Welche Bücher habt ihr im Oktober 2022 gelesen?

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  • Mein Lese-Oktober


    war wieder recht recht gemischt. Ich hatte einiges um die Ohren und war unterwegs. Aber ich hatte wieder Glück: da waren Romane dabei, die mir sehr gut gefallen haben und die sich mir eingeprägt haben.


    279. :musik:   Gitta Edelmann, Der verschwundene Gärtner. Band 1 der Serie McTavish & Scott. :bewertung1von5: 1,5

    Sprecherin: Bettina Storm.

    Die Sprecherin hat eine angenehme und klare Stimme, sie macht ihre Sache tadellos. Aber einem nackten Mann kann man bekanntlich nicht in die Tasche greifen: der Krimi wird durch die Sprecherin nicht besser. Er bleibt geschwätzig, trivial und hat zu viele unglaubwürdige Elemente. Und das ständige modische „nicht wirklich“ hat nur noch genervt.


    280. Ann-Helén Laestadius, Das Leuchten der Rentiere.  :bewertung1von5: 5

    Mein Lese-Eindruck :arrow: steht hier

    Der Roman entführt in die heutige Welt der Samen, ohne jede idyllisierende Naturschwärmerei. "Samisch zu sein bedeutete, seine Geschichte in sich zu tragen, als Kind vor dem schweren Rucksack zu stehen und sich zu entscheiden, ihn zu schultern oder nicht" (S. 190).


    281. Leigh Bardugo, Die Sprache der Dornen. :bewertung1von5: 4

    Ein Sammelband von märchenhaften Geschichten, die in anderen Werken bereits veröffentlicht wurden.

    Bardugo bedient sich aus dem Motivschatz der Volks- und Kunstmärchen, deren Elemente sie neu zusammensetzt. Vor allem der Schluss ist es, der in einen neuen Kontext gesetzt wird und der damit der Geschichte eine völlig andere, aber immer stimmige Stoßrichtung gibt.


    282. Fernando Aramburu, Die Mauersegler. :bewertung1von5: 5 :love:

    Ein zweites Monats-Highlight!

    Tagebuch eines miesepetrigen und anfangs recht oberflächlichen Misanthropen - aber wie Aramburu das erzählt, meisterhaft!

    Mein Lese-Eindruck :arrow: steht hier.


    283. Hervè Le Tellier, Ich verliebe mich so leicht. :bewertung1von5: 4,5


    Im Unterschied zu den anderen Rezensentinnen hat mir die Geschichte sehr gut gefallen.

    Ein kleiner Roman um einen "amourösen Schiffbruch", und im Mittelpunkt steht ein ältlicher und hormongebeutelter Mann, mit dem man sich nicht identifizieren kann und und auch nicht soll.

    Aber wunderbar spritzig und bissig erzählt.

    :arrow: Mein Lese-Eindruck


    284. :musik: Ralf Rothmann, Die Nacht unterm Schnee. Sprecher: Nina Petri und Markus Hoffmann. :bewertung1von5: 5 :love:


    Rothmann erzählt die Geschichte einer Frau, seiner Mutter, deren Jugend von Gewalt, harter Arbeit, Hunger und Lieblosigkeit geprägt war. Wie Rothmann sich mit Hilfe der Sprache von seiner Mutter befreit, wie er ihre Ausschweifungen, ihren nicht zu stillenden Lebenshunger, ihre Verlogenheit und vor allem ihre Gewalttätigkeit den Kindern gegenüber aus ihren Kriegs- und Fluchterlebnissen heraus erklärt – das ist ein ganz besonderes Lese“vergnügen“.


    285. :musik: Neil Richards/Matthew Costello, Tödliche Fracht. Reihe Mydworth. Ein Fall für Lord und Lady Mortimer.

    Ich fand den Inhalt zu banal und geschwätzig, und die Sprecherin hat mich auch geärgert, wenn sie das falsche Wort im Satz betont und damit den Sinn verändert. Dass sie nicht „Tenòr“ und „Tènor“ unterscheiden kann, ist auch kein Pluspunkt.


