C. S. Harris - Die Morde in Somers Town / Who Speaks for the Damned

Cover zum Buch Die Morde in Somers Town

Titel: Die Morde in Somers Town

, (Übersetzer)

5 von 5 Sternen bei 4 Bewertungen

Band 15 der

Verlag: dp Verlag

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 576

ISBN: 9783690905534

Termin: Neuerscheinung April 2026

Aktion

  • Wer zweimal stirbt ist wirklich tot

    Frühjahr 1814 - Während sich die Oberschicht bei den Feierlichkeiten rund um die Abdankung Napoleons vergnügt, beschäftigt sich Sebastian St. Cyr, Viscount of Devlin, mit einem Mord an dessen Aufklärung so gut wie niemand interessiert ist. Der Tote, den man im Park von Somers Town findet, ist Nicholas Hayes, ein vor 18 Jahren wegen Mordes an einer französischen Emigrantin nach Botany Bay verbannter Adeliger, von dem man glaubt, er sei in der Verbannung gestorben. Warum kehrt der Totgeglaubte wieder nach London zurück? Und wer ist der kleine chinesische Junge an seiner Seite?

    Recht bald erkennt St. Cyr, dass sich Hayes in der Vergangenheit einige mächtige Feinde gemacht haben muss, die als mögliche Auftraggeber für Meuchelmörder in Frage kommen. Einer davon ist der Erbe nach Nicholas Vater, denn der hat Nicholas schon vor seiner Verbannung enterbt. Muss er fürchten, dass Nicholas ihm das Erbe streitig macht?

    Doch Nicholas Hayes wird nicht der einzige Tote sein, mit dem sich Sebastian St. Cyr herumschlagen muss.

    Meine Meinung:

    Auch in diesem 15. Krimi rund um Sebastian St. Cyr und seiner Gemahlin Hero bekommen wir einen Einblick in die Doppelmoral des britischen Adels, in der Intrigen gesponnen, ohne Bedauern Menschen für eigene Interessen und Habgier geopfert werden. Von den Töchtern, die wie Ware an den Meistbietenden verschachert werden, spricht man schon gar nicht. Die gesellschaftlichen Konventionen unf der äußere Schein müssen um jeden Preis aufrecht erhalten werden.

    Die Zeitgeschichte, hier die (erste) Abdankung Napoleons am 11. April 1814, findet wie schon in den 14 Vorgängern ihren Platz. Immer wieder werden Ereignisse, die nicht nur Europa betreffen, sondern auch Asien, eingestreut. So erfahren wir einiges über die Opiumkriege und deren Ursache sowie Auswirkungen.

    Natürlich behindert Lord Jarvis, Sebastians Schwiegervater und Verwandter des Königshauses, die Ermittlungen, ist er doch selbst ein vielbeschäftigter Strippenzieher, der die Menschen wie auf einem Schachbrett hin- und herschiebt, wie es seinen Interessen gerade dienlich ist.

    Schritt für Schritt lüftet Sebastian St. Cyr unter tatkräftiger Mithilfe seiner Ehefrau Hero die Geheimnisse von Nicholas Hayes, die ein ganz anderes Bild von jenem Verbrechen zeigen, das Nicholas nach Botany Bay gebracht hat. Nicht, dass die Aufklärung dem Mann jetzt noch viel nützt, aber der Gerechtigkeit, wie sie Sebastian St. Cyr unnachgiebig verfolgt, kann Genüge getan werden.

    Der Schreibstil ist wie gewohnt angenehm zu lesen. Die Charaktere und realen Ereignisse sind authentisch beschrieben. Ich kann mir das London der Regency-Zeit recht gut vorstellen. Wer gerne mehr über diese Zeit wissen will, sollte diese Reihe von Beginn an lesen. Dabei werden auch jene Geheimnisse von St. Cyrs Familie enthüllt, die hier nur als Andeutungen aufblitzen.

    Fazit:

    Mir hat auch dieser 15. Band sehr gut gefallen, weshalb ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung, die für die ganze Reihe gilt, abgebe.

