Stanislaw Lem - Solaris

  • Buchdetails

    Titel: Solaris


    Verlag: List

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 288

    ISBN: 9783548606118

    Termin: März 2006

  • Bewertung

    3.5 von 5 Sternen bei 21 Bewertungen

    69% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Solaris"

    Der Planet Solaris ist von einem Ozean bedeckt - einem Ozean, der auf die physikalischen Verhältnisse ebenso Einfluß zu nehmen scheint wie auf die Wissenschaftler, die ihn von der Raumstation aus untersuchen sollen. Der Psychologe Kris Kelvin wird geschickt, um die seltsamen Vorkommnisse zu klären, aber was ihn erwartet, übersteigt jegliche Vorstellungskraft ...
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  • Sein wohl bestes und bekanntestes Werk ist Solaris. Ein Roman voller Tiefenpsychologie, stellenweise vielleicht ein wenig langatmig aber doch nicht ohne Spannung.
    Allein die Aufarbeitung des seelischen Schuttes, der sich im Laufe eines Lebens ansammelt, bringt die Lösung des Problems. Brillant in der Darstellung, logisch im Aufbau und teilweise auch sehr spannend geschrieben. Wie gesagt, leider auch hin und wieder zu langatmig. Aber auf jeden Fall lesenswert.

  • Ich mag Lem gern, würde ihn überhaupt nicht als langatmig bezeichnen. Er ist aus dem Osten, da hat Scifi eine andere Stoßrichtung als in USA, die völlig versessen auf Action sind. Das scheint sich ja leider hier auch breitzumachen, dass die Leute eigentlich nur noch Seitenfressen und nicht mehr wirklich lesen wollen. :cry:
    "Solaris" ist ein schönes Buch, in dem es schlicht und einfach um das Thema Tod und Erinnerung geht und wie die Toten durch unsere Erinnerung auf unser Leben Einfluss nehmen. Wie könnte das ein rasantes Buch werden??? :wink:

  • Ich mag Lem gern, würde ihn überhaupt nicht als langatmig bezeichnen. Er ist aus dem Osten, da hat Scifi eine andere Stoßrichtung als in USA, wo sie völlig versessen auf Action sind. Das scheint sich ja leider hier auch breitzumachen, dass die Leute eigentlich nur noch Seitenfressen und nicht mehr wirklich lesen wollen. :cry:
    "Solaris" ist ein schönes Buch, in dem es schlicht und einfach um das Thema Tod und Erinnerung geht und wie die Toten durch unsere Erinnerung auf unser Leben Einfluss nehmen. Wie könnte das ein rasantes Buch werden??? :wink:

  • Zitat von "Demosthenes"

    Sein wohl bestes und bekanntestes Werk ist Solaris. Ein Roman voller Tiefenpsychologie, stellenweise vielleicht ein wenig langatmig aber doch nicht ohne Spannung.
    Allein die Aufarbeitung des seelischen Schuttes, der sich im Laufe eines Lebens ansammelt, bringt die Lösung des Problems. Brillant in der Darstellung, logisch im Aufbau und teilweise auch sehr spannend geschrieben. Wie gesagt, leider auch hin und wieder zu langatmig. Aber auf jeden Fall lesenswert.



    also, ich liebe lem, glaube aber, dass eden sein bestes buch ist, denn hier beweist er sein wahres talent, nämlich die fundierte und realistische auseindersetzung mit der zukunft. (er war ja mathematiker und physiker) an alle liebe grüße

  • Ich fand das Buch gut. Nicht herausragend aber ok.
    Langatmig waren die Erläuterungen verschiedener Autoren über den Planeten, etwa in der Mitte des Buches - Ohne die würde mir das Buch besser gefallen, denn die Story selbst ist schon schön.

    "Wie soll auch eine Generation von Männern, die hauptsächlich von Müttern, Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen umsorgt und erzogen wurde, Frauen glücklich machen?"
    (Generation Doof)

  • Zitat

    Original von Gelsomina
    Er ist aus dem Osten, da hat Scifi eine andere Stoßrichtung als in USA, wo sie völlig versessen auf Action sind.


    Das wird in der brillianten Verfilmung von Andrei Tarkovski (Russe) gut umgesetzt! (Ich meine jene gewisse "Langsamkeit"...)

    Elisabeth de Fontenay - Gaspard de la nuit: autobiographie de mon frère

    G.B. über ihre Schwangerschaft und die ersten Jahre ihres Kindes (limitierte Privatausgabe)

    Alexander Schmemann - Les fondements de la culture russe (Die Grundlagen der russischen Kultur)


    (Un-)Gelesenes: https://www.buechertreff.de/user/2161-tom-leo/#library

  • Es ist schon über zehn Jahre her, dass ich dieses Buch gelesen habe, aber ich fand es auf jeden Fall lohnenswert, sobald ich mich darauf eingelassen hatte. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern von Lem, wird in Solaris sehr intensiv auf das Gefühlsleben der Figuren eingegangen.


    Wer lieber "was lockeres" von Lem lesen möchte, dem würde ich die Sterntagebücher empfehlen oder die Erzählungen rund um Pirx.

