Christine Grän, Hannelore Mezei - Glück im Burgenland

Cover zum Buch Glück im Burgenland

Titel: Glück im Burgenland

,

5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Band 5 der

Verlag: Ars Vivendi

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 264

ISBN: 9783747202982

Termin: Oktober 2021

Aktion

  • Auf Tauchkurs im Burgenland - Martin Glück ermittelt wieder

    Der Wiener Chefinspektor Martin Glück und sein Salzburger Kollege Franz Fassbinder wollen im burgenländischen Wildstätter See einen Tauchkurs besuchen. Der ursprünglichen Idee, diesen am Roten Meer zu absolvieren, sind die Reisebeschränkungen der Corona-Pandemie dazwischen gekommen.

    Die Gruppe, die sich um Tauchlehrer Benni schart, ist überschaubar: neben Martin und Franz, der Tierarzt Andreas, der Dorfpolizist Werner sowie Gloria, eine junge Journalistin, und Lorelei, eine deutsche Schauspielerin, die den Tauchschein angeblich für eine Rolle braucht.

    Beim ersten Tauchgang fehlt Werner, den man dann wenig später tot aus dem See holt. Unfall, Selbstüberschätzung oder Fremdverschulden? Obwohl Martin und Franz auf Urlaub sind, beginnen sie sich umzuhören. Der Dorfklatsch berichtet von einer „wichtigen Sache“ an der Werner „dran war“, die man mit dem größten Grundbesitzer der Gegend und Schlossherren, dem Grafen Emmerich Almázoky und seiner Tochter in Verbindung bringt. Natürlich nur leise und hinter der vorgehaltenen Hand, denn vor allem der Postenkommandant Sepp Gruber, buckelt vor den Adeligen, als hätte man den Adel in Österreich nicht 1918 abgeschafft.

    Gruber ist schwer überfordert und daher nicht unfroh, dass sich Martin in die Ermittlungen einmischt, ohne dafür Befugnisse zu haben. Blöderweise erweist sich Werners Tod als Mord und auch, wenn Gruber glaubt, es kommt nicht schlimmer, passiert genau dieses: Auch Tauchlehrer Benni wird tot aus dem See gefischt.

    Während beim Mord an Werner niemand so recht ein Motiv sieht, scheint es beim toten Benni klar zu sein: Einer der zahlreichen gehörnten Ehemänner hat sich gerächt wie zum Beispiel der Dorfwirt Emil, bei dem die Tauchwilligen logieren.

    Dass dem nicht ganz so ist und was wirklich dahintersteckt, lest bitte selbst.

    Meine Meinung:

    Mit Martin Glück hat das Autorenduo Christine Grän und Hannelore Mezei einen sympathischen Polizisten geschaffen, der wenig Erfolg bei den Frauen hat. Außerdem ist er ein Hitzkopf, wie man aus den Vorgängern weiß, hat er doch seinem Chef einen veritablen Kinnhaken verpasst als er ihn mit seiner, Martins, Ehefrau, in flagranti ertappt hat. Nach einigen Sitzungen in einer Anti-Aggressionsgruppe platzt ihm sein Kragen weniger häufig. Seinen Freund und Kollegen Franz Fassbinder kennen wir aus „Glück in Salzburg“, wo sie gemeinsam auf Mörderjagd gegangen sind.

    Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist flott und auch der 5. Fall lässt sich sehr gut lesen. Neben der Krimihandlung erfahren wir, dass Franz frisch verliebt ist und seiner Heidi vorgeflunkert hat, den Tauchschein zu haben und, sehr spannend, dass die junge Journalistin die Tochter von Martins Jugendliebe ist, die ihren leiblichen Vater nicht kennt. Da läuten bei Martin Glück sämtliche Alarmglocken. Könnte sie sein Kind sein?

    Geschickt werden Bräuche und lokale Spezialitäten in die Handlung eingeflochten. Auch der Humor kommt nicht zu kurz sowie das ernste Thema des Schmuggels exotischer Tiere.

    Fazit:

    Eine gelungene Fortsetzung der Reihe rund um Martin Glück. Gerne gebe ich hier wieder 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

    "Ein Tag ohne Buch ist ein verlorener Tag"

    "Nur ein Lesender kann auch ein Schreibender sein oder werden" (Maria Lassnig/1919-2014)

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