    "Ein Tag ohne Buch ist ein verlorener Tag"

    "Nur ein Lesender kann auch ein Schreibender sein oder werden" (Maria Lassnig/1919-2014)

  • K.-G. Beck-Ewe 18. April 2026 um 12:04

    Hat den Titel des Themas von „C. S. Harris - Die Morde in Somers Town“ zu „C. S. Harris - Die Morde in Somers Town / Who Speaks for the Damned“ geändert.
  • Über die Autorin (Bücher.de)

    C. S. Harris, auch bekannt als Candice Proctor und C. S. Graham, ist die USA-TODAY-Bestsellerautorin von mehr als zwei Dutzend Romanen, darunter die historische Krimi-Bestsellerserie rund um Sebastian St. Cyr. Als ehemalige Akademikerin mit einem Doktortitel in europäischer Geschichte hat Candice einen Großteil ihres Lebens im Ausland verbracht und in Spanien, Griechenland, England, Frankreich, Jordanien und Australien gelebt. Heute wohnt sie zusammen mit ihrem Ehemann, dem pensionierten Armeeoffizier Steven Harris, in New Orleans, Louisiana.


    Produktinformation (Amazon)

    ASIN ‏ : ‎ B0G4WZ2P52

    Herausgeber ‏ : ‎ dp Verlag

    Erscheinungstermin ‏ : ‎ 2. April 2026

    Sprache ‏ : ‎ Deutsch

    Dateigröße ‏ : ‎ 4.9 MB

    Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 453 Seiten

    ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3989988187

    Buch 15 von 15 ‏ : ‎ Sebastian St. Cyr-Reihe


    Gewagte Rückkehr

    Im Juni 1814 spricht man in London viel über den Mord an einem Adligen, der in Ungnade gefallen war, aber auch als bereits tot galt. Achtzehn Jahre zuvor war Nicholas Hayes des Mordes an einer Französin beschuldigt und zu lebenslanger Strafgefangenschaft in Botany Bay verurteilt worden. Eigentlich hieß es, er sei tot, doch das war falsch. Denn nachdem er mit einem kleinen Jungen nach London zurückkehrte wurde er ermordet. Sebastian St. Cyr wird in die Ermittlungen hineingezogen und beginnt das Leben des Ermordeten zusammenzusetzen. Wieso riskierte er es, nach London zurückzukehren? Und warum der Junge? Sebastrian will herausfinden, was damals wirklich geschehen war. Was Hayes zurückgekehrt um sich zu rächen? Und ist einer der Männer ihm zuvorgekommen?


    Meine Meinung

    Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten im Text störten meinen Lesefluss. In die Geschichte bin ich gut hineingekommen und konnte mich auch in die Protagonisten hineinversetzen. Auch ich fragte mich, warum Hyes nach England zurückgekehrt war, musste er doch mit seiner Hinrichtung rechnen, wenn er erwischt würde. Wollte er sich vielleicht wirklich rächen an denen, die für sine Verurteilung vor über 18 Jahren verantwortlich waren? Dabei setzte er sich doch der Gefahr des Erkanntwerdens und der nachträglichen Vollziehung der Todesstrafe aus. Wer hatte, außer den Behörden, einen Grund ihn zu töten? Wer wusste, dass er wieder in London war? Und Wer wusste von dem Kind, einem Jungen, wie es schien? Sebastian St. Cyr versucht die Sache zu klären, denn er glaubt nicht an Hayes Schuld. Und er sucht den Jungen, aber nicht nur er. Das Buch ist spannend geschrieben, ich liebe diese Bücher mit diesem Detektiv. Es hat mir wieder sehr gut gefallen, hat mich gefesselt und gut unterhalten. Daher eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Liebe Grüße
    Lerchie


    _______________________
    nur wer aufgibt, hat schon verloren

  • Warum kehrte Nicolas Hayes nach London zurück?


    Buchmeinung zu C. S. Harris – »Die Morde in Somers Town«

    »Die Morde in Somers Town« ist ein Historischer Kriminalroman von C. S. Harris, der 2026 im dp Verlag in der Übersetzung von Angelika Lauriel erschienen ist. Der Titel der englischen Originalausgabe lautet »Who Speaks for the Damned« und ist 2021 erschienen. Dies ist der fünfzehnte Band in der Serie um Sebastian St. Cyr.

