Ella Thompson - Ein Traum am Strand

  • Rezension: „Ein Wunsch in den Wellen“ von Ella Thompson


    Autor/in: Ella Thompson

    Titel: Ein Wunsch in den Wellen

    Reihe/Band: Stonebridge Island, Band 2

    Genre: Liebesroman

    Erschienen: Juli 2021

    ISBN: 978-3-453-58076-3


    Transparenz

    Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag über das Random House Bloggerportal zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


    Klappentext

    Auf Stonebridge Island sind die Träume zum Greifen nah

    Summer Cooper hat ein ganz besonderes Händchen für traumatisierte Pferde. Doch als der Star-Reiter Matthew Walker nach einem Unfall mit seinem verstörten Hengst auf dem Gestüt der Coopers auftaucht, bezweifelt die Pferdetherapeutin, dass sie ihm helfen kann. Noch nie ist ihr ein Kunde mit derart großer Skepsis begegnet. Während Summer allmählich Vertrauen zu dem Pferd aufbaut, lässt Matthew sie nicht an sich heran. Und doch kann Summer nicht aufhören, an den risikofreudigen Cross-Country-Reiter zu denken …


    Buch-/Reihentitel und Coverdesign

    Das Cover zeigt eine lange Strandpromenade mit einer Menge kleiner Hütten mit direktem Weg zum Strand. Die Farbauswahl ist sehr hell und stimmig. Im Hintergrund kann man die herannahende Abenddämmerung sehen. Alles wirkt sehr freundlich, entspannt, mit eine sehr idyllischen Atmosphäre.

    Der Titel der Geschichte ist mittig in dunkelrosa platziert worden, das Reihenlogo prangt wie ein Aushängeschild mittig darüber. „Ein Traum am Strand“ symbolisiert für mich eine Geschichte über Hoffnungen und Träume, auf die man hinarbeitet, um diese zu erreichen. Der angesprochene Strand spielt wohl auf den Handlungsort, die kleine Insel ‚Stonebridge Island‘, der Geschichte an. Zusätzlich zu diesem romantischen Anklang war es allerdings nicht möglich, weitere Vermutungen oder Gedanken zur Titelwahl zu treffen.


    Charaktere

    Summer Cooper ist die mittlere der drei Cooper-Schwestern und eine äußerst bekannte Pferdetherapeutin. Sie ist seit längerer Zeit vergeben, allerdings läuft die Beziehung aufgrund ihrer Arbeit, der Liebe zu Pferden und der Verantwortung auf dem Gestüt nicht sonderlich gut. Ihre Familie und die Tiere stehen über allem, was für Summers freundlichen und hilfsbereiten Charakter spricht.

    Matthew Walker ist ein Star-Springreiter und steht unter enormem Druck. Er ist sehr ehrgeizig und risikofreudig, aber seit einem tragischen Unfall, bei dem sowohl er als auch sein Pferd Ice traumatisiert wurden, stimmt die Chemie zwischen den beiden nicht mehr. Er muss zwingend wieder auf den Damm kommen, will aber weder Hilfe annehmen noch überhaupt einsehen, dass er welche braucht. Vor allem deshalb, weil er von einer Pferdetherapie nicht sonderlich viel hält und eher bei den Skeptikern einzuordnen ist.


    Schreibstil und Handlung

    Wieder einmal konnte man sich ein ausgezeichnetes Bild vom Schreibstil von Autorin Ella Thompson machen. Äußerst flüssig und mit leicht verständlichen Worten konnte man der Geschichte des zweiten Bandes der „Stonebridge Island“-Reihe sehr gut folgen. Trotzdem viel auch in „Ein Traum am Strand“ wieder sehr deutlich auf, dass einige Kapitel der Geschichte unglaublich lang ausformuliert waren. Meist waren dafür eine Menge Beschreibungen verantwortlich, die man besser gekürzt hätte, um den Leser nicht zu langweilen oder gar einzuschläfern. Durch diesen Detailreichtum wurde vieles zu sehr in die Länge gezogen und die Autorin kam einfach nicht auf den Punkt. Während ich beim ersten Band der Reihe noch gelobt habe, dass man trotz des allwissenden Erzählers einen sehr guten Einblick in die Gedanken und Gefühle der Charaktere nehmen konnte, musste ich bei dieser neuen Geschichte leider ein paar Abzüge machen, denn oftmals wurde nicht gut deutlich gemacht, aus wessen Sicht die Geschichte gerade erzählt wurde, was mich des Öfteren sehr stark verwirrt und aus der Story rausgebracht hat.

    Die Handlung bot wieder ein sehr angenehmes Kleinstadtsetting mit den typischen Kleinstadt-Charakteren und einer Menge Klatsch und Tratsch. Besonders gut gefallen hat mir auch das Wiedersehen mit den bereits bekannten Charakteren aus „Ein Wunsch in den Wellen“. Generell hatten die Charaktere, wenn man jetzt auch Summer und Matthew mit einbezieht, alle etwas Individuelles, sodass sie sich sehr gut voneinander abgehoben haben. Leider gab es allerdings inhaltlich, gerade in Bezug auf die Protagonisten der Geschichte, schon wieder ein ständiges Hin und Her in der Beziehungsentwicklung zwischen den beiden. Mir ging das schnell auf die Nerven und ich habe es als nicht sonderlich angenehm empfunden. Inhaltlich kam auch in diesem Teil die existierende Hintergrundgeschichte erneut zum Vorschein. Man hat ein paar weitere Einblicke bekommen, aber trotz allem hatte ich immer noch nicht das Gefühl, dass in dieser Richtung viel passiert wäre. Auch dieser Punkt hat wohl wieder dazu beigetragen, dass sich die Geschichte in die Länge gezogen hat. Insgesamt waren mir auch die Gründe, warum gewisse Menschen meinen dem Gestüt böse Dinge anzutun, viel zu kindisch. Zusätzlich waren einige größere Entscheidungen innerhalb der Geschichte für mich nur schwer nachzuvollziehen.

    Insgesamt ist auch diese Geschichte sicher als Urlaubslektüre gut geeignet, allerdings sollte man keine allzu großen Erwartungen an den Inhalt haben. Leider muss ich sagen, dass es mir nach diesen zwei gezogenen Bänden reicht und ich die „Stonebridge Island“-Reihe wahrscheinlich nicht beenden werde.


    Fazit

    „Ein Traum am Strand“ war insgesamt etwas besser als Band 1 der Reihe, konnte mich aber trotzdem noch nicht vollends überzeugen. Es gab mehr Handlung und weniger Beschreibungen, aber leider konnten mich einige andere Aspekte nicht überzeugen.


    Bewertung: 3 YYY von 5 Sternen