Sebastian Fitzek - Playlist

  • Kurzmeinung

    SirPleasant
    Ein würdiger Abschluss des Augensammler-Universums.
  • Kurzmeinung

    Zesa2501
    3. Band der Zorbach-Reihe, unterhaltsam, tolles Hörvergnügen, wenig "Pageturner" dennoch spannend
Anzeige
  • Die 15-jährigen Feline verschwindet spurlos. Seit Wochen hat sie niemand mehr lebend gesehen. Doch dann findet ein von der Mutter privat engagierter Ermittler heraus, dass die Playlist von Felines MP3 Player verändert wurde. Ob das Mädchen dieses bewusst steuern kann, um Hinweise auf ihren Aufenthaltsort zu geben? Das Rätselraten um die Playlist beginnt und plötzlich startet ein Alptraum erneut, denn Täter und Ermittler kennen sich bereits und ihre Aufeinandertreffen hinterlassen stets eine Spur des Todes.

    Jedes Jahr im Herbst sehne ich den neuen Fitzek Roman herbei und so war es auch bei „Playlist“. Das Buch hat in der limitierten Erstauflage übrigens einen roten Buchschnitt und das Playzeichen auf dem Cover verwandelt sich beim Bewegen des Buches in ein Auge. Der Verlag lässt sich einfach jedes Mal wieder etwas Besonderes bei Fitzeks Büchern einfallen.


    In diesem Thriller trifft man auf einen ehemaligen Protagonisten aus einem anderen Roman. Es ist jedoch nicht zwingend notwendig, diesen vorher gelesen zu haben, daher möchte ich hier niemanden spoilern und erwähne nicht, wer es ist. Mich hat Fitzek mit seinem neusten Psychothriller wieder sehr gut unterhalten. Er schildert das Geschehen aus zahlreichen Perspektiven, bedient sich oft kurzer Kapitel und kleiner Cliffhanger, um einen schnellen Lesefluss (man könnte auch „Sog“ sagen) und Spannung zu erzeugen. Zwischendurch gibt es immer wieder Rätsel, bei denen ich selbst mitgegrübelt habe, und unerwartete Wendungen. Ein oder zwei Ideen des Autors stand ich etwas kritisch bzw. skeptisch gegenüber, aber ansonsten empfand ich das Buch als spannend, gut durchdacht und toll umgesetzt.


    Felines Playlist existiert übrigens tatsächlich. 15 tolle Künstler wie Beth Dito, Silbermond, Joris haben Lieder für dieses Projekt geschrieben. Buch und Lieder greifen immer wieder ineinander über, ergänzen sich perfekt und verweben sich zu einem tollen Ganzen. Die Lieder gibt es auf CD zu kaufen oder auch bei Online-Streaming-Diensten. Das Buch lässt sich auch lesen und verstehen, wenn man keine Zeit oder Möglichkeit zum Hören der Lieder hat, aber es ist eine schöne Ergänzung und dadurch ein neues Lese- und Hörerlebnis.


    Fazit: Die Idee das Buch mit einer eigenen Playlist herauszubringen, wurde super umgesetzt und funktioniert perfekt. Aber auch der Thriller selbst funktioniert, zumindest für alle, die kurze Kapitel, schnelle Perspektivwechsel und Rätselraten mögen.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Das gewisse Etwas fehlte...

    Die 15-jährige Feline Jagow ist seit einem Monat spurlos verschwunden. Ihre Mutter beauftragt den Privatermitter Alexander Zorbach ihre Tochter wieder zu finden. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf einen Musikstreamingdienst, wo Feline immer ihre Musik gehört hat. Das Besondere: Ihre Playlist wurde vor wenigen Tagen verändert. Versucht Feline damit einen versteckten Hinweis zu senden? Ihm bleiben 15 Songs. Zorbach muss die versteckte Botschaft aufdecken. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und ahnungslos stürzt er damit auch in einen Alptraum...

    Vorweg gesagt, "Playlist" knüpft an die früheren Werke "Der Augensammler" und "Augenjäger" an. Man braucht sie nicht zu kennen, aber es ist dennoch empfehlenswert, da einem sonst das Hintergrundwissen zu den Protagonisten fehlt.

