Mark Benecke - Kannibal. Jagdrausch

Cover zum Buch Kannibal. Jagdrausch

Titel: Kannibal. Jagdrausch

, (Erzähler)

3,3 von 5 Sternen bei 8 Bewertungen

66,3% Zufriedenheit

Band 2 der

Verlag: SAGA Egmont

Format: Audible Hörbuch

ISBN: B0BVRRJH82

Termin: Februar 2023

Aktion

  • Kurzmeinung

    SaintGermain
    fachlicher als Teil 1 und mit einem kleinen Bruch zum Vorgänger
  • Kurzmeinung

    ViktoriaScarlett
    Band 2 der Reihe war einen Hauch besser als sein Vorgänger, doch konnte er mich auch nicht wirklich für sich begeistern.
  • Cover zum Buch Dem Doktor seine Seiten Cover zum Buch Mumien in Palermo Cover zum Buch Viral. Blutrausch
  • Band 2 der Reihe war einen Hauch besser als sein Vorgänger, doch konnte er mich auch nicht wirklich für sich begeistern. Was mir daran nicht gefallen hat, schildere ich dir unten im Text im Einzelnen.

    Zitat
    Inhaltsangabe:
    Der zweite Crime Noir des Bestsellerautors.
    In seinem zweiten Kriminalroman nimmt Mark Benecke seine Hörer*innen mit in die düstere Welt des Kannibalismus, wo unbekannte Begierden und Fantasien die Privatermittler Becker und Funke an ihre Grenzen bringen.

    Mitten in Berlin taucht ein absonderlicher Fund auf: ein Koffer voller Menschenknochen. Die Behörden stehen vor einem Rätsel und ziehen die beiden Privatermittler Bastian Becker und Janina Funke zurate. Die haben schon bald einen Verdacht: Könnte sich hinter den gefundenen Knochen ein Fall von Kannibalismus verbergen? Die Ermittler folgen den Spuren, die sie in immer dunklere Kreise führen. Ohne es zu merken, gerät Becker dabei selbst in das Blickfeld des Täters. Kann er ihn überführen, ohne Funke zu gefährden? Eine mörderische Jagd beginnt.
    (Quelle: https://www.audible.de/pd/Kannibal-Ja…buch/B0BVRL37Z5, Datum: 16. März 2023)

    Meine Meinung zur Geschichte:

    Obwohl mir der erste Band »Viral. Blutrausch« nicht so wirklich gefallen hatte, wollte ich dem Autor noch eine Chance geben. Immerhin kenne und schätze ich ihn und sein Wissen aus verschiedenen True Crime TV-Sendungen. Gebessert hat sich der Erzählstil in diesem Buch auf jeden Fall. Ich konnte mehr mit den Protagonisten anfangen und auch der Beginn weckte Potenzial.

    Im Klappentext wird erwähnt, dass sich Becker und Funke gemeinsam in die Ermittlungen stürzen. Das war allerdings nicht der Fall. Beide ermittelten in unterschiedliche Richtungen und arbeiteten lange Zeit nicht zusammen. Becker verlor sich vollkommen in seiner Kannibalismus Theorie. Er ließ nicht eine Sekunde einen anderen Gedanken zu, was mir irgendwann richtig auf die Nerven ging. Alle die nicht seiner Meinung waren, betitelte er als dumm und unzulänglich. Dabei verhielt er sich selbst so. Sympathiepunkte eroberte er sich damit sicher nicht. Selbst als er ins Illegale abrutsche, hielt er das für notwendig. Funke kam mit kurzen Kapiteln aus, die parallel zu Beckers Handlungsstrang liefen und sich erst spät miteinander kreuzten. Bei ihr waren es mehr private Einblicke, die jedoch später eine Rolle spielen sollten. Wenigstens ermittelte so, wie ich es von einer Ermittlerin erwartete. Wobei das die Polizei früher oder später auch ohne die Beiden geschafft hätte.

    Der Einblick in die Kannibalismus-Szene war hingegen zweifellos interessant. Der Ermittler war derart fixiert, dass ihm sein körperlicher Zustand vollkommen egal war. Bei seiner Vorgehensweise wunderte es mich nicht, dass er ins Visier des Täters geriet. Ganz logisch war dies im Kontext der Handlung allerdings nicht, zumal ich auf die Einzelheiten bis zum Ende keine Antworten bekam.

    Nachdem einen Zwischenfall, der ihn wieder auf den Boden der Tatsachen brachte, kam er endlich zur Vernunft. Es störte mich, dass er an diesem Punkt immer noch nicht bereit war, der Polizei die volle Wahrheit zu sagen. Das Finale war ganz okay geschrieben. Für mich war es viel zu vorhersehbar und lückenhaft. Plötzlich hatte Becker die richtige Spur und natürlich kam es zu einem Kampf bei dem er der Held sein konnte.

