Mit "Eisfeuer-Die Prinzen des Winters" dem 5. Teil ihrer Reihe, läutet K. T. Steen das spannende Finale ihrer Saga ein. Die Gefährten wollen Eyras Plan zur Befreiung Estraoras erfolgreich umsetzen. Doch dabei haben sie ihre Rechnung ohne die Götter gemacht. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder mitten im Geschehen und wurde von der facettenreichen Handlung bis zur letzten Seite gefesselt.
Während Eyra weiterhin den Krieg gegen die Schneeelfen vorbereitet, um ihren Schwur zu halten und Emberis, den Gott der Feuerwesen zu täuschen, begeben sich Lazar, seine Brüder, Patricia und Eyras Schwester Fayette auf den beschwerlichen Weg zur Quelle der Magie. Ihr Plan ist unverändert, sie wollen die Edelsteine vernichten und damit die Kontrolle von Emberis, Nevalis, Reena und Veridion über die Völker brechen. Nur so können sie ihre Welt Estraora befreien und für dauerhaften Frieden sorgen. Über der gefährlichen Expedition schwebt unheilvoll die finstere Prophezeiung von Madame Moryena, dass die Zerstörung der Edelsteine die Leben der drei Eisprinzen kosten wird. Doch von wem stammt diese schreckliche Drohung? Von guten oder bösen Kräften? Trotz der möglichen Todesgefahr reisen die Gefährten unbeirrt ihrem Schicksal entgegen. Werden sie ihr Leben riskieren? Oder gibt es eine Alternative?
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Eyra, Fayette und Patricia erzählt. Die häufigen Wechsel vergrößern den Blickwinkel und erhöhen zusätzlich die Spannung. K. T. Steen schreibt gewohnt flüssig, bilderreich, gelegentlich humorvoll und immer fantasievoll. Sie schafft stets eine Atmosphäre, die den Lesenden berührt. Mal düster, mal gefährlich oder emotional, aber immer fesselnd. Manche Wendungen sind weniger überraschend, doch dann folgen wieder unvorhersehbare Entwicklungen, sodass niemals Langeweile oder auch nur Gewöhnung auftritt.
Der rasante Showdown erweist sich als finales Highlight. Meine Erwartungen an das Ende der Geschichte wurden mehr als erfüllt. Sie ist ein würdiger Abschluss für den Kampf um den Frieden und die Freiheit von Estraora.
Ich bin begeistert von der vielgesichtigen, diversen, farbenfrohen und fantastischen Welt, die K.T. Steen mit Mirilor geschaffen hat. Die spannenden Abenteuer, die die Protagonisten meistern mussten, haben mich durchweg gut unterhalten. Lediglich ein paar kleine Längen im Mittelteil, aber das ist Jammern auf höchstem Niveau. Insgesamt ist die Eisfeuer-Saga ein Feuerwerk aus Magie, Freundschaft, Abenteuer und Romantik.
Ich bin sehr gespannt, welche Geschichte uns die Autorin als nächste aus der Welt von Mirilor erzählen wird. Im Nachwort weist sie darauf hin, dass sie ein paar „Ostereier“ in der Reihe versteckt hat. Sehr gut! Ich bin schon gespannt darauf. Sehr gern würde ich meine Lieblinge aus der Saga, die possierliche Schneeamsel Theo und den brummigen Drachen Belgor wieder treffen.



