Tobias Bukkehave - Der Prätorianer

Cover zum Buch Der Prätorianer

Titel: Der Prätorianer

, (Übersetzer) , (Übersetzer)

4,2 von 5 Sternen bei 14 Bewertungen

83,6% Zufriedenheit

Verlag: dtv

Format: Broschiert

Seitenzahl: 416

ISBN: 9783423264778

Termin: Neuerscheinung August 2026

Aktion

  • Kurzmeinung

    Sweatpie
    Ein sehr guter Serienstart. Nordic Noir gepaart mit Chris Carter. Skandinavischer Krimistyle
  • Kurzmeinung

    Tine13
    Spannender Auftakt einer Thriller-Serie aus Dänemark
  • Über den Autor (Amazon)

    Tobias Bukkehave, geboren 1980, hat einen Master of Arts in Medienwissenschaften und lebt in Dänemark. ›Der Prätorianer‹ ist der Auftakt einer packenden Thrillerreihe um die eigenwillige Ermittlerin Sara Levin und ihren Partner Janus West. Wenn er nicht gerade schreibt, arbeitet Tobias Bukkehave als Drehbuchautor für Film und Fernsehen.

    Produktinformation (Amazon)

    ASIN ‏ : ‎ B0GX2K55Y8

    Herausgeber ‏ : ‎ dtv

    Erscheinungstermin ‏ : ‎ 1. August 2026

    Auflage ‏ : ‎ 1.

    Sprache ‏ : ‎ Deutsch

    Dateigröße ‏ : ‎ 1.5 MB

    Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 417 Seiten

    ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423450683

    Überraschung am Ende

    Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Partner Janus West werden zu einem schaurigen Tatort gerufen. Eine männliche Leiche auf besondere Weise inszeniert, denn im Schein von vielen Kerzen sind deren Augen mit Goldmünzen bedeckt und eine lateinische Inschrift in seiner Haut geritzt. Sie ist von Eiskristallen bedeckt. Es entpuppt sich als der erst einer Reihe brutaler Ritualmorde. Die Ermittler kontaktieren Adam, Saras Bruder ein Profiler, der auf Schwerverbrechen spezialisiert ist. Die Geschwister haben sich entfremdete, seit ihr Vater wegen Mordes verurteilt wor5den ist. Und dann stellt sich heraus, dass die Goldmünzen von Christian Levin stammen und der Fall droht zu Saras Zerreißprobe werden. Sie muss sich ihren dunkelsten Dämonen stellen

    Meine Meinung

    Leicht und flüssig ließ sich das Buch lesen, denn es gab keine Unklarheiten im Text. In die Geschichte bin ich gut hineingekommen und konnte mich auch recht gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Sara, die im Gegenteil zu ihrem Bruder von ihrem Vater, einem verurteilten Mörder, nichts wissen will. Am ersten Tatort finden sie die Goldmünzen auf den Augen des Opfers. Bald steht fest, dass es dabei um Mythologie geht. Sie rechnen mit weiteren Morden und genauso geschieht es. Adam wird als Profiler zu Rate gezogen. Es wird ein Verdächtiger festgenommen, haben jedoch für eine anklage zu wenig Beweise. Es geschehen noch weitere Morde und Sara gerät noch in Lebensgefahr. Ich glaube ja, dass es noch mehr Bücher über dieses Team, bestehend aus Saara, Janus und Adam geben wird. Zumal etwas offengeblieben ist, denn was stand in dem Brief, den Adam aus der erlöschenden Glut im Kamin gefischt hat? Er hatte einen interessanten Absender. Das interessiert mich sehr, denn Adam hat ihn in seiner Jacke verschwinden lassen. Ob wir das in einem der nächsten Bände erfahren werden? Ich bin gespannt. Am Ende stellte sich dann ein Mörder heraus, an den ich nicht gedacht hatte. Na, ja, eine ganz leise Vermutung hatte ich schon. Trotzdem war ich überrascht. Das Buch war spannend und hat mir gut gefallen. Ich habe mit den Protagonisten gelitten und gezittert. Es hat mich gefesselt und gut unterhalten. Eine Leseempfehlung und fünf Sterne von mir.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Liebe Grüße
    Lerchie


    _______________________
    nur wer aufgibt, hat schon verloren

  • K.-G. Beck-Ewe 2. August 2026 um 15:57

    Hat den Titel des Themas von „tobias Bukkehave - Der Prätorianer“ zu „Tobias Bukkehave - Der Prätorianer“ geändert.
  • Der Autor Tobias Bukkehave hat mit "Der Prätorianer" einen starken und gelungenen Reihen-Auftakt um das Ermittler-Duo Sara Levin und Janus West geschaffen!

    Als eine äußerst brutal zugerichtete männliche Leiche gefunden wird, stehen die Ermittler der dänischen Polizeiabteilung für Gewaltverbrechen, Sara Levin und Janus West und ihr Team, vor einer großen Herausforderung. Bei der Leiche werden unter anderem Artefakte der römischen Mythologie gefunden. Sara`s Bruder Adam, Psychologe, wird als Berater zu den Ermittlungen hinzugezogen, zwecks Ergründung des psychologischen Motivs und der Erstellung des Täterprofils.
    Es stellt sich die Frage: war es Mord im Affekt, was die Brutalität erklären würde, oder doch ein Ritualmord?

