Larry Niven - Ringwelt

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  • Ringwelt ist eines jener Bücher, das man auf Anhieb nicht mehr aus der Hand legen kann. Niven schuf hier eine Welt, die wohl ebenso gut unter Fantasy hätte stehen können. Der nachfolgende Zyklus tendiert jedenfalls in diese Richtung.
    Der Roman selbst handelt von drei gegensätzlichen Charakteren, die sich zusammenraufen, um einer schlimmeren Gefahr zu entgehen. Ein Puppetier, eine Spezies, der Sicherheit über alles geht, die selbst Ecken wegen Verletzungsgefahren meidet, ein Kzin, Angehöriger einer Raubtierrasse, der seine Kameraden wohl eher als lebender Proviantvorrat sehen würde und ein Mensch bilden die Crew eines Raumschiffes, das auf eine seltsame Mission geschickt wird. Und sie treffen auf ein seltsames Sonnensystem, denn dort schwebt im All die Ringwelt!
    Extrem spannend und mit Denkanstößen, die nicht zu verachten sind.

  • Nun habe ich "Ringwelt" von Larry Niven zum zweiten Mal gelesen. Bei dem Bewerten muss man auf das Erscheinungsjahr schaunen, denn 1970 stand bei Science-Fiction-Büchern der technische Aspekt im Verdergrund. So findet man Supraleiter, Thruster, Ramjets, Lebensverlängerungsdrogen, Schwebemotoren und allerlei. Deshalb würde ich das Buch nur eingefleischten Science-Fiction-Leser empfehlen.


    Da in dem 1. Buch des Ringwelt-Zyklus´ keine Abbildung ist, verwirren einen die Richtungsangaben, wenn die Gruppe auf der Ringwelt herum läuft. Aber die sind nicht so wichtig, da bei den Entferungen (Im 2. Buch gibt es eine Liste der Eigenschaften der Ringwelt: Geschwindigkeit, Fläche usw.) von 1 Million Meilen Abstand der Ränder des Ringweltbandes, findet die Geschichte auf, relativ zu der Ringwelt, lächerlichen 200.000 Meilen statt.


    Das einzige was nicht gerade schlüssig ist, ist das Glück der Teela Brown. Wegen ihres Glückes ist sie Bestandteil des Erkundungstrupps. :-s Genau diese Tatsache bestimmt den Verlauf der Geschichte.


    Gegenüber Demosthenes nennt sich das Puppetier bei mir "Puppenspieler" und gibt seinen Namen mehr als genug Sinn. :loool:


    Von den vielen Fachbegriffen hätte ich wahrscheinlich nichts gehört, hätte ich mich nicht sehr stark dafür interessiert. Bussard-Ramjets können nicht funktionieren, da das Magnetfeld, das den "Treibstoff" einfängt sehr sehr stark sein müsste; selbst bei unseren Energieverbrauch zu viel. Und im Weltall befindet sich so 20-200 Teilchen pro Kubikzentimeter und davon ist nur wenig als Treibstoff zu gebrauchen. Supraleiter sind Stoffe, die ab einer gewissen Temperatur vollständig ihren elektrischen Widerstand aufgeben. Der Grund hier ist, dass "wärmsten" Supraleiter 70 Kelvin haben. Zum Vergleich: 273,15 K entspricht 0° C. :mrgreen: Thruster sollen reaktionslose Antriebe sein; dies ist wohl von Larry Niven ausgedacht worden. Der Hyperraum ist bei solchen Weltraumabenteuern ein gern benutztes Mittel zum Überbrücken der großen Entfernungen. Den Hyperraum kenne ich aber von den Büchern von Isaac Asimov.

  • Poah, Ringwelt. Habe ich vor eingen Jahren mal gelesen, aber damals war ich wohl noch etwas zu jung, denn ich hatte Probleme die Story zu verstehen, folgedessen war ich nicht so begeistert davon. Aber immerhin zählt es ja zu den Klassikern des Genres, ist auf jeden Fall eine Versuchung mich nochmal an die Ringwelt ranzuwagen.
    Was ich noch in Erinnerung habe, die wirklich gut gezeichneten Aliens haben mir sehr gut gefallen, das waren richtig exotische Aliens, die alle auch einen ausgeprägten Charakter hatten.

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