Gero von Breydenbach und seine Templerkameraden, die aus dem Jahr 1307 in das Jahr 2005 versetzt wurden, stehen nun unter der strengen Obhut der amerikanischen Regierung, die Sie im C.A.P.U.T.-Forschungszentrum in der Eifel unter Verschluss halten. Durch den gefundenen Timeserver erfährt der NSA von einer düsteren Zukunft. In der Hoffnung eine Änderung der Zeitlinie zu erreichen, wollen die Wissenschaftler und das Militär, die beiden Frauen aus der Zukunft, die im Jahr 1148 gestrandet sind, retten. Gero und seine Templerkameraden werden mithilfe des Timeservers in die Vergangenheit geschickt, um Lyn und Rona in die Zukunft zu holen. Leider wird der Server beim Transport beschädigt, sodass man die Templer nicht ins Jahr 2005 zurückholen kann. Das bringt Hanna Schreyber, Geros Frau, auf die Idee selbst in die Vergangenheit zu reisen, um dort eine Möglichkeit zu finden die Zeitreisenden zu retten ...
Martina Andrés neuer Roman schließt eigentlich direkt an ihr Erstwerk zum Templerorden an. Wieder mischt Sie bekannte Historie mit Ihren Fiktionen und schafft einen sehr interessanten Spagat zwischen SF- und Historienroman. Die Geschichte ist angenehm zu lesen und wie immer sind die Protagonisten vielschichtig und sympathisch.
Leider gibt es auch einige Schwächen in der Geschichte ...
- Nach 320 Seiten setzt der Spannungsbogen erst ein (Zeitreise beginnt)
- Ein Assassine (und zugleich geliebter der Königin von Jerusalem), der aus Liebe zu einer Zeitreisenden sogar mit seinem eigenen Orden bricht?
- Derselbe Assassine überlebt 5 Jahre in einem mittelalterlichen Kerker (inklusive Folter und Nahrungsentzug)?
- Die Timeserverstory erinnert stark an Michael Chrichtons "Timeline"
- Berichte über die Stadt Akko, ist damit Akkon gemeint?
- merkwürdiger plott, der fast an ein Märchen erinnert ...
- eine eher lächerliche Gebietskarte.
Sehr positiv ist das Personenregister und das umfangreiche Glossar und auch die "Kleine Templerkunde" von Daniel Wabbel ist sehr informativ!
Fazit: Ein guter Nachfolger des ersten Bandes, der sich angenehm lesen lässt, die Qualität des Vorgängers aber nicht erreicht ...
4 Sterne



