Mark Franley - Der Angst verfallen

  • Kurzmeinung

    frettchen81
    super Krimi, nur das Ende ist zu schnell, zu konstruiert
  • Kurzmeinung

    Jasminh86
    🌟Ein interessanter und origineller Plot mit einem hohen Spannungsbogen!🌟

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  • *Der Angst verfallen*: ein weiterer Band (2) der "Köstner-Hattinger- Reihe" aus der Feder von Mark Franley.

    Der Autor Mark Franley hat sein erstes Buch mit 42 Jahren geschrieben. Sein Umfeld, Lehrer und Familie hatten nicht angenommen, dass er ein erfolgreicher Autor werden könnte. Mit seinen spannenden Romanen unterhält er,- seit einiger Zeit, erfolgreich seine Leser.

    ( Mike Köstner Reihe: 8 Bände; Ruben Hattinger Reihe: 3 Bände; Lewis Schneider Reihe: 3 Bände)

    Verlag: Edition M

    Erscheinungsdatum: 28.09.2021

    ISBN: 9782496707687

    Ausgabe: Print & E-Book sowie einige Ausgaben als Hörbuch erhältlich

    Seitenzahl: 475 Seiten


    Das Cover: passt zu denen der neuen Köstner-Hattinger Reihe.

    Ein düsterer, dunkler Wald & der blutrot geschriebener Titel vermitteln nicht nur Spannung sondern auch einen gewissen Gruselfaktor.

    Inhalt: Mitten im bayrischen Wald - das kleine Dorf Lohberg, nahe der tschechischen Grenze und ein am Berg liegender, alter Aussiedlerhof - sind Schauplätze eines grausamen Mordes.

    Ein kleiner Junge, wird erst entführt und dann grausam ermordet aufgefunden.

    Ohne Umschweife wird das BKA aktiv. Ruben Hattinger als Chefermittler hat gerade einen Infekt auskuriert. Nun muss er mit seinem Team weitere Taten verhindern & den Täter schnellstens fassen.

    Die Dorfgemeinschaft, deren Kinder & auch die Ermittler werden bald mit schlimmsten Ereignissen konfrontiert.

    Mein persönlicher Gesamteindruck:

    Schreibstil & Erzählweise:

    Mark Franley nutzt virtouse Schachtelsätze ohne die Aufmerksamkeit seiner Leser zu sehr zu beanspruchen.

    Sein "Erzähl-Werkzeug": Eine flüssig, bildhafte gedanklich anteilnehmende Erzählung mit sorgfältig platzierten Spannungselementen.

    Die wiedergegebenen Geschehen animieren den Leser "mitzuermitteln" & sich komplett auf die Story einzulassen.

    Spannung: Das gesamte, temporeich geschriebene Buch ist spannend und mitreißend. Ungern lege ich das Buch beiseite.

    Fazit:

    Der 2. Band dieser Köstner-Hattinger- Reihe ist ein empfehlenswerter Thriller. Er bietet genau das, was sich Lesefans dieses Genre wünschen: unvorhersehbare Gefahren, spannende überaschende Erkenntnisse sowie ein Ermittler-Team, das durch seine Individualität sowie menschlichen "Ecken und Kanten" überzeugt.

    Eine 5* - Sterne Leseempfehlung ! Ich würde mich über weitere Köstner-Hattinger Fälle sehr freuen!


    Mit herzlichen Dank für das Leseexemplar.

  • Beschreibung (Quelle: Amazon)


    "Bitterkalt wie der Tod: ein neuer Fall für Hattinger und Köstner von Kindle-#1-Bestsellerautor Mark Franley.


    »Sein Ziel war die Jagd, und ein verschrecktes Opfer spornte ihn nur noch mehr an.«

    Im bayerischen Lohberg wird ein kleiner Junge unter die Eisschicht des Dorfweihers geschoben und dem Erfrierungstod überlassen: ein Fall für Sonderermittler Ruben Hattinger und seine Kollegen Mike Köstner und Eva Lange.


