Sandra Åslund - Im Herzen so kalt

  • Kurzmeinung

    Mystery
    Sehr gut. Bin mal gespannt auf die weiteren Titel.
  • Kurzmeinung

    Readaholic
    Nicht wirklich spannend und originell
  • Ein Ausflug ins verschneite Schweden

    In der Stadt Östersund, nördlich von Stockholm, wird der Klimaaktivist Mats Anderberg erschossen vorgefunden. Die Stockholmer Kriminalpolizei soll das örtliche Team unterstützen. Maya Topelius und ihr Partner Pär Stenqvist machen sich auf den Weg, um den Fall zu lösen.


    Im Herzen so kalt ist der Auftaktband einer Reihe um Maya Topelius und Pär Stenqvist. Sandra Åslund hat mit den beiden ein sympathisches Ermittlerduo erschaffen, das auch in der Kombination mit ihren Kollegen Sonny und Hilding gut funktionierte. Doch nicht nur die Ermittler konnten Sympathien wecken, auch die Nebencharaktere hatten teilweise ein spannenden Background, sodass man gerne aus ihrer Sicht gelesen hat. Ein kleines Highlight war für mich die Perspektive der neunjährigen Frida. Doch auch das Band zwischen den Freundinnen Maya, Sanna, Emely und Clara hat diesem Krimi etwas besonderes verliehen.


    Das Mordopfer ist ein Klimaaktivist, weswegen auch die Forstwirtschaft in Schweden sehr präsent erwähnt wurde und interessante Einblicke in dieses Gebiet gewähren konnte.


    Der Fall um Mats Andersberg war durchaus spannend, wenn auch die Auflösung keine große Überraschung darbot. Das störte mich jedoch nicht, da der Krimi durch seinen roten Faden, den Schwedenvibes und einer unbeschreiblichen Wärme aufgrund der tollen Charaktere Punkten konnte.


    Im Herzen so kalt konnte mich mit ins verschneite Schweden holen und neben unglaublich traurigen Schicksalsschlägen dennoch einen Wohlfühlfaktor übermitteln. Ich bin gespannt, wie es im zweiten Band mit dem Ermittlerteam weitergehen wird und freue mich bereits jetzt darauf, wieder nach Schweden reisen zu dürfen.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Krimi mit eindrucksvoll beschriebener Hintergrundkulisse


    Mitten im tief verschneiten Wald, findet ein kleines Mädchen die Leiche des Umweltaktivisten Mats Anderberg. Der Mann wurde durch einen Schuss in den Rücken getötet. Die Stockholmer Kriminalinspektoren Maya Topelius und Pär Stenqvist werden nach Östersund geschickt, um die Ermittlungen zu leiten. Die örtliche Polizei sieht das gar nicht gerne. Am liebsten würden sie den Fall als Jagdunfall einstufen. Doch Maya und Pär stellen schnell fest, dass das keine Option ist...


    "Im Herzen so kalt" ist der Auftakt zu einer schwedischen Krimiserie, in der Maya Topelius ermittelt. Deshalb lernt man in diesem Band die Hauptcharaktere näher kennen. Die Akteure wirken von Anfang an sympathisch, doch gerade Maya hat ein Talent dafür, gelegentlich unüberlegt zu handeln.


    Die Autorin beschreibt Handlungsorte und Protagonisten eindrucksvoll. Man hat das Gefühl, selbst durch die verschneiten Wälder zu streifen und versucht, dem Täter auf die Schliche zu kommen. Man verfolgt gespannt die Ermittlungen und wird dazu angeregt, eigene Überlegungen anzustellen. Da Mats Anderberg engagierter Umweltaktivist war, geraten dabei auch die ansässigen Forstwirtschaftsbetriebe in den Fokus.


    Außerdem erfährt man einiges aus Mayas Freundeskreis. Denn Sanne, eine ihrer besten Freundinnen, muss sich ihrer Vergangenheit stellen, um ein aktuelles Problem anzugehen. Dieser Handlungsstrang ist ebenfalls interessant und fügt sich gut in die Haupthandlung ein.

    Obwohl Maya und Pär in alle Richtungen ermitteln, hat man das Gefühl, dass Kommissar Zufall schließlich dafür sorgt, dass der Fall am Ende gelöst wird. Das Ganze gipfelt allerdings in einem sehr spannenden Finale, das man geradezu atemlos verschlingt.


    Ein gelungener Auftakt, der durch sympathische Charaktere und eine eindrucksvoll beschriebene Hintergrundkulisse überzeugen kann und die Neugier auf den weiteren Verlauf der Reihe weckt.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Buch : im Herzen so kalt

    Autorin : Sandra Åslund

    Gelesen als Taschenbuch

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    Klappentext:

    Die Kriminalinspektorin Maya Topelius wird zusammen mit ihrem Partner Pär Stenqvist in die verschneiten Wälder Nordschwedens gerufen, wo ein bekannter Umweltaktivist erschossen wurde. In Östersund treffen sie auf eine Mauer des Schweigens, die örtlichen Polizisten wollen nicht mit ihnen zusammenarbeiten. Während Maya mit Pär im Lobby-Dickicht der Forstindustrie ermittelt, wird ihre Freundin Sanna in Stockholm Opfer eines Übergriffs. Bei dem Versuch, der Freundin zu helfen, kommt Maya einem alten Geheimnis auf die Spur. Als Maya die Parallelen zwischen den aktuellen Ermittlungen und ihrer Vergangenheit erkennt, ist es fast zu spät: Ein kleines Mädchen verschwindet im Wald, und ein Schneesturm zieht auf.

