Richard Osman - Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code / The Impossible Fortune

Cover zum Buch Der Donnerstagsmordclub und der unlös...

Titel: Der Donnerstagsmordclub und der unlös...

, (Übersetzer)

4,2 von 5 Sternen bei 24 Bewertungen

83,8% Zufriedenheit

Band 5 der

Verlag: List Hardcover

Format: Broschiert

Seitenzahl: 448

ISBN: 9783471360651

Termin: Neuerscheinung September 2025

Aktion

  • Kurzmeinung

    aida2008
    ganz nett für Zwischendurch, war mir diesmal aber etwas langatmig
  • Kurzmeinung

    easymarkt3
    Was wirklich zählt: Freundschaft
  • Cover zum Buch Wir finden Mörder: Sie haben den Fall... Cover zum Buch Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teuf... Cover zum Buch Der Donnerstagsmordclub und die verir...
  • „Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code“ ist der 5. Fall für die Senioren.

    Wenn es keine Verbrechen aufzuklären gibt, wird eben geheiratet. So steht die Hochzeit von Joyce‘ Tochter, natürlich an einem Donnerstag, vor der Tür. Am Hochzeitsabend wendet sich Nick Silver, ein Trauzeuge, in Todesangst an Elisabeth und bittet sie um Hilfe, weil er bedroht wird. Er betreibt eine Sicherheitsfirma. Für den Sicherheitsbereich bestimmter Daten haben er und seine Geschäftspartnerin jeweils einen Code. Dieser ist nun in Gefahr. Irgendwer tut alles dafür, um ihn zu bekommen und schreckt auch vor Mord nicht zurück. Das ruft den gesamten Donnerstagsmordclub auf den Plan und die Nachforschungen beginnen. In ihrer eigenen subtilen Art und Weise gehen die Mitglieder verschiedenen Spuren nach. Dabei sind die früheren Kontakte sehr nützlich und jeder trägt seinen Teil zur Aufklärung bei.

    Es gibt noch einige Nebenhandlungen aus verschiedenen Perspektiven, die auch sehr ausschweifend erzählt werden, am Ende aber zu einem Gesamtbild zusammenfinden.

    Ich hatte einige Probleme, in die Handlung einzusteigen. Die vielen Gedanken einzelner Charaktere über Gegenwart, Vergangenheit und das Leben überhaupt sind langatmig und nervig. Ein Spannungsbogen oder Spannung überhaupt sind nicht wirklich erkennbar. Auch im weiteren Verlauf gibt es zu viele solcher Abschweifungen und es fiel mir schwer, mich auf die eigentliche Handlung zu konzentrieren.

    Die Charaktere sind gut beschrieben. Joyce ist stolz auf ihren Schwiegersohn, schreibt Tagebuch, hat eine lebhafte Fantasie und fühlt sich hier oft unnütz. Elizabeth, die ehemalige Agentin, ist ungeduldig und herrisch, Ron mag ich am meisten. Der frühere Gewerkschaftler und Redenschwinger ist mir sympathisch. Er hat hier noch mit größeren familiären Problemen zu kämpfen und schmiedet Mordpläne. Ibrahim therapiert seine Lieblingskriminelle und merkt nicht, dass es nicht hilft. Jeder hat eigene Stärken, Träume und Ecken, die sie glaubwürdig und liebenswert machen. Die Dynamik im Quartett bleibt charmant-chaotisch. Der Ton ist locker, doch hinter jeder Pointe stecken scharfe Beobachtungen über Erinnerungen, Freundschaft und Sinnsuche im späteren Lebensalter.

    Das Cover passt gut zu den vorigen Teilen und gefällt mir sehr gut.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • K.-G. Beck-Ewe 9. Oktober 2025 um 12:18

    Hat den Titel des Themas von „Richard Osman - Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code“ zu „Richard Osman - Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code / The Impossible Fortune“ geändert.
  • Klappentext (gekürzt):

    Für den Donnerstagsmordclub war es ein ruhiges Jahr. Joyce ist mit der Erstellung von Tischplänen beschäftigt und damit, wer wen zum ersten Tanz aufzufordern hat. Elizabeth trauert. Ron hat mit familiären Problemen zu kämpfen, und Ibrahim therapiert noch immer seine Lieblingsverbrecherin.