    Bei den Ermittlungen stößt das Team auf die Thrillerautorin Maria Burkhard. Verrufen in der Dorfgemeinschaft, lebt sie auf einem einsamen Berghof – und gibt Hattinger und seinen Leuten Rätsel auf: Sie behauptet, sie sei nachts überfallen worden und man habe sie gezwungen, über den Mord an dem Kind zu schreiben.


    Viel Zeit bleibt den Kommissaren nicht. Denn bald darauf verschwindet ein Mädchen …"


    Autor (Quelle Amazon und Bücherserien.de)


    Mark Franley ist ein literarischer Spätzünder. Denn er hat seine wahre Leidenschaft für das Schreiben erst ziemlich spät entdeckt.

    Erst im Alter von 42 Jahren bemerkte er eine Veränderung. Obwohl er bereits diversen kreativen Hobbys nachging, wusste er, dass noch etwas fehlte. Er probierte das Schreiben aus und musste feststellen, dass er endlich ein Ventil gefunden hatte, um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Natürlich zweifelte er stark daran, dass seine literarischen Versuche irgendwann einmal gut genug wären, um Leser zu überzeugen. Doch schon bald bekam er den Zuspruch, der ihn weiter vorantrieb.1972 in Nürnberg geboren, ist er bis heute seiner Heimat treu geblieben. Mit den spannenden Fällen um seine Kommissare Mike Köstner, Lewis Schneider und Ruben Hattinger hat der Bestsellerautor Hunderttausende Leser in seinen Bann geschlagen.


    Meine Meinung


    Es war für mich eine sehr spannende, überraschende und wendungsreiche Story mit Verstrickungen, die nach und nach aufgedeckt werden; alles war vom Täter listenreich, vorausschauend und sehr intelligent geplant. Allerdings habe ich anfangs aufgrund der doch etwas langatmigen, bildlichen und detailreichen Schreibweise Geduld aufbringen müssen, bis der Fall immer mehr an Fahrt und Tempo aufnahm und die Spannung sich mit weiteren Strängen immer mehr aufbaute.


    Dann konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen und wissen zu wollen, wie die Ermittlungen Stück für Stück, wenn auch für das Mädchen etwas langsam Fortschritte machten. Es war allerdings auch sehr herausfordernd, das Gespinst aus Lügen und Schauspielerei zu durchdringen. Leider verfolgten sie eine Spur nicht weiter, was echt ein Fehler war. Wenig Verständnis hatte ich für die Alkoholkonsum von Maria Burkhard, die ständig am Wein trinken war, ergänzt mit Bier und Schnaps, wenn sie noch jemanden bei sich hatte.


    Der, wenn man die Vorbände bereits gelesen hat, bekanntermaßen "schrullige", fast autistisch wirkende, aber auf seine Art erfolgreiche Ruben Hattinger ist ein Einzelgänger mit Ecken und Kanten. Das etwas "andere" Ermittlerteam mit ihm, Mike Köstner und Eva Lange wächst dennoch immer mehr zusammen und wuchs mir ans Herz. Die Toleranz und der Humor der beiden Ruben gegenüber fand ich toll. Den Zusammenhalt von Ruben und seiner Familie finde ich soo schön.


    Der Autor legte schön falsche Fährten ließ mich als Leserin lange im Ungewissen und schuf eine Spannung, die mich immer mehr mitriss. Er spielt mit der Angst und achtet wirklich sehr auf jedes Detail.

    Von diesem Ermittlerteam möchte ich auf jeden Fall mehr und weiterlesen.


    Den ersten Band fand ich trotzdem etwas besser.


    Von mir gibt es :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Irrlicht und Hexe (7. Hexenregel: Unterschätze nie die Kraft des Wortes - es hat eine besondere Kraft, es kann befreien, anstoßen und verändern, aber auch verletzen und zerstören)

  • Grausam

    Ein Kind wird ertränkt, ein weiteres wird entführt. Die Such nach dem Mörder und dem Entführer gestaltet sich angesichts der wenigen Spuren als äußerst schwierig. Das Ermittlerteam um Ruben Hattinger ist sehr speziell, aber vielleicht haben sie dadurch die meisten Chancen das Kind lebend zu finden.