    Der Schreibstil ist geprägt von spürbarer Atmosphäre, die einem durchaus die Haare zu Berge stehen lassen, und von einem stetigen Perspektivenwechsel, bei dem Sara, Adam als auch der Täter "zu Wort kommen". Der Spannungsaufbau ist clever und ansteigend ausgearbeitet.
    Die Konflikte innerhalb des weiteren Ermittlerteams empfand ich als unnötige Längen, da sie nicht wirklich Einfluß auf die Handlung hatten.
    Die Ermittlungsarbeit wird detailliert beschrieben, als auch die psychologischen Aspekte. Wobei letzteres für mich stellenweise etwas ausschweifend war.
    Der Zusammenhang mit Sara´s persönlichem Umfeld war ein Aspekt, der die Story für mich besonders interessant gemacht hat. Ich gehe davon aus, dass diese in weiteren Reihenteilen wieder eine Rolle spielen werden.
    Der Plot Twist fast am Ende des Buches ergab für mich eine wirklich überraschende Wendung, was mir sehr gut gefallen hat!

    Das frostige Cover ist sehr passend gewählt.

    Insgesamt hat mir das Buch, bis auf wenige erwähnte Längen, wirklich gut gefallen!
    Ich denke, für LeserInnen, die auch geschichtliches und psychologisches Interesse haben, und bei schonungslosen Opferbeschreibungen nicht zimperlich sind, ist dieser Thriller absolut empfehlenswert!

    4 von 5 Punkten!

  • Mit Der Prätorianer von dtv legt Tobias Bukkehave den Auftakt einer neuen dänischen Thrillerreihe vor und verbindet klassischen Nordic Noir mit einem Serienkillerfall, der von der römischen Antike inspiriert ist. Die Handlung beginnt mit einem außergewöhnlich inszenierten Mord in Kopenhagen: Ein junger Mann wird mit antiken Goldmünzen auf den Augen, lateinischen Inschriften und einer beinahe kultisch wirkenden Anordnung aus Kerzen aufgefunden. Für Kriminalkommissarin Sara Levin und ihren Partner Janus West wird schnell deutlich, dass sie es mit einem Täter zu tun haben, der seine Verbrechen nach einem rätselhaften historischen Muster plant. Als Hinweise ausgerechnet zu Saras Vater Christian führen, der wegen Mordes im Gefängnis sitzt, entwickelt sich der Fall zu einer persönlichen Belastungsprobe. Unterstützung erhält das Ermittlerteam von Saras Bruder Adam, einem Profiler, doch die schwierige Familiengeschichte erschwert die Zusammenarbeit ebenso wie die Jagd auf den immer skrupelloser agierenden Täter.

    Die Figuren gehören zu den größten Stärken des Romans. Sara Levin ist eine entschlossene Ermittlerin, deren berufliche Pflicht ständig mit den Schatten ihrer Vergangenheit kollidiert. Ihre innere Zerrissenheit wirkt glaubwürdig und verleiht der Geschichte eine emotionale Ebene. Janus West ergänzt sie als ruhiger und verlässlicher Partner, der auch in kritischen Situationen einen klaren Kopf bewahrt. Adam Levin bringt mit seinen Fähigkeiten als Profiler eine zusätzliche psychologische Perspektive in die Ermittlungen ein, während Christian Levin trotz seiner Gefängnisstrafe eine geheimnisvolle Schlüsselfigur bleibt, deren Wissen über die Antike und ihre Verbindung zu den Goldmünzen den Fall immer komplexer werden lassen.

    Bukkehaves Schreibstil ist flüssig und erzeugt durch die winterliche Atmosphäre Kopenhagens sowie die detailliert beschriebenen Tatorte eine düstere Stimmung. Die Verbindung aus historischen Bezügen, Ritualmorden und familiären Konflikten macht den Thriller um so spannender. Besonders gelungen ist, wie sich nach und nach die Vergangenheit der Familie Levin mit den aktuellen Ermittlungen verknüpft und dadurch die Spannung kontinuierlich steigt.

    Kritisch anzumerken ist, dass einige Wendungen für erfahrene Thrillerleser nicht völlig überraschend sind. Das packende Finale macht diese kleineren Schwächen jedoch weitgehend wett und liefert einen überzeugenden Abschluss, der gleichzeitig neugierig auf die Fortsetzung macht. Die Rolle des Vaters in der Geschichte und seine Vergangenheit interessieren mich doch sehr. Insgesamt ist Der Prätorianer ein atmosphärischer und spannender Thriller mit interessanten Figuren, einer originellen Einbindung der römischen Antike und einem vielversprechenden Ermittlerteam, das Lust auf weitere Fälle macht. Sehr zu empfehlen.

    2026: Bücher: 109 Seiten: 45 867
    2025: Bücher: 168 Seiten: 75 214
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    Mein Blog: Zauberwelt des Lesens
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von Etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz "
    Dalai Lama
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  • Morde mit Inszenierung

    Der dänische Autor Tobias Bukkehave hat mit "Der Prätorianer" einen tiefgründigen atmosphärischen Thriller in kühler skandinavischer Atmosphäre geschrieben. Er verknüpft in dieser Geschichte Spannung und ungewöhnliche Mordszenarien mit Mystik und alten Symbolen.
    Die Leiterin der Mordkommission Kopenhagen Sara Levin ermittelt mit ihrem Partner Janus West sowie ihrem Bruder Adam. Gleichzeitig sind die Geschwister aufgrund ihrer familiären Vergangenheit mit ihrem Vater Christian persönlich involviert. Sie müssen auf die Hilfe Christians, der wegen Mordes verurteilt wurde und im Gefängnis sitzt, zurückgreifen.
    Das Ermittlerteam soll einen Serienmörder fassen, der nicht nur sehr genau plant, sondern auch äußerst brutal vorgeht.
    Der Schreibstil ist flüssig und die skandinavische Atmosphäre wird perfekt dargestellt. Ein ständiger Perspektivwechsel zwischen Sara, Adam und aus Tätersicht steigert den Spannungsbogen bis zum Schluß.
    Die Protagonisten sind authentisch beschrieben. Die Arbeit des Ermittlerteams ist gut, teilweise zu sehr detailliert, ausgearbeitet.
    Die Auflösung der Story war überraschend und erst in den letzten Kapiteln erkennbar.
    Dieser Thriller hat mir sehr gut gefallen. Ich möchte jedoch darauf hinweisen, daß teilweise Tat- bzw. Opferbeschreibungen sehr ausführlich waren, also evtl. nichts für ganz zart besaitete Leser.
    Das Buchcover ist passend gewählt. Es spiegelt die düstere spannende Atmosphäre wieder.
    Sehr gerne gebe ich eine klare Leseempfehlung für diesen skandinavischen Thriller, der Lust auf weitere spannende Fälle dieses neuen Ermittlerteams macht.

