Alice Pantermüller - Tatort der Kuscheltiere

Cover zum Buch Florentine Blix. Tatort der Kuscheltiere

Titel: Florentine Blix. Tatort der Kuscheltiere

, (Illustrator)

4,4 von 5 Sternen bei 5 Bewertungen

88% Zufriedenheit

Band 1 der

Verlag: Arena

Format: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 288

ISBN: 9783401605784

Termin: März 2022

Aktion

  • Da ich sowohl Krimis, als auch Bücher voller mystischer Ereignisse mag, bin ich bei diesem Buch auf jeden Fall hängen geblieben. Vom Cover her wirkt das Buch eher etwas unscheinbar und mich hat es nicht direkt angesprochen, der Inhalt konnte mich hingegen richtig überzeugen.
    Die Autorin Alice Pantermüller entführt die Leser_innen in die Welt der jungen Florentine Blix, die dafür bekannt ist, alles immer wortwörtlich und genau zu nehmen, von zu viel Sinnesreizen schnell überfordert zu sein, und zusätzlich gerne kleinere und größere Kriminalfälle löst. Damit nicht genug verfügt sie über besondere Fähigkeiten, die ihr beim Aufspüren eines Verstorbenen und bei der Lösung von Verbrechen mehr als gute Hilfe leisten. Angesiedelt ist die Geschichte in Flensburg, so dass sich deutsche und dänische Einflüsse in der Geschichte mischen und mensch als Leser_in ganz nebenbei ein paar Worte und Redewendungen auf Dänisch lernt.
    Die Geschichte wird von der Autorin so lebendig und jugendgerecht erzählt, dass die Seiten wie im Fluge dahinziehen. Wer Krimigeschichten, etwas Fantasy, Geschichten über Flensburg und Dänemark mag und sich gerne auf vielschichtige Charaktere einlässt, ist bei diesem Buch genau richtig.

  • Ziemlich Außergewöhnlich

    Florentine Blix, ist dreizehn, liebt die Farbe Grün und löst gerne Kriminalfälle. UND sie ist anders. Florentine weiß genau was sie später als Beruf machen möchte, nämlich Morde aufklären. Doch am liebsten würde sie jetzt schon in einem richtigen Krimi stecken und ein Abenteuer erleben.

    Als Bo neu in ihre Klasse kommt, passieren merkwürdige Dinge, denen Florentine natürlich nach gehen möchte. Um herauszufinden was diese "Dinge" mit Bo zutuen haben und um herauszufinden warum all ihre Kuscheltiere plötzlich weg sind, begibt sie sich auf Spurensuche. Und dann überschlagen sich die Ereignisse!

    Das Cover ist nicht sehr auffällig und hat mich nicht so richtig begeistern können. Dennoch ist es ganz nett. Die Zeichnungen, im Buch, dagegen haben mir sehr gefallen, sie ergänzen die Geschichte wunderbar.

    Der Schreibstil war angenehm und durch die vielen Illustrationen hatte ich das Buch schnell durch.

    Die Stadtpläne und die kleinen Listen, genau wie das kleine Dänisch-Lexikon, am Ende, fand ich ebenfalls sehr gut.

    Als ich gesehen hatte das Alice Pantermüller ein neues Buch hat, wusste ich sofort das muss ich auf jeden Fall lesen, da die Mein Lotta-Leben-Reihe super witzig und toll war, aus meiner Sicht.

    Florentine ist ein außergewöhnlicher Charakter und mir hat es anfangs schwer gefallen sie zu verstehen und mich ihn sie hineinzuversetzen. Dennoch ging es und irgendwann konnte ich ihre Handlungen und Gedanken nachvollziehen. Ihre Beste Freundin Maja war mir, genau wie Bo sympathisch. Die beiden stehen mit Florentine so einiges durch.

    Eine interessante Geschichte, die lustig, spannend und anders ist. Mein einziger Kritikpunkt ist, das es mir im Laufe des Buches etwas zu außergewöhnlich wurde und zu abgedreht.

