Kurzbeschreibung:
Ein Anschlag in der Dresdner Innenstadt bringt alles aus den Fugen – das starke Finale der Bruch-Reihe!
Während Felix Bruch im Krankenhaus liegt, wird Nicole Schauer Augenzeugin eines dramatischen Vorfalls nahe des Dresdner Altmarkts: Ein Auto rast in eine Menschenmenge, der Fahrer entkommt unerkannt. Schnell verbreitet sich in den sozialen Medien das Gerücht, es handle sich um einen islamistischen Anschlag. Die Stimmung in der Stadt wird spürbar stündlich angespannter. Zur gleichen Zeit verschwindet Bruch unter mysteriösen Umständen von der Station. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Schmidtke sucht Schauer nach dem Attentäter – und nach Bruch. Sie befällt eine Ahnung, dass Bruch in den aktuellen Fall verwickelt sein könnte. Und sie ahnt, dass sie ihn nur finden kann, wenn sie endlich die Rätsel seiner Vergangenheit aufdeckt. (Quelle: Verlagswebsite)
Autor:
Frank Goldammer, 1975 in Dresden geboren, ist Handwerksmeister und kam, neben seinem Beruf, schon früh zum Schreiben. Mit seinen Büchern landet er regelmäßig auf den Bestsellerlisten. Der Autor lebt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt. (Quelle: Verlagswebsite)
Allgemeines:
- Erschienen bei rowohlt Wunderlich im Juli 2025 als Paperback und eBook.
- 368 Seiten in 21 Kapiteln + Epilog.
- Teil 4 (und Abschluss) der Felix-Bruch-Reihe.
- Handlungsort: Dresden
- Handlungszeit: Gegenwart, unterbrochen mit Erinnerungsfetzen von Felix Bruch.
Meine Meinung:
Es gibt Geschichten, die sind so ungeheuerlich, dass sie schon wieder der Realität entsprechend könnten. Wir erleben ja gerade selbst, wie ein völlig durchgeknallter Präsident mit der Welt Katz und Maus spielt und keiner wagt zu widersprechen – das als Handlung in einem Roman hätte man vor einigen Jahren noch als völlig überzogen angesehen. Aber das nur am Rande.
Was Goldammer hier an Story gebastelt hat, ist durch und durch spannend, atemberaubend, verstörend und erscheint erschreckend real. Um Spoiler zu vermeiden, möchte ich zum Inhalt gar nicht mehr sagen, als im Klappentext verraten wird. Der Hauptteil der Handlung liegt dieses Mal bei Nicole Schauer, Bruch taucht in Form von Erinnerungsfetzen immer wieder auf. Die sorgen dafür, dass sich dem Leser nach und nach die Vergangenheit von Felix Bruch erschließt, man erfährt, warum er so wurde, wie er ist. Und so krank diese Idee ist, so durchaus realistisch ist sie auch.
Was die wahren Hintergründe angeht, versteht Goldammer es wunderbar, dem Leser immer wieder eine Idee in den Kopf zu pflanzen, ihm einen Drahtzieher zu offenbaren und dann alle Überlegungen wieder in Zweifel zu ziehen. So fühlt man sich zwischenzeitlich wie Nicole Schauer: an allem zweifeln, niemandem vertrauen. Dennoch ist die Handlung logisch aufgebaut, nur gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse dann etwas – aber auch hier glaubhaft und gut durchdacht. Nach der letzten Seite bleibt man mit dem Wunsch zurück, vielleicht doch noch einen Blick in Bruchs Zukunft werfen zu können. Aber der Schluss ist stimmig und gut so.
Ich hatte lange keinen Krimi mehr, der mich so gefesselt hat – hätte ich Urlaub gehabt, hätte ich das Buch vermutlich an einem Tag durchgelesen. So wurden 3 sehr kurze Nächte draus. Es ist sicherlich von Vorteil, wenn man die vorhergehenden Fälle gelesen hat (bei mir war es nur einer), aber es wird eigentlich genug Bezug auf die Vergangenheit genommen, dass man die Zusammenhänge auch ohne Vorkenntnisse versteht. Von mir gibt es ![]()
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und das Prädikat Lesenwert.
HINWEIS: Wer von (seelischer) Gewalt gegen Kinder getriggert wird, sollte die Finger von diesem Buch lassen.
Fazit:
Gelungener Abschluss der Fälle des Ermittler-Duos Bruch / Schauer. Dunkle Geschichte eingebettet in höchst reale Ereignisse der Gegenwart. Verstörend und nachhallend. Lesenwert!