    Doch als Elizabeth einen Hochzeitsgast trifft, der in Schwierigkeiten steckt, sind Entführung und Tod dem Donnerstagsmordclub wieder dicht auf den Fersen. Ein Bösewicht will Zugang zu einem unknackbaren Code und schreckt vor nichts zurück, um ihn zu bekommen. Und schon sind die vier Hobbydetektive wieder zurück in ihrem Element: Mörder zu jagen und Rätsel zu lösen und dabei klüger als die Polizei zu sein!

    Mein Lese-Eindruck:

    Der Donnerstagsmordclub wird nicht arbeitslos. Dieses Mal geht es um ein Millionenvermögen in Form von Bitcoins, deren Zugang mehrfach verschlüsselt in einem unterirdischen Bunker versteckt ist. Das hört sich nach Hightech an, ist es aber nicht. Letztlich ist der angeblich unlösbare Verschlüsselungscode sogar von einem gewitzten Kind zu knacken. Und es geht um einen Mord, der mit den Bitcoins in Zusammenhang steht.

    Die gewitzten und munteren Rentner nehmen sich in gewohnter Manier der Sache an. Wer die bisherigen Romane kennt, trifft bei Elizabeth, Joyce, Ron und dem Allesversteher Ibrahim auf alte Freunde. Um dieses Quartett herum gruppieren sich einige weitere Figuren, und wer nicht alle Vorgänger-Romane gelesen oder gehört hat, kommt leicht ins Schleudern, bis er endlich weiß, wie Jason, Bogdan, Donna, Chris und wie sie alle heißen eigentlich zusammenhängen.

    Die Handlung dagegen ist in sich abgeschlossen und setzt keine Vorkenntnisse voraus. Eine bunte Geschichte breitet sich vor dem Leser aus: da geht es um häusliche Gewalt, um verarmten Adel, um Trauer und Einsamkeit, um Resozialisierung, um Drogenhandel und organisierte Kriminalität. Es geht aber auch um Freundschaft, um Zuwendung, um Fürsorge und Zuwendung, und das macht den Roman um die muntere Rentnertruppe so liebenswert. Jeder der Vier hat seine Schrullen, die von den Freunden geduldig und großzügig toleriert werden.

    Die Stärke des Romans liegt weniger in seiner spannenden Handlung; im Gegenteil: der Spannungsbogen zeigt sich gelegentlich sehr flach. Es sind die vielen pointierten Dialoge, die den Roman zum Lesevergnügen machen, die Gesprächs- und Situationskomik und der immer leichte, oft humorig- ironische Erzählton.

    Fazit: Ein Wohlfühl-Krimi, der mit seinem britischen Humor besticht.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    "Der echte Bibliophile liebt mehr als Form und Inhalt eines Buches seine Existenz; er muss es erst gar nicht lesen" (Werfel, Die vierzig Tage des Musa Dagh, S. 49).

  • Eine Runde britische Krimi-Kaltblütigkeit

    Dieses Buch war für mich der absolute Kaltstart in die Welt des Donnerstagsmordclubs – und was für ein charmantes, verschrobenes Abenteuer mich da erwartet hat! Richard Osman hat mit seiner Seniorentruppe von Hobbydetektiven aus Coopers Chase gezeigt, das beweist: Man ist nie zu alt, um einen guten Mord aufzuklären und dabei die örtliche Polizei in den Schatten zu stellen.

    Obwohl dieser fünfte Band in sich abgeschlossen ist, fiel mir als Neueinsteigerin der Sprung in die bereits etablierte Dynamik der vier Senioren nicht ganz leicht. Man merkt, dass die Charaktere – die verschwiegene Elizabeth, die Tagebuch schreibende Joyce, der kämpferische Ron und der intellektuelle Ibrahim – bereits eine lange gemeinsame Geschichte haben. Ein kleines Personenregister hätte den Einstieg erleichtert, denn anfangs verliert man sich leicht in den Insider-Witzen und den vielen Rückblicken auf vergangene Fälle.
    Dennoch: Die Mühe lohnt sich! Die Charaktere sind absolut brillant gezeichnet, mit all ihren Ecken, Kanten und liebenswerten Marotten. Man spürt die Tiefe und die jahrelangen Freundschaften, die sie verbinden. Die Dialoge sind das wahre Herzstück des Romans.