    Der Thriller ist eine einziges Verwirrspiel. Wer ist Täter, wer ist Opfer? Die einzigen sicheren Figuren sind die Kinder als Opfer und die Ermittler, alle anderen sind unsichere Protagonisten, haben sie etwas mit den Fällen zu tun oder sind sie einfach nur Nebenfiguren?

    Die Spannung baut sich langsam auf. Erst ist das Grauen, dann die Fragen, dann die Ermittlungen. Hier sind auf einmal wir Leser mitten drin, wir erfahren genauso viel, können aber mitdenken, denn Anhaltspunkte werden nicht als so wichtig erachtet, während ich es beim Lesen für interessant hielt. Damit ist man mitten im Geschehen, man ermittelt in eine andere Richtung, vielleicht falsch, vielleicht richtig. Auf alle Fälle ist das Gefühl entstanden Teil des, Teams zu sein.

    Hin und wieder blitzt das Gefühl auf, das ist eine bekannte Szene, nicht unangenehm sondern in der Art, das hat einfach so sein müssen. weil es einem bekannten Denkmuster folgt.

    Einer der Ermittler, Ruben Hattinger ist besonders, nicht sehr empathisch und er hat autistische Züge. Seine Art und Weise, sowie seine Bemerkungen lockern die Spannung auf. Die beiden anderen vermitteln den Eindruck zu den Normalos zu gehören und für ihn Mittler zum Rest der Welt zu sein.

    Es war mein erstes Buch von diesem Autor aber nicht das Letzte. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Raffiniert in die Irre geführt


    Bayern nahe der tschechischen Grenze: Der 11jährige Hans wird tot in einem zugefrorenen Weiher gefunden, und kurz danach verschwindet die gleichaltrige Mia auf dem dörflichen Rodelberg. Das Ermittler-Trio Ruben Hattinger/Mike Köstner/Eva Lange nimmt seine Arbeit auf. Welche Rolle spielt die alternde Bestsellerautorin Maria Burkhard, die im Dorf nicht wohlgelitten ist, und die auf ihrem alten Bauernhof permanent in Angst lebt? In welcher Beziehung steht sie zu dem Dorftrottel Udo? Und welches perfide Motiv treibt den Täter dazu an, Maria mit Details zu den Verbrechen an den beiden Kindern zu versorgen?


    Zu Beginn dieses Romans dachte ich noch, der Plot sei überschaubar und nach altbekanntem Muster gestrickt. Grandioser Irrtum! Nichts an diesem Thriller ist vorhersehbar, und je weiter ich in das Innere dieser hervorragend recherchierten Geschichte vordrang, umso unmöglicher wurde es mir, das Buch beiseite zu legen. Tatsache. Am Ende lag ich mit meinen ursprünglichen Prognosen genial daneben. Ich bekenne, vom Autor dieses Buches auf raffinierte Weise eingewickelt und auf eine völlig falsche Spur gelockt worden zu sein. Der Schluss ist ebenso logisch wie atemberaubend.


    Keine einzige Zeile ist überflüssig, es kommt nirgendwo Langeweile auf durch unnütze Beschreibungen, die Sprache ist klar und ohne Stolpersteine, und das Geplänkel der drei Ermittler sorgt immer wieder für befreiende Lacher. Bemängeln würde ich allenfalls, dass es am Schluss plötzlich hopplahopp ging.


    Trotz des ernsten Themas habe ich jede Seite dieses Thrillers genossen und kann ihn rückhaltlos empfehlen. Ganz klar fünf Sterne!

  • Hin und her gerissen….


    …bin ich. Vornweg, das ist mein erstes Buch dieses Autors und dieser Reihe. Die Geschichte handelt über Kinder als Opfer, was ich immer schon als harte Kost bezeichne.