    Zum Autor:

    C. S. Harris, auch bekannt als Candice Proctor und C. S. Graham, ist die USA-TODAY-Bestsellerautorin von mehr als zwei Dutzend Romanen, darunter die historische Krimi-Bestsellerserie rund um Sebastian St. Cyr. Als ehemalige Akademikerin mit einem Doktortitel in europäischer Geschichte hat Candice einen Großteil ihres Lebens im Ausland verbracht und in Spanien, Griechenland, England, Frankreich, Jordanien und Australien gelebt. Heute wohnt sie zusammen mit ihrem Ehemann, dem pensionierten Armeeoffizier Steven Harris, in New Orleans, Louisiana.

    Zum Inhalt:

    London, Juni 1814. Vor 18 Jahren wurde der Adlige Nicholas Hayes wegen Mordes nach Botany Bay verbannt. Dort soll er gestorben sein, doch nun wird er erschlagen in einem Park aufgefunden. Auf Bitten eines alten Freundes des Toten nimmt Sebastian St. Cyr die Ermittlungen auf.

    Meine Meinung:

    Sebastian St. Cyr, Viscount Devlin, bekommt es diesmal mit einem Cold Case zu tun, der neue Verbrechen in der Gegenwart nach sich zieht. Nicolas Hayes, das aktuelle Opfer, ist eine geheimnisvolle und vielschichtige Gestalt. Er hatte ein Kind bei sich, das nach dem Tod von Hayes verschwunden ist. Diesmal stehen Machenschaften der Ostindienkompanie im historischen Fokus. Sebastian und seine Frau Hero treten wie gewohnt Reichen und Mächtigen auf die Zehen und Lord Jarvis, Devlins Schwiegervater und mächtigster Mann im Reich, nimmt Einfluss auf die offiziellen Ermittlungen. Wie gewohnt wird auch die trostlose Situation vieler einfacher Leute thematisiert, die insbesondere gegenüber Adligen rechtlos waren. Auch diesmal ist es eine spannende und mit überraschenden Wendungen gespickte Geschichte geworden. Sebastian und Hero brauchen einige Anläufe, bis sie auf die richtige Spur kommen. Der Schlüssel zur Auflösung liegt in der Vergangenheit und in der Person Nicolas Hayes. Am Ende steht ein vollständig und nachvollziehbar gelöster Fall.

    Die Geschichte ist fesselnd, atmosphärisch und flüssig erzählt und das gezeichnete Bild der Zustände im London jener Zeit lässt mich erneut erschaudern. Die Figuren sind meist mit reichlich Grautönen gezeichnet. Die Anmerkungen der Autorin zum historischen Kontext sind interessant. Auch dieser Band schafft es, das hohe Niveau des Vorgängerbandes zu halten.

    Fazit:

    Dieser historische Kriminalroman hat mich sehr gut unterhalten und hat mich in fast jeder Hinsicht überzeugt. Deshalb bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung aus.

    :study: Hanna Caspian - Im Takt der Freiheit, Agatha Christie - Miss Marple (Kurzgeschichten von 12 erfolgreichen Autorinnen der Jetztzeit mit Miss Marple), Michael Peinkofer - Die steinerne Krone

    :musik:

  • Bedrohung durch einen Toten


    London im Sommer 1814 - Ein kleiner chinesischer Junge meldet Sebastians Kammerdiener Jules Calhoun einen Mord, geschehen in dem beim Volk beliebten “Pennington’s Tea Gardens” in Somers Town. Das Opfer ist der von allen schon lange als tot geglaubte Nicolas Hayes, Sohn des verstorbenen Earls of Seaforth, der vor 20 Jahren wegen Mordes verurteilt und nach Botany Bay deportiert wurde. Sebastian macht sich sogleich auf den Weg, um die Justiz zu verständigen und natürlich sich des Falles anzunehmen. In seiner Angst ist der Junge Xi leider wieder verschwunden, was Hero besorgt zurücklässt.

    Der Mord gibt einige Rätsel auf, denn Hayes hat gleich mehrere mächtige Feinde und der Grund für seine Rückkehr erschließt sich Sebastian eigentlich so gar nicht? Wollte Hayes Rache, da der Mord damals doch ziemlich viele Fragen aufwarf und viele seiner Freunde ihn gar für unschuldig hielten? Aber auch das Kind will gefunden werden!


