Frida Skybäck - Das Geheimnis des Bücherschranks / Bokskåpets hemlighet

  • Buchdetails

    Titel: Das Geheimnis des Bücherschranks


    Verlag: Insel Verlag

    Bindung: E-Book

    Seitenzahl: 310

    ISBN: 9783458770794

    Termin: Neuerscheinung Oktober 2021

  • Bewertung

    3.9 von 5 Sternen bei 6 Bewertungen

    78,3% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Das Geheimnis des Bücherschranks"

    Gut versteckt in einem alten Bücherschrank findet Rebecka alte Briefe und ein Tagebuch ihrer Großmutter aus den vierziger Jahren. Welche Geheimnisse sind darin verborgen? Rebecka lebt weit entfernt von ihrer Familie in Stockholm; zu ihrer Mutter hat sie schon lange keinen Kontakt mehr. Als ihre Großmutter Anna ins Krankenhaus kommt, beschließt Rebecka, die ohnehin eine Auszeit braucht, für ein paar Tage in die südschwedische Heimat zu fahren. Sie bezieht das alte Haus ihrer Großmutter, lernt den charmanten Nachbarn Arvid kennen und sieht sich plötzlich mit einer unbekannten Vergangenheit konfrontiert: Im Tagebuch liest Rebecka von Annas erster großer Liebe, Luca, der im Widerstand war und dänischen Juden bei der Flucht geholfen hat, bis er eines Tages spurlos verschwindet. Was ist mit ihm geschehen? Rebecka beginnt zu recherchieren und entdeckt Unglaubliches. Frida Skybäcks neuer Roman erzählt zwei berührende und herzergreifende Liebesgeschichten: die der ersten unvergessenen, und die zur eigenen Familie.
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  • Was im Leben wichtig ist


    Die Autorin Frida Skybäck kannte ich bislang nur dem Namen nach. Das Cover sprach mich sehr an. Die Grundidee der Geschichte, dass das Leben von zwei Frauen zu unterschiedlichen Zeiten erzählt wird und diese Frauen in Beziehung zueinander stehen, ist nun nicht zwingend neu, aber gewährt viele Möglichkeiten in der Ausgestaltung. Ich hatte Lust auf einen Feel -Good -Roman mit Liebesgeschichte.

    Dieses Buch ist jedoch viel mehr als das.

    Erzählt wird abwechselnd das Leben und die erste große Liebe von Anna im Jahre 1943 in Schweden und das Leben mit den aktuellen Schwierigkeiten von Rebecka in 2007. Rebecka lebt in Stockholm, kommt aber in ihre Heimat zurück, da ihre Großmutter Anna sich die Hand gebrochen hat und im Krankenhaus liegt. Sie hat ein sehr inniges Verhältnis zu ihrer Oma und fühlt sich ihr gegenüber verpflichtet. Deshalb lässt sie für ein paar Tage ihren anstrengenden Job und ihren Verlobten zurück und kommt in das Häuschen ihrer Oma.

    Zudem wird die Liebesgeschichte der Oma zu Zeiten des zweiten Weltkrieges erzählt. Es handelt sich um eine verbotene Liebe, die vor ihren Eltern geheim gehalten wird. Ihr Partner Luca ist Italiener und zudem im Widerstand aktiv. Er hilft jüdischen Dänen über das Meer nach Schweden zu fliehen.

    In einer sehr sprachgewandten und eindringlichen Weise gelingt es der Autorin einen Liebesroman zu verfassen, der durch diverse weitere Themen nicht überfrachtet, sondern vielmehr aufgewertet wird. Auch das Thema Nationalsozialismus wird angemessen aufgegriffen, reißt das Buch aber nicht an sich.