  • Wie eine Krimiserie

    In Kopenhagen wird eine Leiche gefunden - doch was Buch startet nicht mit dem eigentlichen Fall. Wir lernen also zunächst Ermittlerin Sara Levin und ihren Partner Janus West kennen, wie sie an einem wirklich üblen Tatort ermitteln. Etwas später finden sie dann die in dem Klappentext beschrieben Leiche, die nicht minder gruselig hergerichtet ist.
    Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig, sodass sich das Buch schnell lesen lässt, obwohl es 400 Seiten hat. Für mich las es sich wie eine Folge einer Crime-Fernsehserie (der Autor schreibt auch Drehbücher), da es sehr dialog-lastig war. Daher wirkte es an manchen Stellen in der ersten Hälfte auch eher langatmig. Man lernt die Charaktere eher durch ihre Dialoge als durch die wenigen Beschreibungen kennen. Hauptsächlich geht es um Sara, ihren Bruder Adam, Psychologe, und ihren Vater, der wegen Mordes im Gefängnis sitzt. Ab der Hälfte nehmen die Geschehnisse dann an Fahrt auf und es wird spannend.
    Wer einen Thriller lesen möchte, der sich auf die Ermittlungen konzentriert, ist hier dann genau richtig.

  • 12 Tage im November

    Gerade haben Sara Levin und ihr Partner Janus West eine junge Frau aus den Fängen ihres Peinigers befreit als sie zu einem Mordfall gerufen werden. In einem Trafohäuschen am Stadtrand von Kopenhagen stoßen sie auf die bizarre Inszenierung einer Leiche. Der Mörder hat sein Opfer wie einen gefallenen römischen Gladiator aufgebahrt. Der geschundene Körper wurde gereinigt, die Augen des Toten mit wertvollen antiken Münzen bedeckt. Umringt von Kerzen und einem kleinen Hausaltar. Der Chef der Mordkommission Jens Falk ahnt, dass hier ein Serienkiller mordet und ernennt Sara zur Ermittlungsleiterin. Ihre Zusatzausbildung in den USA könnte hier von Nutzen sein. Zeitnah wird ein zweites Opfer entdeckt, eindeutig vom selben Täter getötet, aber dieses Mal zu Tode gefoltert. Falk holt zusätzlich Saras Bruder Adam ins Team, einen Psychologen, der sich als Profiler auf Serienmörder spezialisiert hat.

    Tobias Bukkehave hat mit "Der Prätorianer" den Auftaktband einer Thriller-Reihe mit den Ermittlern Sara Levin und Janus West vorgelegt. Der Krimi hat mich gut unterhalten, aber meine hohen Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt.

    Der Thriller folgt zwei Handlungssträngen. Da sind einerseits die Ritualmorde, andrerseits spielt im Hintergrund die Geschichte der Familie Levin eine wichtige Rolle. Vater Christian, ein Historiker mit Schwerpunkt römische Geschichte, sitzt wegen Mordes an seiner Assistentin im Gefängnis. Adam und Sara gehen zwar unterschiedlich mit diesen Fakten um, aber beide werden nachhaltig von den damaligen Geschehnissen beeinflusst.

    Die Aufklärung des Falles erweist sich als schwierig, da nicht alle Details passen. Für eine Verhaftung des Hauptverdächtigen reichen die Beweise nicht aus. Als die Ermittlung stagniert, suchen die Geschwister wiederholt Rat bei ihrem Vater, der sich einerseits als hilfreich, andrerseits als extrem manipulativ und gefährlich erweist.

    Der häufige Perspektivenwechsel sorgt einerseits für Spannung, führt aber in der ersten Hälfte des Buches zu kleinen Längen. Ebenso das unnötige Kompetenzgerangel unter Kollegen. Die Charaktere Sara und Janus überzeugen, während ich Adam zwiespältig gegenüber stehe.

    Die Handlung gewinnt allmählich an Tempo. Durch die Einblicke in die Gedankenwelt des Mörders erahnt der Leser einige Entwicklungen und manche Handlung wird vorhersehbar. Ein wichtiger Gedanke Saras wird leider nicht weiter verfolgt und der Verdächtige nach dem vierten Mord verhaftet. Die Kommissarin ist nicht glücklich mit dieser Lösung und ihr Bauchgefühl rebelliert. Dagegen hilft auch das gebetsmühlenartige Hervorheben des scheinbaren Ermittlungserfolgs seitens der Polizei nicht.

    Der Thriller ist nichts für schwache Nerven, dazu werden die blutigen Details zu sehr hervorgehoben. Genau wie bei der düsteren, kalten Atmosphäre des dänischen Winters spürt man hier deutlich, dass der Autor ursprünglich für Film und Fernsehen als Drehbuchautor gearbeitet hat. Ihm gelingt es mühelos das Kopfkino seiner Leser zu aktivieren.

