Rezensionen - von und für LeserInnen?!

  • Guten Tag,

    mich würde eure Meinung bezüglich geschriebenen oder erhaltenen Rezensionen interessieren.

    Punkt 1. Wenn ich in letzter Zeit mal einzelne Rezensionen geschrieben habe, dann für alle, die eine Meinung zu einem bestimmten Buch interessiert.

    Punkt 2. Ich habe bisher über mein eigenes Werk weder eine Leserunde organisiert oder gar eine Meinung an mich persönlich erwartet. Wenn ich jedoch in letzter Zeit mal von ein paar LeserInnen erfahren habe, dass sie mein eBook gelesen haben, dann traf auch die sozusagen Rezension bei mir ein, aber nicht öffentlich.

    Das Ergebnis ist, dass ich als Autorin dann einer einzelnen Person geantwortet habe. Wie etwa, dass der Krimiroman aus 3 sozusagen (Kurz-)Bänden besteht und erst wenn der dritte fertig ist, wird auch das Buch erscheinen. Somit blieb aber anderen Lesern alles vorenthalten. Das ist übrigens schon auch der Grund, warum ich mich hier bei diesem Forum angemeldet habe. Um wenn dann gelegentlich öffentlich zu kommunizieren. Ich habe das Werk ja nicht für mich ganz persönlich geschrieben, um dann mit "privaten Rezensionen" konfrontiert zu werden. Das muss ich wirklich nicht weiters haben. Ich kann daher sehr gut verstehen, warum Autoren nicht unbedingt direkt persönlich zu erreichen sind bzw. ein Verlag dazwischen ist. Wobei ich an sich den Austausch mit LeserInnen schon sehr schätze.

    Lasst es euch gutgehen!

    Mrs. April - Café Nummer 5

    Nur wer einen Einblick wagt, wird erfahren, wie das Buch sein wird...:tanzensolo:

  • Hallo, Ell. :winken:Ich bin lediglich eine Leserin und Rezensentin. Da ich das Rezensieren aus meinem Blickwinkel als Leserin betrachte, sind für mich die Rezensionen in erster Linie von Lesern für die Leser. Also, öffentlich zu sehen. Auf jeden Fall schreibe ich aus diesem Grund. Als Leserin freue ich mich sehr, wenn zu einem Buch viele Rezensionen, wohl gemerkt auch solche, die auch negative Aspekte beleuchten, zu finden sind. Ich denke, es kann auch für Autoren vom Vorteil sein gut begründete Rezensionen zu lesen. Die Rezensionen sind meiner Meinung nach hilfrei bei der Entscheidung.

    Direkt eine Rezension an Autoren zu senden, kam mir in meine vieljähriger Erfahrung als Rezensentin, noch nicht in Sinn. Verstehe auch nicht so Recht, wieso man so etwas ohne direkten Anfrage tut. Es kam schon vor, dass ich von Autoren angesprochen worden bin, Rezensionen hier oder da zu veröfentlichen, aber mehr nicht. Ich hoffe ich konnte meine Sicht der Dinge etwas näher bringen. :wink:

    2026: Bücher: 35 Seiten: 15 745
    2025: Bücher: 168 Seiten: 75 214
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    Mein Blog: Zauberwelt des Lesens
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von Etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz "
    Dalai Lama
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  • Hallo:),

    jetzt möchte ich natürlich mal noch auf deine Antwort eingehen, wenn mir Foren-Unbekannte schon mal wer geantwortet hat. Das soll jetzt kein Wink mit dem Zaunpfahl sein oder doch.... Nein, eine Antwort reicht schon für einen kurzen Austausch, ohne wäre es komisch.

