Tina Frennstedt - Das gebrannte Kind / Skärseld

  • Kurzmeinung

    ginnykatze
    Ein interessanter Kriminalroman, der mich gut unterhalten hat!
  • Kurzmeinung

    Annabell95
    Ansich recht spannend, aber vorhersehbar, nicht die typische Cold-Case-Ermittlungsarbeit. Leidige Corona-Thema hat gener

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  • Brandgefährlich

    Österlen wird von einer Brandserie erschüttert. Bereits vier Menschen sind getötet worden. Der Brandstifter hat in jedem Haus die Brandmelder abgebaut und eine Ziffer ans Haus gemalt. Eine junge Frau überlebt den Brand in ihrem Haus und als sie schildert, dass sie Musik vernommen hat, ist Kommissarin Tess Hjalmarsson alarmiert. Diese Eckdaten kennt sie bereits aus einem bisher ungelösten Fall . Sie und ihr Team ermitteln nun mit Hochdruck und auch für Tess wird es brandgefährlich.

    "Das gebrannte Kind" ist der dritte Teil der Cold-Case-Serie und auch wenn man die Vorgänger noch nicht kennt, kann man ihn auch ohne die Vorkenntnisse lesen.

    Ehrlich gesagt, war ich ziemlich enttäuscht von diesem Teil. Die beiden Vorgänger haben mir sehr gut gefallen, aber hier fehlte mir einfach zu viel. Alles war irgendwie vorhersehbar. Der Täter stand quasi von Beginn an fest und als Leser wurde man auf keine falschen Fährten gelockt und Überraschungen, auch wenn sie halbwegs eingebaut wurden, holten mich nicht ab.

    Hinzu kam, dass die Handlung zwei Cold-Case Fälle hatte. Der eine trat relativ schnell wieder in den Hintergrund und wurde erst gegen Ende wieder hervorgeholt als offenes Ende. Ich habe mich dann gefragt, warum man ihn dann erst erwähnt, wenn er doch nicht abgehandelt wird. Das weckt nur unnötige Hoffungen. Zudem blieben am Ende auch noch Fragen offen, was ich nicht immer ganz so optimal finde, wenn ein Fall bereits abgeschlossen ist.

    Ich mag es, wenn ein Buch sehr nah an die Realität gebunden ist, aber muss es dann unbedingt das leidige Corona-Thema sein?!. Eine kurze Erwähnung hätte allemal gereicht, aber hier wurde ständig drauf rumgeritten und das hat mich dermaßen genervt. Mir reicht es wenn ich es ständig in den Nachrichten höre / lese, dann brauche ich es nicht auch noch in den Büchern, wo ich dem Alltag entfliehen will.

    Die Handlung war aber trotzdem spannend, weil Tess als Kommissarin in den Gefahrenfokus gerückt ist. Auch in ihrem Fall geht es heiß zur Sache. Der Brandstifter sorgt immer wieder für Unruhe und als Leser weiß man nie, was er als nächstes vor hat.

    Mein Fazit:

    Es ist jetzt nicht das Nonplusultra. Mich hat es echt enttäuscht. Man fühlt sich zwar gut unterhalten, aber man verpasst jetzt auch nichts wenn man es nicht liest.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Tina Frennstedt - Cold Case - Das gebrannte Kind“ zu „Tina Frennstedt - Das gebrannte Kind“ geändert.
  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Tina Frennstedt - Das gebrannte Kind“ zu „Tina Frennstedt - Das gebrannte Kind / Skärseld“ geändert.
  • "Fegefeuer". Der 3. Teil der Cold Case Reihe


    3,5 Sterne

    Eine Brandstifter geht in Schonen um, bereits 4 Menschen sind in den Flammen gestorben. Der Täter hat zuvor die Brandmelder entfernt und die Häuser nummeriert.
    Bis Tess Hjalmarsson aufgrund der Zeugenaussage einer Überlebenden erkennt, dass diese Fälle mit einem alten Fall aus der Vergangenheit zusammenhängen, denn auch damals wurde bei einem Brand, in dem die Mutter des 5jährigen Tim starb, dieselbe Musik gehört. Der damalige Täter wurde nie gefasst.
    Tess und ihr Cold Case Team ermitteln unter Hochdruck bis Tess erkennt, dass auch sie im Visier des Täters steht...