    Schließlich, nach einem etwas abrupten Showdown, indem es richtig zur Sache geht, wird der Fall aufgeklärt und der Täter, der mich nicht völlig überrascht hat, gestoppt. Insgesamt hat mich "Der Prätorianer" gut unterhalten. Setting und Charaktere überzeugen, der Plot ist spannend, aber nicht neu. Vor einem Jahr habe ich einen skandinavischen Thriller gelesen, in dem alt -ägyptische Gottheiten und Hieroglyphen eine wichtige Rolle spielen.

    Der Cliffhanger am Schluss und auch der Verdacht, der Sara umtreibt, weisen darauf hin, dass der Fall Christian Levin auch in Band zwei eine wichtige Rolle spielen wird.

    „Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich nur darin zurechtfinden.“ – Albert Einstein

  • Serienmorde nach römischem Ritus


    Die Geschichte beginnt in der ersten Novembernacht in Kopenhagen, mit der Entführung eines jungen Mannes, den aber anscheinend niemand zu vermissen scheint!

    Am fünften November wird eine Leiche gefunden, die vom Täter kultisch präsentiert wird. Sauber gewaschen, mit altertümlichen Gegenständen geschmückt, zwei Goldmünzen mit einem Skorpion auf den Augen. Das Skurrilste ist, dass der Leichnam gefroren war, dem Mann die Leber fehlt und auf seiner Brust die Aufschrift Prätorianer eingeritzt wurde.

    Kriminalkommissarin Sara Levin bekommt zum ersten Mal als leitende Ermittlerin die Gelegenheit, ihr Können zu beweisen. Hat sie doch als einzige eine Art Spezialausbildung beim FBI genossen. Große Herausforderungen kommen auf sie und ihr Team zu, denn der Fall entwickelt sich viel zu schnell zu einer Serie. Schnelles Handeln ist gefragt, denn der Täter macht sein Mord zu einer rätselhaften sowie kulturellen Aktion, die allesamt mit der römischen Kultur in Verbindung zu stehen scheint.


    Der Autor Tobias Bukkehave hat sich für seinem Thriller „Der Prätorianer - Er mordet meisterhaft. Er kennt keine Gnade. Er ist …“ eine wirklich spannende und clevere Handlung ausgedacht. Darin sind nicht nur die Morde besonders arrangiert, auch die Protagonisten sind interessante Persönlichkeiten. Die junge Ermittlerin Sara Levin und ihr Partner Janus West stehen bei diesem ersten Fall der Serie im Mittelpunkt. Um sie herum gibt es ein großes Team, denn es gibt ja einiges zu tun. Als Unterstützung wird auch Saras Bruder Adam als Profiler hinzugezogen. Die beiden verbindet ein gemeinsames Trauma, denn ihr Vater ist ein verurteilter Mörder. Eine Ausgangslage, die mir zunächst recht konstruiert vorkam, sich jedoch im Laufe des Buches als notwendig herauskristallisiert. Ein flüssiger und gut übersetzter Stil lässt die Seiten schnell dahin fliegen.

    Das Cover passt meiner Meinung nach nicht so ganz zur Handlung, man sieht aber natürlich sogleich, dass es sich um einen Thriller/Krimi handeln muss.


    Mein Fazit:

    Der Thriller hat mich schnell in seinen Bann gezogen, da ich das Thema, das Team und auch die Ermittlungen äußerst interessant fand. Gelungene Unterhaltung mit einer soliden Portion Thrill.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::study:

  • Ein packender Auftaktband


    Der Prätorianer, Thriller von Tobias Bukkehave, EBook von ‎ dtv Verlagsgesellschaft

    Dieser Killer hat seinen Opfern ein ganz besonderes Schicksal zugedacht.

    Sara Levin und Janus West, ein vielversprechendes junges Ermittlerduo bei der Kopenhagener Polizei, werden zu einem schaurigen Tatort gerufen. Das Opfer ist auf eine ganz besondere Weise inszeniert worden. Römische Statuetten auf einem Altar angeordnet, das Opfer teilweise verstümmelt mit einem weißen Leichentuch bedeckt, und auf den Augen zwei seltene, antike römische Goldmünzen. Das Opfer ist das erste einer grausigen Reihe von Ritualmorden, dazu kommt, dass Sara scheinbar in die Rituale verwickelt sein könnte. Ihr Vater Christian Levin ein verurteilter Mörder ist Geschichtsprofessor, der sich auf die römische Antike spezialisierte. Einige Artefakte und Gegenstände die an den Tatorten auftauchen waren ihr auch von zuhause vertraut. Mit in die Ermittlungen involviert als forensischer Psychologe, ihr Bruder Adam, der dem Vater nähersteht. Die Morde scheinen immer grausiger zu werden, die Stimmung wird immer beklemmender. Denn der Täter mordet meisterhaft, er kennt keine Gnade, denn er ist ….Der Prätorianer.

    Das Buch teilt sich in 52 äußerst spannende Kapitel, der Ermittlungszeitraum ist vom 1. Bis zum 12. November. Schlag auf Schlag gibt es neue Opfer. Der Schreibstil ist flüssig und sehr bildhaft zudem auktorial, immer wieder aus Sicht einer anderen beteiligten Person. Besonders beklemmend fand ich die Kapitel aus Tätersicht, trotzdem kann der Leser dadurch den Täter nicht erkennen. Ganz lange habe ich gerätselt, schon zu Beginn den schlussendlich sich herausstellenden Mörder, falsch vermutet Das ist bis zum Ende im Dunkeln. Gut inszenierte Plottwists haben mich immer wieder auf die falsche Fährte geführt. Dazwischen eine trügerische Entspannung, denn das Ermittlungsduo Levin/West neckt und kabbelt sich durch die Ermittlungen, doch letztendlich können sie sich aufeinander verlassen. Ich finde beide sehr sympathisch, auch Adam Saras Bruder fügt sich gut ins Team. Damit ist ein Grundstein für weitere vielversprechende Bände gelegt, die ich ganz sicher weiterverfolgen werde. Endlich wieder eine Thriller-Reihe die mich überzeugt. Darauf freue ich mich sehr, denn das Ende zeigt deutliche Tendenzen, dass dies der Auftaktband einer Reihe ist.

