Hans Christ - Sonnwendfeuer

  • In Bad Höfstein ist Nichts, wie es scheint ...

    Ganz Bad Höfstein ist an diesem Abend auf den Beinen, um dem traditionellen Entzünden des Sonnwendfeuers beizuwohnen. Es ist der große Tag des örtlichen Juweliers Heinrich Tauschitz. Ihm wird die Ehre zuteil, den Holzstoß zu entzünden. Doch zuvor muss noch eine Rede geschwungen werden. Doch eine Explosion zerreißt die salbungsvollen Worte, den Tauschitz und die neugierige Frau Weißhappel, die neben dem Juwelier steht. Ein Unglück oder ein Anschlag?


    Mit der beschaulichen Ruhe in Bad Höfstein ist es vorbei, denn neben den beiden Kriminalbeamten aus Salzburg, nimmt der pensionierte Dorfpolizist Inspektor Distl ungefragt die Ermittlungen auf. Während die Salzburger wie schon im ersten Fall herumdilettieren, zeigt Distl, dass er noch lange nicht zum alten Eisen zählt.


    Meine Meinung:


    Ein gelungener Land-Krimi, der durch die vielen unterschiedlichen Charaktere besticht. Figuren, die vermutlich in jedem realen Dorf anzutreffen sind.


    Schmunzeln musste ich wieder über die Spitznamen der beiden Salzburger Kriminalbeamten „Jerry“ (nach Jerry Cotton) und den „Roten“, weil sich dessen Gesichtsfarbe bei jedem Ärger zu dunkelrot verfärbt. Die Klarnamen der beiden bleibt uns der werte Herr Autor, der im Brotberuf Tierarzt ist, nach wie vor schuldig. Der Ost Bad Höfstein ist fiktiv, doch Kenner des Salzburger Landes werden die eine oder andere Ähnlichkeit mit einem bestimmten Ort erkennen.


    Fazit:


    Ein Land-Krimi, der gute Krimiunterhaltung bietet und daher 4 Sterne verdient.

    "Ein Tag ohne Buch ist ein verlorener Tag"


    "Nur ein Lesender kann auch ein Schreibender sein oder werden" (Maria Lassnig/1919-2014)