    Meine Meinung:
    "Das gebrannte Kind" ist der dritte Teil der Cold Case Reihe um Tess Hjalmarsson, in dem man wieder viele bekannte Personen trifft. Der Fall ist jedoch in sich abgeschlossen und kann daher eigenständig gelesen werden. Alles wichtige aus Tess' privatem Leben sowie ihrer bisherigen Fälle werden kurz angeschnitten.
    Tess ist wieder sehr nahbar beschrieben, sie ist nicht nur ein Super-Cop, sondern ein Mensch mit Fehlern und Ängsten, wodurch man sich gut in sie hineinversetzen kann. Die Polizeiarbeit, das Zusammentragen von Fakten und Beweisen, ist wieder sehr interessant und authentisch dargestellt.

    Tina Frennstedt fesselt wieder mit einem packenden Schreibstil und hohem Spannungsbogen, auch wenn recht bald vorhersehbar war, wer der Täter ist; jedoch gibt es diesmal einige Dinge, die nicht so gut ausgearbeitet waren.
    Es gab lose Enden, und es blieben einige Fragen offen, nicht nur, was die Motivation des Täters betrifft, sondern auch andere Dinge, Kleinigkeiten, die eigentlich gar nicht hätten erwähnt werden müssen. Auch wurde einiges nicht aufgelöst, das einem im Verlauf der Geschichte wichtig erschien. Und auch das Motiv des Täters, und dass sich ein 5jähriges Kind an so viele Dinge erinnern kann, war für mich nicht nachvollziehbar. Und bzgl. der Morde auch einige Logikfehler.
    Auch über den deutschen Titel bin ich nicht glücklich, der Originaltitel "Fegefeuer" hätte viel besser gepasst und nicht zu viel verraten.
    Weiters wurde der "Fall Jenny" anfangs angesprochen, in dem Tess eigentlich ermitteln sollte und wo man dachte, um diesen Fall geht es in diesem Buch, welcher jedoch bald in Vergessenheit geriet und erst am ende wieder - als Cliffhanger für nächsten Band - angeschnitten wurde.
    Und Tess sowie ihre Partnerin Sandra verhielten sich manchmal total unverständlich, zum Beispiel als der Hund einen Giftköder gefressen hat oder ein unbekannter Bauarbeiter auf dem Grundstück war. Das war ihnen quasi total egal, und das konnte ich absolut nicht nachvollziehen.
    Aber alles in allem wieder ein spannender Cold Case aus der Feder von Tina Frennstedt.

    Hilfreich ist wie bei den Vorgängerbänden der Plan von Schonen in der vorderen Klappe, in dem ich sehr gerne Tess Einsatzorte nachschlage. Leider sind diesmal viele Handlungsorte, die in diesem Band vorkommen, nicht eingezeichnet.


    Fazit:
    Der dritte Teil der Cold Case-Reihe. Wieder spannend und lebendig geschrieben; doch war der Täter schnell klar, und es gab einige losen Enden und Fragen, die offen blieben, daher diesmal nur 3,5 Sterne. Ich bin trotzdem schon sehr auf den nächsten Band gespannt, in dem diesmal hoffentlich der "Fall Jenny" aufgeklärt wird!

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

  • „Auge um Auge, Zahn um Zahn“


    In Österlen geht ein Feuerteufel um. Der Täter entfernt zuerst die Feuermelder, hinterlässt eine Ziffer und legt dann das Feuer. Gott sei Dank kommen nicht alle Hausbesitzer in den Flammen um, aber die Todeszahl erhöht sich bei jedem neuen Feuer. Eine Überlebende berichtet, dass sie Musik gehört hat, während das Feuer ausgebrochen ist.


    Als Kommissarin Tess Hjalmarsson, die inzwischen ein Cold Case Team führt, von diesem Detail erfährt, erinnert sie sich sofort an ihren ersten Mordfall vor 15 Jahren, der aber nie aufgeklärt wurde. Ein junge Mutter wurde ermordet und verbrannt. Der 5jährige Sohn überlebte und erzählte, dass er Musik gehört hat. Ist der Mörder von damals jetzt wieder unterwegs?

    Seite 243: „Sie konnte nicht sagen, was sie gestört hatte, aber es war eine Unbeseeltheit und Leere.“


    Die Ermittlungen gestalten sich sehr umfassend und schwierig. Das ganze Team arbeitet mit Hochdruck, doch sie kommen dem Täter nicht einen Schritt näher. Als sich dann die Ereignisse überschlagen, schwebt plötzlich Tess selbst in Lebensgefahr.