    286. John Galsworthy, Das Herrenhaus. :bewertung1von5: 4

    Ein Roman, der erst nach und nach seinen Biss entfaltet. Der Autor kritisiert nicht nur die herrschende Rechtssituation bei Ehescheidungen, sondern er hält der britischen Oberschicht, der er selber angehört, einen Spiegel vor und kritisiert ihre Rückwärtsgewandtheit, ihre Borniertheit und ihr Schmarotzertum.


    „Die meisten füllten ihr Dasein damit aus, dass sie Pferde laufen ließen, Füchse jagten oder auch Vögel schossen. Von einigen individuell Veranlagten wusste man, dass sie Klavier spielten und zum Katholizismus übergetreten waren.“


    Über den Pfarrer heißt es:

    „Seine Persönlichkeit, der es an Selbstvertrauen nie gemangelt hatte, war durch diesen günstigen Umstand nur noch gefestigt worden und sie schützte ihn vor der Notwendigkeit der Selbstbeobachtung und geistigen Ringens, mit der seine Mitmenschen sich abzufinden hatten.“


    287. Monique Roffey, Die Meerjungfrau von Black Conch. :bewertung1von5: 5

    Märchenhafte Erzählung mit Schwarz-Weiß Zeichnungen der Charaktere, aber trotzdem sehr ansprechend umgesetzt.

    :arrow: Mein Lese-Eindruck


    288. Claire Heywood, Wir Töchter von Sparta. :bewertung1von5: 2

    Nebenfiguren eine Stimme zu geben – das ist eine beliebte Technik im Creative Writing und kann zu originellen Ergebnissen führen. Nichts spricht dagegen, Homers Epos abzuändern und/oder neue Schwerpunkte zu setzen. Entscheidend ist halt, dass sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt, und das ist hier nicht der Fall. Zu viele Leerstellen bleiben offen.

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    289. Tanya Pyankova, Das Zeitalter der Roten Ameisen. :bewertung1von5: 4

    In drei Erzählstimmen erzählt die Autorin über den sog. Holodomor, den Völkermord durch Aushungern in der Ukraine in den 30er Jahren. Ich habe die aktuellen Ereignisse besser verstehen können durch diesen Blick in die Geschichte.

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    290. Romy Fölck, Die Rückkehr der Kraniche. :bewertung1von5: 2

    “Der Wind spielte in den wehenden Schilfrohrhalmen an der Wasserkante ein uraltes Lied, eine sehnsuchtsvolle Melodie, die vom Zauber der unangetasteten Natur erzählt.“ (S. 7)

    Oh je...

    „Grete hatte interveniert und ... die Tradition der Hansens gerettet“ (S. 28). Was ist das für eine Tradition, Teewasser auf einem Holzofen zu kochen und nicht auf einem Elektroherd? Schmeckt der Tee dann besser?

    Ich habe bis zur Hälfte gelesen und dann querbeet. Mir hat es nicht gefallen.


    291. :musik: Neil Richards/Matthew Costello, Spur nach London. Reihe Mydworth. Ein Fall für Lord und Lady Mortimer. :bewertung1von5: 2,5

    Harmloser Krimi, der alle Klischees bedient, mit einem Ermittlerpaar, das einen neckischen Umgang miteinander pflegt und immer, wenn es eng wird, die richtigen Leute und Gegenstände zur Hand hat.

    :study: John Burnside, In hellen Sommernächten. MLR.

    :study: John Burnside, Anweisungen für eine Himmelsbestattung.

    :study: Mohamed Mbougar Sarr, Die geheimste Erinnerung der Menschheit.

  • Ich wollte mit meinem Post an Rapunzel aber dennoch eine kleine Aufmunterung rüberschicken. :kiss:

    :kiss: Ich wollte nur sagen, dass ich es verstehe, dass Rapunzel traurig ist.

