Olaf Müller - Allerseelenschlacht

  • Buchdetails

    Titel: Allerseelenschlacht


    Band 2 der

    Verlag: Gmeiner-Verlag

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 288

    ISBN: 9783839225066

    Termin: Juni 2019

  • Bewertung

    5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

  • Inhaltsangabe zu "Allerseelenschlacht"

    Mai 2012: US-Veteran Ray Bell reist nach Belgien, um seinen Kameraden Eric und Gerald am Memorial Day auf dem amerikanischen Militärfriedhof in Henri-Chapelle zu gedenken. Ende des II. Weltkriegs kämpften sie gemeinsam in der Eifel und den Ardennen. Beide wurden damals von drei SS-Soldaten grausam ermordet. Paul Verhoven, einer der Täter, treibt nun, kurz vor dem Memorial Day, tot im Stausee von Obermaubach. Der Aachener Kommissar Fett übernimmt den Fall, dessen Spuren ihn bis nach Maastricht und Reims führen.
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  • Späte Rache für Kriegsverbrechen?


    US-Veteran Ray Bell, einstmals Soldat der alliierten Streitkräfte, die 1944 von der Normandie kommend, gegen die deutsche Wehrmacht kämpften, reist Anfang Mai 2012 gemeinsam mit seinem Sohn William nach Belgien, um auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof in Henri-Chapelle der gefallenen Kameraden zu denken. Doch seine Gedanken gelten nicht nur den allgemeinen Gefallenen, sondern besonders seinen Freunden Eric und Gerald, die von drei SS-Angehörigen grausam ermordet wurden. Ray will für seine Freunde im Rahmen des Memorial Days einen Kranz an der Gedenkstätte niederlegen.


    Noch bevor die Feierlichkeiten beginnen, treibt eine männliche Leiche im Stausee von Obermaubach. Es ist, wie sich bald herausstellt Paul Verhoven, einer jener Täter. Wenig später wird ein Kunsthändler ermordet.

    Kommissar Fett und sein Kollege Schmelzer werden mir der Aufklärung betraut. Es dauert ein wenig, bis klar ist, was die beiden Toten verbindet: Die Zugehörigkeit zu einer SS-Einheit, die sich durch besondere Grausamkeit während der Schlacht am Hürtgenwald hervorgetan hat.


    Je tiefer Fett und Schmelzer in die Vergangenheit der beiden Toten eindringen, desto mehr Gräueltaten kommen ans Tageslicht. Als dann noch weitere Personen aus dem Umfeld von Verhoven sterben, ist klar, dass sich hier jemand auf einen Rachefeldzug begeben hat.

    Die Frage ist nur, WER? Und warum erst jetzt? Hat der junge Bell etwas mit den Morden zu tun? Der ist immerhin bei der CIA und Special-Agent für NS-Kriegsverbrechen. Bei seinen Recherchen entdeckt er, dass Paul Verhoven in der Nähe unbehelligt lebt.


    Die Ermittlungen führen Fett und Zucker nach Maastricht und Reims, wo gemeinsam mit den Kollegen aus den Niederlanden und Frankreich den Hintergründen nachgegangen wird.


    Meine Meinung:


    Die als „Allerseelenschlacht“ bekannte Schlacht im Hürtgenwald, die in einem Desaster für die US-Army geendet hat, ist hier der historische Aufhänger dieses zweiten Kriminalfalles mit Kommissar Fett.


    Die historischen Tatsachen sind penibel recherchiert - so mag ich das!


    Sehr gut gefällt mir, dass, um das Ziel, die Morde aufzuklären, mit den Kollegen der Nachbarländer bestens zusammengearbeitet wird. Die sonst häufigen Befindlichkeiten zwischen den Dienststellen gibt es hier nicht.


    Ob der Grausamkeit, mit denen die SS-Männer, wehrlose Menschen getötet haben, habe ich ein wenig Genugtuung verspürt, dass sie nun selbst gewaltsam ums Leben kommen.


    Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Wir erleben die Albträume von Ray Bell hautnah mit, denn die Erlebnisse der Allerseelenschlacht lassen den alten Mann nicht los. Die Vater-Sohn-Beziehung ist emotional und Sohn William will seinem Vater dabei helfen, endlich mit dem Trauma abschließen zu können.


    Beklemmung und Abscheu lösen die Begegnung mit dem ehemaligen Obersturmbannführer Hausen aus, der nicht nur an seinem alten Gedankengut festhält, sondern auch junge Männer dafür anwirbt. Nicht nur Kommissar Fett muss hier den Atem anhalten.


    Fazit:


    Ein fesselnder Krimi rund um ein historisches Ereignis, das noch lange nachhallt. Gerne gebe ich 5 Sterne.

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