Hiyoko Kurisu - Der Laden in der Mondlichtgasse / 夕闇通り商店街 コハク妖菓子店

Cover zum Buch Der Laden in der Mondlichtgasse

Titel: Der Laden in der Mondlichtgasse

3,9 von 5 Sternen bei 4 Bewertungen

Verlag: Droemer HC

Format: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 208

ISBN: 9783426561249

Termin: Neuerscheinung September 2025

Aktion

  • Kurzmeinung

    Elke R. Richter
    Ein zauberhaftes Buch über eine Confiserie
  • In der Mondlichtgasse, am Rande der Stadt der Geister, zwischen Diesseits und Jenseits, erscheint immer zwischen Vollmond und Neumond die magische Confiserie Kohaku. Sie taucht genau dann auf, wenn sie von einem Menschen, dessen Daseins ins Wanken geraten ist, gebraucht wird. Hinter dem Tresen wartet der Inhaber Kogetsu, halb Mensch, halb Fuchsdämon, auf seine Kunden und die Chance, von ihnen etwas über menschliche Emotionen zu lernen.

    „Der Laden in der Mondlichtgasse“ ist das preisgekrönte Debüt der Autorin Hiyoko Kurisu, das in Japan bereits eine Fortsetzung erhalten hat. Die deutsche Übersetzung verfasste Charlotte Scheurer. Die Handlung umfasst die Geschichten von insgesamt 5 Kundinnen und Kunden, welche jeweils von ihnen selbst in der Ich- und Vergangenheitsform erzählt werden. Die sechste und letzte Episode handelt schließlich von Kogetsu.

    Jedes Konfekt, das in der Confiserie Kohaku verkauft wird, hat eine bestimmte Wirkung. So sucht sich beispielsweise die Schülerin Kana, die an ihrer Beziehung zweifelt, ein Konpeito aus. Wenn man es verzehrt, geschieht jeden Tag eine kleine gute Sache. Die junge Mutter Chika wählt hingegen einen Liebesapfel, der ihr erlaubt zu sehen, wie stark sie von den Menschen um sie herum geliebt wird. In jeder der Geschichten hat das ausgesuchte Konfekt eine Auswirkung auf das Leben der Kund*innen. Kana kann die Beziehung zu ihrem Freund vertiefen, während Chikas Mann erkennt, das er für die Liebe seiner Frau auch etwas tun muss. Über allem thront stets Kogetsu, der aus einem Versteck beobachtet, wie die Süßigkeit das Leben der Menschen verändert.

    Besonders berührt hat mich Kogetsus eigene Geschichte über seine Freundschaft mit Akifumi Kohaku, der ihm das Confiserie-Handwerk beigebracht hat und nach dem das Ladengeschäft benannt ist. Von ihm lernte Kogetsu viel über Menschen, ihre Eigenheiten und Gefühle und für ihn brachte er das größte Opfer, das man sich in einer Freundschaft vorstellen kann. Die Grundhandlung hat mich inhaltlich sehr stark an die seit über 10 Jahren erscheinende Manga-Reihe „Die Schokohexe“ erinnert – möglicherweise war sie die Inspiration? :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Ein zauberhaftes Buch über eine Confiserie

    Bereits das wunderschöne Cover nimmt einen mit in eine geheimnisvolle Welt. In sechs Kurzgeschichten suchen Menschen, die von persönlichen Problemen belastet sind, einen Schrein auf, in dessen Nachbarschaft sich die Mondlichtgasse befindet. Die heruntergekommenen Häuser erinnern an eine Stadt von vor hundert Jahren, die Läden sind alle geschlossen. Es gibt eine Confiserie am Ende der Straße, in der Licht brennt. Als Ruhetage gelten „Neumond und Vollmond“. Der Fuchsgeist Kogetsu präsentiert sich hier als ein junger goldblonder Mann, der selbstgemachte Süßigkeiten verkauft. Zu Beginn unterstützen sie mit einer magischen Substanz dabei, Wünsche zu erfüllen. Später merken die Hauptfiguren jedoch, dass sich bei ihnen eine Veränderung vollzieht. Hiyoko Kurisus Erzählstil lässt sich leicht und angenehm lesen, und Charlotte Scheurers Übersetzung übertrug das Japanische wunderbar ins Deutsche. Ich habe die Geschichten gerne gelesen. Die besondere Stimmung hat mich fasziniert und zum Nachdenken gebracht. Bisher wusste ich nichts von der japanischen Mythologie, aber der Fuchsgeist, dessen Lebensverlauf zuletzt erzählt wird, hat mich sehr bewegt. Bedauerlicherweise enden die Geschichten schnell und ich hoffe, dass ich bald eine Fortsetzung erwerben kann. Dieses Buch ist insgesamt eine ausgezeichnete Empfehlung für alle, die Interesse am Mystischen haben und Anleitungen zur Problemlösung suchen.