    Trotzdem kann ich die Geschichte empfehlen. Macht euch auf ein spannenden ersten Fall, mit Florentine Blix gefasst!

  • Geister sind schließlich auch nur Menschen

    Es beginnt wie ein Krimi und entwickelt sich im Laufe der Zeit mehr und mehr zum Mystery-Thriller. Mit der streng rationalen und systematischen Herangehensweise der Hauptfigur Florentine, deren Aspergersyndrom im Tonfall gut nachvollziehbar abgebildet wird, lässt sich das zunächst nicht gut in Einklang bringen. Die surrealen Elemente machen die Geschichte erst einmal verwirrend, denn anstelle einer stringenten Handlung erscheint hier immer wieder ein deus ex machina, der die Wendungen herbeiführt. Mit dem Fortschreiten des Geschehens gewinnt dieser Umstand aber zunehmend an innerer Logik, die ich hier nicht näher spezifizieren kann, ohne einen Spoiler zu platzieren.

    Der für ein Kinderbuch recht dicke Wälzer lässt sich schon durch die äußere Gestaltung flott konsumieren, wobei die eingefügten Illustrationen und Textfelder den Lesefluss keineswegs bremsen. Ortsunkundigen helfen die Stadtpläne Flensburgs bei der Orientierung und bilden einen Realitätsbezug, man erfährt einiges über die Stadtgeschichte an der Grenze zu Dänemark und lernt sogar ein paar Brocken der im Nachbarland gebräuchlichen Sprache. Wenn man sich dafür interessiert, ist das zweifellos ein Mehrwert.

    Deshalb empfehle ich diesen Titel aufgeschlossenen Kindern ab 12.

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Spannend

    Florentine Blix ist ein dreizehnjähriges Mädchen. Sie trägt immer grüne Kleidung und liebt es, Kriminalfälle zu lösen. Am ersten Tag nach den Ferien verschwindet der Sack auf der Hollywoodschaukel, worin sie ihre Kuscheltiere gesteckt hat. Ausserdem kommt noch Bo neu in ihre Klasse. Das ist der Beginn eines mysteriösen Falles.

    Das Cover und die Rückseite des Buches sind sehr liebevoll gestaltet. Das Buch ist zauberhaft von Daniela Kohl illustriert worden. Die Illustrationen bringen richtig Leben in die Geschichte. Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Die Handlung wird in der Ich-Perspektive von Florentine erzählt. Ich fand sie sehr sympathisch dargestellt. Der Kriminalfall war sehr spannend. Er ist sehr geeignet für Kinder. Sehr informativ und bezaubernd sind auch die kleinen Steckbriefe, womit die Charaktere eingeführt werden. Auch sieht man immer wieder Notizzettel von Florentine, wo auch für den jüngeren Leser einige Dinge erklärt werden und sie einiges lernen können, zum Beispiel wie das Brechungsgesetz definiert ist. Dieses Buch hier ist der erste Band von Florentine Blix. Ich freue mich sehr, von ihr bald eine Fortsetzung zu lesen.

    Spannender Reihenauftakt von Florentine Blix für Kinder ab 10 Jahren.

  • Klappentext/Verlagstext
    Der Tag, an dem Bo in Florentines Klasse kommt, ist dunkelrot. Auf einer Farbskala von Lindgrün bis Glutrot ein echter Feuerlöscher-Tag. Am selben Tag verschwinden auch Florentines ausrangierte Kuscheltiere. Und auch wenn das eine erstmal nichts mit dem anderen zu tun hat, ist dieser 31. August doch der Anfang eines ganz und gar außergewöhnlichen Kriminalfalls. Denn Bo ist nicht nur ausgesprochen nervig, er hat auch einen verschwunden Cousin namens Jesper. Als der nachts in Florentines Zimmer auftaucht und sie bittet Bo zu helfen, ist ihr Ermittlerinstinkt geweckt. Blöd nur, dass Jesper nur Dänisch spricht und ständig wieder verschwindet. Mehr denn je ist Florentine auf die Hilfe ihrer besten Freundin Maja angewiesen. Denn die kennt sich viel besser mit Menschen aus als Florentine - mit denen, die da sind, und auch mit den Verschwundenen …