    Ich kann mich einfach nicht mehr darauf einlassen bzw. mich auch nicht mehr richtig konzentrieren

    Das habe ich schon so vermutet, habe allerdings nicht gewusst, dass du mit solchen Problemen nach Corona zu kämpfen hast. Echt heftig. Tut mir sehr leid. :friends: Ich wünsche dir, dass es nach und nach wieder besser wird. In kleinen Schritten, aber stetig nach vorne. Drücke dir fest die Daumen. :thumleft:

    2022: Bücher: 164/Seiten: 67 577
    2021: Bücher: 205/Seiten: 93 417

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    Mein Blog: Zauberwelt des Lesens
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    „Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz“

    Dalai Lama

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    Lese gerade:

    Peterson, Phillip P. - Nano: Jede Sekunde Zählt

  • Ich drücke Dir auch fest die Daumen Rapunzel

    Karen Rose - Todesspiele


    2022

    Gelesene Bücher: 36

    Gelesene Seiten: 19.036

    (Januar 4/1.904 ; Februar 2/1.293 ; März 5/2.216 ; April 1/542 ; Mai 4/2.168 ; Juni 4/1.866 ; Juli 3/1.691 ; August 3/2.081 ; September 2/1.597 ; Oktober 4/1.537)


    2021 : 44 / 21.237 ; 2020 : 49 / 22.248 ; 2019 : 48 / 21.610 ; 2018 : 47 / 22.388 ; 2017 : 50 / 24.667 ; 2016 : 56 / 25.723 ; 2015 : 61 / 27.175 ; 2014 : 73 / 31.730 ; 2013 : 75 / 33.510

  • Rapunzel die Daumen der Büchertreffler wirken ja bekanntlich Wunder, daher sind auch von mir beide Daumen für Dich gedrückt. Hoffe es geht Dir bald wieder besser.

    :study: Samuel Björk - Bitterherz

    :musik: Katharina Peters - Bornholmer Flucht

    Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen. (Friedrich Nietzsche)


    :study: Gelesen 2022: 102 Bücher/

    :musik: 24 Hörbücher

    :study: Gelesen 2021: 107 Bücher /

    :musik: 21 Hörbücher

  • Hier noch mein Oktober :)


    Shigeru Mizuki - Kitaro / Band 1 Kitaros Geburt 3,5 - :bewertung1von5:

    Jean van der Vlugt hatte diese Manga Reihe mal lobend erwähnt. Ein vielversprechender Anfang mit einer schön schrägen Geschichte.


    Karin Kalisa - Sungs Laden 4 - :bewertung1von5: :musik:

    Eine nette herzerwärmende Geschichte, die so nie stattfinden würde, wenn man es sich auch insgeheim wünschen würde.


    Andrea Wulf - Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur 5 - :bewertung1von5:

    Dank BarbSie habe ich dieses Buch von meinem SuB befreit. :winken: Gut recherchiert, spannend und informativ. Sehr anschaulich und lebendig geschrieben.


    John Burnside - So etwas wie Glück 5 - :bewertung1von5:

    Ich war so auf Burnsides Erzählungen gespannt. Die Erwartung war hoch und wurde auch nicht enttäuscht. Burnside kann Erzählung gut :pray:


    John Burnside - "Wo die Exekutive ihre Finger einzieht"? 0 :bewertung1von5:

    Hier wurden meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Ich bin diesem Buch, besser gesagt der Rede, nicht gewachsen, verstehe vieles auch nicht und kann deshalb keine Bewertung abgeben.


    Daniel Keyes - Blumen für Algernon 5 - :bewertung1von5: plus 1 :love:

    Mein Überraschungserfolg! Der Roman stellt so viele wichtige Fragen auf, was den Menschen ausmacht. Das war spannend zu lesen und hallt immer noch nach.

  • Shigeru Mizuki - Kitaro / Band 1 Kitaros Geburt 3,5 - :bewertung1von5:

    Jean van der Vlugt hatte diese Manga Reihe mal lobend erwähnt. Ein vielversprechender Anfang mit einer schön schrägen Geschichte.

    :winken: Dann muss ich gleich auch noch erwähnen, dass meine Bewertung bei den Folgebänden sprunghaft in die Höhe geschossen ist. :drunken: Den ersten Band fand ich auch "nur" so dreieinhalb.

