Romy Hausmann - TRUE CRIME

  • Kurzmeinung

    ViktoriaScarlett
    Die Autorin bewältigte das schwierige Thema mit Fingerspitzengefühl, doch fehlte mir einiges.
  • Ich habe bereits zwei Thriller der Autorin gelesen, der Dritte liegt schon bereit, und war unglaublich gespannt auf ihr TRUE CRIME Buch. In diesem berichtet Romy Hausmann von elf wahren Verbrechen, die sich in den USA, Kanada und Australien in den letzten 40 Jahren zugetragen haben. Sie schildert, wie bizarr manche Fälle sind, wie grausam und unmenschlich, wie überraschend teilweise die Auflösungen sind und wie manche Fälle selbst nach jahrelangen intensiven Ermittlungen ungelöst bleiben. Besonders diese sind mir stark in Erinnerung geblieben.


    Aber Hausmann geht eben nicht nur auf die Verbrechen per se ein, sondern spricht mit Angehörigen und Opfern, Tätern und Ermittlern, mit renommierten Richtern, Forensikern, Medizinern und Traumaexperten. Dadurch wird die Menschlichkeit nicht aus den Augen verloren, denn hinter all der Spannung, dem Voyeurismus, der Faszination für das Böse geht es eben immer noch um Menschen und ihre zu früh ausgelöschten Leben. Im Gespräch ergeben sich teilweise Gründe, warum jemand zum Täter werden konnte, auch wenn es niemals eine Rechtfertigung dafür geben kann. Besonders bewegend sind Hausmanns Tagebucheinträge, denn ihre Nachforschungen und die entstandenen Beziehungen zu Hinterbliebenen, haben sie emotional stark mitgenommen und die Thematik ihres Romans sie intensiver beschäftigt, als sie es selbst erwartet hat.


    Fazit: Diese Ansammlung von True Crime Fällen ist leicht zunächst zu lesen - wie Fiktion. Aber Romy Hausmann bewegt einen mit den Fällen und mit ihren persönlichen Gedanken dazu, wodurch dieses Buch einen definitiv nicht kaltlässt. Die Fälle sind interessant gewählt, aber vor allem ihre Kontakte und Gespräche zu Ermittlerin und Hinterbliebenen machen es zu einem grandiosem True Crime Werk.


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  • Das Buch hat mich unglaublich stark berührt. Romy Hausmann berichtet mit viel Einfühlungsvermögen und Professionalität von den Fällen.


    Wirklich eine sehr beeindruckende Arbeit, die sie geleistet hat, denn ich kann mir vorstellen, dass es ziemlich belastend ist, sich permanent mit den tiefsten menschlichen Abgründen zu beschäftigen.