  • Inhalt:
    Der heilsame Roman aus Japan erzählt in sechs herzerwärmenden zusammenhängenden Geschichten von Gefühlen, die uns verwundbar und gleichzeitig stark machen.

    Die Mondlichtgasse ist ein geheimnisvoller Ort: Zwischen Vollmond und Neumond ist sie geöffnet und nur Menschen, deren Leben aus dem Gleichgewicht geraten sind, können sie betreten.

    Wie die Schülerin Kana, die sich einsam fühlt und an ihrer Beziehung zweifelt, oder der Immobilienmakler Koguma, der glaubt, wegen seines Äußeren nicht ernst genommen zu werden. In der Confiserie verkauft ihnen der rätselhafte Kogetsu eine traditionelle japanische Süßigkeit, die scheinbar ihre Probleme löst. Anschließend beobachtet Kogetsu ungesehen, wie sich das Leben seiner Kunden zum Besseren verändert. Denn Kogetsu ist ein Fuchsgeist, der verstehen will, was es bedeutet, ein Mensch zu sein …

    Rezension: :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:
    Hilfe zur Selbsthilfe in Märchenform

    Mich hat als erstes irgendwie das Cover angesprochen und die Kurzbeschreibung danach überzeugt das Buch lesen zu wollen.

    Den Aufbau mit den Kurzgeschichten finde ich super gelöst. Hier treffen wir unterschiedliche Personen die alle von Kogetsu eine kleine Süßigkeit kaufen und unterschiedliche Erfahrungen damit machen. Aber immer so, dass sie den Kern ihres Problems erkennen. Bei manchen Geschichten war mir vorab nicht klar, wie es hier zu einer Erkenntnis kommen könnte, und doch gelang es Hiyoko Kurisu überzeugende Wege zu finden.

    „Der Laden in der Mondlichtgasse“ steht nicht allen Menschen zur Verfügung, doch die, die ihn finden, haben einerseits eine große innere Not und andererseits das Glück der Hilfe von Kogetsu.

    Dieses japanische Märchen hat mich in den Bann gezogen. Es ist mysthisch und wirkt, als könnte es doch passieren. Es ist emotional und empathisch geschrieben. Kogetsu, der Fuchsgeist, begleitet nur zu Beginn und am Ende der jeweiligen Geschichte. Den Hauptteil muss die Figur allerdings selbst bestreiten. Und genau das gefällt mir. Hilfe zur Selbsthilfe in Märchenform.

    gelesen: ------------- SUB:

    2025 Ende Nov. - 68 ----- 01.01.25 - 112
    2024 - 83 ----------------- 01.01.24 - 127
    2023 - 100 ---------------- 01.01.23 - 139
    2022 - 84 ----------------- 01.01.22 - 139
    2021 - 88 ----------------- 01.01.21 - 142
    2020 - 64 ----------------- 01.01.20 - 156
    2019 - 65 ----------------- 01.01.19 - 143
    2018 - 61 ----------------- 01.01.18 - 142

  • Schöne Idee


    Als Japan-Interessierte (über meinen Japanischkurs sprechen wir an dieser Stelle nicht - das Vokabular gehört sich dringend mal aufgefrischt!) war ich natürlich davon überzeugt, dass ich diesen so zauberhaft klingenden Read unbedingt lesen muss … zumal der wirklich ansprechend formulierte Klappentext ein weiteres Plus war. Mit Fabeln und Märchen hab ich es zwar eher nicht so (- oft sind sie mir einfach zu düster oder überladen mit moralischen Lektionen -), aber schließlich lese ich hin und wieder auch Fantasywerke - und wenn Drachen kein Problem darstellen, dann geht natürlich auch ein Fuchsgeist (… erst recht, wenn er Süßigkeiten verteilt, hehe).

    Leider konnte mich das Werk, dessen wunderschöne Idee mich sofort in ihren Bann gezogen hatte, nicht so begeistern wie erhofft. Statt Poesie und Zauber zu versprühen, wirkte alles eher matt, distanziert, bestenfalls neutral erzählt. Zu den Figuren konnte ich keine Nähe aufbauen.

    Die einzelnen, lose miteinander verwobenen, stets "lehrreichen" Geschichten hatten zwar oft auch schöne Gedanken über Einsamkeit, Scham und Selbstakzeptanz, aber der Ton blieb mir zu sachlich, zu monoton … einfach nicht mitreißend.

    Was mir hingegen gefallen hat:

    ❏ das traumhafte Cover,

    ❏ die kreative, mystische Grundidee

    ❏ die ganz eigene japanische, von Zurückhaltung, Respekt und Ehrgefühl geprägte Mentalität, und

    ❏ das kleine Glossar am Ende, das viele Begriffe erklärt - ein schönes Detail.

    𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

    Wundervolle Idee, aber leider zu wenig Gefühl bzw. zu viel Distanz. Die Geschichten sind lesen sich zwar irgendwie melancholisch, wirken jedoch zu belehrend, um richtig unter die Haut zu gehen. Für mich war es ein Ganz-Okay-Level-Read für zwischendurch, nichtsdestotrotz spreche ich gerne eine Empfehlung aus für alle Fabel-Leser:innen und Fans der japanischen Kultur.

  • Normalerweise gehört japanische Literatur nicht unbedingt zu meiner ersten Wahl, das hier vorliegende Buch "Der Laden in der Mondscheingasse" ist aber definitiv eines, was ich vom Herzen empfehlen kann. Im Mittelpunkt steht der Gestaltwandeler Kogetsu, der in der Zwischenwelt eine kleinen Laden mit Süßwaren betreibt. Wer sehr verzweifelt ist kann den Weg hierher finden und durch die Süßigkeiten lernen, die eigenen Probleme anzugehen und zu lösen. Und am Ende dann erkennen, das die Süßigkeiten nicht mehr gebraucht werden. Angesiedelt ist die Geschichte in der Kultur- und der Mythenwelt Japans, die vermittelten Erkenntnisse sind aber universell und könnten z.B. auch das Ergebnis eines Coachings oder einer Psychotherapie sein. Die Schreibweise der Autorin Hiyoko Kurisu ist lebendig und gefühlvoll und ermöglicht es so den Lesenden tief in die Geschichte und die Geschehnisse eintauchen zu können. Auch das Cover ist ein richtiger Hingucker und lädt definitiv zum lesen, träumen und eintauchen ein.

  • Wenn der Zauber verfliegt...

    Ein Buch, welches einem eine herzerwärmende Geschichte voller Weisheit verspricht, dies aber in meinen Augen nicht wirklich hält. Der Laden in der Mondlichtgasse will eines dieser heilenden Bücher sein, schon der Titel verspricht den Zauber von etwas Zartem und Zerbrechlichem. Und auch der erste Schritt in die Mondlichtgasse versprüht diese Magie, aber es scheitert vor allem an der Wiederholung.

    Mich konnte die Magie nicht überzeugen. Kurisu schafft schimmernde Momente, eine Confiserie, die nur jenen erscheint, welche gerade an einem emotionalen Scheideweg stehen. Hier begegnen wir einem Fuchsgeist, welcher besondere Süßigkeiten verkauft, die nicht nur schmecken, sondern etwas in einem anrühren sollen.

    Die Atmosphäre in dem Buch ist still und scheint weich wie das Mondlicht zwischen den Zeilen durch. Auch die japanische Mythologie klingt durch und umhüllt die Geschichte wie ein weiches Seidentuch und überlagert die Szenen. Die durch leichte Krisen gebeutelten Figuren stolpern in die sonderbare Gasse und finden sich plötzlich in dem Laden wieder, welcher nur auftaucht, wenn man ihn am dringendsten braucht. Das Buch ist ruhig, behutsam und unaufdringlich. Es spricht von Moral, von kleinen Denkanstößen, die das Leben in die richtige Richtung schieben sollen, aber wiederholt sich zu oft. Eine Abfolge von verschiedenen Geschichten, die sich alle ähnlich lesen und dadurch in der Masse versinken. Dies ist wohl der größte Kritikpunkt meinerseits. Die Magie geht durch die repetitive Erzählweise verloren. Es ist nichts besonderes mehr. Ein Endlosschleife aus Krise – Confiserie – Süßigkeit – Mini-Erkenntnis. Anfangs hat es eine poetische Note, aber nach der zweiten Geschichte nach dem gleichen Schema hat es begonnen mich zu langweilen. Die Figuren sind leider auch ziemlich nichtssagend, ein leeres Gefäß für eine Moral aber nichts Individuelles. Das macht sich in der Geschichte schnell bemerkbar, man überliest die Namen, weil man sie nicht greifen kann. Die Botschaften muten nett an, aber erscheinen zu gut gemeint, wie der erhobene Zeigefinger, was der Leser zu denken und zu fühlen hat. Hier bröckelt der Glanz der Mondlichtgasse und es bleibt nur noch eine dunkle Gasse über, die vorgibt mehr zu sein, als sie am Ende ist.

    An dieser Stelle für mich ein Buch, was ich nicht weiterempfehlen kann. Süß in der Idee, aber fade in der Umsetzung. Nachträglich hat das Buch nichts bei mir ausgelöst, so wie ich es mir erhofft hätte.


    ⭐️⭐️

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