    Das Ermittlerteam bildet sich aus einem Mann und einer Frau. Die trotz Eigenheiten recht gut harmonieren. Dazu wird ein weiterer externer Ermittler dazu geholt. Dieser versteht sich gut mit der Ermittlerin, reibt sich jedoch mit dem Ermittler aus dem eigentlichen Team. Ich hätte mir doch etwas mehr Harmonie gewünscht. Da dies doch immer wieder zu Unstimmigkeiten führt und man als Leser ab und an das Gefühl hat, dass die eigentlichen Ermittlungen aus den Augen verloren werden. Manchmal verging mir einfach zu viel Zeit, bis man wieder mal eine Spur gefunden hatte. In anderen Abschnitten fehlte mir die Grundermittlung. ZB. Eltern des Opfers befragen oder Nachfragen, wo das Opfer des Brandes nun verbleibt etc.


    Der Autor ist äußerst fantasievoll und kann seine Ideen durchweg gut und emotional darstellen. Das hat mir sehr gefallen. Obwohl ich die Handlungen teilweise auch etwas übertrieben fand. Also, zu viel passierte. Gegen Ende kam mir der Eindruck, dass man nun doch mal fertig werden wollte und so wurden noch mehr Geschehnisse in wenige Seiten gepackt. Also eher gehuscht.


    Insgesamt gut lesbar, auch etwas anspruchsvoller. Aber mir zeigen sich Defizite an einigen Stellen, wo ich gerne mehr bei der Sache gewesen wäre.

  • 🌟Ein interessanter und origineller Plot mit einem hohen Spannungsbogen!🌟


    Bitterkalt wie der Tod! Ein neuer Fall für Hattinger und Köstner von Kindle #1-Bestsellerautor Mark Franley.


    »Sein Ziel war die Jagd, und ein verschrecktes Opfer spornte ihn nur noch mehr an.«

    Im bayerischen Lohberg wird ein kleiner Junge unter die Eisschicht des Dorfweihers geschoben und dem Erfrierungstod überlassen: ein Fall für Sonderermittler Ruben Hattinger und seine Kollegen Mike Köstner und Eva Lange. Bei den Ermittlungen stößt das Team auf die Thrillerautorin Maria Burkhard. Verrufen in der Dorfgemeinschaft, lebt sie auf einem einsamen Berghof – und gibt Hattinger und seinen Leuten Rätsel auf: Sie behauptet, sie sei nachts überfallen worden und man habe sie gezwungen, über den Mord an dem Kind zu schreiben. Viel Zeit bleibt den Kommissaren nicht. Denn bald darauf verschwindet ein Mädchen …


    "Der Angst verfallen" ist der zweite Band der Köstner-Hattinger-Thrillerreihe von Mark Franley, der am 28.09.2021 im Edition M Verlag erschienen ist. Dies ist wieder ein rasanter Thriller, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Eindrucksvoll beschreibt der Autor den Wettlauf gegen die Zeit, um den Tod des grausam ermordeten Hans aufzuklären. Gleichzeitig aber auch die mühsamen Anstrengungen, das verschwundene Mädchen zu finden. Denn die Drohungen und Anforderungen des Täters lassen die Ermittler Ruben Hattinger, Eva Lange und Mike Köstner verzweifeln, eine unbekannte Verbindung zur Thrillerautorin Maria Burkhard bleibt lange im Verborgenen. Da die Autorin dem Alkohol nicht abgeneigt ist und nur spärlich mit Informationen aus ihrer Vergangenheit rausrückt, zweifeln die Ermittler zwischendurch immer wieder an ihren Verstand. Doch bevor sie ihrem Geheimnis auf die Schliche kommen, bringt Hattinger sich in Gefahr und die Spur bringt sie zur Justizvollzugsanstalt, wo ein eiskalter Mörder zur lebenslangen Haft verurteilt wurde. Dass dieser Psychopath der Autorin zu ihrem Ruhm ihres ersten Thrillers verholfen hat, ist kein Geheimnis. Doch als immer mehr Puzzleteile ihren Platz finden, kommen die Ermittler einem gut durchdachten Plan auf die Schliche.


