Jörg Isermeyer - Dachs und Rakete. Ab in die Stadt!

Cover zum Buch Dachs und Rakete. Ab in die Stadt!

Titel: Dachs und Rakete. Ab in die Stadt!

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5 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen

Verlag: Beltz & Gelberg

Format: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 120

ISBN: 9783407756404

Termin: Februar 2022

Aktion

  • Zu viel Zeug macht eh nur Sorgen

    Ausgerechnet der Bau eines Naturerlebnisparks vertreibt den Dachs und die Schnecke Rakete aus ihrer angestammten Heimat. Vermenschlichte Tiere als Kinderbuchfiguren verwirren mich eigentlich wegen der Beliebigkeit der Eigenschaften und Fertigkeiten, aber sie scheinen vom fantasiebegabten Nachwuchs gerne akzeptiert zu werden, bieten sie doch eine Projektionsfläche für Erfindungsreichtum jeglicher Art.

    Und so finden wir hier zwei wahre Lebenskünstler vor, die sich in ihren Besonderheiten wohltuend ergänzen: den Überschwang des Dachses hält Rakete jederzeit mäßigend im Zaum.

    Wie Hans im Glück müssen sie sich auf ihrer Reise ins Ungewisse Stück für Stück ihrer Habseligkeiten entledigen, fühlen sich aber nach jedem Verlust etwas leichter. Schließlich führt sie ihre Odyssee in die Stadt, wo sie einen Kulturschock zu verkraften haben - ihre Gewohnheiten als Selbstversorger gelten hier nichts, sondern man braucht Geld. Rettungslos verloren wären sie, fänden sie nicht da wo es darauf ankommt nette Tiere, die ihnen weiterhelfen.

    Dadurch bleibt ihnen auch die Obdachlosigkeit erspart, und das Reparaturtalent des Dachses sichert ihnen den Lebensunterhalt.

    In einer beinahe slapstickartig angelegten Episode führt der Autor die Konsumkultur der Einkaufszentren ad absurdum. Manchmal artet die Situationskomik regelrecht in Klamauk aus, die lustigen Reime setzen regelmäßig noch die I-Tüpfelchen.

    Man könnte die Situation viel mehr problematisieren, aber das liefe wieder auf einen erhobenen Zeigefinger hinaus. Diese im Grunde harmlose Story reißt die Konflikte an, gibt den jungen Lesern Denkanstöße, ohne sie über Gebühr zu beunruhigen, und verbindet das Ganze mit hintergründigem Humor und einer positiven Lebenseinstellung: unterm Strich eine gutgelaunte Geschichte mit starken Hoffnungsimpulsen.

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  • Ein sympathisches Duo mit Herz und Humor

    Eines Morgens wird Herr Dachs sehr unvermittelt von einer Baggerschaufel aus dem Schlaf gerissen – wo er bisher noch in einer freundschaftlichen Wohngemeinschaft mit seiner Weggefährtin, der Schnecke Rakete, gelebt hat, soll nun ein Freizeitpark entstehen. Gutmütig wie der schwarz-weiß gestreifte Geselle nun mal ist, fängt er keine größeren Diskussionen an, sondern wagt einen Neubeginn und macht sich zusammen mit Rakete auf den Weg ins Blaue. Der Weg führt sie in die große Stadt, die einige Überraschungen und neue Erfahrungen für das Duo bereithält...

    Zusammen mit dem sympathischen Freundespaar geraten die Leser beziehungsweise Zuhörer in allerlei lustige Situationen, angefangen bei der Fahrt, die notgedrungen mit weit weniger Gepäck endet als sie begann, über erste Erfahrungen mit der Marktwirtschaft (Geld ist den Beiden z.B. noch völlig unbekannt) bis zur Begegnung mit diversen interessanten Nebencharakteren.

    Die etwas naive, freundliche Art des Dachses lässt ihn schnell Sympathiepunkte sammeln, noch dazu ist er ein fleißiger Handwerker und Erfinder, der sich allerlei witzige Sachen einfallen lässt. Die freche Rakete ist eine gelungene Ergänzung, nicht nur durch den Running Gag, dass eine Schnecke nun mal keine Hände hat und deshalb z.B. schlecht Krocket spielen oder rudern kann.

    Generell weiß das Buch durch viel Humor und Wortwitz kleine, aber auch große Leser/Vorleser zu begeistern, etwa durch Formulierungen wie „hausenge“ Klamotten für Rakete.

    Abgerundet wird das charmante Gesamtpaket noch dazu durch liebevolle, farbenfrohe und ebenfalls lustige Illustrationen, auf denen es viele Details wie etwa ulkige Gesichtsausdrücke der Figuren zu entdecken gibt.

    Ohne dass trocken der moralische Zeigefinger erhoben wird, kann man ganz nebenbei auch verschiedenes aus der Geschichte lernen – weniger ist mehr/ ohne unnötigen Ballast lebt es sich manchmal leichter, Freundlichkeit kann sehr hilfreich sein, Fremde sind manchmal Freunde, die man einfach noch nicht kennt...

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