    Der Schreibstil von Richard Osman ist locker, leicht und vor allem durchtränkt vom feinsten britischen Humor. Die Art und Weise, wie die rüstigen Rentner über alltägliche Belange und gleichzeitig über Entführung und Mord sprechen, ist urkomisch und tief menschlich zugleich. Die Abschnitte, in denen Joyce über Tischpläne für eine Hochzeit nachdenkt, während Elizabeth in einen kniffligen Fall verwickelt wird, sind ein Beweis für die charmante Absurdität der Reihe. Die Handlung selbst dreht sich um einen "unknackbaren Code", dessen Jagd den Donnerstagsmordclub schnell wieder in ihr Element bringt. Ehrlich gesagt verläuft der Spannungsbogen hier eher flach. Wer atemlose Thriller-Action sucht, wird vielleicht enttäuscht. Es gibt wenig überraschende Aha!-Momente oder plötzliche Wendungen. Stattdessen lebt das Buch von der schlauen und beharrlichen Ermittlungsarbeit der Rentner und den oft langatmigen, aber zutiefst aufschlussreichen Unterhaltungen über das Leben, das Alter und das Verbrechen. Das Ende klärt aber alle Rätsel auf und lässt keine Fragen offen.
    Ein charmantes Lesevergnügen, welches ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ bekommt.

  • Explosive Ermittlungen

    Ein Code, der für den Besitzer gefährlich wird. Ein Seniorequartett, das den Mörder sucht und zeitgleich ein Rätsel löst. Und tragische Familiengeheimnisse, die Generationen beeinflussen. Darum geht es in „Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code“.
    Joanne, Joyce Tochter, heiratet. Der Trauzeuge des Bräutigams weiht die vier Senioren in ein Geheimnis ein: er hat einen unlösbaren Code, den jemand erfahren möchte und eigenst dafür eine Bombe unter seinem Auto platziert. Doch die Mitwisserin des Trauzeugens erliegt dem Anschlag- er selbst ist verschwunden. Eine spannende Suche nach Wahrheiten beginnt….
    Was haben die vier Senioren mir gefehlt! Elizabeth, Ibrahim, Joyce und Ron kehren mit ordentlich Zunder zurück auf die Bühne. Zumindest der Einstieg hat es in sich, mit der langersehnten Hochzeit gefolgt von der adrenalingeladenen Geschichte des Trauzeugen Nick. Neben zahlreichen Wendungen wartet der typisch britische Humor ebenso auf mich wie Quizshows, Ermittlungspannen und Fettnäpfchen. Auch der ein oder andere alte bekannte hat seinen Auftritt. Der Fall ist sehr gut lesbar und unvorhersehbar, was mir persönlich gut gefällt. Manches jedoch zieht sich zu sehr in die Länge ohne das viel passiert, was sehr schade ist. Insgesamt gute Unterhaltung und ein herrlich komischer Krimi ohne überladen zu sein. Ich gebe vier Sterne.

  • Spannend!

    Das Cover ist ziemlich voll mit verschiedensten Symbolen, einem alten Herrenhaus im Hintergrund, einem Pfau, der britischen Flagge und einer Hochzeitstorte mit einem Messer darin. Die Rentner begeben sich auf die Suche nach einem Mörder und einer verschwundenen Person. Es geht um sehr viel Geld. Dies ist das erste Abenteuer, das ich lese. Trotzdem findet man sich schnell bei den Figuren zurecht. Das Thema und die Geschichte sind gut umgesetzt, gut durchdacht und interessant geschrieben. Osmans Schreibstil ist unaufdringlich und weckt das Interesse des Lesers. Die Figuren kann man sich sehr bildhaft vorstellen und auch das ganze Setting. Die Figuren sind authentisch und skurril, schließlich ist Elizabeth eine ehemalige Geheimdienstmitarbeiterin, die mit ihren Freunden aus dem Altenheim den Fall lösen möchte. Britischer Humor gepaart mit einem mysteriösen Fall - eine gute Mischung!

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Seit "Ein Teufel stirbt immer zuletzt" hat Richard Osman seine Fans fast zwei Jahre warten lassen, nun kann man sich mit Vergnügen dem 5. Band und den Donnerstagsmordclubermittlungen zuwenden. Der Stil von Osborn ist unverändert, entweder man mag ihn oder nicht. Ich habe mich unterdessen sehr an Osman gewöhnt. Eigentlich könnte ich beim Lesen schon fast mitsprechen, denn was als nächstes kommt, das weiß man schon, "er sagt" oder "sie sagt" oder ähnliches, das wird so lakonisch dargeboten, dass man über diese sinnbefreiten Blödeleien tatsächlich noch lachen kann. Die Protagonisten, allen voran Ibrahim, sind wie aus dem Bilderbuch ausgeschnitten. Jeder für sich ein Unikum. man vergisst zuweilen glatt, dass es sich um Rentner handelt, die da unterwegs sind.
    Die Story um den unlösbaren Code ist reichlich verworren, ob am Ende eine Lösung naht oder der 6. Band schon am Horizont erscheint, wer weiß. Ich verrate es nicht.
    Fazit: unterhaltsamer Zeitvertreib, englischer Humor.

