Nicole Peters - Land im Nebel

  • Buchdetails

    Titel: Land im Nebel


    Verlag: Gmeiner

    Bindung: E-Book

    Seitenzahl: 480

    ISBN: 9783839258064

    Termin: September 2018

  • Bewertung

    3 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

  • Inhaltsangabe zu "Land im Nebel"

    Im Herbst 1796 liegt Frankreich im Krieg mit den Monarchien Europas. Die Revolutionstruppen sind bis an den Niederrhein vorgerĂŒckt, die BĂŒndnisstaaten stellen sich dieser Expansion entgegen. Im Herzogtum Berg kĂ€mpft die junge Adelige Johanna derweil um ihre eigene UnabhĂ€ngigkeit. Sie begehrt gegen eine Heirat auf und mischt sich in die Bewirtschaftung des Familiengutes ein. Als sie bei Kloster Bödingen dem Franzosen und vermeintlichen Mönch Henri begegnet, bringen sie ihre GefĂŒhle zu ihm zwischen alle Fronten ...
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  • 📚 Zum Inhalt 📚  
    Im Herbst 1796 liegt Frankreich im Krieg mit den Monarchien Europas. Die Revolutionstruppen sind bis an den Niederrhein vorgerĂŒckt, die BĂŒndnisstaaten stellen sich dieser Expansion entgegen. Im Herzogtum Berg kĂ€mpft die junge Adelige Johanna derweil um ihre eigene UnabhĂ€ngigkeit. Sie begehrt gegen eine Heirat auf und mischt sich in die Bewirtschaftung des Familiengutes ein. Als sie bei Kloster Bödingen dem Franzosen und vermeintlichen Mönch Henri begegnet, bringen sie ihre GefĂŒhle zu ihm zwischen alle Fronten 

    📚 Mein Leseeindruck 📚  
    Als großer Fan historischer Roman mit Schauplatz in Deutschland, habe ich dieses Buch auf den Verlagsseiten entdeckt. Schnell war klar, dass ich die Geschichte um Johanna unbedingt lesen wollte, wohl auch, weil ich die Beschreibungen der Klöster, ihre Arbeiten, ihre Verdienste und generell das Leben sehr spannend finde. Zusammen mit Johannas Geschichte, hatte ich nun große Erwartungen.

    Anfangs hatte ich etwas Probleme, mich in der Story zurecht zu finden. All die französischen AusdrĂŒcke, SĂ€tze usw. waren fĂŒr mich nicht verstĂ€ndlich bzw. haben meinen Lesefluss ausgebremst. Ich habe mich auch sehr ĂŒber die kleinen Ziffern gewundert, die hinter manchen Worten standen. Bislang kannte ich das nur als Hinweis auf eine Fußnote. nun war aber keine zu finden. Zumindest nicht am unteren Teil der Seite, wie ich es bislang gewohnt war. HĂ€tte ich nicht den Hinweis eines Mitlesers in der Leserunde erhalten, wĂŒsste ich nicht, dass es im Anhang sowohl ein Personenverzeichnis als auch Anmerkungen zu den Fußnoten gibt. Da ich mein Buch fĂŒr gewöhnlich von vorne nach hinten lese, finde ich diese Anordnung etwas unglĂŒcklich gelöst.
    Mit dem Schreibstil konnte ich mich nach wenigen Seiten arrangieren. Er ist teilweise zumindest sehr bildhaft, aber stellenweise auch ziemlich ausufernd. Wiederholungen sind wohl der Seitenzahl geschuldet.
    Zu den Protagonisten
    Johanna: Ich mag ihre Art. Sie erscheint mir sehr interessiert an allem und hat auch die FĂ€higkeit, sich in andere Menschen und Situationen hinein zu versetzen. Allerdings habe ich lange ĂŒberlegt, wie alt sie wohl sein könnte, da man zu damaliger Zeit ja bereits mit 14 Jahren als völlig erwachsen galt.


