Eine Inhaltsangabe gibt es nicht, über die Antike kann man sich mehr als ausführlich belesen. Sie war lang und blutig und tatsächlich sind die meisten Bücher über sie eher langweilig, weil sich auf die bloßen Fakten bezogen wird. Deshalb hat mich der Titel nicht nur neugierig gemacht, sondern auch die Erwartungen hochgesetzt. Aber er klingt auch fast zu locker und ich habe mich gefragt, worauf die Autoren den Fokus legen: den Klamauk oder die Information?
Tatsächlich haben sie eine Kombination geschafft, die mir gut gefallen hat. Die beiden haben frech, fast schon respektlos geschrieben, aber immer mit einem Augenzwinkern. Die großen Ereignisse werden aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, über den zumindest ich noch nicht gelesen habe. Und sie sagen es deutlich: die großen Sagen sind von Männern über Männer geschrieben worden, Frauen haben darin nur einen dekorativen Platz. So tun sie sich auch schwer, eine Frau zu finden, die sich einen eigenen Platz geschaffen hat. auf Seite 90+ war es dann endlich so weit.
Manchmal wundert es fast, dass sich die Menschen in dieser verdammt blutigen Zeit nicht ausgerottet haben, denn es wurde zuerst gemetzelt und wenn dann noch jemand übrig war, vielleicht auch ein bisschen geredet. Vielleicht war es gerade dieser Missstand, der zur Gründung der ersten Philosophenschulen führte. Irgendwann verlagerten sich auch die Kriege. Die Grenzen waren abgesteckt und man bekämpfte sich lieber im Inneren. Nicht immer mit Waffen, sondern auch mit den Worten, die früher gefehlt hatten. Aber ob die Menschen wirklich vernünftiger geworden sind, kann jeder bei einem Blick auf das, was nach der blutigen Antike kam, selbst beurteilen.![]()
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