  • Die Senioren ziehen ihr Ding durch


    Buchmeinung zu Richard Osman – »Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code«

    »Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code« ist ein Kriminalroman von Richard Osman, der 2025 bei List in der Übersetzung von Sabine Roth erschienen ist. Der Titel der englischen Originalausgabe lautet »The Impossible Fortune« und ist 2025 erschienen. Dies ist der fünfte Band der Mordclub-Serie.

    Zum Autor:
    Richard Thomas Osman (* 28. November 1970 in Billericay, Essex) ist ein britischer Komiker, Produzent, Fernsehmoderator, Autor und Co-Moderator der BBC One TV-Quizshow Pointless.


    Zum Inhalt:

    Während einer Hochzeitsfeier wird Elizabeth von einem Gast angesprochen, der eine Bombe unter seinem Auto entdeckt hat. Als kurze Zeit später seine Geschäftspartnerin nach einem Essen mit den Senioren getötet wird, hat der Mordclub eine neue Aufgabe gefunden..

    Meine Meinung:
    Dieses Buch hat meine hohen Erwartungen erfüllt und mich teilweise sogar begeistert. Die vier Senioren sind ein wenig gealtert und Elizabeth ist von Trauer geplagt. Ron und Ibrahim sind mit eigenen Problemen beschäftigt, die als ausführliche Nebenhandlungen in den Roman einfließen. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt und enthält eine ordentliche Prise meist schwarzen Humors. Die Figuren sind gewohnt skurril und haben ihre Ecken und Kanten. Der Erzählstil ist angenehm, leicht verdaulich und sehr unterhaltsam. Die Handlung ist komplex konstruiert und die umfangreich und detailliert geschilderten Nebenhandlungen fügen sich am Ende scheinbar nahtlos ein. Lange Zeit sorgen eher die Nebenhandlungen für Spannung, während die Aktivitäten im Hauptfall nicht so recht vorankommen. Gegen Ende ziehen Tempo und Spannung deutlich an und überraschende Wendungen bringen die Wahrheit ans Licht. Mir hat es viel Spaß gemacht, dieser Schilderung zu folgen.

    Fazit:
    Ein ruhiger Kriminalroman, mit Humor erzählt, der die sympathischen Senioren auf typisch britische Art agieren lässt und mich sehr gut unterhalten hat. Deshalb bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung aus.

    :study: Hanna Caspian - Im Takt der Freiheit, Agatha Christie - Miss Marple (Kurzgeschichten von 12 erfolgreichen Autorinnen der Jetztzeit mit Miss Marple), Michael Peinkofer - Die steinerne Krone

    :musik:

  • Joyces Tochter Joanna heiratet, und das gibt nicht nur Joyce die Gelegenheit, wieder einmal in ihr Tagebuch zu schreiben, sondern auch Elizabeth zu ermitteln, Denn der Trauzeuge des Bräutigams kommt zu ihr und bittet sie, ihr zu helfen, da ein Mordversuch auf ihn verübt wurde. Ein Jahr ist seit Stephens Tod vergangen, und Elizabeths Trauer ist immer noch gewaltig, doch die Verlockung, einmal wieder zu ermitteln gewinnt, und so können auch wir Leser:innen endlich wieder einen Band der Reihe lesen.

    Ich habe die Vier vom Donnerstagsmordclub vermisst, genauso wie Donna und Bogdan, und mich sehr gefreut, dass es endlich einen neuen Band gibt. Und was soll ich sagen, ganz schnell war ich wieder mittendrin, habe mich köstlich amüsiert, aber auch sehr gespannt gelesen. Der neue Fall ist nicht ohne, und es gibt einige Gelegenheiten, neue Charaktere kennenzulernen. So hat Connie Johnson, die inzwischen aus dem Gefängnis entlassen wurde, sich aber immer noch regelmäßig mit Ibrahim trifft, eine Protegée, natürlich lernen wir auch Paul, Joannas Bräutigam, näher kennen, zudem gibt es eine Reihe Verdächtiger. Und Ron Ritchie hat eigene Probleme, die es zusätzlich zu lösen gilt.