  • In dem Buch geht es vordergründig um einen Solaristen, ein Wissenschaftler, der sich der inzwischen eigenständigen Wissenschaft über den Planeten Solaris verschrieben hat. Er kann nach vielen Jahren Studium endlich zu seinem Studienobjekt fliegen und ersetzt dort einen kurz zuvor gestorbenen Kollegen in der Station die ständig im Orbit dieses Planeten schwebt. Auf der Station gibt es nur drei Menschen, Wissenschaftler.
    Der Planet scheint von einer schwarzen Masse fast vollständig bedeckt zu sein, sie ist wohl die meiste Zeit eine Art zäher teerartiger Ozean, teilweise und mit einer gewissen Regelmäßigkeit verändert sich die Form dieses Ozeans, zumindest an der Oberfläche. So zumindest meine Vorstellung aus Lems Beschreibung des ganzen. Diese Formen, verändern sich manchmal ständig, manchmal bleiben sie in einer Form für längere Zeit bestehen, mal gleichen sie irgendwie gothischen Bauwerken, aber zum Großteil sind die gebildeten Formen mit nichts auf der Erde bekanntem vergleichbar.
    Der Planet ist nun schon seit vielen Jahren bekannt und die Wissenschaftler haben eine Menge interessanter Dinge dort gesehen und festgehalten, aber irgendwie haben sie nie wirklich was über diesen Ozean herausbekommen, teilweise scheint er auf die Menschen zu reagieren ob er denken kann ist unklar. Einige Wissenschaftler liessen ihr Leben.
    Nun wurden kurz vor dem Tod des Wissenschaftlers neue Versuche gemacht und seit dem gehen "Geister" in der Station um. Diese Wesen sind anscheinend dem Gedächtnis der anwesenden Wissenschaftler entnommen. Sie müssen nicht schlafen und nicht essen, können sich aber auch nicht von den Personen zu denen sie gehören, ohne weiteres entfernen. Wenn ich mich nicht irre hat jeder Wissenschaftler einen "Geist" gleichzeitig.
    Anfangs versucht unser Neuankömmling seinen "Hauptgeist" zu töten, da er Angst vor ihm hat, wahrendessen versucht er ihre Herkunft zu ergründen. Jedesmal ist der Geist, seine tote Freundin oder Ehefrau, ich weiß es nicht mehr genau, nach kurzem wieder bei ihm. Nach einiger Zeit gewöhnt er sich an sie und möchte sogar mit ihr zusammen auf die Erde zurückkehren. Obwohl der Ursprung dieser Geister nie wirklich geklärt wird, ist doch klar das sie irgendwie mit dem Ozean zusammenhängen und somit nicht weit entfernt von Solaris überleben können.


    Ich hatte so einige Probleme mit dem Buch, ich habe es auch zwischendurch immer wieder mal weggelegt, was man unter anderem daran merkt dass ich viel nicht mehr genau weiß. Das größte Problem hatte ich mit diesen recht ausführlichen Beschreibungen der Gebilde des Ozeans, bei denen zum Schluß im Prinzip immer gesagt wurde das sie eigentlich mit nichts auf der Erde zu vergleichen sind. Ich bin ein sehr visueller Mensch, wenn ich etwas lese, entstehen vor meinem geistigen Auge Bilder, so dass ich nachfolgende Dinge besser verstehe oder nachvollziehen kann. So hatte ich nicht nur prinzipiell schon Probleme, sondern jedes Mal wenn ich endlich ein gerade so vorstellbares Bild hatte, wurde es durch diese Bemerkung zerstört.
    Vielleicht bin ich in meinem Denken noch nicht soweit. Aber ehrlich gesagt gefällt mir das Buch nicht wirklich. Ich hoffe ich kann es in ein paar Jahren mit mehr Erfahrung und mehr Weisheit in die Hand nehmen und mich daran erfreuen. Lem zählt ja irgendwo zu den modernen Philosophen und ich würde mich doch gerne besser mit seinem Werk auseinandersetzen können.

  • Ich habe das Buch in der 80-ern gelesen, damals hat es mir sehr gut gefallen. Das Buch gehört zu den Klassikern der Science Fiction Literatur.
    Heute könnte es auf mich vielleicht auch wirklich etwas langatmig wirken.
    Wenn ich aber bedenke, dass das Buch 1968 zum ersten Mal veröffentlicht wurde, muss ich dem Autor seine Leistung hoch anrechnen.


    P.S. Gerade habe ich bei Amazon gesehen, dass es dieses Buch wohl schon 1961 gab. Sorry :uups:

    2021: Bücher: 186/Seiten: 84 813
    2020: Bücher: 139/Seiten: 60 837
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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    Lese gerade:

    Rath, Hans - Im nächsten Leben wird alles besser

    Einmal editiert, zuletzt von Emili ()

  • Ich hab heute die ersten eineinhalb (!) Seiten gelesen und bin sowas von hängengeblieben an der äusserst holpringen Übersetzung von Irmtraud Zimmermann-Göllheim. Anscheinend gibt es ja noch eine zweite, von Kurt Helm, erschienen im DDR-Verlag »Volk und Welt«. Hat die jemand gelesen? Wie sind die Unterschiede? Bei Amazon gibts bei letzerer leider keinen »Blick ins Buch«.

  • Silent Warrior,
    danke für das hervorholen dieses Buches, ich mag Lem sehr gerne und Solaris ist wirklich eines seiner besten Bücher, ich persönlich mag die Kyberiade und die Robotermärchen lieber, aber das ist ja geschmackssache.
    Liebe Grüsse Mara

    :study: Ich bin alt genug, um zu tun, was ich will und jung genug, um daran Spaß zu haben. :totlach:

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