    Ja genau, Rezensionen sind für mich an sich auch von und für LeserInnen. Wenn man als Autor eine Rezension vom eigenen Buch liest oder erhält, dann empfinde ich das wie ein Feedback. Schließlich hat man als AutorIn einen besonderen, subjektiven Bezug zum eigenen geschriebenen Buch. Es ist schon ein heikler Balanceakt bzw. kann es sein, Autoren über das eigene Werk zu berichten. Dabei kommt es auch natürlich noch auf die eigene Sensibilität an. Ich meine wohl, dass alle die eine Geschichte entworfen haben und sich die Mühe machten, diese auf das Papier zu bringen, schon mal grundsätzlich stolz auf sich sein können. Aus einer Idee wurde sozusagen etwas Existenzielles. Und eine Art Kunst zu bewerten, liegt sowieso immer im Auge des Betrachters. Das ist mitunter schooon auch bei Büchern so, wie ich finde. Man kann es immer anders machen, wenn ein einzelnes Feedback bzw. eine Rezension dieses oder jenes erwartet, aber ob es dann besser ist, für sich selbst und die LeserInnen, das liegt dann auch an der eigenen Intuition.

    Eine meiner persönlichen Grundvoraussetzungen ist, dass eine Geschichte nicht nur spannend erscheint, sondern auch nachvollziehbar und nicht schwerfällig ist. Das ist für mich selbst wohl das Wichtigste für die Freude am Lesen, dass nicht allzu viele bzw. gar keine Logikpannen enthalten sind und eine Geschichte angenehm zu lesen ist. Es kommt daher auch sehr auf die eigenen Erwartungen am Buch an.

    Mrs. April - Café Nummer 5

    Nur wer einen Einblick wagt, wird erfahren, wie das Buch sein wird...:tanzensolo:

  • Und eine Art Kunst zu bewerten, liegt sowieso immer im Auge des Betrachters.

    Na ja, beim Buch ist das schon noch etwas anderes, denn dafür gibt es Regeln, die für andere Kunstwerke nicht gelten. Oder anders ausgedrückt: Wer sein Buch lediglich als Kunst sieht, sollte sein Buch Kunstliebhabern anbieten, nicht normalen Lesern. So jemanden hatten wir hier schon mal, jemanden, dessen Buch man tatsächlich als eigenwilliges Kunstwerk sehen konnte, nicht jedoch als einen Roman, der sich an die einfachsten schriftstellerischen Regeln hält (z.B. bzgl. Rechtschreibung, Kommasetzung und verständlichen Sätzen). Dementsprechend sahen die Kritiken von Lesern eben auch aus, die es durchweg nicht geschafft haben, das Buch über die ersten Absätze hinaus zu lesen, und das hat dieser Autor leider nicht gut verkraftet.
    Und mit Herzblut braucht mir auch kein Autor zu kommen, denn das dürfte für so gut wie jedes Buch gelten, das auf den Markt kommt. Nur weil ein Autor Herzblut in eine Geschichte gesteckt hat, macht es sie noch nicht gut und lesbar. Dazu gehört deutlich mehr, wie z.B. die Aufbereitung des Textes, um eine möglichst mangelfreie Ware zu verkaufen.

    Was im Auge des Betrachters liegt, ist lediglich die Frage, ob die Geschichte einem gefällt oder nicht. Geschmäcker sind verschieden und keiner kann jemanden zwingen, etwas gut zu finden, was ihm überhaupt nicht liegt. Wenn also alles andere stimmt, kann es trotzdem noch sein, dass der Leser das Buch abwertet, weil er den Inhalt nicht mag. So ist das Leben.

    Was nun öffentliche und nicht öffentliche Rezensionen angeht ... Ich persönlich würde Rezensionen nur dann direkt an den Autor senden, wenn ich sein Werk zum Lektorieren und Korrigieren bekommen hätte (dann verhalte ich mich öffentlich neutral zu dem Buch) oder wenn ich als Probeleser so viele Mängel entdeckt hätte, dass ich das den Autor lieber selbst sage, als es öffentlich unter das Buch zu setzen. Ist das Buch erst einmal mit Mängeln veröffentlicht worden und ich habe es mir regulär gekauft, habe ich allerdings keine Scheu, das ebenso öffentlich anzumerken.

  • Ich scheibe Rezensionen für Leser*innen.

    Ich habe bei Leserunden auch schon mal meine Meinung an die Autorin direkt geschrieben. Ich habe sie vorher gefragt, ob sie ein Feedback haben möchte. Das hatte dann nichts mit der Rezension zu tun, die ich anschließend noch geschrieben habe.

  • Guten Tag,

    mich würde eure Meinung bezüglich geschriebenen oder erhaltenen Rezensionen interessieren.