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    Meine Meinung:

    Ich finde es gut, das man hier merkt ,das die Autorin sich mit dem Thema Umweltschutz/ abroden der Wälder intensiv auseinander gesetzt hat, ebenso das am Ende noch Lektüre empfohlen wird . Die Autorin steht hier nicht mit erhobenen Finger , sondern verpackt das Thema super in ihrem Krimi. Locker leichter Nebeneffekt, würde ich es nennen, neben einem weiteren ernsten Thema.

    Was für mich komplett neu war, das der Fall nicht auf den letzten 10 Seiten komplett aufgelöst wird , sondern schon eher. Aber das machte überhaupt nichts denn auch um Anschluss gab es nochmal einiges zu "erleben" . Für mich war die Autorin absolut neu, ich werde sie aber weiter verfolgen und mir auch den 2. Teil kaufen.

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    Fazit:

    Sandra Åslund schreibt flüssig, einnehmend , aktuell und bildhaft. Für mich war es ein gelungener Auftakt einer Schweden Reihe

  • Die neunjährige Frida Nordström nutzt auf dem Nachhauseweg von der Schule eine Abkürzung durch den verschneiten Wald. Dort entdeckt sie die Leiche eines Mannes. Da die Polizei von Östersund personell gerade nicht gut besetzt ist, werden Kriminalinspektorin Maya Topelius und ihr Partner Pär Stenqvist von Stockholm in den Norden geschickt, um den Fall aufzuklären. Bei dem Toten handelt es sich um den bekannten Umweltaktivisten Mats Anderberg. In Östersund ist man nicht besonders erfreut über die Ermittler aus der Hauptstadt. Verdächtige gibt es besonders bei den Forstwirten, aber niemand will reden.


    Dies ist der Auftaktband der dreiteiligen Reihe „Ein Fall für Maya Topelius“. Ich mag die etwas düstere Atmosphäre von Skandinavien-Krimis sehr gerne und auch dieses Buch hat mir gefallen.


    Maya Topelius ist eine gute Polizistin, die bei ihren Fällen aber ihre Emotionen nicht immer unterdrücken kann. Zum Glück hat sie gute Freundinnen. Aber ihre Freundin Sanna hat eigene Probleme.


    Maya ergänzt sich sehr gut mit ihrem Partner Pär Stenqvist. Er hat viel Erfahrung und geht die Ermittlungen abgeklärter an, während Maya schon mal auf eigene Faust recht unkonventionell ermittelt. Der Tote war ein charismatischer Umweltaktivist, der aber auch eine andere Seite hatte. Mit seiner Überzeugung kam er bei den Forstwirten nicht gut an. Doch hat sich einer von denen die Finger schmutzig gemacht?


    Frida lebt mit ihrer Mutter Annika sehr zurückgezogen im Wald. Der Fund des Toten beschäftigt sie sehr, so sehr, dass sie versucht mit ihrer Freundin eigene Nachforschungen anzustellen. Doch das bleibt nicht unbemerkt und dann ist Frida verschwunden.


    Polizeihauptmeister Hilding Elofsson und Sonny Lindberg aus Östersund sind anfangs skeptisch, dass ihnen Stockholmer Kollegen vor die Nase gesetzt werden, doch dann arbeiten sie gut zusammen.


    In diesem Krimi kommt auch einiges Private aus dem Leben von Maya zum Tragen, dennoch ist es ein spannender Roman mit viel skandinavischer Winter-Atmosphäre und sympathischen Ermittlern.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Interessanter und durchaus spannender Reihenauftakt um eine junge Ermittlerin


    In Östersund, einem kleinen Ort in Nordschweden, wird die Leiche eines in ganz Schweden bekannten Umweltaktivisten gefunden. Da von einem Verbrechen auszugehen ist, die örtliche Polizei jedoch nicht für die Aufklärung eines Solchen gerüstet ist, werden aus Stockholm die beiden Kriminalbeamten Maya Topelius und Pär Stenqvist in die verschneiten Wälder Nordschwedens entsandt, um dort, zusammen mit den Kollegen vor Ort, die Ermittlungen zu führen. Letztere sind von den Hauptstädtern nicht sonderlich begeistert und anfangs dementsprechend sparsam mit Informationen. Wird es den Ermittlern gelingen, die Mauer des Schweigens zu brechen und den oder die Täter zu finden?


    Aber nicht nur der neue Fall treibt die junge Kriminalinspektorin Maya um. Bereits vor ihrem Aufbruch in den hohen Norden hatte sie eine Veränderung an ihrer Freundin Sanna bemerkt und im darauffolgenden Gespräch mit ihr von einer der Freundin kürzlich zugestoßenen, sehr unschönen Situation erfahren. Allerdings dachte sie da noch, dass ihre sonst so taffe und selbstsichere Freundin das meistern würde. Als Sanna jedoch kurze Zeit später Stockholm nahezu fluchtartig verlässt, Unterschlupf bei ihrer ebenfalls in Östersund wohnenden Tante findet und Maya sie dort kaum ansprechbar antrifft, macht sie sich richtig Sorgen. Ist es wirklich nur die aktuelle Situation, die Sanna so zu schaffen macht oder steckt da etwa noch viel mehr dahinter?