    Am Ende wusste ich wer der Täter war und welche Motive er für seine Taten hatte. Becker meinte, dass der Fall nun abgeschlossen sei. Meiner Meinung nach hätten wichtige Aspekte noch einer Erklärung gebraucht. Auf diese Weise wirkt das Buch unrund und hat mich mehr frustriert als unterhalten.

    Meine Meinung zum Sprecher:

    Hätte ich das Buch selbst lesen müssen, dann hätte ich es wohl abgebrochen. Durch Jan Katzenberger stand ich es durch. Das Vorlesen war sehr flüssig und passte zu Becker. Die Stimme des Sprechers hat eine Tonlage, die tief und vollklingend ist.

    Mein Fazit:

    Band 2 hat mir ein kleines Bisschen besser gefallen als Band 1. Die Protagonisten bekamen etwas mehr Tiefe und man erfuhr mehr über ihre Persönlichkeiten. Becker verlor sich in meinen Augen zu sehr in seiner Theorie und wollte, dass diese unter allen Umständen war ist. Alsbald entstanden unlogische Verpflechtungen, falsche Vertächtigungen und Logiksprünge. Selbst als es um Beckers Gesundheit ging, ließ er sich nicht wirklich davon abbringen. Richtige Ermittlungen betrieb im Kleinen Funke. Zuerst musste Becker richtig auf die Schnauze fallen. Nicht einmal als Menschenleben in Gefahr waren, sagte er die Wahrheit. Die Auflösung im Finale war vorhersehbar und lückenhaft. Der Autor hat sich eindeutig verbessert und ein wenig Kritik angenommen, jedoch ist noch sehr viel Luft nach oben vorhanden.

    Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!

    Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

  • In Berlin taucht ein Koffer mit menschlichen Knochen auf. Das Fleisch wurde von den Knochen abgeschabt. Unter den Knochen liegt ein altes Märchenbuch. Hauptkommissarin Kami Bogatsu steht vor einem Rätsel. Ist es ein Verbrechen gewesen oder ist das Skelett schon alt? Daher bittet sie die beiden Privatermittler Bastian Becker und Janina Funke zur Hilfe. Becker vermutet sofort einen Fall von Kannibalismus und stürzt sich auf dieses Thema, wobei er auch nicht vor dem Darknet haltmacht. Funke versucht mehr über das Märchenbuch herauszufinden. Bogatsu hat keinen Ansatz für Ermittlungen, daher gibt sie den beiden 3 Wochen Zeit um etwas zu finden das Ermittlungen rechtfertigt. Durch die Spurensuche von Becker bringt er sich und seine Partnerin schon bald in Gefahr.

    Das Cover passt zum ersten Teil, sieht zwar wieder eher nach Jugendbuch aus, zeigt aber diesmal alles wichtige Elemente, die auch im Buch vorkommen und gefällt mir gut.

    Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte werden bildhaft dargestellt, die Charaktere nicht ganz so, wobei man Becker und Funke ja auch schon aus dem 1. Teil kennt bzw. kennen sollte.

    Im 2. Teil geht es um einiges fachlicher und sachlicher zu, zudem läuft einem schon ein Schauer über den Rücken, wenn man den Kannibalismus hier genauer unter die Lupe bekommt.

    Becker ähnelt jetzt noch mehr dem Autor, auch wenn einige Unterschiede definitiv bestehen, aber dieser Autismus, diese Verbissenheit, der Vegetarismus, das alles hat auch der Autor selbst zu bieten.

    Der Fall selbst konnte mich wieder faszinieren; interessant war auch, dass man weite Teilen des Buches auch aus Sicht des Täters erzählt hat, was im 1. Teil nur kurz der Fall war. Allerdings war dem einigermaßen geübten Krimileser schon beim ersten Auftauchen der Figur klar, wer der Täter ist.

    Es gibt einen neuen Kommissar, was verständlich ist, da dieser Teil in Berlin spielt. Seltsam hingegen ist, dass die Schulden, die Becker im 1. Teil begleiteten und ihm daher sogar der Strom abgedreht wurde, hier mit keinem Wort erwähnt wird. Im Gegenteil ist Becker hier lange Zeit in seiner Wohnung und schaut sich im Internet und Darknet um. Diesen Bruch konnte ich gar nicht verstehen, wofür es auch einen Punkteabzug gibt.

    Der Spannungsbogen ist hoch. Viel Spannung ist auch daher bedingt, dass man hier fachliches erfährt, auch wenn man es vielleicht gar nicht so genau wissen will. Aber das ist man vom Kriminalbiologen ja auch gewohnt - und mir gefällt es.

