Rupert Schöttle - Der Bestattungsvirtuose

  • Stradivari, Amati oder doch nur eine Fälschung?

    Autor Rupert Schöttle ist für seine humorigen Krimis, die allesamt in Wien spielen bekannt.

    Mit „Der Bestattungsvirtuose“ hat er einen Krimi geschaffen, der voller Wortwitz und Zitaten (Karl Kraus!) ist und mit einer Reihe von kulinarischen Köstlichkeiten Wiens aufwarten kann.


    Schon der Beginn verheißt Spannendes. Wen streichelt der beschriebene Mann? Ist es eine Leiche oder …?


    Dieser Krimi kommt mit wenigen blutigen Einzelheiten aus.


    Die Ermittler sind Menschen wie du und ich, haben ihre Ecken und Kanten.


    Schöttle gibt einen interessanten Einblick in den internationalen Musikinstrumentenhandel, von dem Otto Normalverbraucher ja nicht die geringste Ahnung hat. Hier ist eine Menge Geld im Spiel, für die es sich vielleicht lohnt, zu rauben und zu morden.

    Ich finde die philosophischen Ansätze der beiden Ermittler richtig erfrischend. Ich wünsche mir mehr Autoren mit der Formulierkunst eines Rupert Schöttle.


    Fazit:


    Ein netter Wien-Krimi, der ohne die sonst üblichen Gewalttaten auskommt, daher gibt es 4 Sterne.

    "Ein Tag ohne Buch ist ein verlorener Tag"


    "Nur ein Lesender kann auch ein Schreibender sein oder werden" (Maria Lassnig/1919-2014)