Klappentext (Kopf/Meine Übersetzung)
In einer streng geheimen Trainingseinrichtung der Army in der Mojave-Wüste geraten die Special Agent s Scott Brodie und Maggie Taylor in ein tödliches Netz aus militärischer Intrige, KI-Technologie und Robotersoldaten, als sie den schockierenden Mord an einem Seniorwissenschaftler ermitteln, in diesem fesselnden Thriller der New York Times-Bestsellerautoren Nelson DeMille und Alex DeMille.
Eigene Beurteilung (Eigenzitat aus Amazon)
Dies ist die dritte - und leider auch die letzte - Zusammenarbeit des DeMille-Vater-und-Sohngespanns, da Nelson DeMille im Jahr 2024 das Zeitliche gesegnet hat.
Immer noch angeschlagen von seinen Erfahrungen in 'Blood Lines' bekommt Scott Brodie einen neuen Auftrag, den er wieder zusammen mit Maggie Taylor erfüllen soll. In der abgelegenen Wüstentrainingsanlage Camp Hayden werden Robotersoldaten - D-17 - in simulierten Kampfeinsätzen gegen eine Einheit Army Rangers getestet. Nun hat einer dieser 60 Roboter außerhalb einer Übung, als er eigentlich abgeschaltet gewesen sein sollte eine der beiden hauptverantwortlichen betreuenden Wissenschaftler getötet. Wie er ohne entsprechende Order dazu in der Lage gewesen ist, ist völlig unklar - und Brodie und Taylor sollen für Klarheit sorgen.
Im Hintergrund der Ereignisse stehen neben der Army natürlich auch noch DARPA und DEVCOM, sowie ein Rüstungsunternehmen. So hat der Fall mehrere durch Geheimhaltungsinteressen bewegte Beteiligte, was nicht nur in Camp Hayden zu Spannungen führt, sondern auch die Ermittlungen sehr erschwert.
Autonome, humanoid geformte Gefechtsroboter, die mithilfe einer verknüpften KI autonom agieren können, wecken schnell Gedanken an den Terminator, aber tatsächlich ist das, was sich hier in dieser Geschichte enthüllt noch gruseliger - insbesondere, wenn man sich die momentane innenpolitischen Situation der USA ansieht und die angedrohten militärischen Einsätze, etwas in Kanada, Grönland oder seit Neuestem auch in Nigeria. Und im US-Amerikanischen Inland. Diese Bezüge werden in diesem Buch nicht explizit hergestellt, aber DeMille, der Ältere, hat durch eigene Militärerfahrung und fortlaufende Recherchen immer den Puls der politischen und industriellen Verknüpfungen gefühlt und oft eher beunruhigende Diagnosen gestellt - und in diesem sogar absolut deprimierend.
Ich hoffe, dass dieser Roman sich nicht als prophetisch erweist. Er ist auf jeden Fall spannend - und regt stark zum Nachdenken an.



