Jan Wiechert - Scheidung mit dem Beil

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  • 📚 Zum Inhalt 📚  
    1777 gerĂ€t Maria Dorothea Huther in den Verdacht ihren Mann, den Schmierbrenner Peter Huther, ermordet zu haben. In langwierigen Verhören berichtet sie vom Leben am Rande der Gesellschaft, ihrer unglĂŒcklichen Ehe und dem Kampf gegen ein vorgezeichnetes Schicksal. Sie eröffnet den Blick auf einen außergewöhnlichen Lebensweg im 18. Jahrhundert: Den Weg einer Frau, die sich gegen das Unausweichliche zur Wehr setzte – und zur Mörderin wurde.
    📚 Mein Leseeindruck 📚  
    Sehr ĂŒberrascht war ich ĂŒber die prĂ€chtige Ausstattung des Buches. Nicht nur, dass es ein Hardcover war, sondern auch das sehr umfangreiche Personenverzeichnis mit Beruf bzw. der Stellung des Protagonisten. Durch solche Details findet der Leser, meiner Meinung nach, viel schneller in das Geschehen und kann sich schon frĂŒhzeitig auf die Protagonisten einstellen.

    Aber auch die vielen Zeichnungen zur WorterklĂ€rung oder aber auch um die HintergrĂŒnde der Story bildhaft werden zu lassen, haben mir sehr gut gefallen.
    AuffĂ€llig war auch die gute Recherche des Autors ĂŒber die Familie Huther, das MilitĂ€r, Herstellung der Schmierfette usw. Hier wird deutlich, wie akribisch JAN WIECHERT seine Arbeit verfolgt hat. Aber leider sind wir hier dann auch schon bei der Kehrseite der Medaille. Durch die sehr detaillierten Kenntnisse und Recherchen, hat der Autorin sich in den Fakten verstrickt und den Lesefluß somit etwas verstreichen lassen. Klar, es handelt sich definitiv um einen ĂŒblichen historischen Roman, auch darauf geht der Autorin im Nachwort nochmals ein, jedoch möchte ich auch ein Sachbuch gerne mit Freude lesen.
    Hier wurde die Lesefreude jedoch durch nĂŒchterne Fakten zunichte gemacht. FĂŒr mich hatte es den Anschein, als mĂŒssten Fakten einfach nur abgearbeitet werden.
    Ich denke, dass dieser wirklich berĂŒhrenden Geschichte um eine Frau, die es wirklich nicht einfach in ihrem Leben hatte, ein paar Emotionen gut getan hĂ€tten.


    📚 Fazit 📚  
    FĂŒr geschichtsinteressierte Leser die schon immer mal wissen wollten, wie Schmierfette hergestellt wurden, ist dieses Werk absolut geeignet. Diese Leser werden wohl durch die kleine Randgeschichte, nĂ€mlich das Leben der Maria Dorothea Huther kaum gestört werden. Wer jedoch wegen des Kriminalfalls um die Dame zum Buch greift, wird wohl in seinen Erwartungen enttĂ€uscht werden.
    Schade, denn ein paar Emotionen hier und da eingeflochten, hÀtten aus dem Ganzen noch ein bisschen mehr Pepp verliehen.

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Jan Wiechert / Scheidung mit dem Beil“ zu „Jan Wiechert - Scheidung mit dem Beil“ geĂ€ndert.

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