Stephanie Schmid - Erinnermeinnicht

  • Valerie ist erfolgreich, hat gerade ihre Kosmetikfirma für viel Geld verkauft und ist mit ihrem Mann Markus von der Schweiz nach Deutschland gezogen. DOch noch bevor sie sich eingerichtet haben, erwacht sie im Krankenhaus ohne Erinnerung an die letzten Tage. Der Arzt und ein Polizist sagen ihr, dass sie einen Unfall mit Fahrerflucht hatte und ihr Mann dabei verstarb. Nach ihrer Entlassung hilft ihr ihr Arzt weiter, noch immer geplagt von den Erinnerungslücken und starken Kopfschmerzen. Dazu scheint sie unter Halluzinationen zu leiden.


    Das Cover ist ein echter Hingucker und absolut passend.


    Der Schreibstil ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte sind hervorragend ausgearbeitet und bildhaft beschrieben.


    Der Plot ist gut gewählt, auch wenn es schon einige Thriller über Gaslighting gibt.


    Trotz der Vorhersehbarkeit, dass es sich um Gaslighting handelt, kann das Buch bzw. die Auflösung doch überraschen.


    Die Spannung ist das ganze Buch ebenfalls auf hohem Niveau und der rasante Schreibstil, der trotzdem manchmal langsam zu sein scheint, gepaart mit ein paar kleinen Cliffhangern an den Enden der Kapiteln, lässt den Leser das Buch kaum aus der Hand legen.


    Das Buch ist abgeschlossen, wobei in kleinen Details eben auch nicht. Dafür ist jetzt die Fortsetzung "Schnipseljagd" herausgekommen, das ich bald lesen möchte. Und am Anfang dieses neuen Buches gibt es eben die Warnung, dass man den 2. Teil für sich alleine lesen kann. Wenn man aber diesen 1. Teil lesen will, soll man dies unbedingt vorher tun. Dies habe ich damit gemacht und bin gespannt auf die - wohl indirekte - Fortsetzung.


    Auch wenn Valerie manchmal etwas blauäugig und naiv reagiert, konnte mich die Protagonistin überzeugen.


    Fazit: Meisterhafter Psychothriller, der trotz Vorhersehbarkeit auch überraschen konnte. 5 von 5 Sternen