So viel mehr als ein Abenteuer-Roman
INHALT
Nach einem schweren Schicksalsschlag suchen Oskar und seine Mutter während der Sommermonate Zuflucht und Ablenkung auf einer kleinen Insel. Wider erwarten findet Oskar rasch Anschluss und besonders mit Ben fühlt er sich von Beginn an verbunden. Gemeinsam verbringen sie Zeit am alten Leuchtturm und an den steilen, windigen Klippen der Insel. Als sie einen bislang unbekannten Eingang zur vergessenen Festung entdecken, erwacht ihr Entdeckergeist. Doch was als harmloses Abenteuer beginnt, entwickelt sich rasch zu einem gefährlichen Unterfangen. Was ist damals in der Festung passiert? Was verbirgt sich in den dunklen, unterirdischen Gängen und Gewölben? Und aus welchem Grund interessieren sich plötzlich auch Fremde für die verfallene Anlage?
MEINUNG
Abenteuer-Romane wecken oftmals nostalgische Erinnerungen an eine Kindheit mit „Die fünf Freunde“ und „Die Knickerbocker-Bande“. Genauso fühlt sich auch „Die Insel: Die vergessene Festung“ an – und ist dabei aber so viel mehr! Dennis Kenzie schafft es mit Leichtigkeit, jugendliche Unbeschwertheit und die erste Liebe mit sensiblen Themen wie Verlust, Andersartigkeit, Trauer und Schuld zu verbinden. Die emotionale Entwicklung der Figuren und der wachsende Zusammenhalt in der Gruppe sind bereits nach kurzer Zeit spürbar. Das Bild, das er dabei von der Landschaft und dem Meer, der gesamten Umgebung, zeichnet, ist atmosphärisch und malerisch. Die Abenteuer auf der Festung sind zugleich spannend und beruhigend, laut und leise - ein Wechselspiel der Gefühle, das mitreißt und die Neugier auf das Kommende weckt.
FAZIT
„Die Insel: Die vergessene Festung“ ist weit mehr als ein klassischer Abenteuerroman. Dennis Kenzie gelingt es, eine fesselnde Geschichte über Freundschaft, Verlust und Selbstfindung zu erzählen, die sowohl junge als auch erwachsene Leser in ihren Bann zieht. Für alle, die eine kleine Perle im Genre der Abenteuergeschichten suchen und ohne Cliffhanger den weiteren Teilen entgegenfiebern wollen, ist „Die Insel: Die vergessene Festung“ genau richtig.