    Von Anfang an konnte ich diesen in der Erzählperspektive geschriebenen Schwedenkrimi leicht und flüssig lesen. Die Sprache ist einfach, aber sehr bildhaft. So konnte ich mir die sowohl die Figuren, als auch die Schauplätze immer sehr gut vorstellen. Das lag vor allem daran, dass die Kapitel relativ kurz waren und die Geschichte in den beiden verschiedenen Handlungssträngen und mit Perspektivwechseln erzählt wurde. So verfolgte ich sowohl die Ermittlungen zum aktuellen Fall von Maya und ihren Kollegen, als auch Handlungsstrang um Sanna jeweils mit großem Interesse.


    Längen empfand ich beim Lesen nicht, denn eine gewisse Grundspannung war immer vorhanden. Sehr interessant, aber auch beängstigend empfand ich die Ausführungen zur schwedischen Forstwirtschaft. Sicher war der Beginn der Zusammenarbeit der Kriminalisten mit der örtlichen Polizei etwas klischeehaft, aber auf diesem Klischee wurde glücklicherweise nicht lange rumgeritten. Das sich wiederholende Einbringen von deutschen Sprichwörtern und die Erklärungen zum schwedischen Pondon, empfand ich anfangs etwas nervig. Allerdings wurde das schnell zu einer Art Running Gag und später empfand ich es dann sogar als durchaus lustige Auflockerung.



    Die ziemlich impulsive Hauptfigur Maya war mir von Anfang an sehr sympathisch und auch ihren Kollegen Pär, der einen guten Ruhepol verkörperte, hatte ich schnell ins Herz geschlossen. Aber, obwohl einige unkonventionelle Aktionen Mayas dem Spannungsbogen in der Handlung sehr zuträglich waren, empfand ich sie teilweise doch als ziemlich unrealistisch. Insgesamt hat mir das Buch dennoch sehr gut gefallen und obwohl die aktuellen Handlungsstränge durchaus erst einmal abgeschlossen sind, gab es etwas, was zwar ein paar Mal angesprochen, dann aber nicht näher erklärt wurde. Ich bin sehr gespannt, ob das im nächsten Teil passiert. Dieser soll Ende Oktober nächsten Jahres erscheinen und freue mich jetzt schon darauf.

  • Spannung in Schweden !


    Kurzbeschreibung (Quelle: amazon)

    Eine schwedische Ermittlerin mit deutschen Wurzeln, ihre Freundin am Abgrund und ein Fall, bei dem nichts ist, wie es scheint

    Die Kriminalinspektorin Maya Topelius wird zusammen mit ihrem Partner Pär Stenqvist in die verschneiten Wälder Nordschwedens gerufen, wo ein bekannter Umweltaktivist erschossen wurde. In Östersund treffen sie auf eine Mauer des Schweigens, die örtlichen Polizisten wollen nicht mit ihnen zusammenarbeiten. Während Maya mit Pär im Lobby-Dickicht der Forstindustrie ermittelt, wird ihre Freundin Sanna in Stockholm Opfer eines Übergriffs. Bei dem Versuch, der Freundin zu helfen, kommt Maya einem alten Geheimnis auf die Spur. Als Maya die Parallelen zwischen den aktuellen Ermittlungen und ihrer Vergangenheit erkennt, ist es fast zu spät: Ein kleines Mädchen verschwindet im Wald, und ein Schneesturm zieht auf.


    Autor (Quelle: amazon)

    Sandra Åslund ist am Niederrhein nahe der holländischen Grenze aufgewachsen. Sie studierte zunächst Lehramt (Deutsch, Französisch, Musik), bevor sie sich zur Maskenbildnerin an der Oper Köln ausbilden ließ.

    Neben ihrer Arbeit am Theater absolvierte sie ein Fernstudium in kreativem Schreiben an der Textmanufaktur. Die Autorin ist Mitglied beim Syndikat sowie bei den Mörderischen Schwestern.

    Unter ihrem Mädchennamen Sandra Maus veröffentlichte sie diverse Kurzgeschichten und Erzählungen in Anthologien sowie den Erzählband Vielleicht war es nur der Wind.

    Von 2007 bis 2011 entwarf, moderierte und gestaltete Sandra Åslund das Kleinkunstformat LiteraturLounge mit Programmen über Leben und Werk von KünstlerInnen wie Edith Piaf, Marlene Dietrich und Jacques Brel.

    Seit 2016 veröffentlicht die Autorin Kriminalromane im Ullstein Verlag. Nach der erfolgreichen Provence-Reihe um die Kölner Kommissarin Hannah Richter erscheint Ende Mai unter dem Pseudonym Sandrine Albert der erste Teil einer Bordeaux-Reihe mit der deutsch-französischen Privatdetektivin und Foodbloggerin Claire Molinet.

    Sandra Åslund lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Berlin und Schweden.


    Inhalt

    s. Kurzbeschreibung


    Daten zum Buch

    Verlag: Ullstein Taschenbuch

    ISBN: 3548068200

    Preis Taschenbuch: 12,99 Euro

    Preis Kindle: 4,99 Euro




    Beurteilung

    Wunderschönes, zum kalten Schweden passendes Cover - gefällt mir sehr gut.

    Ich mag Krimis/Thriller die in Skandinavien spielen. Sie sind in der Regel spannend, düster und gut geschrieben.