    Es ist viel los, es gibt viel zum Schmunzeln, viele Überraschungen und einige spannende Szenen. Am Ende ist natürlich alles gut aufgelöst. In der Danksagung verspricht uns der Autor übrigens nicht nur eine weitere Fortsetzung des Donnerstagsmordclubs, sondern auch seiner anderen Reihe – ich freue mich auf beide.

    Auch der fünfte Band bringt wieder mit, was die Reihe ausmacht, liebenswerte Charaktere, Humor, Spannung und einen Fall, der nicht ohne ist. Ich liebe diese Reihe sehr, und auch dieser Band hat mich nicht enttäuscht. Wer Krimis und britischen Humor mag, sollte zugreifen, aber, falls noch nicht gelesen, am besten mit Band 1 anfangen.

  • Dieses Gefühl, wenn man einen Durchbruch erzielt

    Seit dem ersten Band dieser Serie sehe ich jeder Neuerscheinung erwartungsfroh entgegen und amüsiere mich jedesmal sehr bei der Lektüre. Inzwischen habe ich durch die großartig besetzte Verfilmung sogar eine optische Vorstellung des Viererclubs, der mir mehr und mehr ans Herz gewachsen ist.

    Osmans Schreibstil zeichnet sich aus durch britisches Understatement. Mit einem Augenzwinkern lässt er seine Charaktere, für die er alle einen individuellen Tonfall entwickelt, wahre Lebensweisheiten verkünden, wie z.B. auf Seite 156: "Wenn ein Mann etwas halbwegs Akzeptables denkt, sagt er es sowieso, und wenn nicht, dann redet er auch nicht drüber." Bärbeißig poltert Ron, Kendrik gibt spitzfindig seine Erkenntnisse kund, die gutmütige Joyce besänftigt und Ibrahim analysiert die Lage.

    Ob sich in mir nach fünf Bänden eine gewisse Ermüdung ausbreitet, kann ich nicht entscheiden, aber diesmal fand ich es mühsam, den Ermittlungen zu folgen, denn durch die verschiedenen Perspektiven dauert es lange, bis ein Faden wieder aufgenommen wird, und ich habe oft zurückgeblättert. Der Spannungsbogen bricht immer wieder ab, und der finale Clou geht ein bisschen unter. Trotzdem kann ich die abschließende Erkenntnis, die über die reine Auflösung des Kriminalfalls hinausgeht, nur gutheißen.

    Jedenfalls darf man das Etikett "Cozy Crime" und das Alter der Protagonisten nicht dahingehend interpretieren, dass man diese Bücher empfiehlt für Senioren kurz vor Ausbruch der Demenz. Dafür stellen sie zu große Ansprüche an Denkvermögen und Merkfähigkeit.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Der Donnerstagsmordclub bestehend aus Ron, Ibrahim und Joyce macht sich Sorgen um ihr viertes Mitglied, Elizabeth. Elizabeth hat einen schweren Verlust erlitten, ihr Mann Steven ist gestorben und seitdem hat sie sich ein wenig selbst verloren, von ihrem Tatendrang und ihrer Bissigkeit fehlt jede Spur. Joyce kann sich damit ablenken, dass sie die Hochzeit ihrer Tochter plant, auch wenn diese das gar nicht wünscht. Ibrahim versucht immer noch Donna die Verbrecherin zu therapieren und schlägt ihr ein Mentorenprogramm vor und Donna stimmt begeistert zu. Doch beide haben völlig andere Vorstellungen wie ein solches Programm aussieht. Ron wird unfreiwillig abgelenkt von der Trennung seiner Tochter von ihrem Ehemann, gut den mochte Ron eh nicht, aber irgendwie ist da was merkwürdig. Denn sein Enkelsohn wohnt auf einmal bei seinem Sohn und die Tochter und Mutter ist verschwunden. Ron ahnt Schlimmes. Die Hochzeit von Joyce Tochter bringt die Vier und ihren Club jedoch wieder zusammen, denn ein Gast wendet sich Hilfe suchend an Elizabeth, denn dieser fürchtet um sein Leben. Eine Bombe unter seinem Auto bringt ihn zu dieser Erkenntnis und Elizabeth Spürsinn erwacht und mit ihm kehrt der Lebenshunger zurück.