    Bei den Protagonisten Alexander Zorbach und Alina Gregoriv stößt man auf alte Bekannte. Mir fehlte so ein bisschen die Personenbeschreibungen äußerlich sowie auch charakterlich, sodass ich mir ein gutes Bild machen konnte. So waren es einfach nur handelnde Protagonisten.

    Die Handlung find sehr spannen an, ist dann aber leider recht schnell abgeflaut, bis kurz vor Ende nochmal das Tempo angezogen wurde und es hochspannend wurde. Es lies sich durch den gewohnt flüssigen Schreibstil schnell lesen ohne dass man ins Stocken geraten ist. Die Perpektivwechsel haben für Abwechslung gesorgt und die Kapitel endeten so gut wie immer mit einem Cliffhänger.

    Ein ums andere Mal gab es natürlich auch wieder den typischen "Häää?-Effekt", den ich an den Büchern von Sebastian Fitzek so liebe. Unerwartete Wendungen und Überraschungen blieben bis ganz zum Schluss. Zwischendurch dachte man jetzt wird alles gut, bis sich das Blatt nochmal gewendet hat. Das mag ich so, dennoch fehlte mir das typische Gänsehautfeeling. Es ging mir nicht so unter die Haut wie sonst. Schade.

    Mein Fazit:

    Ein typisches Beispiel dafür, dass es durch die Werbekampange hoch angepriesen worden ist und man sehr hohe Erwartungen hatte. Mich hat es ein wenig enttäuscht, da ich was Besseres von Sebastian Fitzek gewohnt bin. Trotzdem fand ich es sehr gut und spannend bis zum Schluss. Wer ein Fitzek-Fan ist kommt auch um "Playlist" nicht drum herum.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Die Idee eine Playlist als Rätsel in die Geschichte einzubinden, war eine gute Idee. :thumleft:

    Anfangs fand ich die Geschichte noch etwas zögernd, doch ab zweite Hälfte ging es dann temporeicher und spannender. Mit überraschenden Wendungen hat Herr Fitzek auch nicht gegeizt. Die fand ich sehr gut gelungen.

    Das Buch lässt sich sehr schnell lesen, denn es ist im Großen und Ganzen sehr einfach gestrickt. Herr Fitzek hat schon kompliziertere und gehaltvollere Romane veröffentlicht. Aber etwas macht der Autor sicher richtig, denn seine Romane werden gelesen. :study: Es ist eine spannende und kurzweilige Unterhaltung gewesen.

    Ich bin froh, dass ich von der ganzen Werbekampagne nichts mitbekommen habe, und somit auch praktisch ohne bestimmten Erwartungen an den Roman herangegangen bin. Denn wenn ich hohe Erwartungen gehabt hätte, wäre ich enttäuscht. O:-)

    Aber sonst ist es eigentlich meckern auf hohem Niveau. Sebastian Fitzek weiß, wie man Leser mitreißt. Auch wenn ich persönlich die Hälfte seiner Romane eher als mittelprächtig empfinde, hat er dennoch sehr viele Leser.

    Ich schwanke noch zwischen :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: und :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: Sternen

    2022: Bücher: 163/Seiten: 67 173
    2021: Bücher: 205/Seiten: 93 417

    --------------------------------------------------

    Mein Blog: Zauberwelt des Lesens
    ------------------------------

    „Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz“

    Dalai Lama

    ------------------------------

    Lese gerade:

    Haskin, Fynn - Der Mondmann - Blutiges Eis

  • Ich habe gerade mal nachgeschaut, ob mich vielleicht die Playlist dazu bewegen könnte, nochmal einen Fitzek zu lesen. Aber da ist bis auf vielleicht Beth Ditto und Rea Garvey nichts drauf, was ich mir freiwillig anhören möchte (es sein denn, die Herren und Damen fallen mal komplett aus ihrem Genre) :-#

    Gelesen in 2022: 29 - Gehört in 2022: 16 - SUB: 552


    "Wenn der Schnee fällt und die weißen Winde wehen, stirbt der einsame Wolf, doch das Rudel überlebt." Ned Stark

Anzeige