    Alle Figuren sind glaubhaft, ihr Handeln konnte ich nachvollziehen. Was mit Saras Vater noch kommt, da bin ich gespannt ob er in weiteren Fällen auch eine Rolle spielt. Mir hat gut gefallen, dass es auch bei den Ermittlern zwar Kompetenzgerangel gibt, jedoch zum Wohle der Ermittlungen hat sich jeder Beamte professionell verhalten. Durch die erste Auffinde-Situation schon ist das Spannungslevel sehr hoch und die Kurve steigt steil an. Auf den letzten Seiten konnte ich gar nicht mehr schnell genug lesen. Da war einiges dann schon etwas zu viel, die Beteiligten sind fast zu Helden aufgestiegen, wobei man das Adrenalin nicht aus den Augen lassen darf. Doch das hat nicht gestört, denn die Handlung war bis dahin absolut authentisch.

    Ich mag die Antike ganz besonders die römische, dazu noch in einen Thriller verpackt, es war ein aufregendes und spannendes Leseerlebnis. Ich hoffe die Reihe geht so gut weiter, die Ermittler sind mir sehr sympathisch, ich freue mich schon auf den Folgeband.

    Hier gibt es 5 Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    :study::musik::montag:

    Und wenn mir alle Königskronen für meine Bücher und meine Freude am Lesen angeboten wären: Ich würde sie ausschlagen.
    François Fénelon

  • „Der Prätorianer“ – Wenn die Vergangenheit zum Tatort wird

    Wer psychologisch tiefgründige Thriller mit nordischem Flair liebt, für den ist „Der Prätorianer“ von Tobias Bukkehave ein absolutes Muss. Das Buch ist weit mehr als eine klassische Ermittlungsgeschichte: es ist eine intensive Auseinandersetzung mit menschlichen Abgründen, familiären Traumata und römischer Geschichte.

    Im winterlichen Kopenhagen erschüttert eine Serie bizarrer Ritualmorde die Stadt. Die Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Kollege Janus West stehen vor einem Rätsel: Die Opfer werden grausam inszeniert, drapiert mit antiken Münzen und lateinischen Inschriften. Um dem Täter auf die Spur zu kommen, muss Sara ihre größte persönliche Hürde überwinden: die Zusammenarbeit mit ihrem Bruder Adam, einem in den USA ausgebildeten Profiler, der wieder in Dänemark lebt. Dass die Spur der Tatort-Münzen ausgerechnet in die Vergangenheit ihres eigenen, inhaftierten Vaters führt, macht den Fall für Sara zur Zerreißprobe.

    Besonders faszinierend ist die Ebene der römischen Geschichte, die der Täter in seine Morde einwebt. Er sieht sich selbst als „Prätorianer“. Eine Anspielung auf die antike Leibwache der römischen Kaiser. In seinem manischen Wahn übernimmt er die Rolle eines Wächters, der eine „Göttin“ beschützen muss. Doch wer ist die Göttin und warum, muss er sie beschützen? Diese Verbindung von archaischer Symbolik, den antiken Goldmünzen und der gefährlichen, wahnhaften Fixierung des Täters verleiht dem Mörder eine düstere, fast schon messianische Tiefe, die ich so in dieser Form selten gelesen habe.

    Tobias Bukkehave schreibt prägnant, bildhaft und verdammt atmosphärisch. Man spürt die Kälte Kopenhagens förmlich. Was mich besonders überzeugt hat, ist die psychologische Schärfe: Durch geschickte innere Monologe bekommt man als Leser Einblicke in eine Täterpsyche, die sich in historischen Konstrukten verliert.

    Das hat mir besonders gefallen:

    • Historischer Tiefgang: Die geschickte Verwebung römischer Geschichte mit einer modernen Mordserie hebt das Buch deutlich von anderen Thrillern ab. Und hat es für mich zu einem Highlight gemacht.
    • Die psychologische Komponente: Die Einbindung der „dunklen Triade“ bei der Täteranalyse ist faszinierend und macht die Geschichte ungemein vielschichtig.
    • Familiäre Dynamik: Die komplexe Beziehung zwischen Sara und Adam verleiht dem Thriller eine emotionale Ebene, die man in diesem Genre selten so authentisch findet.
    • Spannungsbogen: Auch wenn sich das Buch zu Beginn etwas Zeit nimmt, um die Charaktere einzuführen, zieht die Spannung ab der Mitte massiv an und gipfelt in einem packenden aber für mich etwas zu überhastetem Finale.

    Wer eine leichte Lektüre für zwischendurch sucht, sollte sich auf die psychologische Schwere einstellen. Das Buch fordert einen heraus und verlangt, dass man sich auf die komplexen Themen einlässt.

    Fazit

    „Der Prätorianer“ ist eine gelungene Mischung aus knallharter Ermittlungsarbeit, römischer Mythologie und intensiver Charakterstudie. Die offene Tür am Ende lässt mich schon jetzt gespannt auf die Fortsetzung blicken. Ein absoluter Tipp für Fans von skandinavischen Krimis, die psychologische Profile und düstere Schauplätze schätzen!

