Wohnzimmerfenster wurde die beklemmende Stimmung beim Lesen fast noch unterstrichen. Bei uns herrschten über 38 Grad Celsius, sodass ich mir nur zu gut vorstellen konnte, wie sich die Landschaft im Buch immer weiter in eine Wüste verwandelt. Diese Nähe zum realen Weltwetter macht die Story umso brisanter. Die extreme Schwüle und der drückende Luftdruck draußen haben bei mir dafür gesorgt, dass ich das Buch förmlich inhaliert habe. :!:

    Wie in jedem guten Buch kommt es zum Ende hin zu einer dramatischen Steigerung der Spannung und ich hatte wirklich überhaupt keine Vorstellung von dem Finale. Alles konnte geschehen. Aber eines war klar: Es wird im Großen und Ganzen kein Happy End geben. Man muss es einfach selbst gelesen haben, um es zu wissen. :idea:

    **Fazit:**
    Für diesen temporeichen Umwelt-Thriller, der mir kaum Zeit zum Durchschnaufen ließ, vergebe ich sehr gerne außergewöhnliche 4,5 von 5 Sternen. Eine klare Leseempfehlung an alle, die spannende, realitätsnahe Geschichten lieben und auch nach dem Lesen noch selbst darüber nachdenken wollen. Den halben Punkt Abzug begründe ich lediglich mit der für diesen radikalen Thriller etwas zu „normalen“ Cover-Gestaltung – hier wäre ein mutigeres, moderneres Neustyling des Buchs der logische Schluss gewesen.

    Anmerkung: Dieses Buch wurde mir vorab als Leseexemplar zur Verfügung gestellt. Meine hier geäußerte Meinung ist davon völlig unbeeinflusst und entspricht meiner echten Leseerfahrung.

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