    Florentine ist anders als die anderen, und das weiß sie auch. Obwohl sie klug ist und in vielen Bereichen viel mehr weiß als ihre Mitmenschen, versteht sie andere meistens nicht und es fällt ihr schwer, mit ihnen zu interagieren. Sie kann nicht lügen; Regeln und Rituale geben ihr Sicherheit. Was Florentine mag sind Kriminalfälle. Seit dem Marienkäfer-Vorfall im Kindergarten weiß sie, dass sie eines Tages zur Kripo gehen und Morde aufklären wird. Schon jetzt führt sie Ordner über ihre „Fälle“ - allerdings ist noch kein echter Krimi dabei. Der Tag, an dem sich das ändert, ist der Start von Florentines außergewöhnlichen Fällen.

    Die Autorin
    Alice Pantermüller lebt nach dem Lehramtsstudium und einer Ausbildung zur Buchhändlerin mit ihrer Familie in der Lüneburger Heide. Bekannt wurde sie durch ihre Kinderbücher über Bendix Brodersen.


    Die Illustratorin
    Daniela Kohl verdiente sich schon als Kind ihr Pausenbrot mit kleinen Kritzeleien. Die freie Illustratorin und Grafikerin lebt mit Mann, Hund und Schildkröte über den Dächern von München.


    Inhalt

    Florentine Blix ist nicht verwandt oder verbandelt mit Ella Blix. Die 13jährige Jungermittlerin aus Flensburg mag Tiere lieber als Menschen, hat Probleme mit Gesichtern und hasst Fahrradfahren. Das sind jedoch längst nicht alle Besonderheiten, die im Umgang mit ihr zu beachten sind. Bei Erwachsenen leuchtet hier bereits die Bühnenbeleuchtung mit dem Begriff „Autismus-Spektrum“ auf. Florentines Stärken und Vorlieben sind Physik, Recherchieren, Ordnung und von ihr bestimmte Cold-Cases, für die sie Fallakten anlegt. Der Startband der Florentine-Serie zeigt sich optisch passend im Ringbuch-Design mit eingeklebten Notizzetteln und grünen Trennseiten zwischen den Kapiteln. Stadtplan-Ausschnitte und Comic-Elemente ziehen förmlich in Florentines erstes Abenteuer hinein. Die junge Heldin hat es mit einem Kuscheltierraub zu tun, mit unheimlichen Nachrichten, die ihr auf Dänisch zugeraunt werden, einem neuen Mitschüler, der ihr mit „Füße-Schluffeln“ den letzten Nerv tötet und einer fiesen Jungs-Clique aus der 7. und 8. Klasse. Ihr erster großer Fall steht in Bezug zum neuen Mitschüler Bo und stellt Florentines Ermittlertalent auf eine harte Probe. Sie hat nämlich beschlossen, Kriminalermittlerin für grenzüberschreitende Fälle zwischen Deutschland/Dänemark zu werden.


    Fazit

    Daniela Kohls Illustrationen ziehen auf raffinierte Weise ins Buch und zwingen förmlich dazu, der Handlung flott zu folgen. Auch inhaltlich konnte der Einstieg meine Neugier wecken. Die Qualität des Kinderkrimis liefert seine Heldin, die sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst ist und sich - zumindest auf Notizzetteln - dazu deutlich äußern kann. Eigene Erklärungsversuche musste ich bald aufgeben; denn Florentines Logik ist schon sehr speziell. Die Lösung ihres ersten Falles hat mich weniger überzeugt. Mir fallen einige potentielle Leser:innen ein, denen es vermutlich ebenso gehen wird. Als Einstiegsband überzeugt mich Florentine in ihrem Umfeld - kein Wunder; denn ich liebe Stadtplanausschnitte in Kriminalromanen.

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

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    "The three most important documents a free society gives are a birth certificate, a passport, and a library card!" E. L. Doctorow

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