  • Zwischen Chris Carter und skandinavischer Tiefe: Ein starker Reihenauftakt!

    Rezension zu
    DER PRÄTORIANER (dtv) von Tobias Bukkehave:bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Ein ritueller Mord im eiskalten Kopenhagen führt zwei Ermittler-
    Geschwister direkt zu den Dämonen ihrer Vergangenheit – ihrem
    inhaftierten Vater. Der Prätorianer erinnert thematisch an die Grausamkeit von Chris Carter, setzt erzählerisch aber auf einen tiefen, atmosphärischen Spannungsaufbau.

    Ein starker Nordic Noir, der durch seine psychologische Tiefe fesselt.:!:

    Worum geht’s?
    Winter in Kopenhagen: Am Tatort wird eine männliche Leiche entdeckt – rituell
    inszeniert und voller symbolischer Rätsel. Kriminalkommissarin Sara Levin
    zieht ihren Bruder Adam, einen Kriminalpsychologen, als Berater hinzu. Schnell wird klar: Ihr eigener, inhaftierter Vater ist der Schlüssel zum Täter. Es beginnt eine nervenzerreißende Jagd, die keine Rücksicht auf familiäre Wunden nimmt.

    Warum wollte ich dieses Buch lesen?
    Als Thriller-Fan liebe ich außergewöhnliche Schauplätze.
    Das Cover mit Eiskristallen und einer Fliege hat mich sofort fasziniert.
    Auch der Titel machte mich neugierig: Wie passen römische Legionäre und antike Mythen mit einem modernen skandinavischen Kriminalfall zusammen?

    Das wollte ich unbedingt herausfinden.:)

    Lesereise:
    Der Thriller ist logisch nach Novembertagen gegliedert und überzeugt durch kurze, bildhafte Sätze.
    Tobias Bukkehave führt die Charaktere Schritt für Schritt ein, lässt ihre Hintergründe aber anfangs im Dunkeln.
    Genau diese geheimnisvolle Distanz kommt bei mir gut an und baut echte Neugier auf die nächsten Seiten auf.:applause:
    Im Gegensatz zu den rasanten US-Thrillern von Chris Carter treibt Bukkehave die Handlung nicht durch pausenlose Action-Szenen voran.
    Das dänische Ermittlerteam arbeitet ununterbrochen und hochkonzentriert, doch die Geschichte nimmt sich bewusst Zeit für solide Ermittlungsarbeit, historische Fakten und das dichte Beziehungsgeflecht der Familie Levin.:thumleft:

    Mein Fazit:
    Ein gelungener, tiefgründiger Reihenauftakt voller Nordic-Noir-Stimmung.
    Starke 4 :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!

  • Mit "Der Prätorianer" liegt ein packender Auftakt zu einer neuen Krimireihe rund um die beiden Ermittler*innen Sara Levin und Janus West vor. Der Autor Tobias Bukkehave entführt die geneigten Leser*innen in ein verschneites Kopenhagen, wo ein Serienmörder seine Opfer auf ganz besondere Art und Weise zur Schau stellt. Levin und West müssen sich schnell in den Fall einarbeiten und erkennen, dass das ganze irgendwie auch etwas mit Levins Familie zu tun haben scheint, da die beim ersten Mord verwendeten Goldmünzen etwas mit ihrem Bruder zu tun zu haben scheinen. Wird es den beiden Ermittler*innen gelingen den Mörder zu stoppen? Die Geschichte wird vom Autor sehr fesselnd und voller Spannung erzählt, so dass mensch sich als Leser*in direkt in die Geschehnisse mit hinein gezogen fühlt. Das Tempo ist rasant, es bleibt aber auch Zeit für die Details, so dass ein Gesamtbild entstehen kann. Auch das Cover hat mir persönlich sehr gut gefallen, so dass es mir auf jeden Fall aufgefallen wäre. Gerne mehr von den beiden.

  • Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Partner Janus West werden zu einem skurrilen Tatort gerufen. Dort finden sie eine grausam zugerichtete Leiche vor, die mit Eiskristallen bedeckt ist und 2 antike Goldmünzen auf den Augenlidern hat. Der Tatort selbst ist mit altertümlichen Gegenständen präpariert.
    Sofort ist allen klar: das wird kein einzelnes Werk bleiben. Das Team bekommt Unterstützung von Adam Levin, Psychologe und Saras Bruder.

    Das Cover ist schön gestaltet. Die Kristalle und die Fliege werden teilweise gut hervorgehoben. Man ahnt, es wird keine leichte Kost werden.

    Der Schreibstil ist flüssig und man ist bereits nach wenigen Seiten gefesselt.
    Neben den Ermittlungen werden Kapitel von Adam als auch vom Täter dem Hauptstrang beigefügt. Somit wird der Spannungsbogen weiter erhöht.

    Die Protagonisten mag ich und konnte sie mir doch gut vorstellen.

    Die Familiengeschichte Levins nimmt recht viel Spielraum im Roman ein, ohne wirklich mehr Informationen aus der Vergangenheit zu offenbaren.
    Auch der Kleinkrieg im Team war mehr unnötig und hat somit von den Ermittlungen abgelenkt. Sara als Teamleiterin ist für mich da ein bisschen untergegangen.

    Die Aufklärung des Falles war bis zum Ende spannend und wurde dann logisch und schlüssig aufgeklärt.

    Ich kann mir trotz kleiner Kritikpunkte vorstellen der Reihe weiterhin zu folgen. Ich bin natürlich neugierig was wirklich hinter der Vergangenheit der Levins steckt und was der Vater noch so verbirgt.