    Ich fühle mich durch diesen herzergreifenden und auch spannenden Roman mit Liebesgeschichte, aber auch mit der Erkenntnis, dass Lebensentscheidungen getroffen werden müssen- auch wenn es schwer fällt- sehr gut unterhalten. Er setzt sich auch auf Grund der Themenbandbreite von den üblichen Liebesromanen ab. Eine klare Leseempfehlung von mir.


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  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Frida Skybäck - Das Geheimnis des Bücherschranks“ zu „Frida Skybäck - Das Geheimnis des Bücherschranks / Bokskåpets hemlighet“ geändert.
  • In dieser Geschichte geht es um zwei Frauen und deren eigene Geschichte. Anna erzählt in der Vergangenheit von ihrer Liebe und deren Probleme, die sich während dem zweite Weltkrieg abspielen. In der Gegenwart lernen wir ihre Enkelin Rebecka kennen, die auch mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen hat und wieder zu sich selbst finden muss.


    Ich habe bisher ein Buch der Autorin gelesen und war damals schon sehr begeistert. Auch hier konnte sie mich wieder überzeugen. Im Prinzip hat man in diesem Buch gleich zwei verschiedene Geschichten, die am Ende jedoch in einer gewissen Weise zusammengefügt werden. Außerdem behielt die Handlung von Anfang bis zum Ende einen roten Faden, sodass ich nie Probleme hatte zu folgen.


    Anna und Rebecka sind zwei tolle Protagonistinnen, jede der beiden hat eine gewissen Stärke, aber hat in der Vergangenheit auch Fehler gemacht was die beiden sehr authentisch macht. Das Buch zeigt einem auch verschiedenen Thematiken auf und hat mich am Ende auch etwas nachdenklich zurückgelassen.


    Ich freue mich schon wieder auf das nächste Buch der Autorin, da sie einen in andere Zeiten entführt, einen berührt und auch zum lachen bringen kann mit ihren Geschichten.


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    "Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel. Und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen."
    (Walt Disney)









  • „Eine wunderbare Geschichte zum Wohlfühlen“, so wird die schwedische Boulevardzeitung Expressen auf der Rückseite des Buches zitiert. Dabei geht es hier durchaus um ernste Themen, spielt ein Teil der Handlung doch 1943, als Dänemark von den Deutschen besetzt war und jüdische Bürger nach Schweden flohen, um der Deportation zu entgehen. Deswegen täuscht aus meiner Sicht auch das Cover ein wenig, denn das sieht für mich eher nach harmlosem Wohlfühlroman aus.

    Der titelgebende Bücherschrank spielt leider so gut wie keine Rolle. Cover- und Titelwahl fand ich in diesem Fall wirklich nicht ideal.


    Die Geschichte spielt in Schweden in zwei Zeitebenen, 1943 und 2007, und überspannt drei Generationen. Im Vordergrund stehen das Leben der Großmutter Anna in den vierziger Jahren und das ihrer Enkelin Rebecka in der heutigen Zeit. Dazwischen gibt es noch die Tochter der Großmutter/Mutter von Rebecka, die aber nur wenige Auftritte hat und für mich sehr blass blieb. Sie fungiert wohl eher als Bindeglied, um zu zeigen, wie ein Familiengeheimnis über mehrere Generationen hinweg Auswirkungen haben kann.


    Am spannendsten fand ich die Handlung rund um die Geschehnisse 1943. Die ergreifenden Schicksale der flüchtenden Juden und die Zerrissenheit von Anna, die den Zwängen ihrer Familie nicht entgehen kann, haben mich sehr berührt. Dagegen erschien mir Rebeckas Geschichte flach und klischeehaft. Ich habe keinen rechten Zugang zu dieser Figur gefunden und auch die vorhersehbare Liebesgeschichte konnte mich nicht fesseln.


    Am Ende bleiben mir von diesem Buch vor allem Annas Schicksal und ihr Mut, ihre Zerrissenheit und ihre lebenslang herumgetragene Last in Erinnerung. Dafür vergebe ich dreieinhalb Sterne.


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