Klappentext/Verlagstext
Willkommen in Paradise Springs – einer Kleinstadt voller Hitze, Staub und Magie inmitten des Wine Country Kaliforniens und Heimat der Fall-Familie. Die 12-jährige Dizzy Fall ist eine grandiose Kuchenbäckerin, sieht Geister und wäre am liebsten eine Romanheldin. Der 17-jährige Miles Fall ist zugleich hochbegabt und Sportskanone, Hundefanatiker und unfassbar schön. Aber auch verloren und auf der Suche nach dem Jungen seiner Träume. Wynton Fall brilliert als 19-jähriger Geigenvirtuose und fährt sein Leben dabei konsequent gegen die Wand.
Als Cassidy, ein geheimnisvolles Mädchen mit regenbogenfarbigem Haar in Paradise Springs auftaucht, wirbelt sie die Welt der drei Geschwister durcheinander. Doch bevor Dizzy, Miles und Wynton herausfinden, wer Cassidy wirklich ist, passiert die Katastrophe. Nur Cassidy kann die Fall-Familie wieder zusammenführen …
Ein kaleidoskopisch erzählter Coming-of-Age-Roman voller Rivalitäten, Geheimnisse, Roadtrips, Leidenschaft, Verrat und Liebe. Eine moderne Familiensaga, die mitten ins Herz trifft und sofort nach Erscheinen auf die New-York-Times-Bestsellerliste sprang.
Die Autorin
Jandy Nelson ist die New-York-Times-Bestsellerautorin von »Ich gebe dir die Sonne« und »Über mir der Himmel«. Ihre Romane haben sich weltweit über 1 Mio. Mal verkauft, wurden in mehr als 38 Sprachen übersetzt, von der Presse gefeiert und sind bis heute internationale Bestseller. Jandy Nelson lebt und arbeitet in San Francisco, Kalifornien, nicht weit von den Schauplätzen ihrer Romane.
Inhalt
Die Kinder der Familie Fall waren nach prominenten Jazztrompetern getauft: die zwölfjährige Dizzy bäckt leidenschaftlich gern, Miles ist siebzehn, liebt Jungs und lebt im Schatten seines hochbegabten Bruders Wynton. Der Älteste ist Geigenvirtuose, stolpert über jede denkbare Peinlichkeit und, da er nach seinem Autounfall im Koma liegt, hat er offenbar alles vergeigt. Die Wege der Geschwister kreuzen die der neunzehnjährigen Cassidy, die nach Wyntons Unfall die Rettungskräfte alarmiert. Cassidy liebt Wörter und lebt mit ihrer Mutter im pastellfarbenen Wohnmobil „Sadie May“. Sie fragt sich, ob man sein muss wie sie, wenn man eine Mutter hat, die in einer Welt des Schweigens und der Pillen versinkt. Die gemeinsame Aufgabe, Wynton aus dem Koma zu begleiten, führt die unterschiedlichen Erzählerstimmen zusammen und lässt sie grübeln, ob über den Falls ein Familienfluch schweben könnte.
Jandy Nelsons jugendliche Figuren vereint ihre Suche nach einer fehlenden Hälfte; Miles fehlt das Vorbild anderer schwuler Jugendlicher, Wynton eine Diagnose als Systemsprenger, Cassidy die zugewandte Mutter und allen Fall-Kindern der verschwundene Vater Theo. Die kaleidoskopartige Handlung, die insgesamt fünf Generationen umfasst, blickt u. a. zurück auf die spanisch-stämmigen Großeltern Alonso und Maria, die durch Alonsos Homosexualität zur Auswanderung genötigt wurden. In der Region San Francisco fanden sie Zuflucht in einer Gesellschaft, die auf Männer und Frauen keine Rollenzwänge ausübte.
In einem Puzzle aus Textarten (Cassidys Geschichten, Miles Hilferufe an eine Mailadresse, Mutter Bernadettes nicht abgeschickte Briefe, Rückblicke auf die Vorfahren von Bäckern und Weinbauern, ein sprechender Hund) scheint bis zur Hälfte des Romans der Weg das Ziel zu sein. Die Figuren wirken so schlagfertig wie verhaltensoriginell und bieten unzählige Möglichkeiten, die Splitter dieses Kaleidoskops zusammenfallen zu lassen.
Fazit
Wenn man sich erst darauf eingelassen hat, den Familienstammbaum mitzudenken und zu grübeln, welche Talente und schrulligen Charaktereigenschaften im Fall-Clan vererbt wurden, zieht in der zweiten Hälfte des Coming-of-Age- und Roadtrip-Romans die Spannung erstaunlich an …
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