Klappentext
Wer sich in einer medizinischen Notlage befindet, ist in einer Art Trancezustand: Die Wahrnehmung ist eingeschränkt, gleichzeitig hoch fokussiert und empfänglich für Suggestionen jeglicher Art. Für die Patientenansprache birgt das gewisse Risiken, aber auch große Chancen.
Ein legendär gewordenes Experiment hat das eindrücklich belegt. Dabei erreichten mehr Notfallpatient:innen lebend das Krankenhaus, wenn sie von entsprechend geschulten Ersthelfer:innen versorgt wurden, ihr Genesungsprozess verlief besser und sie konnten das Krankenhaus nach kürzerer Zeit wieder verlassen als Patient:innen aus herkömmlich versorgten Vergleichsgruppen.
Don Jacobs und Bram Duffee stellen in diesem Buch alles zusammen, was für eine wirksame Kommunikation mit Notfallpatienten gebraucht wird. Die Prinzipien der hypnotischen Kommunikation bilden die Basis für die Glaubwürdigkeit der Helfenden und das Vertrauen in ihr Tun, für die Beziehung zu den Patient:innen und für deren Erwartungen an das, was mit ihnen geschehen wird.
Geordnet nach der Art des Notfalls und den entsprechenden Anforderungen, formulieren Jacobs und Duffee klare Anweisungen, etwa zum Stoppen von Blutungen und zum Umgang mit Schmerzen. Übungen am Ende jedes Kapitels verankern das Gelernte, Angaben zu weiterführender Literatur helfen, das neue Wissen zu vertiefen
Eigene Beurteilung (Eigenzitat aus Amazon)
Traumata machen das Gehirn empfänglicher für Suggestionen, was kurz-, mittel- und langfristige Folgen haben kann. Das bedeutet, dass was und wie man als Erst-, Zweit- und weiterer Helfer/in etwas zu einem frisch traumatisierten Menschen ssagt, hat auch kurz-, mittel- und langfristige Konsequenzen - im Negativen, wie im Positiven.
Das vorliegende Buch geht auf einen 1991 in den USA herausgegebenen und 2024 aktualisierten Text zurück, wobei es auf einige Unterschiede in der US-amerikanischen und Deutschen Rettungskette Bezug nimmt.
Das Buch zeigt die auf Hypnotherapie beruhende ideale Ersthelfer-Patienten Kommunikation an Hand eine Akronyms (CREDIBLE), bevor es dann ausgiebig verschiedenste Notfallereignisse an Hand von Fallbeispielen erläutert. Im Abschluss werden dann noch hilfreich Selbsthypnosetechniken für die Helfer/innen vorgestellt.
Die Fülle der Fallbeispiele mit ihrer zum Teil repititiven Kommunikationsmustern sind zwar didaktisch nützlich, aber für die Lektüre durch bereits hypnoseerfahrene Leser/innen eventuell ein wenig zu eintönig. Davon abgesehen aber eine gute Lernhilfe, die sich auch für das Schulen von pädagogischem Personal nutzen ließe.