    Punkt 1. Wenn ich in letzter Zeit mal einzelne Rezensionen geschrieben habe, dann für alle, die eine Meinung zu einem bestimmten Buch interessiert.

    Punkt 2. Ich habe bisher über mein eigenes Werk weder eine Leserunde organisiert oder gar eine Meinung an mich persönlich erwartet. Wenn ich jedoch in letzter Zeit mal von ein paar LeserInnen erfahren habe, dass sie mein eBook gelesen haben, dann traf auch die sozusagen Rezension bei mir ein, aber nicht öffentlich.

    Ich verstehe deine Frage ehrlich gesagt nicht. Wenn du erreichbar bist, z. B. durch eine Mailadresse in den Sozialen Medien, musst du auch damit rechnen, dass du erreicht wirst. Willst du das nicht, solltest du deine Autoren-Mails einfach seltener abrufen und dafür eine separate Adresse nutzen. Keine Ahnung, ob du in den Sozialen Medien aktiv bist, da wird ja eine Duzfreundschaft zwischen Autorin und Leserin gepflegt, die evtl. missverständlich wirkt.

    Als Leserin und Hobbyrezensentin habe ich in der Anfangszeit des Selfpublishings sehr viele günstige englischsprachige ebooks gelesen - und dabei erfahren, dass englischsprachige Selfpublisher weit lockerer und unkomplizierter reagieren als deutsche. Da kommt - per PN in Foren/auf Plattformen ein - Danke, dass du dich für mein Buch interessiert und so ausführlich darüber geschrieben hast. Darf ich dich auf meiner Webseite zitieren? Hast du noch Fragen zum Buch? Das wars - und alles paletti.

    :study: -- Lents - Diversität
    :study: -- Le Guin - Der Tag vor ...
    :study: -- Büsing - Magisch
    :musik:-- Carrère - Alles ist wahr

    "The three most important documents a free society gives are a birth certificate, a passport, and a library card!" E. L. Doctorow

    --> Merkzettel: Serie: Buchtitel (Originaltitel), Erscheinungsjahr d. Erstausg. d. Originaltitels, ISBN d. Übersetzung
    Buchseite betreffend: direkt auf d. BS melden

  • Und eine Art Kunst zu bewerten, liegt sowieso immer im Auge des Betrachters.

    Na ja, beim Buch ist das schon noch etwas anderes, denn dafür gibt es Regeln, die für andere Kunstwerke nicht gelten. Oder anders ausgedrückt: Wer sein Buch lediglich als Kunst sieht, sollte sein Buch Kunstliebhabern anbieten, nicht normalen Lesern. So jemanden hatten wir hier schon mal, jemanden, dessen Buch man tatsächlich als eigenwilliges Kunstwerk sehen konnte, nicht jedoch als einen Roman, der sich an die einfachsten schriftstellerischen Regeln hält (z.B. bzgl. Rechtschreibung, Kommasetzung und verständlichen Sätzen). Dementsprechend sahen die Kritiken von Lesern eben auch aus, die es durchweg nicht geschafft haben, das Buch über die ersten Absätze hinaus zu lesen, und das hat dieser Autor leider nicht gut verkraftet.
    Und mit Herzblut braucht mir auch kein Autor zu kommen, denn das dürfte für so gut wie jedes Buch gelten, das auf den Markt kommt. Nur weil ein Autor Herzblut in eine Geschichte gesteckt hat, macht es sie noch nicht gut und lesbar. Dazu gehört deutlich mehr, wie z.B. die Aufbereitung des Textes, um eine möglichst mangelfreie Ware zu verkaufen.

    Was im Auge des Betrachters liegt, ist lediglich die Frage, ob die Geschichte einem gefällt oder nicht. Geschmäcker sind verschieden und keiner kann jemanden zwingen, etwas gut zu finden, was ihm überhaupt nicht liegt. Wenn also alles andere stimmt, kann es trotzdem noch sein, dass der Leser das Buch abwertet, weil er den Inhalt nicht mag. So ist das Leben.