    Henri: Leider bin ich mit dieser Figur nicht so richtig warm geworden. Schnell war klar, dass er ein Spiel spielt und seine wahre IdentitÀt verschweigt. Jedoch ist aufgrund der vielen Andeutungen in der Geschichte sofort klar, von welcher Seite er kommt und auf welcher Seite er steht.

    Ignatius: Hierbei handelt es sich um meinen Lieblingsprotagonisten. Seine herzliche, offene Art war es, die ihn mir so vertraut machte und seine FĂŒrsorge machte die Charaktere einfach rund. Ich habe ihm sofort seinen Glauben und sein Leben und Bestreben abgenommen. Ja, ich hĂ€tte ihm ebenfalls vertraut!

    Zum Umfeld

    "Land im Nebel". Tja, was will uns dieser Titel sagen? Ich habe es leider nicht herausgefunden. Eine nebulöse Liebesgeschichte? Der Herbst als Beginn der Story?

    Eine Geschichte, die völlig im Dunst liegt?

    Klar, dass in einem historischen Roman auch eine Liebelei nicht fehlen darf. Im vorliegenden Roman fand ich sie jedoch, zumindest stellenweise, zu vordergrĂŒndig. Ich habe mich dabei mehrmals gefragt, welches nun die Haupthandlung sei.
    Es gab fĂŒr mich auch mehrere Ungereimtheiten in dem Roman.
    Da wĂ€re zum einen die Sprache. Ich muss vielleicht voraus schicken, dass ich schon sehr viele historische Romane gelesen habe. Aus diesem Grund fand ich auch die Ausdrucksweise in diesem historischen Roman, der um 1800 spielt, etwas fragwĂŒrdig. Dort wurden nĂ€mlich sprachlich keinerlei Unterschiede zwischen dem Adel oder nennen wir es lieber, der gehobenen Bevölkerungsschicht und dem tumpen Volk gemacht. Ob das gemeine Bauernvolk, die Knechte, Köchinnen etc. wirklich französisch gesprochen und sich immer so fein ausgedrĂŒckt haben? Na ja, wohl kaum. Auch heute wird ja nicht in allen Bevölkerungsschichten französisch paliert, wieso dann also um 1800? Hier hĂ€tte ich mir ein bisschen mehr FingerspitzengefĂŒhl der Autorin gewĂŒnscht.

    Ein bisschen seltsam fand ich auch, dass ein junger, feiner Herr seiner AuserwĂ€hlten die Kleider seiner verstorbenen Mutter bringt, damit diese sich eines aussucht und beim Tanz trĂ€gt. Auch hier haben sich wohl die Bevölkerungsschichten wieder gemischt. Diese Vorgehensweise kenne ich nur beim Volk. Die "Elite" hatte doch ihre Schneider, die Maß nahmen und ein Kleid nach den WĂŒnschen geschneidert haben.

    Na ja, dieses sind nur zwei Beispiele, die mich jedoch von der Glaubhaftigkeit der Story abgehalten haben. Ich möchte auf keinen Fall eine Recherche anzweifeln, jedoch denke ich, dass diese bei nachfolgenden Romanen vielleicht doch noch etwas ausfĂŒhrlicher und ausgiebiger sein sollte.

    Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext anmerken. Wie ich oben schon erwĂ€hnt hatte, fehlt mir beim Titel der Bezug zur Geschichte. Er klingt irgendwie mystisch, na ja, nebulös eben. Die Story ist es jedenfalls nicht.

    Das Bild auf der Vorderseite finde ich zum Titel passend gewÀhlt.
    Der Klappentext macht neugierig, lenkt jedoch in eine falsche Richtung.

    📚 Fazit 📚  
    Ein Roman, den man durchaus gut lesen kann. Allerdings sollte man hier nicht zuviel erwarten. Die Geschichte lÀsst noch viel Luft nach oben. Ich denke jedoch, dass die Autorin auf sehr gutem Weg ist, eine geeignete Fortsetzung zu schaffen.

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Nicole Peters / Land im Nebel“ zu „Nicole Peters - Land im Nebel“ geĂ€ndert.

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