    Auch in diesem Fall schreibt die Autorin flüssig, spannend und ist einfach zu lesen.

    Vor allem das Glossar am Ende ist super, da die schwedischen Namen/Begriffe nicht so einfach sind. Tolle Idee der Autorin!

    Es handelt sich um eine Trilogie, denn 2024 und 2025 sollen die Fortsetzungen über die Kriminalinspektorin Maya Topelius erscheinen.

    Der Spannungsbogen ist gut aufgebaut.


    Fazit

    Ein spannender, skandinavischer Krimi. Die beiden nächsten Bände werde ich mit Sicherheit auch lesen.

    Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung und ich vergebe :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: .








  • Nichts ist wie es scheint


    Im Herzen so kalt, Thriller von Sandra Aslund, Ebook, erschienen bei Ullsteinbooks
    Eine schwedische Kriminalinspektorin aus Stockholm mit deutschen Wurzeln ermittelt in Nordschweden.
    Ein berühmter Umweltaktivist und Waldretter wird in den tief verschneiten Wäldern Nordschwedens von einer Schülerin tot aufgefunden. Maya Topelius zusammen mit ihrem Kollegen Pär Stenqvist ermitteln in ihrem ersten Fall. Derweil wird ihre Freundin Sanna in Stockholm Opfer eines sexuellen Übergriffs.
    Das Buch ist der erste Band um die Ermittlerin Maya Topelius, 27 Kapitel in idealer Leselänge sind mit Datum gekennzeichnet, die zeitliche Abfolge der Ereignisse ist somit gekennzeichnet. Am Buch-Ende befindet sich ein sehr hilfreiches Glossar, welches die einzelnen schwedischen Begriffe erklärt, dies wurde von mir gerne angenommen. Da in diesem Buch sehr viel über Umweltthemen, besonders den Wald geschrieben wird, finden sich für Leser die Interesse zu diesem Thema haben im Anschluss eine Zusammenfassung über Artikel zum Thema. Nicht zu vergessen auch das am Ende angefügte Rezept für Mayas Favorit-Smörgastarta, die im Buch zur Sprache gebracht wird.
    Ich habe mich auf dieses Buch gefreut, weil ich gerne Skandinavien-Thriller lese. Leider bleibt der Auftaktband der neuen Thrillerreihe weit hinter meinen Erwartungen, etwas mehr Spannung, mehr unerwartete Wendungen, etwas mehr Härte in den Verbrechen, hätte ich erwartet.


    Doch ganz davon abgesehen, ist der Schreibstil der Autorin flüssig, sie berichtet abwechselnd aus der Sicht verschiedener Charaktere, die leider nicht immer authentisch handeln. Etliche der Personen sind mir völlig fremd geblieben. Z.B. Pär. Der Plot an sich ist nachvollziehbar aufgebaut und verständlich. Die Verfolgungsjagd ziemlich am Ende der Geschichte fand ich sogar spannend. Die Privatsituation der Protagonistin und wie es in ihrem Leben weitergeht hat mich neugierig gemacht. Für meinen Geschmack war das gesamte Buch ein wenig zu umweltaktivistisch belegt, nicht uninteressant aber in einem Thriller nicht von mir erwartet, für solche Themen lese ich lieber andere Bücher.
    Leseempfehlung für Personen die sich für nachhaltige Forstwirtschaft, Umweltprobleme, #Me too –Themen, erhöhten Zuckerkonsum und seine Folgen interessieren und nebenbei einen Krimi lesen wollen.

    Von mir reicht es zu 3 von 5 Sternen. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    :study::musik::montag:


    Und wenn mir alle Königskronen für meine Bücher und meine Freude am Lesen angeboten wären: Ich würde sie ausschlagen.
    François Fénelon

  • Mir hat der Krimi doch ganz gut gefallen. Gerade das nicht ZU Aktionlastige mochte ich.


    Die kleine Frieda findet auf einer Abkürzung durch den Wald auf ihrem Nachhauseweg einen toten Mann.


    Schnell stellt sich heraus, daß dort ein Mord stattgefunden hat.


    Da es sich um ein Kapitalverbrechen handelt, wird die Kriminalpolizei aus Stockholm hinzugezogen - und so verschlägt es Maya und Pär als Ermittler in das ländlich und waldreich geprägte Östersund um die dortige Polizei zu unterstützen.


    Diese sind anfangs überhaupt "not amused", sich von "den Großstädtern" herumschubsen zu lassen.

    Demensprechend schleppend beginnen auch die Ermittlungen.


    Zum Glück löst sich das relativ schnell auf und allmählich kommt der Fall in Fahrt.


    Es bleibt auch nicht bei dem einen Mord.....



    Bedingt durch die Gegend geht es viel um Forstwirtschaft, illegale Abholzung von Wäldern, Umweltaktivisten, die sich dem entgegensetzen wollen.


    Immerhin war der ermordete Mann im Wald der Vorsitzende der Umweltorganisation.


    Gerade das fand ich sehr interessant, da mir gar nicht so bewußt war, daß das Problem in Schweden so aktuell ist.

    Als Deutsch hatte ich bisher auch das Vorurteil, die Schweden wären sehr viel umweltbewußter und würden ihre Wälder lieben...Pustekuchen. Ganz und gar nicht.



    Auch wird ein Fokus auf das Verhalten Frauen gegenüber gelegt, sexuelle Übergriffigkeit und was das auslöst.



