Rebecca Loebbert - Die Fischerstochter von Clovelly

  • Lesenswerter historischer Roman


    Ein kleines Dorf an der Küste von Devon ist das Zuhause von Molly. Sie ist die Tochter eines Fischers und ihr Leben scheint vorherbestimmt zu sein. In einer dunklen Nacht im Jahre 1750 treibt Molly die Sehnsucht an den Strand. Dort trifft sie auf den Schmuggler Alistair. Was will er in ihrem Dorf? Sind sie in Gefahr? Doch schnell stellt sie fest, der Mann hat nicht nur Geheimnisse, sondern sie fühlt sich ihm auf wunderbare Weise zugetan. Wie mag die Welt außerhalb ihres Dorfes wohl aussehen? Fragen, die Molly sich nie gestellt hat und die nun die Sehnsucht in ihr wecken. Gleichzeitig treibt eine Strandräuberbande sein Unwesen an der Küste des Fischerdorfes. Wer sind diese Männer? Und kennt Molly sie wohl möglich?


    Die Autorin Rebecca Loebbert stellt auf den ersten Seiten zunächst einmal das Fischerdorf Clovelly vor, den hier handelt es sich nicht um einen fiktiven Ort. Dieses kleine Fischerdorf an der Nordostküste Devons ist real. Das Leben im Jahre 1750 mag sicherlich ein klein wenig anders gewesen sein als heute, aber die Beschreibungen der Autorin sind so bildhaft, dass ich schnell die

    Küste und das Dorf vor Augen hatte.


    Dann folgt ein Prolog, indem man Alistair kennenlernt und sein Schicksal hautnah miterleben darf. Der junge Mann kommt aus Schottland und hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. In Clovelly trifft er dann auf Molly. Für beide ändert diese Begegnung ihr Leben. Jetzt beginnt die eigentliche Geschichte dieser beiden Protagonisten. Die Autorin schildert eindrucksvoll von dem Leben in dem kleinen Fischerdorf und gleichzeitig von dem Leben der Schmuggler.


    Die Gefühle von Molly hat sie dabei wunderbar in Szene gesetzt. Ich habe mich direkt von den ersten Seiten an in die Geschichte gezogen gefühlt. Nicht nur konnten die Gefühle dieser beiden Charaktere langsam wachsen, auch wurde das Leben im Dorf anschaulich geschildert. Es hat Spaß gemacht, wie Molly und Alistair umeinander getanzt sind, sich mal näher kamen, um im nächsten Moment wieder auf Abstand zu gehen. Gerade so, wie es die Situation erfordert. Mir hat gut gefallen, wie die Autorin das Leben und die Beziehungen der Protagonisten mit dem historischen Hintergrund verbunden hat.


    Am Ende befindet sich ein umfangreicher Anhang mit historischen Nachbemerkungen und Personenregister sowie einem Nachwort der Autorin. Ich lese solche Dinge zum Schluss immer sehr gern.


    Fazit:

    „Die Fischerstochter von Clovelly“ ist ein wunderbarer historischer Roman über ein kleines Dorf an der Küste Englands. Es wird eine Liebesgeschichte erzählt, die einem beim Lesen die Zeit vergessen lässt. Ich fühlte mich wunderbar unterhalten und habe eine spannende Abenteuergeschichte aus dem 18. Jahrhundert gelesen, gleichzeitig aber auch eine wundervolle Liebesgeschichte, die mich in ihren Bann gezogen hat. Mir hat dieser Roman gut gefallen.


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