    Der Thriller zeichnet sich wieder durch seinen lebhaften und bildhaften Schreib- und Sprachstil aus. Außerdem ist er unheimlich flüssig, sodass es mir schwerfiel, das Buch an die Seite zu legen. Der Spannungsbogen bleibt die gesamte Zeit über erhalten und führt letztlich zu einem Showdown, bei dem allerdings nicht alle Fragen beantwortet wurden. Besonders die letzten Seiten kamen mir unvollständig vor, weshalb ich hieraus keine logischen Schlüsse ziehen konnte. Ein paar Informationen hätten dem Finale deshalb nicht geschadet. Die Handlung enthält einige Überraschungsmomente, da ich geschickt auf falsche Fährten geführt wurde. Cliffhanger an den richtigen Kapitelenden sorgen für Neugier und große Spannung, was Mark Franley wieder super gelungen ist.


    Der Plot ist interessant und originell, die Charaktere sind umfassend ausgearbeitet. Besonders Ruben Hattinger, der seine Kollegen mit seinem eigenartigen und autistischen Verhalten gerne mal auf die Nerven geht. Er hat bestimmt Vorlieben und er weicht, so gut es geht, nicht von seinen Routinen ab. Er ist ein Eigenbrötler, zeigt so gut wie keine Emotionen und kein Fall scheint ihn zu brutal zu sein. Ausserdem kann er sich in verschiedene Situationen hineinversetzen und so dem Täter schnell auf die Spur kommen. Während des gesamten Handlungsverlaufs ist der Thrill präsent, das beständige Spiel zwischen Anspannung und der Erleichterung dank Hattingers trockenen Humors gefällt mir besonders gut. Aber auch Eva Lange und Mike Köstner sind vielschichtig angelegt, die Charaktere wachsen mit jeden Band weiter. Wer einige Vorgänger des Autors mit den hier vorkommenden Protagonisten kennt, der weiß, was ich meine. Aber auch Neueinsteiger können den Protagonisten problemlos folgen. Lange und Köstner sind aus einem zurück liegenden Fall gebrandmarkt, jedoch üben sie ihren Beruf weiterhin aus Leidenschaft aus. Obwohl es neben Hattinger nicht immer leicht ist, ergibt das Ermittlertrio ein gutes und klares Bild ab.


    Die Angst ist mit dem entführten Mädchen deutlich zu spüren, denn zwischendurch wird von ihrer Gefangenschaft geschrieben. Es gab Situationen, die mich richtig gepackt haben. So wurden Emotionen geweckt, die nichts für schwache Nerven sind. Ein wechselnder Perspektivenwechsel macht diese grausame Geschichte abwechslungsreich, sodass ich eine klare Leseempfehlung ausspreche. Von mir 4,5 Sterne.

  • Ich habe das Buch als Freiexemplar für eine Leserunde mit Autor in einem Bücherforum bekommen.


    Nachdem ich das Buch erhalten habe, entdeckte ich dann leider erst, dass es der 2. Teil einer Reihe ist. Jedoch beruhigte uns der Autor, denn er meinte man könnte die Bücher auch unabhängig von einander lesen. Der Plot sei jeweils abgeschlossen und die Kommissare würde man auch im 2. Band „neu“ kennenlernen können.


    Der Einstieg in das Buch ist rasant und nichts für schwache Nerven.


    Generell seien alle LeserInnen gewarnt, die Gewalt an Kindern oder alleinlebenden Menschen nicht lesen können, ohne davon Angstzustände oder Albträume zu bekommen.


    Mir hat das Buch von Anfang an sehr gut gefallen, da es im Bayrischen Wald, im Dörfchen Lohberg nahe der Tchechischen Grenze spielt, wo ich gerne Urlaub mache. So konnte ich gedanklich vor Ort sein und mir die herrlich verschneite Landschaft bei klirrend kalten Wintertemperaturen richtig gut vorstellen. Toll fand ich beim Lesen wirklich, dass das Buch zur selben Jahreszeit spielt. Die Leserunde war also wirklich gut getimet.