    Die Ermittlungsarbeit als solches fand ich gut beschrieben.


    Eine Sache allerdings hat mich etwas genervt - die nervt mich aber generell in Krimis.


    Die sogenannten Alleingänge. Das mag ich eben einfach nicht und empfinde es als unrealistisch - mag es auch dem Spannungsaufbau dienen.



    Ansonsten fand ich die Charaktere ganz gut gezeichnet.


    Jeder hat seine Eigenheiten, trotzdem funktioniert die Zusammenarbeit letztlich.


    Sei es Pär, der erfahrene Ermittler - Hilding, der ältere Polizist, der es eher beschaulich mag, Sonny, der junge Heißsporn und Maya, die Hauptprotagonistin, die manchmal etwas zu übereifrig wirkt.


    Das Zusammenspiel aller Faktoren - Ermittlung, Persönliches, Umweltverbrechen hat mir gut geallen.


    Schreibstilmäßig machen die kurz gehaltenen Kapitel und der flüssige Schreibstil das Lesen zu Vergnügen.


    Auf den nächsten Teil der Reihe warte ich gespannt.



    Fazit
    Der Einstieg in die neue Reihe um die Ermittler Maya & Pär ist gelungen.


    Ermittlung steht neben interessanten Themen im Vordergrund - die Ermittler sind sympathisch und auch Privates wird nicht außen vorgelassen. Nicht zu viel, genau in der richtige Dosis.



    Als guten Krimi mit interessanten Themen kann ich ihn durchaus empfehlen.

  • :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
    Ein gut zu lesender Krimi mit einigen Spannungsmomenten für zwischendurch

    Der erste Fall für die Kriminalinspektorin Maya Topelius und ihren Partner Pär Stenqvist führt die beiden nach Östersund in Nordschweden. Ein Umweltaktivist wurde erschossen und die örtlichen Polizisten mauern zunächst. Parallel erzählt die Autorin von Mayas Freundinnen. Ein von Ihnen, Sanna, wird Opfer eines sexuellen Übergriffs. Und dann verschwindet noch ein Mädchen.

    Schon das Cover machte mich neugierig auf einen spannenden Winterkrimi. Das Buch wartet auch mit einer Schwedenkarte zu Beginn, einem Glossar und weiteren Informationen, sowie einem Rezept, am Ende auf.

    Der Schreibstil von Sandra Åslund hat mir gut gefallen und ich kam auch prima in das Buch rein. Die Autorin kannte ich bereits unter ihrem Pseudonym Sandrine Albert aus der Bordeaux-Krimi-Reihe. Gleich zu Beginn bangt man mit der kleinen Frida mit, als sie durch den Wald läuft. Die Leserschaft lernt danach Mayas Freundinnen kennen und auf ihrem Nachhauseweg, muss sie Zivilcourage zeigen.

    Leider wird den privaten Angelegenheiten im Verlauf des Buches sehr viel Raum gelassen. Auch wenn man dem ersten Band einer Reihe zugestehen muss, dass man als Leser erst einmal die Protagonisten und ihr Umfeld kennenlernen soll, war mir das etwas zu viel. Andere Krimis verstehen es auch, die Polizeiarbeit professioneller, zielgerichteter wirken zu lassen, wenn Kommissar Zufall nicht gewesen wäre, wäre es vielleicht nicht zur Aufklärung gekommen.

    Es werden viele Themen angesprochen. Neben der Umweltthematik geht es auch um sexuelle Übergriffe und weitere, die ich hier nicht anspreche. So interessant es sein mag, insgesamt kommt die Ermittlungsarbeit leider deutlich zu kurz.

    Gegen Ende steigt die Spannung noch etwas, der Fall kann abgeschlossen werden und wie es in Mayas Privatleben weitergeht, wird man in den bereits angekündigten Folgebänden sicher noch erfahren.

  • Interessant, aber langweilig erzählt. - 3 Sterne


    Worum geht es?

    Ein Kind findet einen toten Mann mitten im Wald. Der Fall benötigt fähige Ermittler*innen und so reisen Maya und Pär aus Stockholm nach Nordschweden.


    Worum geht es wirklich?

    Macht und Machtmissbrauch, Patriarchat und eine Welt im Wandel.


    Lesenswert?

    Ja, wenn auch mit mehreren Abstrichen.

    Das Cover und der Klappentext sind auf jeden Fall ansprechend, auch wenn der Klappentext fast 75% des Buches wiedergibt. Das finde ich immer etwas enttäuschend.

    Die Protagonist*innen waren angenehm und ich habe gerne von ihren Ermittlungen gelesen. Der Konflikt zwischen einem Team von außerhalb und den Personen vor Ort ist nichts neues, aber wird ganz gut dargestellt.

    Generell merkt man, wie hier eine alte und eine moderne Welt aufeinander prallen. Dies bezieht sich auf Alter, Geschlecht und auch Wohnort. Die dabei gewählten Themen fand ich persönlich super und notwendig.

    Die Umsetzung hingegen hat mir dann nur mäßig gefallen. Ich hatte das Gefühl als würde einfach keine richtige Spannung aufkommen und wirklich schwere traumatische Situationen werden mit einem einfachen Gespräch gelöst. Ich finde, dass das nicht dem Anspruch gerecht wird, wenn man versucht diese Themen gut umzusetzen. Um nicht zu spoilern möchte ich hier nicht ins Detail gehen.

