Tharah Meester - Colfax: Der Pflicht unterworfen

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  • Kurzbeschreibung (Amazon):


    Diese Geschichte sollte nicht ohne Vorkenntnisse aus »St. Sycamore – Eine schicksalhafte Ehe« gelesen werden und endet mit einem Cliffhanger! Für ein vollkommenes Leseerlebnis ist es von Vorteil, auch »St. Garner – Eine undenkbare Affaire« bereits gelesen zu haben. Die Printversion umfasst in etwa 330 Seiten.


    Wie könnte man Treue erwarten, wenn dem Herzen untersagt ist, sie einzufordern?


    Seit nunmehr acht Monaten beugt Albertien de Medici sich pflichtbewusst dem Willen seines Vaters und des Königs, indem er der Öffentlichkeit eine glückliche Ehe vorspielt, obwohl seine Liebe einem anderen Mann gebührt. Nach einer verhängnisvollen Nacht, die für Dante und ihn im Desaster endet, lassen sich jedoch all die sorgsam unterdrückten Gefühle nicht länger seiner eisern geglaubten Selbstbeherrschung unterwerfen. Während Bertie beginnt, gegen die Gitterstäbe seines goldenen Käfigs zu hämmern, bröckelt auch die mühsam aufrechterhaltene Fassade des legendärsten Dandys der Stadt. Kein Wunder, wo sie doch gewaltsam mit Hammer und Meißel bearbeitet wird. Irgendwann ist sogar die Engelsgeduld des Teufels erschöpft.



    Meine Meinung:


    Bei "Colfax" handelt es sich um den dritten Teil der "Cœur Trouvé à Venice"-Reihe, und diesmal sollte man den zweiten Teil unbedingt vorher gelesen haben. Allen, denen diese Reihe bisher unbekannt ist, sollte klar sein, dass in der folgenden Rezension zahlreiche Spoiler zu finden sind - also geht flink rüber zur Rezension von "St. Garner", dem ersten Band der Reihe, oder zur Rezension von "St. Sycamore", dem zweiten Band. :wink:


    Dieses Buch wird aus den Perspektiven von Bertie und Jackie erzählt und schließt nach einem kurzen Zeitsprung an die Geschehnisse des zweiten Teils an.

    Bertie hatte sich bereits im zweiten Teil in mein Herz geschlichen und ist auch nicht mehr von dort weg zu bewegen - auch wenn er sich hier teilweise wirklich darum bemüht hat. Dieser Sturkopf versinkt mal wieder in Selbstmitleid und macht es sich unnötig schwer. Auch wenn ich seine Gedanken und Ängste gut nachvollziehen konnte, wollte ich ihn sehr oft schütteln, damit er seine Sorgen endlich ausspricht und sie so aus der Welt geschafft werden können.

    Mit Jackie hatte ich im zweiten Teil meine Probleme, da ich ihm sein Verhalten Galen gegenüber noch immer nachtrage. Inzwischen hat aber auch er es geschafft, mich von sich zu überzeugen. Ich fand es interessant, seine Perspektive zu erleben und durch seine Gedanken und Gefühle hat er bei mir an Sympathie gewonnen.


    Wie immer bei Tharahs Büchern habe ich sehr mit den Figuren mitgelitten, aber auch die süßen Momente zwischen ihnen sehr genossen. Man lernt Bertie und Jackie noch näher kennen und erfährt mehr über Jackies Vergangenheit, wodurch ich ihm seine Vorgeschichte mit Galen endlich verzeihen konnte. Beide Figuren machen eine positive Entwicklung durch; Jackie lernt, sich selbst wertzuschätzen, während Bertie lernt, seine Ängste zu überwinden und für seine Wünsche zu kämpfen. Auch sehr gefallen hat mir, dass man Galen aus einer anderen Perspektive kennenlernt.


    Etwas schade fand ich, dass Dante in diesem Buch eher eine Rolle als Nebenfigur eingenommen hat. Ich mag ihn sehr und hätte mir gewünscht, dass auch er ein wenig Aussicht auf Glück erfährt, allerdings bin ich mir sicher, dass Tharah dies im nächsten (oder einem der nächsten?) Teil nachholen wird.

    Der Cliffhanger am Ende war wirklich sehr, sehr gemein, und es fühlte sich ein bisschen so an, als habe man direkt vor dem Höhepunkt der Geschichte einen Schnitt gemacht... aber ich wurde gewarnt, also hätte ich darauf vorbereitet sein sollen. 8-[ Zumindest kann ich mich auf ein weiteres Buch mit den Jungs freuen - dann hoffentlich mit dem sehnlichst erwarteten Happy End. :uups:


    Fazit:

    Insgesamt wieder einmal eine wunderschöne, schmerzvolle, spannende Geschichte, die mich sehnsüchtig auf den nächsten Band warten lässt. Sehr empfehlenswerte :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: Sterne.

    Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen. Kurt Tucholsky :wink:


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