    Wie schon geschrieben geht der Plot rasant los und durch wechselnde Erzählweisen ist mal als Leser über alles im Bilde, kann seine eigenen Indizien sammeln und Vermutungen anstellen und bekommt dabei „Unterstützung“ durch professionelle Polizeiarbeit;-), die eben durch regelmäßige Absprachen und Brainstorming auch dem Lesern den Überblick über den Tathergang und die Ermittlungen erleichtern.


    Trotz jahrelanger leidenschaftlicher Krimilese-Erfahrung habe ich nur einen Teil der Lösung erraten, denn der Plot ist sehr wendungsreich und ineinander verflochten, dass sich Mark Franley hinter Größen wie anderen namhaften ThrillerautorInnen nicht verstecken muss.


    Die verschiedenen Charakter haben sich gut in die Geschichte eingefügt, waren gut ausgearbeitet und lebendig beschrieben, aber trotz allem kam ich den Gefühlen der Charakter nicht nah genug. So habe ich Ruben Hattingers Handeln und Denken nicht nachvollziehen können und auch mit Eva Lange wurde ich nicht wirklich warm.



    4 von 5 Sternen

  • Temporeich und spannend, aber auch voller Gewalt


    Buchmeinung zu Mark Franley – Der Angst verfallen


    „ Der Angst verfallen“ ist ein Kriminalroman von Mark Franley, der 2021 bei Edition M erschienen ist. Dies ist der zweite Fall für das Ermittlerteam um Ruben Hattinger.


    Zum Autor:
    1972 in Nürnberg geboren, ist Mark Franley bis heute seiner Heimat treu geblieben. Mit den spannenden Fällen um seine Kommissare Mike Köstner, Lewis Schneider und Ruben Hattinger hat der Bestsellerautor Hunderttausende Leser in seinen Bann geschlagen.


    Klappentext:
    Im bayerischen Lohberg wird ein kleiner Junge unter die Eisschicht des Dorfweihers geschoben und dem Erfrierungstod überlassen: ein Fall für Sonderermittler Ruben Hattinger und seine Kollegen Mike Köstner und Eva Lange.
    Bei den Ermittlungen stößt das Team auf die Thrillerautorin Maria Burkhard. Verrufen in der Dorfgemeinschaft, lebt sie auf einem einsamen Berghof – und gibt Hattinger und seinen Leuten Rätsel auf: Sie behauptet, sie sei nachts überfallen worden und man habe sie gezwungen, über den Mord an dem Kind zu schreiben.
    Viel Zeit bleibt den Kommissaren nicht. Denn bald darauf verschwindet ein Mädchen …


    Meine Meinung:
    Bei diesem Buch ist Spannung, aber auch Gewalt angesagt. Mir gefallen die Ermittlerfiguren Ruben Hattinger, Mike Köstner und Eva Lange sehr gut, weil sie mit vielen Grautönen gezeichnet sind. Sie haben einen angemessenen Gegenspieler und zeitweilig hängen die Ermittler in der Luft. Rubens Arroganz wird auf eine harte Probe gestellt und er gerät in Lebensgefahr. Besser als die durch Gewalt geprägten Szenen haben mir die ruhigen Momente mit den Gesprächen gefallen. Lange Zeit habe ich im Dunkeln getappt, aber die Auflösung war vollständig und überzeugend. Der Schreibstil ist fesselnd und durch häufige Perspektiv- und Ortswechsel wird das Tempo hoch gehalten. Leider war es mir stellenweise zu gewalttätig, auch wenn es zur Handlung passte.


    Fazit:
    Ein spannender und temporeicher Thriller mit gelungenem Plot und Personal, aber manchmal mit zu expliziter Gewaltdarstellung. Deshalb bewerte ich das Buch mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung für die Freunde harter Thriller aus.

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