Das Buch besteht aus mehreren Kurzgeschichten. Ich habe nur die erste gelesen und das Buch dann abgebrochen.
Carmel, 50 Jahre alt, verschickt an die engsten Freunde eine Einladung zum Dinner. In vier Wochen soll das stattfinden. Ihr Mann Dermot erfährt davon allerdings von einem Freund. Was ihn unheimlich aufregt, hat doch auch seine Geliebte, mit der er seit zwei Jahren zusammen ist, eine Einladung bekommen. Als er Carmel zur Rede stellt, lässt sie ihn höflich, aber bestimmt abblitzen. Aufregung herrscht auch bei den Eingeladenen, die natürlich von dem Verhältnis wissen und nun grübeln, ob Carmel selbst es auch weiß oder nicht.
Derweil trifft sich Carmel mit einem Joe in seinem Hotel.
Ich gehe mal davon aus, dass Carmel Bescheid weiß über das Verhältnis, dann spielt sie ihre Rolle verdammt gut. Die Töchter treffen sich, um zu besprechen, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Die Freunde grübeln darüber, ob sie Bescheid weiß. Derweil scheint sie irgend etwas auszuhecken.
Gerade, als die Geschichte begann, mir zu gefallen und ich gespannt war, wie sie zu Ende geht, ist sie auch schon zu Ende. Sehr abrupt und ohne Auflösung. Und lässt mich unzufrieden zurück.
Ich mag hin und wieder eine Geschichte, bei der das Ende offen ist; bei der ich mir nach dem Zuklappen des Buches ausmalen kann, auf welche Art und Weise sie weitergehen könnte.
Aber hier ist das nicht so. Ich weiß, was Carmel vor hat, und ich finde es nicht gut. Weil ich mir vorstellen kann, dass sie auf Dauer damit nicht glücklich wird. Aber wer bin ich, dass ich ihr Vorhaltungen machen würde. Wir sind alle Menschen und machen unsere Fehler.
Ich war wohl ein bisschen zu schnell mit dem Abbruch. Das weiß ich jetzt, wo ich Maeve Binchys "Irische Sehnsucht" gelesen habe. Das sind auch Kurzgeschichten, die ich bisher eigentlich nicht gerne gelesen habe; bis auf ein paar Ausnahmen.
Also werde ich diesem Buch heute keine Wertung geben, sondern es noch einmal lesen. Vielleicht war es ja tatsächlich nur diese eine Geschichte, die mir nicht gefiel. Sollen die nächsten auch noch ihre Chance erhalten.




