Beate Ferchländer ist bekannt für ihre Mehlspeis-Krimis. In jedem ihrer schwarzhumorigen Bücher spielt eine köstliche Süßspeise eine bedeutende Rolle.
Diesmal ist es ein vergifteter Apfelstrudel, der die Kriminalpolizei auf die Spur der Täterin führt. Aber, gibt es auch belastbare Beweise? Oder doch nur Indizien?
Sei es wie es sei. Der behäbige Inspektor Morawec hat sich unsterblich in die schöne Witwe Helene verliebt, die er in Verdacht hat, beim Tod ihres Mannes ein wenig nachgeholfen zu haben. Mit einer Andeutung hier und einer anderen da, sowie dem Versprechen, die Ermittlungsakte verschwinden zu lassen, nötigt er Helene, ihn zu heiraten. Doch nicht nur das! Helene soll sich von ihrer Jugendstilvilla in Baden und von Tereza, ihrer tschechischen Haushälterin, trennen und bei ihm einziehen.
Dieses Arrangement gefällt weder Helene noch Tereza und so überlegt das Duo, wie man Morawec wieder loswerden kann ...
Meine Meinung:
Herrlich, wie hier mit viel Tempo und viel schwarzer Humor, die Leser unterhalten werden. Denn, Hand auf’s Herz! Wer hat nicht schon das eine oder andere Mal den geschätzten Herrn Gemahl zum Teufel gewünscht? Nur gut für unsere Männer, dass selten eine Tereza mit Rat und Tat zur Verfügung steht.
Für diejenigen, die die Vorgänger kennen, gibt es ein Wiedersehen mit Chefinspektor Hartinger, der nicht nur Helenes Charme erliegt, sondern auch Hinweisen über mysteriöse Todesfälle im Dunstkreis von Tereza nachgehen muss.
Lachen musste ich, als auf richterlichen Beschluss der betonierte Swimmingpool abgetragen werden muss, weil man darunter eine weitere Leiche vermutet, und leider nichts zu entdecken gibt.
Die Charaktere sind recht speziell und manches ziemlich überzeichnet. Der Humor ist tief- bzw. manchmal sogar abgründig.
Fazit:
Wer einen Krimi, bei dem die Männer nicht gar so gut wegkommen und bei dem mit viel schwarzem Humor trefflich gemordet wird, mag, ist hier genau richtig. Da gibt es von mir 5 Sterne.