    Da ich das Hörbuch gehört habe, kommen jetzt noch ein paar Worte zum Sprecher Jan Katzenberger: Einerseits war ich enttäuscht, dass der Autor nicht sein Buch selbst eingesprochen hat, auf der anderen Seite könnte bzw. konnte ich mir Mark Benecke aber nicht als Sprecher eines Krimis vorstellen, auch wenn es sein eigener ist.

    Jan Katzenberger macht seine Sache ausgezeichnet: er hat eine angenehme Stimme und ein gutes Sprechtempo. Zudem versucht er den verschiedenen Charakteren durch Betonung und Stimme verstellen einen eigenen Touch zu geben.

    Eine Seltsamkeit möchte ich noch erwähnen: Im 1. Teil bestehen (als Download) manche Kapitel nur durch die Ansage des Kapitels, die dazu noch lauter als der normale Text ist. Die Sinnhaftigkeit dahinter verstehe ich nicht, ich vermute hier eher einen kleinen Fehler.

    Fazit: Fachlicher als der 1. Teil, aber nur geringfügig schlechter. 4,5 von 5 Sternen

  • :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Besser als der erste Band aber immer noch kein Highlight


    Ein Koffer voller menschlicher Gebeine taucht in der deutschen Hauptstadt auf. Der rätselhafte Fund stellt Hauptkommissarin Kami Bogatsu vor ein Rätsel: Handelt es sich hierbei um ein Verbrechen oder „nur“ um ein altes Skelett, dessen Ursprung sich nicht mehr zurückverfolgen lässt? Bogatsu bittet das Privatermittler-Duo Bastian Becker und Janina Funke um Unterstützung. Als die gerichtsmedizinische Untersuchung Schabspuren an den Knochen zutage fördert, kommt Becker ein schauriger Verdacht: Könnte es sich um einen Fall von Kannibalismus handeln?


    „Kannibal. Jagdrausch“ ist der zweite Band der Krimireihe von Mark Benecke.

    Der erste Band „Viral. Blutrausch“ hat mich leider etwas enttäuscht und so war ich mir erst nicht sicher, ob ich „Kannibal“ Lesen soll. Da beide Bücher nicht besonders lang sind, habe ich mich dann doch dazu entschieden.

    Um das Fazit direkt vorweg zu nehmen, ist Band zwei auf jeden Fall besser als Band eins aber leider immer noch kein Highlight.

    Der Fall an sich ist spannend. Es tauchen plötzlich Knochen in einem Koffer auf und schnell wird klar, dass jemand das Fleisch fachmännisch abgeschabt hat. Ist hier ein Kannibale am Werk? Natürlich wird Privatermittler Bastian Becker wieder hinzugezogen, um die Polizei zu unterstützen.

    Leider hat Benecke es für mich auch dieses Mal nicht geschafft, diese Spannung durchgehend und schlüssig aufrecht zu erhalten.

    Die Ermittlungen der Polizei sind schnell nur Hintergrundrauschen. Hauptkommissarin Kami Bogatsu taucht eigentlich nur auf, um Becker zurechtzuweisen. Becker geht es immer noch richtig schlecht, was man schon aus Band eins kennt aber was da wirklich los ist, erfährt man nicht. Das ist irgendwie frustrierend, denn man erfährt so wenig über Becker, dass man sich keinen Reim darauf machen kann. Immerhin erfährt man etwas mehr über seine Vergangenheit bei der Polizei.

    Becker verrennt sich leider ziemlich wahnhaft bei seinen Ermittlungen, was vielleicht Spannung hätte bringen können aber für mich ein bisschen anstrengend war. Seine Partnerin Janina ermittelt bodenständiger aber leider ebenso wenig spannend.

    Leider fehlt bei dem Ganzen auch etwas, was die alten soliden Krimis mit sich bringen. Da ist die Ermittlungsarbeit auch meist eher schlicht aber trotzdem spannend. Wenn ich an Kannibal denke, denke ich an grau. Alles ist irgendwie ein bisschen eintönig.

    Selbst die neuen Figuren, die Benecke einbringt, bringen entweder keine wirkliche Bereicherung oder sind so offensichtlich wichtig für die Geschichte, dass ich eher ungeduldig wurde.

    Der Fortschritt zu Band eins ist definitiv, dass man mehr über Beckers Vergangenheit erfährt und der Fall durch seine Geschichte und Skurrilität recht interessant ist.

    Die Auflösung am Ende hätte spektakulär sein können, wurde dann aber doch zu schnell abgearbeitet. Das war schade.

    Insgesamt wurde auch in diesem Band wieder sehr viel Potenzial verschenkt. Ob ich eine weitere Fortsetzung lesen würde, weiß ich nicht.

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