    Williams "Die Milliardenfalle" (38/160)


    :king: Jahresbeste: Mizielińska (2022), Lorenzen (2021), Jansson (2020), Lieberman (2019), Ferris (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015)

    :study: Gelesen: 144 (2022), 185 (2021), 161 (2020), 127 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015)
    O:-) Letzter Kauf: Biegel "Eine Nachtlegende" (16.11.)

  • Shigeru Mizuki - Kitaro / Band 1 Kitaros Geburt 3,5 - :bewertung1von5:

    Jean van der Vlugt hatte diese Manga Reihe mal lobend erwähnt. Ein vielversprechender Anfang mit einer schön schrägen Geschichte.

    :winken: Dann muss ich gleich auch noch erwähnen, dass meine Bewertung bei den Folgebänden sprunghaft in die Höhe geschossen ist. :drunken: Den ersten Band fand ich auch "nur" so dreieinhalb.

    Ich habe mir schon den nächsten Band bestellt. Den Vater des Kleinen finde ich ja zu niedlich. Ich sag nur das Stichwort: Da schwimmt was in der Teetasse :lol:

  • Den Vater des Kleinen finde ich ja zu niedlich. Ich sag nur das Stichwort: Da schwimmt was in der Teetasse :lol:

    :totlach: Mir ist irgendwann sogar der windig Rattenmann ans Herz gewachsen. :lol: Und wie Kitaro fast mit so einer Westernlässigkeit wie Clint Eastwood immer wieder den Menschen aus der Patsche hilft, gefällt mir. Die leichte Müdigkeit dessen, dem das Schicksal eine Verpflichtung auferlegt hat. 8)

    Williams "Die Milliardenfalle" (38/160)


    :king: Jahresbeste: Mizielińska (2022), Lorenzen (2021), Jansson (2020), Lieberman (2019), Ferris (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015)

    :study: Gelesen: 144 (2022), 185 (2021), 161 (2020), 127 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015)
    O:-) Letzter Kauf: Biegel "Eine Nachtlegende" (16.11.)

  • Bevor der November zuende ist, hier noch mein Oktober. :wink:


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

    Hanna Caspian - Goldsturm (Gut Greifenau 4)

    Die Reihe macht mir einfach richtig Spaß. Ich mag die Charaktere und finde es klasse, wie mir auf unterhaltsame Weise historische Tatsachen näher gebracht werden.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Thomas Olde Heuvelt - Echo

    Sehr interessantes Setting, leider konnte ich dem Buch nicht die nötige Aufmerksamkeit schenken und so hat es sich zwischenzeitlich echt gezogen. War einfach nicht die richtige Zeit für dieses Buch.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    José Eduardo Agualusa - Eine allgemeine Theorie des Vergessens

    Das Buch war mir viel zu wirr, den Charakteren kam ich nicht nahe. Schade, mit mehr Seiten und einer klareren Handlung wäre das Buch sicherlich interessant gewesen.

  • Ich kann mich einfach nicht mehr darauf einlassen bzw. mich auch nicht mehr richtig konzentrieren.

    Los ging das alles nach meiner 1. Coronainfektion

    Das ist wirklich eine üble Sache mit diesem fiesen Virus. Hoffentlich meldet sich der Geschmackssinn wieder komplett zurück, ebenso wie die Konzentration.

    Ich drücke dir ganz fest die Daumen und freue mich mit dir über jeden noch so kleinen Fortschritt. :friends:

    Liebe Grüße

    Lorraine :)


    "Es ist leichter das Buch zu behalten, als das was drinnen steht." (Michel de Montaigne) :study:

  • Klinke Dich bitte ein, wenn Du etwas zurechtrücken kannst. Mich stört weniger dieses Unklare als die Redundanzen und die unnötigen Längen.

    Danke für die Einladung, vielleicht mache ich das bei Gelegenheit :) . Wenn man alleine liest, beurteilt man die Geschehnisse und vor allem die Personen teilweise doch anders.

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