Matthias Hübener - Vom Libellenflug

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  • A mon seul desir! – So wie ich allein es will.


    Ich habe dieses Buch von Frau Trude Schneider erhalten, um es zu lesen und über meine Eindrücke zu schreiben.


    Buchbeschreibung kurz & knapp zusammengefasst

    Arianne ist knapp 18 Jahre alt, als sie vom Tod ihres Vaters in ihrem Lausanner Internat erfährt. Nachdem ihre Mutter und ihre Großeltern bereits Jahre zuvor gestorben waren und sie keine Geschwister hat, bleibt sie nun als Vollwaise alleine zurück. Der Tod des Vaters kommt verfrüht, wenn auch nicht ganz unvorbereitet, denn er ist unheilbar krank. So war es ihm möglich das Erbe für seine einzige Tochter zu regeln und ihr eine geheime Botschaft zu hinterlassen, die Arianne auf eine Reiseroute zu sieben Orten aufbrechen lässt. Es wird ihr Libellenflug, eine Reise zur Selbstbestimmung.


    „Du willst mir sagen: frei und selbstbestimmt leben zu wollen geht nicht, ohne Verantwortung für andere zu übernehmen. Verantwortung ist der Preis der Selbstbestimmung. Für jeden Menschen.“


    Meine persönlichen Leseeindrücke

    Der Roman ist in 5 Büchern unterteilt, die die Titel „Erlangen – Erkennen – Verlieren – Erspüren – Verstehen“ tragen. Vom Libellenflug ist ein Roman mit einem anthroposophischen Touch und der Leser sollte ein Verständnis von Natur, Geist und menschlicher Entwicklung mitbringen, um sich in diesem Werk wohlzufühlen. Nun muss ich gestehen, dass ich eher der praktische, pragmatische Typ bin und für Philosophie und Anthropologie / Anthroposophie nur bedingte Voraussetzungen mitbringe, was wohl die Zuneigung zu diesem Buch etwas getrübt hat. Nichts desto trotz kann ich manchen Gedankengängen zustimmen, die sich mit den großen anthroposophischen Themen beschäftigen. Arianne unternimmt eine halbe Weltreise an Orte, an denen sie Menschen kennenlernt, die sie mit ihren verstorbenen Eltern verbinden und die ihr bei der Lösung der geheimen Botschaft helfen.


    Der Weg des Glücks setzt ein selbstbestimmtes Leben voraus. Ein freies, selbstbestimmtes Leben aber, das nicht zu nacktem Egoismus verkommen will, muss von Verantwortung begleitet sein – für sich selbst und für andere. Und indem man Verantwortung für die Selbstbestimmung anderer übernimmt, lebt man Toleranz.


    Der Roman liest sich insgesamt flüssig, auch wenn er stellenweise banale Stellen zu detailliert beschreibt und dadurch etwas langatmig wirkt. Auffallend ist die teils sehr ausführliche Einführung in die Geheimnisse fremdländischer Küchenkunst, die gefallen kann oder auch nicht. Was mir doch aufgefallen ist, sind diese sehr unregelmäßigen Spannungsbögen. Es gibt Abschnitte, bei denen ich überhaupt nicht aufhören konnte zu lesen und andere, die für mich fast unerträglich langweilig waren. Ich kann mich eines gewissen Eindruckes nicht erwehren, dass hier vielleicht mit mehreren Federn geschrieben wurde.


    Fazit

    „Vom Libellenflug“ von Matthias Hübener, erschienen im eigenen Verlag, erklärt anhand von Ariannes Reise zur Selbstbestimmung, die großen anthroposophischen Themen. Es gilt die Spitze der Maslow Pyramide zu erklimmen und Selbstverwirklichung zu erreichen. Eine gewisse Zuneigung zu dieser Wissenschaft ist sicherlich hilfreich, das Werk vollends zu verstehen und darin einen Wegweiser für das eigene Glück zu erkennen.

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