    Was nun öffentliche und nicht öffentliche Rezensionen angeht ... Ich persönlich würde Rezensionen nur dann direkt an den Autor senden, wenn ich sein Werk zum Lektorieren und Korrigieren bekommen hätte (dann verhalte ich mich öffentlich neutral zu dem Buch) oder wenn ich als Probeleser so viele Mängel entdeckt hätte, dass ich das den Autor lieber selbst sage, als es öffentlich unter das Buch zu setzen. Ist das Buch erst einmal mit Mängeln veröffentlicht worden und ich habe es mir regulär gekauft, habe ich allerdings keine Scheu, das ebenso öffentlich anzumerken.

    Oh, Stop. Selbstverständlich sprach ich nicht von gewissen Standard-Vorgaben, die man von einem Buch oder eBook erwartet. Ich meinte ausschließlich nur die Geschichte an sich, liegt im Auge des Betrachters und darin hat jeder eigene Kriterien.

    Ich meine auch... in der Kunst ist es auch möglich, ein weißes, leeres Blatt Papier als Kunst zu bezeichnen und ich würde mich wirklich hüten, dagegen auch nur irgendetwas zu sagen. Als Buch würde mir die Leere auch nicht so einen guten Eindruck machen.

    Mrs. April - Café Nummer 5

    Nur wer einen Einblick wagt, wird erfahren, wie das Buch sein wird...:tanzensolo:

  • Oha wirklich. Womöglich verstehen wir uns leider tatsächlich nicht. Eine Rezension ist niemals an den Autor persönlich gerichtet - sondern wie der Titel sagt, von und für LeserInnen. Genauso steht das auch im Rezensionsthread.

    Ansonsten ist das zudem auch mit der Objektivität ganz schwierig. Natürlich kann sich ein Autor ein persönliches Feedback durchlesen, aber das ist und bleibt etwas anderes als eine Rezension. Wenn ein solches Feedback vereinbart wurde, dann ist es gewiss auch etwas sehr Effektives, andererseits kann das schon auch etwas übergriffig wirken - je nachdem, wie man auf jene Person zugegangen ist. Zumal es so ist, dass Autoren unweigerlich damit konfrontiert werden. Anders als jene Rezensionen, wo man aus der Passivität selbst überlegen kann, inwiefern man sich damit überhaupt beschäftigt. Wenn man auch mal den Vergleich sieht, wie viele Menschen lesen und wie wenige dann tatsächlich sich dann auch mal die Mühe machen, um ein Buch zu rezensieren. Und ich meine jene Rezensionen absolut ohne Kontakt zum Autoren, um ganz unvoreingenommen zu sein.

    Mrs. April - Café Nummer 5

    Nur wer einen Einblick wagt, wird erfahren, wie das Buch sein wird...:tanzensolo:

  • Ich scheibe Rezensionen für Leser*innen.

    Ich habe bei Leserunden auch schon mal meine Meinung an die Autorin direkt geschrieben. Ich habe sie vorher gefragt, ob sie ein Feedback haben möchte. Das hatte dann nichts mit der Rezension zu tun, die ich anschließend noch geschrieben habe.

    Genauso meine ich das auch und das ist doch prima :)

    Danke, sonst hätte mich das Forum nur noch frustriert. Haha.

    Mrs. April - Café Nummer 5

    Nur wer einen Einblick wagt, wird erfahren, wie das Buch sein wird...:tanzensolo:

  • Oh, Stop. Selbstverständlich sprach ich nicht von gewissen Standard-Vorgaben, die man von einem Buch oder eBook erwartet. Ich meinte ausschließlich nur die Geschichte an sich, liegt im Auge des Betrachters und darin hat jeder eigene Kriterien.

    Schon richtig, aber ein Buch ist eben auch ein Gesamtwerk. Wenn man aufgrund der Schreibweise keine Lust hat, die Geschichte zu lesen, kann die noch so gut und hintergründig sein, sie wird kaum Beachtung finden. Das meinte ich damit.
    Was nun die Rezensionen an sich angeht ... hast du die Leser denn im Nachhinein gebeten, die Rezensionen, die sie an dich geschrieben haben, öffentlich zu stellen? Ich habe nämlich das Gefühl, dass sie ursprünglich eigentlich gar nicht rezensieren wollten und dir die Rückmeldung erst gegeben haben, als du dich mit ihnen unterhalten hast. So klingt dein Eingangsbeitrag zumindest.

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