  • Für Sara Levin ist der Ritualmord an einem jungen Mann, der von Kerzen umgeben und mit lateinischer Schrift auf der Hut gefunden wird, der erste Fall als Ermittlungsleiterin. Die Tat ist nur die erste in einer Reihe, in der die Opfer nach einem bizarren altrömischen Ritus zur Schau gestellt werden. Trotz intensiver Arbeit kommen Sara, ihr Partner Janus West und das Team nicht weiter. Deshalb greift der Chef der Einheit auf die Hilfe von Saras Bruder Adam zurück, der sich in den USA auf die Suche nach Serientätern spezialisiert hat. Für Sara ist das Treffen mit ihrem Bruder eine Reise in die Vergangenheit, die sie schon lange vor sich hergeschoben hat.

    Sara und Adam sind selbst die Kinder eines Verbrechers. Ihr Vater sitzt wegen Mordes im Gefängnis und diese Tat hat bei beiden Narben hinterlassen. Während Adam immer wieder den Kontakt zum Vater sucht, um ihn zu verstehen, ist er auch ein bisschen zu einem der Personen geworden, die er bei seiner Arbeit verfolgt. Er hat seine Exfreundin gestalkt und sein Leben ist von zwanghaften Handlungen bestimmt. Sara hat den Kontakt zu ihrem Vater komplett und auch zu ihrem Bruder lange abgebrochen und konzentriert sich ganz auf ihre Arbeit. Als die Geschwister das erste Mal zusammenarbeiten, erkennen sie, wie gut sie sich ergänzen.

    Ich fand den Krimi interessant, gerade was die Dynamik zwischen Sara, Jonas und Adam anging. Den Gedanken, der hinter den Ritualmorden stand, konnte ich anfangs nicht ganz nachvollziehen, aber er passt zum Täter. Aber gleichzeitig ist der Täter für mich auch das schwächste Glied in der Kette. Er wurde für meinem Geschmack ein wenig zu plakativ dargestellt, als ob seine Beschreibung einer Liste mit Eigenschaften für einen psychopatischen Serientäter folgen würde. abgesehen davon habe ich nicht viel über ihn erfahren, so dass er trotzdem eigenartig farblos bleib.

    Die Stimmung im Ermittlungsteam mit den verschiedenen Charakteren, die aufeinandertreffen und teilweise auch aufeinanderprallen hat mir gefallen. Ebenso wie die Tatsache, dass sich viele Ermittlungsarbeit auf der Straße und nicht nur im Internet abgespielt hat.

    Dass die Geschichte gleichzeitig aus Sicht des Täters und der Ermittler erzählt wurde, hat für mich ein bisschen die Spannung aus der Handlung genommen, weil es nur wenige Überraschungen gab. So war mir schon vor dem Ende klar, wie der Täter in die Handlung passte und was er mit den Charakteren zu tun hatte. Das soll nicht bedeuten, dass der Krimi langweilig war. Er ist ein guter Auftakt für eine Krimireihe mit interessanten Ermittlern, allerdings auch mit etwas Luft nach oben.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Wenn ein Mord zur grausamen Inszenierung wird …

    Im eisigen Winter in Kopenhagen wird eine Leiche gefunden. Doch schon beim Anblick des Toten wird klar, dass er nicht einfach „nur ermordet“ wurde. Denn der junge Mann wurde regelrecht in Szene gesetzt – mit antiken Goldmünzen auf den Augen, lateinischen Inschriften auf der Haut und einer Atmosphäre, die eher an ein makabres Ritual als an einen gewöhnlichen Tatort erinnert. Und es bleibt nicht bei dem einen Mord. Für Kriminalkommissarin Sara Levin und ihren Partner Janus West beginnt damit ein Fall, der schnell immer persönlichere Züge annimmt.

    Denn die Goldmünzen führen ausgerechnet zu Saras Vater, der wegen Mordes im Gefängnis sitzt. Gemeinsam mit Saras Bruder Adam, einem auf Serienverbrechen spezialisierten Profiler, versucht das Ermittlerteam herauszufinden, was hinter den grausamen Ritualmorden steckt. Dabei führt die Spur tief in die römische Antike – und somit in die dunkle Vergangenheit der Familie Levin.

    Tobias Bukkehave hat mit „Der Prätorianer“ einen ziemlich düsteren und teilweise auch sehr brutalen Thriller geschrieben. Die Morde sind nichts für zart besaitete Leser, denn der Autor spart nicht mit blutigen Details. Dazu passt auch der Schreibstil, mit dem die Taten kurz und bündig, aber auch sehr greifbar erzählt werden. Zudem gibt es diese besondere Verbindung zwischen den aktuellen Verbrechen und der römischen Geschichte, welche mir gut gefallen hat. Dadurch bekommt die Handlung eine interessante und ungewöhnliche Note.

    Auch das Ermittlerteam konnte mich überzeugen. Sara Levin und ihr Kollege Janus West sowie ihr Bruder Adam Levin sind bildhaft gezeichnet. Ihre schwierige Familiengeschichte bringt zusätzliche Spannung in den Fall. Die Beziehung zu ihrem Bruder Adam und vor allem die Frage nach der Rolle des Vaters sorgen dafür, dass es nicht ausschließlich um die Jagd nach dem Täter geht. Die wechselnden Perspektiven geben zudem immer wieder Einblicke in die Gedankenwelt der verschiedenen Figuren.

    Allerdings hatte die Geschichte für mich zwischendurch auch ein paar Längen. Gerade die familiären Hintergründe nehmen teilweise recht viel Raum ein, wodurch die eigentliche Ermittlungsarbeit gelegentlich etwas in den Hintergrund gerät. Trotzdem blieb meine Neugier erhalten, denn natürlich wollte ich wissen, wer hinter den Ritualmorden steckt und was es mit den Prätorianern tatsächlich auf sich hat.