    Generell wird irgendwie viel erzählt und beschrieben, aber wirklich Emotionen haben die Figuren nicht. Dadurch wirken sie an vielen Stellen unglaubwürdig.

    Die Autorin lebt zwar in Schweden, kommt jedoch aus Deutschland und ich finde, man merkt an vielen Stellen, dass dieses Buch für ein deutsches Publikum geschrieben wurde. Ständig werden schwedische und deutsche Redewendungen verglichen, bestimmte Begriffe werden samt Erklärung in der schwedischen Sprache genannt. Das ist an sich jetzt eine reine Tatsache, hat mir aber nicht so sehr gefallen.

    Überhaupt war es allumfassend eher eine Beobachtungsperspektive von außen. Das war okay, aber nicht überzeugend. Dennoch würde ich den zweiten Teil der Reihe lesen.

  • Sandra Åslund hat bereits Provence-Krimis geschrieben, sowie unter dem Pseudonym Sandrine Albert kulinarische Krimis aus Bordeaux. Nun hat sie ihre Wahlheimat Schweden zum Schauplatz des Verbrechens gewählt. Schweden-Krimis erwecken bestimmte Assoziationen und Erwartungen. Leider hat es sich eingebürgert, dass auf dem Cover ein Holzhaus in Schwedenrot in einsamer Landschaft steht. Hiervon weicht das im Ullstein-Verlag erschienene Buch leicht ab; das Haus ist in diesem Fall grün. Das hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Auch der vordere Klappeinband ist dazu farblich passend gestaltet mit Orientierungskarten - im hinteren findet sich bereits Werbung für die nächsten zwei Bücher, so dass die Leserin von vornherein weiß, dass es sich um eine Reihe handelt.

    Zu einer Reihe gehört, dass man das “Personal” an Bord kennenlernt und wiedertreffen möchte. Schnell begegnen uns die junge Kriminalinspektorin Maya und ihre drei Freundinnen Sanna, Emely und Clara. Vier ganz unterschiedliche Frauen, die seit ihrer Kindheit befreundet sind, und sich trotz ihrer unterschiedlichen Lebenswege nicht aus den Augen verloren haben. In diesem ersten Band erfahren wir vor allem etwas über Sanna.

    Leider verrät die Rückseite des Buches schon sehr viel über den Inhalt. Das bewahrt aber vielleicht die eine oder andere Leserin vor einem Trigger. Ich bin da zwiegespalten. Während Sanna bis zum Ende des Buches als Charakter klar herausgearbeitet wird, bleiben andere Personen in ihren Motiven und Handlungen für mich noch unklar. Das gilt leider auch für die Hauptperson Maya, noch mehr aber für ihren älteren Kollegen Pär.

    Doch nun zum Inhalt. Das Buch beginnt mit einer großartigen Sequenz. Hier möchte ich nicht zu viel verraten, nur soviel, dass es sehr spannend beginnt und zu diesem ersten Ereignis noch weitere spannende Ereignisse hinzukommen. Hier erkennt man das Potential von Sandra Åslund, wirkliche Pageturner zu schreiben. Dieses Niveau blitzt immer wieder auf, wird jedoch nicht durchgehend gehalten. Vielleicht liegt es daran, dass die Autorin zu viele Genretypen zugleich bedienen möchte. Mal ist es der düstere Schwedenkrimi, doch dann plötzlich geht es fast ein bisschen in die Kuschelkrimi-Ecke; und dann plötzlich wird es rasant wie in einem Thriller. Kurz fühlte ich mich auch an einen kulinarischen Krimi erinnert. Tatsächlich würde ich das Buch in erster Linie als Regio-Krimi bezeichnen. Insofern ist es ein sehr deutsches Buch und das enttäuscht vielleicht den einen oder anderen Liebhaber skandinavischer Krimis.

    Inhaltlich werden gesellschaftliche und politische Themen aufgegriffen, wie es auch gerade in den Anfängen der Regio-Krimis (wie z.B. bei Jacques Berndorf) üblich war. Hier wäre auch eine Brücke zur schwedischen Krimitradition à la Sjöwall & Wahlöö oder Mankell. Doch leider verfolgt Sandra Åslund diese Ansätze in ihrem “Schweden-Krimi” nicht konsequent weiter. Themen werden angerissen, aber dann nicht vertieft. So wie auch Personen und ihre persönlichen Schicksale vorgestellt werden, ohne dass wir Lesenden am Ende wirklich greifen können, was diesen Menschen zu seinem Handeln bewegt.

    Ein weiterer Punkt, den ich ansprechen möchte: die Ermittlungen hätte ich mir etwas professioneller gewünscht. Zumal Maya und ihr Kollege Pär gerade aus Stockholm nach Östersund abgeordnet wurden, um dies sicherzustellen.

    Dennoch hat mir vieles an diesem Krimi auch sehr gut gefallen. Gerade deshalb habe ich herausgearbeitet, was aus meiner Sicht nicht stimmig war. Ich bin sehr neugierig darauf, wie es mit Maya Topelius und ihren Freundinnen weitergeht. Welches vergangene Ereignis Maya dazu bewegt hat, in den Polizeidienst einzutreten. Ich hoffe auch, dass Sandra Åslund weiterhin politische Themen aufgreift, denn diese waren super recherchiert und im Anhang sogar mit Hinweisen ergänzt, wie man sich dazu informieren kann. Zumal mich die Autorin auf einer Krimilesung mit ihrer Persönlichkeit und ihrem Auftreten sehr beeindruckt hat.

