Franziska Jebens - Immer am Meer entlang

  • Kurzmeinung

    cocodrilla
    Ein Wohlfühlbuch für Zwischendurch, schöne Beschreibung der Landschaft
  • Kurzmeinung

    Maesli
    Eine liebenswürdige Geschichte über Josi und Paul, die Europas Küsten bereisen und zu sich & zueinander finden
  • Für die Polizistin Josi erfüllt sich zu ihrem 30. Geburtstag ein lang ersehnter und geplanter Traum: sie nimmt sich ein Sabbatjahr und bereist mit ihrem Bulli ein Jahr lang Europas Küsten. Für Paul hingegen kommt die Idee zu einem Roadtrip spontan, nachdem er mit der Partnerin seines besten Freundes einen Vortrag von 2 Aussteigern besucht und sich von ihrem Enthusiasmus anstecken lässt. Ihre Wege kreuzen sich, anfangs zufällig, dann absichtlich immer öfter.


    Meine persönlichen Leseeindrücke

    Franziska Jebens Roman „Immer am Meer entlang“ erzählt lebendig, spritzig und im jugendlichen Jargon eine wirklich tolle Geschichte. Ich möchte am liebsten gleich alles hinschmeißen und auch so ein Jahr verbringen. Josi und Paul sind zwei äußerst reizende Protagonisten, die sich während ihrer Europareise immer wieder begegnen. Dazu die schönen Landschaftsbilder aus den europäischen Ländern zu lesen macht großen Spaß und die Lesezeit fliegt nur so dahin.

    Doch es geht nicht nur um den Roadtrip und die schönsten Küsten Europas sondern auch um die beiden Hauptfiguren. Beide sind auf der Suche nach dem eigenen Ich und dem Sinn ihres Lebens. Dass sie sich dabei verlieben, spielt im Roman eine zentrale Rolle und es ist schön zu lesen, wie tollpatschig sie doch in ihren Gefühlen miteinander umgehen. Diese Beschreibungen machen die ganze Handlung nur noch liebevoller. Und natürlich gibt es ein Happyend, etwas anderes könnte ich mir gar nicht vorstellen.


    Fazit

    Ein überaus liebenswürdiger Roman mit zwei tollen jungen Protagonisten, die sich auf ihrer Reise entlang Europas Küsten selber finden & zueinander finden.


    P.S. „Immer am Meer entlang“ ist ein wirklich sehr gelungener Roman. 4 oder 5 Sterne vergebe ich allerdings für jene Bücher, die mich mehr als nur „berühren“. Sie müssen mich über ihre Zeit zum Nachdenken anregen, mir im Gedächtnis bleiben und in mir den Wunsch wecken, sie noch einmal lesen zu wollen.

  • Für Josi ist es schon lange ein Traum mit einem Bulli durch Europa zu reisen. Ihr Plan steht im Detail fest und als die Reise beginnt, will sie jede Minute und vor allem die Freiheit und das Meer genießen. Recht schnell trifft sie auf Paul, der ganz spontan seinen einengenden Alltag hinter sich gelassen hat und ebenfalls reisen will. Obwohl die beiden keinen guten Start miteinander hatten, treffen sie sich zunächst zufällig und später absichtlich immer wieder. Josis festen Reisepläne lassen zwar keine Ablenkung zu, aber tatsächlich beginnt sie doch irgendwann Pauls Anwesenheit oder gar nur kleine Botschaften von ihm zu genießen. Trotzdem will sie an ihrem alten Plan festhalten und sich nicht von Pauls Route beeinflussen lassen. Aber wie lange kann man an einem Plan festhalten, wenn man doch eigentlich die Freiheit genießen will und das Herz plötzlich nach etwas Ungeplantem verlangt?

    Ich fand von Anfang an, dass die Geschichte echt schön klang, daher landete das Buch schnell auf der Wunschliste, aber ich war mir nicht sicher, ob ich es wirklich jetzt schon lesen sollte oder ob es ein Fall für „irgendwann einmal“ wäre. Zum Glück habe ich mir für „jetzt“ entschieden, denn es hat sich tatsächlich zu meinem Monatshighlight im Juni entwickelt und warum verrate ich euch jetzt:


    Vorab sei jedoch gesagt bzw. gefragt, warum dieses Buch keine Triggerwarnung enthält, denn es verursacht das allerschlimmste Fernweh. Am liebsten hätte ich auch Haus und Hof verkauft, einen Bulli geschnappt und wäre losgezogen. Also zumindest sollte daher ein Rabattcode für ein Wohnmobil-Verleih oder ein Reisegutschein beiliegen, denn dieses Fernweh ist wirklich richtig fies. Ich habe es so genossen, wie Josi die Freiheit für sich entdeckt und liebt, wie sie immer offener wird und das Leben irgendwann auch abseits ihres durchdachten Plans genießen kann. Da habe ich sie tatsächlich schon sehr beneidet.


    Josi und Paul sind beides tolle Charaktere, die ich beide sofort mochte. Ihre Geschichte ist süß und witzig und zieht sich durch zahlreiche Länder. Ich hatte anfangs Bedenken, dass die Autorin vielleicht zu viele Begegnungen durch angebliche Zufälle eingebaut haben könnte, aber das hat sie zum Glück nicht gemacht. Stattdessen hatte sie andere schöne Ideen, die mich echt verzaubert haben.


    𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭: Was für ein toller Roman. Perfekt jetzt für den Sommer, um sich in die Freiheit, das Meer, das Reisen und die Liebe selbst zu verlieben. Aber Vorsicht: Bei der Nebenwirkung „Fernweh“ können weder Arzt noch Apotheker helfen, damit muss man alleine klarkommen.


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