    Fazit:


    Die Autorin Tina Frennstedt nimmt uns in ihrem Kriminalroman „Das gebrannte Kind“, mit nach Österlen in Schweden. Das gelingt ihr sehr gut. Dies ist schon der 3. Fall der Cold Case-Reihe um Kriminalkommissarin Tess Hjalmarsson, für mich ist es der erste.


    Der Schreibstil ist leicht und flüssig lesbar, dabei aber auch detailgenau und brutal in den Gewaltszenen. Was mich ein wenig gestört hat, ist, dass hier anfangs immer wieder von anderen Fällen berichtet wurde. Das musste gar nicht sein, denn der Fall des Feuerteufels hat mich voll mitgerissen und beschäftigt.


    Schon von Anfang an war der Spannungsbogen hoch, das blieb auch das ganze Buch über so. Manchmal gab es einen kleinen Hänger, wenn wieder sehr intensiv über das Privatleben dieser oder jener Person erzählt wurde.

    Seite 326: „...sie fühlte sich wie eine Patientin, die eingeliefert, herumgefahren, behandelt und wieder entlassen werden würde.“


    Die Charaktere zeichnet die Autorin mit sehr viel Feingefühl. Ich konnte mit ihnen fühlen, leiden und Schmerzen empfinden. Meine Lieblingsfigur war hier ganz klar Marie, die Kollegin von Tess. Ihre aufmüpfige und teilweise aufbrausende Art, aber im Gegenzug auch ihre ruhige Herangehensweise, wenn es gefährlich wurde, hat mir sehr gut gefallen. Auch dem Täter durften wir über die Schulter schauen, er war gefühlskalt berechnend und äußerst brutal.


    Ich wusste schon sehr früh, wer der Täter ist, aber das ist gar nicht tragisch, denn es ist ja interessant zu erfahren, warum er so geworden ist und weshalb er mordet. Das Ende war mir viel zu lang und konnte mich nicht wirklich überzeugen. Eine gestandene Kriminalkommissarin so an der Nase herumzuführen, war mir dann doch ein wenig zu übertrieben und nicht nachvollziehbar. Schade, hier hätte ich mir mehr gute Ermittlungsarbeit gewünscht.

    Seite 99: „Der Kluge lernt aus den Fehlern anderer. Der Dumme aus seinen eigenen.“


    Ich vergebe hier dennoch 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung, denn der Krimi ist schon sehr spannend und hat mich sehr gut unterhalten. Lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

    Antoine de Saint-Exupéry. Aus: Der kleine Prinz

  • Schauplatz Schweden


    Kommissarin Tess Hjalmarsson, 44 Jahre, beschäftigt sich mit Cold Cases und die aktuellen Brandfälle erinnern sie an einen Vorfall vor 15 Jahren. Derzeit ist sie regelmäßig im TV zu sehen und erhält dadurch nicht nur positive Rückmeldungen, sondern es erschweren auch Trolle ihr Leben. Ebenso zweifelhaft benimmt sich der Ex-Mann ihrer Lebensgefährtin Sandra – d.h. Bedrohungen von zwei Seiten.


    In dem alten Brandfall kam Lena Bergmark ums Leben, ihr Sohn Tim hat überlebt und einige Zeit bei Tess verbracht. Bei den aktuellen Brandfällen waren ebenfalls die Rauchmelder deaktiviert, indem die Batterien entfernt wurden, es war Streichmusik zu hören, neu kam lediglich hinzu, daß mit roter Farbe eine Ziffer an die Hauswand gemalt wurde. Was hat es wohl damit auf sich und wie lange wird es weitergehen?



    Es war mein erstes Buch der Autorin und ich hatte nicht das Gefühl, im jeweiligen Privatleben etwas verpaßt zu haben. Einzig die Umstände und die Erwähnung des dänischen Profilers konnte ich nicht einordnen. Tina Frennstedt schreibt auf jeden Fall flüssig und man merkt auch bei den Beschreibungen, daß sie durch ihre eigene Berufserfahrung weiß wovon sie schreibt. Der Plot war gut konstruiert, aber der Täter war eigentlich nach einer gewissen Zeit durchaus zu erahnen, so daß die Spannung für mich dann nachließ. Auf den letzten Seiten gab es noch eine Überraschung, was mir sehr gut gefiel. Die Figuren von Tess, Sandra und Marie Erling hatte ich bildlich vor Augen, denn über sie hat man relativ viel erfahren.


    Ich fühlte mich gut unterhalten und von mir bekommt dieser Thriller eine Leseempfehlung!

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