Die Kräuterrosi kann's nicht lassen - der dritte Fall
Kräuterrosi will ihre Familie nach einem Schicksalsschlag auf andere Gedanken bringen. Deshalb fährt man nach Kopfing, um den bekannten Kopfinger Waldkronenweg zu besuchen.
In einer der Baumkronen entdeckt Rosi eine Leiche. Ein junger Mann soll sich erhängt haben. Gemeinsam mit Kurt, ihrem Schwiegersohn in spe, besucht Rosi die Familie des Toten. Dort erfährt man, dass tote Gustl Ziel von Hohn und Spott sowie Mobbingattacken war, weil er geistig ein wenig beeinträchtigt war. Doch zwischen den Zeilen hört die Rosi mehr heraus, als ihr lieb ist.
Weder Kurt noch Sepp sind angetan von Rosis Tatendrang. Doch während Kurt sie als „zuhörende Oma“ gerade noch akzeptiert, brennen bei Sepp fast die Sicherungen durch und er stellt Rosi ein Ultimatum.
Meine Meinung:
Die Aufmachung ist wie die anderen Bücher: Jedes Kapitel beginnt mit einem Rezept für ein Hausmittel.
Doch dann allerdings ändert die Autorin ein wenig den Aufbau: Es gibt weniger Klienten, die ihre Hilfe in Anspruch nehmen, dafür wird dem Drama um Daniela sehr viel Raum gegeben. Während Kurt sich in die Arbeit vergraben kann, wird Daniela von Rosi betüdelt. Dass dann ausgerechnet der Ex-Lover Hubert und seine Frau Herta einen Ausweg aus der hoffnungslosen Situation anbieten, finde ich nicht
so prickelnd.
Diesmal ist mir Rosi sogar ein wenig auf die Nerven gegangen. Irgendwie scheint sie rücksichtslos ihren eigenen Interessen, nämlich dem Ermitteln nachzugehen ohne Rücksicht auf andere zu nehmen. Der Zweck heiligt nicht immer die Mittel, auch wenn das Ergebnis stimmt.
Der Spannungsbogen war diesmal nicht allzu hoch. Ich hatte recht bald eine Idee, wie alles zusammenhängen könnte.
Bin schon gespannt, ob sich Sepp und Rosi wieder zusammenraufen. Der nächste Band liegt schon bereit.
Fazit:
Nicht der beste Krimi dieser Reihe, daher nur 3 Sterne.