  • Die Spannung wird Dich wärmen. Ein tolles Buch für kalte Winterabende.


    - Im Herzen so kalt - Unterwegs in den tiefen Wäldern - Ein Fall für Maya Topelius Band 1

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:


    Geschrieben von Sandra Åslund. Sie wurde am Niederrhein in Deutschland geboren und hat nach ihrem Lehramts-Studium ihre berufliche Orientierung neu definiert. Sie wurde Maskenbildnerin und danach begann sie ihre Schriftstellerinnen - Karriere. 2017 wurden ihre ersten Bücher veröffentlicht. Sie lebt mit ihrem Ehemann in Berlin und Schweden.

    Ich hatte vorher von ihr weder gehört noch etwas gelesen. Umso mehr war ich auf diesen ersten Band einer Reihe sehr gespannt.

    Zum Inhalt:

    Die Kriminalinspektorin Maya Topelius & ihr Partner Pär Stenqvist werden mit den Ermittlungen in einem Mordfall in Östersund beauftragt. Die Einwohner des Ortes sind mehr als zurückhaltend. Deshalb wird es für die beiden Inspektoren sehr schwierig das Geflecht um den ermordeten Umweltaktivisten zu lichten und den Fall zu lösen. Wenn doch nur der Mordfalls Maya´s einzige Notlage wäre. Ihre Freundschaft mit Sanna einer Freundin schon aus ihrer Jugend wird das Opfer eines Übergriffs. Nicht nur Sanna leidet unter den Folgen. Und was steckt hinter dem Verschwinden eines kleinen Mädchens?


    Aufbau, Charaktere, Momentum, Spannung und Finale

    Ich habe mich sofort im Geschehen wiedergefunden. Der Schreibstil liest sich wirklich gut. Keinerlei langatmige Passagen. Somit ist der der Lesefluss durchweg flüssig und ich bin mit jeder Seite motivierter weiter zu lesen. :study:

    Insgesamt bewegt sich das Tempo zwischen langsam steigendem Spannungsbögen und erklärenden Tälern.

    Die Spannung entwickelt sich mit der Story. Das Verhältnis zw. spannenden Episoden und der grundlegenden Skizzierung aller Aktionen/Reaktionen ist in dieser Geschichte gut ausbalanciert. :arrow:

    Die Erzählung hat 3 unterschiedliche Schwerpunkte:

    1.) die Freundinnen, deren Interaktionen und Erfahrungen

    2.) das kleine Mädchen

    3.) Maya und Pär inmitten ihres Ermittlungsfalls


    Ich hätte mir gewünscht, dass die Episoden rund um Maya selbst etwas mehr im Vordergrund gewesen wären. Im Vergleich mit den Geschichten rund um ihre Freundschaften trat Mayas Charakter - Entwicklung etwas ins Hintertreffen. Vielleicht gibt es einen strategisch logisch nachvollziehbaren Grund für diese Gewichtung, die mir nicht bekannt ist. :?: Aber insgesamt fand ich das sehr schade. :-k

    Der Club der Freundinnen und ihre Interaktionen kamen bei mir etwas ungelenk rüber. Vielleicht sollten hier zu viele unterschiedliche Themen in einem "Buch-Zug" behandelt werden?

    Der Switch zwischen der Ermittlerin Maya und dem kleinen Mädchen hat mir gut gefallen und diese Passagen haben sehr zum positiven Momentum der Story beigetragen.

    Zusammenfassung:

    Ich vergebe sehr gute 4*Lesesterne verbunden mit einer Leseempfehlung an Leser, die gern beim sorgfältigen Charakteraufbau einer Hauptprotagonistin, Pate stehen. :winken:

    Dieses Buch hat einen guten und spannenden Unterhaltungswert.

    Ich für meinen Teil freue mich auf den nächsten Band dieser Serie.

    ISDN: 978-3548068206

    Verlag: Ullstein

    Veröffentlichung: Oktober 2023

    Formate: Hörbuch, eBook, Taschenbuch

  • Nicht wirklich spannend

    Die Stockholmer Kriminalbeamten Maya Topelius und Pär Stenquist werden zur Klärung eines Mordfalls nach Östersund geschickt. Dort wurde ein Umweltaktivist mitten im Wald erschossen. Er war ein Dorn im Auge der ortsansässigen Waldbesitzer, da er vehement gegen das Abholzen von Wäldern Stimmung machte. Es ist daher zunächst naheliegend, dass diese etwas mit seinem Tod zu tun haben.


    Die lokalen Polizisten sind alles andere als begeistert darüber, Ermittler aus der Hauptstadt vor die Nase gesetzt zu bekommen und mauern zu Beginn. Sie versuchen sogar, den Mord als Jagdunfall hinzustellen. Doch so leicht lassen sich Maya und Pär nicht abwimmeln. Sie ermitteln im Umfeld des Toten und merken bald, dass es auch noch andere Gründe geben konnte, den erschossenen Mats nicht zu mögen.


