Arne Dessaul - Ihr letztes Stück

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  • Gelungener Krimi


    Leonie Gratz ist Journalistin aus Leidenschaft, aber leider ist sie nun Tod. Immer wieder hat sie Aufführungen am Bochumer Theater scharf kritisiert. War es jemanden zu viel und wollte sich rächen, oder warum musste Leonie sterben? Der Intendant des Schauspielhauses, Leo Kaufmann ist auf der Suche nach seinem Vater, wo mag der alte Herr sich aufhalten? Leo ist verzweifelt und kann sich nur schwer auf seine neue Inszenierung von Der Kaufmann von Venedig konzentrieren. Was ist los rund um das Schauspielhaus? Hängt alles zusammen oder ist es nur Zufall? Die Kriminalkommissarin Lisa Bertram darf in diesem Fall ermitteln. Es ist ihr erster Einsatz in Bochum, wird sie ihre erste Prüfung bestehen?


    Dieser Krimi beginnt unschuldig damit, dass ein neues Lokal gegenüber vom Bochumer Schauspielhaus eröffnet wird. Die Protagonisten werden vorgestellt und ein wenig aus dem Leben der einzelnen Charaktere wird geschildert. Nicht nur die Kriminalkommissarin Lisa Bertram ist neu in der Stadt, sie hat auch gleich ihre Freunde mitgebracht. Jutta Langner eröffnet das Restaurant und ihr Partner Helmut Jordan begleitet sie. Er hat seinen Dienst bei der Kripo Wolfenbüttel quittiert und ist mehr oder weniger auf der Suche nach neuen Herausforderungen und als ob dies noch nicht genug wäre, gibt es noch den Privatdetektiv Mike Müller. Zunächst dachte ich ja, das wäre ein bisschen viel an Freunden, die da zusammensitzen und einen Mordfall aufklären wollen, aber es funktioniert. Nicht nur das effektiv gearbeitet wird, auch das Lesen dieses Krimis hat Spaß gemacht.


    Der Autor hat es geschickt verstanden, seine Geschichte nicht zu vorhersehbar wirken zu lassen, sondern die Handlung abwechslungsreich und spannend aufgebaut. Ich habe jedenfalls lange gebraucht, um auf die Spur des oder die Täter zu kommen. Der Bezug zum Schauspielhaus hat mir ebenfalls gut gefallen, so wie hier geschildert war die Geschichte in sich stimmig.


    Den Erzählstil von Arne Dessaul kam man wohl als humorvoll bezeichnen. Immer wieder blitzt Sarkasmus durch, und zwar auf eine Art und Weise, wie ich es sehr gern lese. Die einzelnen Kapitel hat der Autor zudem mit Überschriften bedacht, die etwas ungewöhnlich sind, bei mir haben sie schon für den einen oder anderen Ohrwurm gesorgt oder mich zum Schmunzeln gebracht.


    Fazit:

    „Das letzte Stück“ ist zwar für die Journalistin Leonie Gratz das Ende, aber für diese Krimireihe erst der Beginn. Mir hat dieser Auftakt gut gefallen und ich bin schon jetzt gespannt, wie es mit der Karriere des Privatdetektivs Mike Müller oder der Kriminalkommissarin Lisa Bertram weitergeht. Ich würde gern weitere Fälle dieser Ermittler lesen und auch erfahren, wie es im privaten weitergeht.


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