Patrick Burow - Die Anstalt

Cover zum Buch Die Anstalt

Titel: Die Anstalt

5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Verlag: Independently published

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 398

ISBN: 9798250942270

Termin: Neuerscheinung April 2026

Aktion

  • Nina Winterfeld ist Journalistin. Sie bekommt einen anonymen Brief, dass der dortige Insasse Krüger, der 7 Morde gestanden hat, unschuldig ist. Da ihr der Zugang zu den Akten sowohl von seiner Anwältin als auch Staatsanwaltschaft untersagt wird und ihr auch die psychiatrische Klinik kein Interview erlaubt, beschließt sie sich mit falschem Namen einweisen zu lassen. Dort ist sie gefangen, hohe Zäune, abgeschnitten auf einer Insel wie Alcatraz und kein Handy. Schon bald weiß sie selbst nicht mehr, was echt und was Halluzination ist, denn durch die Medikamente verschwimmt ihre Realität. Dr. Claasen und das Pflegepersonal reden ihr dazu noch ein, dass sie eine gespaltene Persönlichkeit hat und weder Journalistin ist, noch eine verschwundene Schwester hat, wo sie in der Klinik immer wieder Hinweise auf sie findet. Dazu gibt es auch einige gefährliche andere Patienten. Sie gerät immer mehr in Gefahr und sie kann sich bald auch selbst nicht mehr glauben.

    Das Cover ist ein echter Hingucker, der noch dazu perfekt zum Buch passt.

    Der Schreibstil des Autors ist brillant wie gewohnt; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt.

    Der Autor und ehemalige Richter hat mich schon immer fasziniert, sei es durch seine (teils humorvollen) Sachbücher als auch durch seine Krimireihe, die im Norden von Deutschland spielt.

    Hier schreibt er erstmals einen Psychothriller, der diesmal am Festland bzw. einer kleinen Insel bei Hamburg spielt.

    Die Charaktere rund um Nina Winterfeld sind hervorragend geeignet für eine Reihe, die ja auch geplant ist.

    Der Plot ist gut gewählt, auch wenn es sogar Andeutungen gibt, da das Buch insgesamt doch an "Der Insasse" von Fitzek erinnert, das ja selbst eine Kopie von "Shutter Island" war.

    Dieses Buch geht trotzdem andere Wege. Einige Gemeinsamkeiten gibt es und vieles ist auch vorhersehbar, trotzdem wird der Leser immer wieder überrascht, da es ihm wie Nina/Anna geht, die auch bald nicht mehr weiß, was Realität ist.

    Die gewohnt kurzen Kapitel lassen einen das Buch dann kaum weglegen. Dazu gibt es eben auch Rückblicke auf die Morde und auf die Jugend und das Motiv des Täters.

    Dass Nina schließlich tiefer involviert ist als ursprünglich gedacht, hätte man noch vertiefen können.

    Der Fortsetzungsband wird schon am Ende des Buches beworben und macht jetzt schon Lust darauf.

    Fazit: Spannender Psychothriller. 5 von 5 Sternen

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