    Die Geschichte ist nicht schlecht, aber auch nicht wirklich originell. Was mich an diesem Krimi am meisten gestört hat, ist das Männerbild. Bis auf zwei Ausnahmen werden die Männer in diesem Krimi als notorische Fremdgänger, geldgierige Wald- und Sägewerksbesitzer, potentielle Vergewaltiger oder tumbe Dorfpolizisten dargestellt. Die Frauen dagegen sind beste Freundinnen, die miteinander durch dick und dünn gehen, tapfere Alleinerziehende usw.. Die Autorin hielt sich für meinen Geschmack auch zu viel mit den persönlichen Befindlichkeiten der Personen auf, über weite Strecken hinweg dümpelt der Kriminalfall so vor sich hin und wird letztendlich nur durch Zufall gelöst. Richtig spannend fand ich die Geschichte nicht. Ich hatte den Eindruck, Sandra Aslund konnte sich nicht so recht zwischen den Genres Krimi und cosy crime entscheiden. Ich glaube kaum, dass ich diese Reihe weiterverfolgen werde. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Ein fesselnder Schweden-Krimi mit lebendigen Figuren


    Inhalt: Im schwedischen Östersund wird die Leiche eines bekannten Umweltaktivisten gefunden. Zur Unterstützung der lokalen Polizei reist die Stockholmer Kriminalinspektorin Maya Topelius gemeinsam mit ihrem Partmer Pär Stenqvist gen Norden. Dort treffen die beiden auf skeptische Kollegen, rabiate Forstindustrielle und ein altes Geheimnis…


    Persönliche Meinung: „Im Herzen so kalt“ ist ein Schweden-Krimi von Sandra Åslund. Es handelt sich um den Auftakt einer Trilogie, in deren Mittelpunkt die deutsch-schwedische Ermittlerin Maya steht. Erzählt wird der Krimi aus unterschiedlichen personalen Perspektiven. So werden neben der Sichtweise von Maya auch diejenigen von Frida (einem Mädchen aus Östersund), Sanna (eine der besten Freundinnen Mayas) und Hilding (einem Polizisten aus Östersund) eingenommen. Alle vier Perspektiven besitzen eine eigene, individuelle Note und auch die PoV-Figuren werden sehr lebendig gezeichnet. Zum Handlungsverlauf selbst möchte ich gar nicht zu viel vorwegnehmen. Nur: Sie ist fesselnd, wird spannungsreich erzählt, besitzt einige schöne Wendungen und lädt zum Miträtseln ein. Die Auflösung des Mordfalls hält zudem die ein oder andere Überraschung bereit. Neben der eigentlichen Krimi-Handlung findet sich noch ein weiterer Handlungsstrang in „Im Herzen so kalt“, der für zusätzliche Spannung sorgt: Dieser dreht sich um Maya und ihre drei besten Freundinnen, die ein Geheimnis teilen, das auf ihre Jugend verweist. Verpackt in den Roman ist daneben ein politisches, die Umwelt betreffendes Thema, das ich bisher gar nicht auf dem Schirm hatte: die flächendeckende, massiv in Ökosysteme eingreifende Rodung von großen Waldflächen. Informationen zu diesem Thema werden von Sandra Åslund auf ungezwungene Weise aufschlussreich sowie fundiert in die Handlung eingeflochten. Der Schreibstil von Sandra Åslund ist anschaulich, bildreich und lässt sich angenehm lesen. Insgesamt ist „Im Herzen so kalt“ ein fesselnder Schweden-Krimi mit schön ausgestalteten Figuren, der neugierig auf den nächsten Band macht.

  • Winterlicher Krimi

    In den verschneiten Wäldern Nordschwedens wird ein Umweltaktivist erschossen. Kriminalinspektorin Maya Topelius wird zusammen mit ihrem Partner Pär Stenqvist dorthin gerufen. Dort angekommen in Östersund treffen sie auf eine Mauer des Schweigens. Die örtlichen Polizisten wollen nicht mit ihnen zusammenarbeiten. Während Maya dort mit ihrem Partner versucht im Lobby-Dickicht der Forstindustrie zu ermitteln, wird ihre Freundin Sanna in Stockholm Opfer eines Übergriffs. Sie versucht parallel zu den Ermittlungen ihrer Freundin zu helfen und stößt dabei auf ein Geheimnis ihrer Vergangenheit. Dann verschwindet auch noch ein kleines Mädchen im Wald und ein Schneesturm zieht auf...

    "Im Herzen so kalt" ist der Auftakt in eine neue Reihe mit einer sehr winterlichen Atmosphäre.

    Das Buch lässt sich durch den flüssigen Schreibstil sehr gut lesen. Die Handlung ist insich schlüssig und trotz geringer Spannung ein dennoch sehr interessanter Fall, dem man gebannt folgt. Die verschiedenen Perspektiven sorgen für Abwechslung beim Lesen. Durch die guten Beschreibungen der Orte und Umgebung bekommt man hier beim Lesen eine richtige winterliche Atmosphäre zu spüren.

    Die Hauptprotagonisten wurden sehr gut ausgearbeitet und wirken hier auch sehr realistisch. Ich bin gespannt darauf, wie es bin ihnen weitergehen wird.

    Aktuelle Themen wie Umweltsünden und sexuelle Gewalt ggü. Frauen wurden hier sehr gut in die Handlung eingegliedert, ohne dass es zu großen Raum einnimmt und störend wirkt.

    Mein Fazit:

    Ein schöner winterlicher Krimi ohne große Spannung aber einem dennoch sehr interessanten Fall, der sich zu lesen lohnt.


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