    Im 15. St. Cyr Fall des historischen Kriminalromans, mit dem Titel „Die Morde in Somers Town“ geschrieben von Autorin C. S. Harris, erregt Viscount Sebastian St. Cyr äußerst viel Aufsehen und Missgunst in der noblen Gesellschaft, da er beginnt, ausgiebig in der Vergangenheit manches Gentlemen zu recherchieren. Der Viscount und auch seine Gemahlin Hero leben beide gefährlich, während sie versuchen, einen Mord zu klären und ein kleines Kind zu finden. Neben dem eigentlichen Geschehen spielen immer die damals schrecklichen sozialen Umstände, sowie viele weitere packende Themen, z. B. Politik, die Rolle der Frau, das ungerechte Rechtssystem, die Geschäftspraktiken der Ostindienkompanie und vieles mehr eine große Rolle, die geschickt in die Handlung verwebt werden.

    Diese spannungsvolle Mischung zeichnet die gesamte Serie aus und begeistert mich immer wieder sehr! Beim Lesen am besten chronologisch vorgehen für den vollkommenen Genuss.


    Mein Fazit:

    Wieder eine äußerst faszinierende Episode aus der Regency-Epoche, die mich gefesselt und unglaublich gut unterhalten hat. Tolle Serie, sehr zu empfehlen!

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::thumleft:

  • „Es spielt nicht nur eine Rolle, dass wir Dinge sehen, sondern wie wir sie sehen.“

    Als im Londoner “Pennington’s Tea Gardens” eine männliche Leiche gefunden wird, kann sich niemand erklären, dass der Tote als der Adelige Nicolas Hayes identifiziert wird. Dieser ist vor 18 Jahre wegen Mordes verurteilt und nach Botany Bay verbannt worden. Hier soll er auch gestorben sein. Sebastian St. Cyr wird von einem 8jährigen Jungen, der einen chinesischen Hintergrund zu haben scheint, informiert zu helfen. Sofort informiert er die Behörden und eilt zum Tatort. Auch er ist der Meinung, dass es sich bei dem Toten um Nicolas handelt. Er beginnt mit Magistrat Sir Henry Lovejoy, den inzwischen als Mordfall eingestuften Fall, zu untersuchen.

    Die Ermittlungen gestalten sich äußerst schwierig, denn es ist Sommer in London Anno 1814 und es bleibt nicht bei diesem einen Mord. Kann Sebastian mit Hilfe seiner Frau Hero und Sir Lovejoy den komplexen Fall, der ihn auch in die Vergangenheit führt, aufklären? Und dann ist da ja noch der 8jährige Ji, der unauffindbar ist und sich in höchster Lebensgefahr befindet, vor seinen Häschern retten?

    Fazit: Lange musste ich nicht auf „Die Morde in Somers Town“, den 15. Fall der historischen Krimireihe mit Sebastian St. Cyr, Viscount Devlin, von der Autorin C.S. Harris, warten. Der bildliche, schnörkellose und flüssige Schreibstil bringt mein Kopfkino wieder sofort zum Laufen. Wieder befinde ich mich in London Anno 1814. Die gut ausgesuchten und in Szene gesetzten, schon bekannten, Charaktere machen es mir leicht, ihnen zu folgen und über die Schulter zu schauen. Aber es gibt auch neue Figuren und alle sind sehr authentisch dargestellt. Die Kapitel haben eine gute Länge, so dass durch die schnellen Szenenwechsel und den gut gesetzten Spannungsborgen der Sog entsteht, einfach immer weiterlesen zu müssen. Auch wenn in diesem Fall wirklich viele Tote zu beklagen sind, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, bevor ich die letzte Seite gelesen hatte. Alle Fäden wurden nachvollziehbar zusammengeführt. Das Ende war gut ausgearbeitet und konnte mich dennoch ein wenig überraschen.

    Ich habe auch diesen Teil wieder sehr gerne gelesen und freue mich schon auf die Fortsetzung. Daher vergebe ich hier eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne. Aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

    Antoine de Saint-Exupéry. Aus: Der kleine Prinz

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