Volker Dützer - Sturmtod / Kalte Gischt

Cover zum Buch Sturmtod

Titel: Sturmtod

4 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen

Verlag: GRIN Verlag

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 436

ISBN: 9783986371197

Termin: September 2021

Aktion

  • Kurzmeinung

    Bellis-Perennis
    Fesselnd bis zur letzten Seite
  • Kurzmeinung

    wampy
    Manchmal etwas überzogen, aber fesselnder Schreibstil
  • Cover zum Buch Die Unerhörten Cover zum Buch Die Flut Cover zum Buch Im Sturm
  • Manchmal etwas überzogen

    Buchmeinung zu Volker Dützer – Sturmtod

    „Sturmtod“ ist ein Kriminalroman von Volker Dützer, der 2021 im dp Verlag erschienen ist.

    Zum Autor:
    Volker Dützer, geboren 1964, lebt und arbeitet im Westerwald. Die Bandbreite seiner Romane reicht vom lupenreinen Kriminalroman über Science-Thriller bis zur Horror-Kurzgeschichte.

    Klappentext:
    Nachdem Jennifer Nowak bei einem Unfall ihren Verlobten verloren hat und seitdem durch Brandnarben entstellt ist, nimmt das Schicksal nun eine unerwartete Wendung. Sie erbt ein altes Haus auf den Klippen im abgelegenen Fischerdorf Pennack in Cornwall. Obwohl sie sich auf Anhieb wohl fühlt, versucht ein Unbekannter sie mit allen Mitteln zu vertreiben. Und bald entdeckt sie, dass das Haus und der verwilderte Garten ein schreckliches Geheimnis bergen. Während sie sich zusammen mit dem Außenseiter Travis Sayer auf die Suche nach Antworten macht, kommen sie einem gefährlichen Mörder immer näher. Doch auch Travis hat ein Geheimnis und bald weiß Jennifer nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Als ein Sturm heraufzieht, gerät sie in tödliche Gefahr …

    Meine Meinung:
    Der Einstieg in das Buch ist spannend und gelungen. Die beiden Hauptfiguren Jennifer Nowak und Travis Sayer sind jede auf ihre Art sympathisch. Beide sind gezeichnet und haben Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen. Beide lernen sich bei Jennifers geerbtem Haus kennen und beginnen es gegen viele Widerstände zu renovieren. Jennifer und Travis nähern sich an und entfernen sich dann doch wieder, weil Travis ihr seine Zeit im Gefängnis und vor allem den Grund dieses Aufenthalts verschweigt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Aufklärung der Familiengeschichte des Hauserbauers, der vor mehr als 100 Jahren unter mysteriösen Umständen verstarb.
    Die Figuren Jennifer und Travis sind komplex und bieten die ein oder andere Überraschung. Dies gilt auch für die Vorgänge in der Vergangenheit. Die weiteren Figuren sind leider meist deutlich als schwarz oder weiß gezeichnet. Die typische Atmosphäre Cornwalls habe ich nur selten empfunden, denn die mysteriösen Vorfälle um das Haus und der dort geschehenen Taten überdeckten diese. Irgendwie hatte ich manchmal das Gefühl, dass der Autor zu oft mit dem Holzhammer unterwegs war. Trotzdem war es spannend zu lesen und die dramatischen Ereignisse in der Sturmnacht waren beeindruckend. Dies wäre ein passender Abschluss gewesen, aber es ging noch weiter. Wieder wollte der Autor meiner Meinung nach zu viel.

    Fazit:
    Dieses Buch hat mit über weite Strecken dank des fesselnden Schreibstils und der interessanten Geschichten auf zwei Zeitebenen gut unterhalten. Leider gab es am Ende einen zusätzlichen Twist, der mir nicht gefallen hat. Deshalb bewerte ich das Buch auch nur mit drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten), spreche aber eine Leseempfehlung aus.

    :study: Hanna Caspian - Im Takt der Freiheit, Agatha Christie - Miss Marple (Kurzgeschichten von 12 erfolgreichen Autorinnen der Jetztzeit mit Miss Marple), Michael Peinkofer - Die steinerne Krone

    :musik:

  • „Es ist nur ein kleiner Schritt zwischen Leben und Tod.“

    Wie wir es von Autor Volker Dützer gewohnt sind, halten wir einen spannenden, bis zur letzte Seite fesselnden Krimi in der Hand.

    Dieser Krimi beginnt mit dem Brand einer Almhütte, bei der Jennifer schwer verletzt wird, ihr Verlobter Miro aber stirbt. Kaum zu glauben, dass Jennifer, die bislang ohnehin vom Leben nicht verwöhnt worden ist, wenig später als Erbin eines Herrenhauses in Cornwall und einer ansehnlichen Summe Geldes feststeht.

    Als sie im Fischerdorf Pennack, in dem das Herrenhaus steht, ankommt, ist die Feindseligkeit der eingeschworenen Dorfgemeinschaft deutlich zu spüren. Man versucht sie mit allerlei Spukgeschichten und Drohungen dazu zu bringen, das Haus zu verkaufen und den Ort wieder zu verlassen. Allen voran der Dorfkaiser Ian Wyne und sein Sohn Garreth haben ein gesteigertes Interesse daran, dass Jennifer wieder verschwindet, sind sie doch weitschichtig verwandt und fühlen sich um das Erbe betrogen.

    Nur Travis Sayer, der eben aus der Haft entlassen wurde, hält zu Jennifer. Allerdings verfolgt er dabei auch eigene Ziele, die er Jennifer nicht mitteilt. Als sie dann Travis‘ Geheimnis aus gezielter (Des)Informationsquelle erfährt, weiß sie nicht mehr, wem sie noch vertrauen kann ....

    Meine Meinung:

    „Es ist nur ein kleiner Schritt zwischen Leben und Tod.“ Dieser Satz, der mehrmals in diesem Buch vorkommt, passt sowohl zum Brand zu Beginn als auch zu den gefährlichen Klippen, die immer wieder erwähnt werden. Eine unverhohlene Drohung oder eine Warnung?

    Volker Dützer, den ich schon als Autor von zeitgeschichtlichen Krimis, die während und nach der NS-Zeit spielen, kennengelernt habe, hat mit diesem Cornwall-Krimi einen rasanten
    Kriminalroman geschrieben, bei dem ein Geheimnis das andere jagt und bei dem wenig so ist, wie es scheint.

    Sehr gut ist die düstere Stimmung in Pennack beschrieben. Die meisten Dorfbewohner sind von Ian Wyne abhängig, lassen sich von ihm einschüchtern und das eine oder andere Mal auch für Gesetzwidrigkeiten kaufen. Es gibt eine ganze Reihe von Personen, die in unterschiedlichem Ausmaß Dreck am Stecken haben. Dazugehören neben des Wynes auch Travis‘ Vater, der ein alkoholkranker Despot ist.

    Langsam wird die gesamte Geschichte, die vor langer Zeit ihren Ausgang genommen hat, Stück für Stück enthüllt und Jennifer muss nicht nur einmal um ihr Leben fürchten.

    Fazit:

    Ein kriminalistisches Meisterwerk mit hohem Spannungsbogen, dem ich sehr gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung gebe.

    "Ein Tag ohne Buch ist ein verlorener Tag"

    "Nur ein Lesender kann auch ein Schreibender sein oder werden" (Maria Lassnig/1919-2014)

  • Mario 10. Juni 2025 um 11:07

    Hat den Titel des Themas von „Volker Dützer – Sturmtod“ zu „Volker Dützer - Sturmtod / Kalte Gischt“ geändert.

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