    Zum Ende hin nimmt die Geschichte noch einmal ordentlich Fahrt auf und gipfelt in einem gelungenen Showdown mit einem Täter, der für mich völlig überraschend war. Für mich ist „Der Prätorianer“ deshalb ein spannender und atmosphärischer Auftakt einer neuen skandinavischen Thrillerreihe. Ein bisschen mehr Tempo hätte der Geschichte an manchen Stellen zwar gutgetan, aber insgesamt hat mich Tobias Bukkehave mit seinem Serienkiller und dem ungewöhnlichen historischen Hintergrund gut unterhalten. Ich bin gespannt, wie es mit Sara Levin und Janus West weitergeht.

    Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  • Herkules und Juventas

    DER PRÄTORIANER ist ein neuer Thriller aus Dänemark vom Autor Tobias Bukkehave und der Auftakt zu einer Reihe mit den Ermittlern Sara Levin und Janus West!

    Der Einstieg in die Handlung erfolgt durch Sara und Janus nach einem anstrengenden Einsatz. Sie befinden sich gemeinsam in einer Kneipe, um Abstand zu bekommen, als sie erneut zu einem Tatort gerufen werden, der es in seiner bizarren Inszenierung in sich hat.
    In seinem Debütroman hat sich der Autor an gängige Muster gehalten. So oder ähnlich geartete Thriller habe ich schon gelesen. Der Täter ist äußerst brutal, gefangen in der wahnhaften Vorstellung ein Prätorianer zu sein, dessen Auftrag es ist, die Verehrer bzw. Widersacher von Juventas (antike römische Göttin der Jugend) aus dem Wege zu räumen – in seinem verwirrten Sinn entweder durch Belohnung oder Bestrafung. Die Präsentation seiner Opfer erfolgt an öffentlichen, aber nicht stark frequentierten Orten wie z.B. in einer Trafostation oder in einem Wasserwerk im Randgebiet Kopenhagens. Lange bleibt verborgen, wer wirklich hinter den grausamen Taten steckt, wegen falscher Anschuldigungen sowie Querelen innerhalb des Ermittlerteams einschließlich Kompetenzstreitigkeiten. Die Zeit verstreicht und die Morde gehen weiter. Verwicklungen gibt es bis ins Gefängnis hinein zum straffällig gewordenen Professor, Experte für die römische Antike. Zudem ist er der Vater von Sara und Adam, der in dem Fall als Profiler arbeitet und selbst mit fetten persönlichen Problemen belastet ist. Wer sich hinter Juventas verbirgt, wird bald klar. Der Partner von Sara Levin, Janus West, kommt in diesem ersten Teil noch nicht groß zur Geltung. Das wird sich sicher in den Fortsetzungen noch ändern.
    Die Wendungen im Geschehen sind voraussehbar. In meist kurzen Kapiteln wechseln die Schauplätze und die Protagonisten, was bei mir eine gewisse Spannung erzeugte. Doch richtig zur Sache ging es erst zum Ende hin.

    Sara beweist sich als engagierte Leiterin der Ermittlungen, die durch Vater und Bruder im besonderen mit dem Fall dieses Täters verbunden ist. Es bleibt bis zum Schluss unklar, wie der Professor ins Bild passt. Es stellten sich mir viele Fragen. Was ist sein Anteil an den Taten? Welche Rolle spielen die wertvollen Goldmünzen, die der von der Antike besessene Mörder für seine Rituale nutzte? Warum wurde Christian Levin verurteilt? Warum sitzt er im Gefängnis? Was für dunkle Geheimnisse kommen noch ans Tageslicht? Das sind die Cliffhanger, die mich neugierig auf eine Fortsetzung machen.

    Fazit:
    Der Thriller ist voll von altrömischer Symbolik und einem von der Antike besessenen Mörder. Herkules und Juventas, die Verkörperung von sich selbst und einer von ihm auserkorenen jungen Frau, sind das Ziel seiner kranken Fantasie.

    Ich bewerte mit vier von fünf Sternen und vergebe meine Lese- und Kaufempfehlung!

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Ein Toter an einem ungewöhnlichen Ort, zurecht gemacht mit antiken Beigaben. Der Beginn einer Serie? Sara und Janus ermitteln in Kopenhagen. Die erste Spur führt zu Saras inhaftierten Vater, ein persönliches Problem der Ermittlerin. Als Unterstützung wird der Psychologe Adam hinzu gezogen, er ist der Bruder von Sara. Diese Familienkonstellation bringt Dynamik in den Thriller.
    Das es ein nordischer Thriller ist merkt man nicht unbedingt. Die Düsternis und auch das instinktive Empfinden von Grauen fehlt mir hier. Er hätte auch auf Mallorca spielen können. Bis auf Janus lässt keiner der Figuren den Leser an sich heran. Es sind versteckte Anspielungen bzw. Informationen aber nichts wird ausführlicher erklärt oder beschrieben. Der Autor behält Vieles zurück für die folgenden Bände. Gleichzeitig wird sehr plakativ über Männer geschrieben die ein persönliches Problem mit Frauen haben. In diesem Buch sind gleich mehrere die einen solchen Hass auf Frauen empfinden. Das Warum wird sehr verallgemeinernd erwähnt.
    Teilweise sind es sehr brutale Bilder die der Autor mit seinen Beschreibungen suggeriert. Sie passen nicht so ganz zu dem ansonsten moderaten Schreibstil.
    Am Ende überschlagen sich die Ereignisse und es geschehen kleine Wunder wenn man die Fähigkeiten von Menschen betrachtet.
           :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

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