Der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn erzählt in seinem neu erschienenen Buch "Eine andere Jüdische Weltgeschichte" die Geschichte der Juden von den Anfängen bis heute. Es ist eine recht kurze (360 Seiten) und komprimierte, übersichtliche, klar und unkomliziert und auch spannend und unterhaltsam geschriebene Darstellung. In neun Kapiteln thematisiert Wolffsohn die möglichen Näherbestimmungen des Begriffs "Juden", ihre Geschichte in den einzelnen Ländern/Reigionen der Erde, die Theologie und Religion, das Rechtswesen, Vorstellungen von Körperlichkeit und Sexualität und natürlich auch den Antisemitismus. Eine Übersicht über bedeutsame Jüdinnen und Juden sowie eine ausführliche Literaturliste, in der auch Filme und literarische Werke aufgenommen wurden, schließen das Buch ab.
Bei der Lektüre habe ich auf sehr unangestrengte Weise sehr viel Neues gelernt. Das Buch ist deshalb gerade auch für alle Nicht-Historiker, auch für ältere Schüler, sehr passend und geeignet. Ich wünsche dem Buch viele Leser, gerade angesichts der starken Verbreitung antisemitischer Vorurteile und Verschwörungstheorien, wie wir sie in Deutschland gerade erleben müssen.