    Der fünfte Teil der Serie ist zugleich mein erster Teil, der Einstieg fiel mir jedoch leicht, da ich kurz vorher die Verfilmung des ersten Buches gesehen habe. So waren mir die Charaktere noch sehr vertraut. Richard Osman hat mit seinem Donnerstagsmordclub eine liebenswürdige Truppe von Senioren zusammengestellt, die einem irgendwie gleich ans Herz wachsen. Ein wenig undurchsichtig waren mir die anscheinend privaten Verbindungen zur Polizei und teilweise auch zur Unterwelt, da der Fall jedoch in sich abgeschlossen ist, konnte ich der Story trotzdem gut folgen. Diese ist spannend aufgebaut mit unvorhersehbaren Wendungen, unterbrochen von Einblicken in den Lebensalltag der Vier und gewürzt mit dem für mich typisch englischem Humor. Zum Ende hin wird es diesbezüglich etwas zu gefühlsduselig, jedoch habe ich mich immer gut unterhalten gefühlt.:bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Wieder daheim...

    ...so fühle ich mich, wenn ich einen neuen Roman des Donnerstagsmordclubs beginne. Und ich merke, wie sehr ich diese schrulligen Protagonisten vermisst habe.
    Joyce Tochter Joanna hat endlich den richtigen Mann gefunden und die Hochzeit steht an. Natürlich feiern die Mitglieder des Donnerstagsmordclubs mit und geraten auch gleich in den nächsten spannenden Fall. Der Trauzeuge des Bräutigams wendet sich an sie, weil jemand ihn umbringen will. Die sehnlichst erwarteten Turbulenzen nehmen ihren Lauf...

    Wie immer ist der Fall recht verzwickt und ändert im Laufe der Geschichte immer gerne mal seine Richtung. Wie auch in den vorherigen Bänden wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert und Joyce darf wieder aus der Ich-Perspektive erzählen - was mir persönlich immer am besten gefällt, da Joyce schon eine besondere Persönlichkeit hat und die meisten Lacher produziert.
    Ganz nebenbei laufen jedoch auch die persönlichen Stränge der Protagonisten mit. Sei es Elisabeth mit ihrer Trauer um Stephen oder Ron, dessen Tochter ernsthafte Probleme mit ihrem Mann hat.
    Für mich war es wieder ein rundum gelungener Roman, der sowohl reichlich Humor als auch Spannung und Tüftelei zu bieten hat und auch die zahlreichen Varianten des Lebens einfließen lässt, ohne dabei je rührselig zu werden. Ein Roman, der einfach in jeder Minute Spaß macht!

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Elizabeth trauert noch immer um ihren Mann Stephen. Aber es gibt auch Erfreuliches, denn Joanna, die Tochter von Joyce, heiratet und Joyce stürzt sich in die Hochzeitsvorbereitungen. Auch Ibrahim und Ron sind beschäftigt; Ibrahim kümmert sich um seine besondere Patientin und Ron sorgt sich wegen familiärer Probleme. Dann wird Elizabeth gebeten, einem Trauzeugen mit Todesangst zu helfen und so tritt der Donnerstagsmordclub wieder in Aktion.

    Für mich ist es das erste Buch aus dieser Reihe, die unterhaltsam und dennoch spannend ist. Der Schreibstil ist humorvoll und manchmal bissig und damit wundervoll zu lesen.

    Die lebendig gezeichneten Charaktere haben mir gut gefallen. Sie sind exzentrisch, pfiffig und liebenswert. Nach ungefähr einem Jahr ist die Zusammenarbeit des Der Donnerstagsmordclubs wieder gefragt, denn der Trauzeuge Nick Silver hat ein Problem und will sich nicht an die Polizei wenden. Elizabeth erkennt, dass die Zeit reif ist, um wieder ins Leben zurückzukehren und sich dem schwierigen Fall zuzuwenden. Natürlich kann sie dabei auf ihre Freunde bauen, die genau wie sie gerne verzwickte Fälle lösen. Dieses Mal aber haben sie es mit einem ausgekochten Verbrecher zu tun, der auch über Leichen geht. Aber auch die anderen Figuren sind interessant.

    Bevor sich die Ermittlungen auf die Lösung des Falls zubewegen, gibt es eine Reihe von unerwarteten Wendungen. Die Auflösung ist schlüssig konstruiert.

    Mir hat dieser wundervolle Cozy-Krimi gut gefallen.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

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